Beiträge von Moebius

    Webuntis ist nur die Webschnittstelle für das gleiche Backend, auf das du über die App auch zugreifen kannst.

    Ich bin kein Admin, aber meines Wissens ist das kein Mehraufwand und in der Nutzung deutlich komfortabler.

    Man kann jetzt natürlich die Grundsatzdiskussion "auf meinem privaten Handy installieren ich nichts für die dienstliche Nutzung" führen, rechtlich ist das aber kein Problem, weil es lediglich eine Schnittstelle für den Zugriff ist, auf dem Gerät selber werden keine Daten gespeichert, man benötigt also nicht mal mehr eine Genehmigung.

    (Das Erfassen fehlender SuS ist zB viel schneller möglich: es gibt eine lange Liste, einmal Wischen und der Schüler ist auf "fehlend", zweimal Wischen "verspätet mit passender Zeit" dreimal Wischen Eintrag gelöscht. Über das Handy dauert die Anwesenheitskontrolle bei mir idR unter 10 Sekunden inklusive Öffnen und Schließen der App.)

    Für die alltägliche Arbeit mit Untis muss man die App nutzen, nicht das Webinterface, letzteres ist für alle regelmäßigen Tätigkeiten absoluter Overkill.

    Das Webinterface brauche ich nur für das Berichtswesen, wenn ich mir zB zu den Zeugnissen die Fehlzeiten ausgeben lasse und einmal pro Monat um über die Funktion "Fehlende Einträge anzeigen lassen" zu prüfen, ob ich irgendwelche Sachen in den letzten Wochen vergessen habe.

    Ne, das ist ausgedachter Quatsch. Die DLRG stellt freundlicherweise Statistiken zur Verfügung, habe ich einmal verlinkt, jetzt darfste selber suchen.

    Es ist kein ausgedachter Quatsch, aber wie so oft wird über den Elefanten im Raum nicht geredet:

    Nicht alle Kinder können auf einmal weniger oder gar nicht schwimmen, sondern es sind eine Reihe an Kindern neu in das System gekommen, und viele von denen können nicht schwimmen, vornehmlich aus Syrien, Afghanistan und anderen arabischen Staaten, weil das dort gar nicht üblich ist.

    Statistisch sind die gar keine so riesig große Gruppe, aber betroffene Schulen stellen sie durchaus vor Probleme. Auch wir haben die Nichtschwimmerkurse für Kinder im Jahrgang 6 oder 8 vor zehn Jahren nicht anbieten müssen.

    Klar muss der Admin seinen Job richtig machen und trotzdem kann man sich mit dem Programm, das man benutzen soll und den Datenschutzrichtlinien auseinandersetzen.

    Das ist hier aber nicht der Fall, es gibt hier sehr viele User, die digitale Klassenbücher nutzen und durch die Bank weg sagen, dass sie zwar auch nicht alle Probleme im Alltag beseitigen, aber funktionieren und die grundsätzliche Sicherheit kein Problem ist und dann gibt es User, die sie bisher nicht benutzen, sie möglichst auch nicht benutzen wollen und die aber ganz viele Probleme aufzählen können.

    Es heißt ja Pendlerpauschale, weil das Verkehrsmittel keine Rolle mehr spielt.

    Mir persönlich wäre die Zeit immer das Wichtigste, ob ich im Stau stehe oder auf den Zug oder Bus warte ist mir da relativ egal, das ist für mich alles verschenkt. Aber die Menschen sind da unterschiedlich, ich kenne auch KuK, die es als entspannend empfinden täglich nach dem Unterricht 30 Minuten im Auto zu sitzen.

    Es mag sein, dass man formal die Urkunde benötigt, dennoch wird man das notfalls juristisch durchsetzen können, wenn der Dienstherr bis zum Stichtag keine Gründe gegen eine Versagung vorgebracht hat.

    Wenn du Interesse daran hast, wie die Daten- und Rechteverwaltung einer digitalen Kassenbuchsoftware funktioniert und wer wann was sehen kann, hospitiere doch einfach mal wieder an deiner alten Schule. Ansonsten ist es eben so, dass deine Vorstellungen dazu wenig mit der Realität zu tun haben, wie bereits gesagt: Datenschutz und -sicherheit ist damit deutlich zielgerichteter möglich, als mit irgendwelchen Zetteln.

    (Und Probleme wird damit sicher nicht die einzelne Lehrkraft bekommen, die macht die Rechteverwaltung nicht, die setzt nur das um, was die Schulleitung festlegt.)

    Wenn die Probezeit abgelaufen ist, ist man "safe", sprich, man ist automatisch auf Lebenszeit verbeamtet, unabhängig davon, ob man die Urkunde erhalten hat, oder nicht. Wenn es Gründe gegen eine Lebenszeitverbeamtung gibt, ist es eine Bringschuld des Dienstherrn, sich fristgerecht vorher darum zu kümmern, danach hat er sehr schlechte Karten.

    Die Realität ist, dass durch eine vernünftige digitale Datenverwaltung das Risiko missbräuchlicher oder fahrlässiger Verbreitung von Daten sehr viel geringer wird, als bei der "Mit Hand auf Papier" Methode. Das Papier-Klassenbuch war in den 10 Jahren, in denen ich es noch nutzen musste, mehr als einmal für eine Woche verschwunden und ist dann irgendwo wieder aufgetaucht.

    Und die vernünftige Dokumentation, auf die dann auch Berechtigte transparent zugreifen können, ist auch einfach ganz grundsätzlich Teil unseres Berufes, egal, ob es um Fehlverhalten oder Noten geht.

    Aber wie heißt es so schön: alles, was bis zu unserem 20 Geburtstag erfunden wird, ist selbstverständlich, alles zwischen dem 20. und 60. ist Magie, alles ab dem 60. ist Teufelszeug.

    Nebenbei: bei dem Verbot der Weitergabe geht es um ein kommerzielles Portal über das Satellitenbilder eines gewerblichen Unternehmens verkauft werden. Also gar nicht mal um spezielle US-Militäraufklärung. Auch hier mal wieder: es ist ein Armutszeugnis, dass Europa nicht selber über einen gleichwertigen Dienst verfügt.

    (Allerdings haben europäische Nutzer weiter uneingeschränkten Zugang zu den Daten, ich gehe stark davon aus, dass aktuell die Bilder einfach über einen Umweg doch an die Ukraine weitergegeben werden.)

Werbung