Beiträge von Moebius

    Typisch ist aber auch, dass du dich für den einzigen hältst, der eine Sachlage ausgewogen betrachten könne und dabei natürlich total objektiv in der Mitte steht,

    Ich schreibe hier, weil ich die USA persönlich mag und mir die Entwicklung ernsthafte Sorge macht.

    Es gibt hier genug differenzierte Beiträge, das Problem sind populistische Verkürzungen, wie von dir und aus SH. Denn auch du hast offensichtlich kein Interesse an einer ernsthaften Diskussion, so lange

    im Gegensatz zu den verblendeten linken Idioten in diesem Forum.

    dir als Gegenargument nichts besseres einfällt als meine Aussagen irgendwie als "rechts" zu framen.

    Ich finde es falsch, wenn wichtige Posten mit Schwiegertöchtern besetzt werden. Erdogan macht sowas nach Gutdünken, Trumps Gefolgschaft wählt offenbar freiwillig solche Personen in Ämter. Finde ich krass, ja, auch oder gerade wenn es noch demokratischen Strukturen folgt und auch wenn das schonmal so gewesen ist, die Demokrat*innen keinen geeigneten Kandidaten haben oder whatabout sonstwas.

    Die republikanische Partei trägt in weiten teilen Züge einer Sekte. Die Wahl von persönlichen Favoriten Trumps in irgendwelche Ämter ist dabei noch das geringste Problem. Innerparteilicher Widerstand ist da sowieso nicht zu erwarten. Um so dramatischer ist es, dass es die Demokraten trotzdem schaffen, den Wählern das unattraktivere Angebot zu machen.

    Leute die wirklich "rechts" sind, können sich derzeit entspannt zurück lehnen, weil die Art und Weise, wir diese Diskussion geführt wird, ihnen in die Hände spielt.

    Das ist leider der ganz typische Verlauf dieser Diskussion. Für viele ist das Phänomen Trump einfach nur Projektionsfläche für ihren sowieso vorhandenen Antiamerikanismus und willkommene Gelegenheit, sich in ihrem Überlegenheitsgefühl bestätigt zu sehen. Wenn es dann den Hinweis gibt, dass man es sich damit zu einfach macht, kommen solche Reaktionen

    Hier sind ja Trump-Fans zugegen!:ohh:

    um zu vermeiden, dass man sich auf die inhaltliche Ebene begeben muss.

    Wenn nichts Dramatisches passiert, wird Trump in einem Jahr wieder Präsident sein. Nicht, weil alle Amerikaner dumm sind oder an ihren "weißen Privilegien" festhalten wollen, sondern weil es aus ihrer Sicht ganz objektiv Sinn macht, ihn zu wählen, trotz seines Auftretens. Und das, was bei ihm aktuell kritisiert wird - nämlich die Ankündigung am ersten Amtstag mit Executive Orders zu regieren hat Obama 2 Jahre lang gemacht, als er keine Mehrheit in den Kongresskammern hatte.

    Als Europäer muss einem das große Sorgen machen, denn für uns wird das sehr ungemütlich. Er wird US-Handelsinteressen durchsetzten und keinerlei Interesse an einer Beteiligung der USA am Ukraine-Krieg haben. Und da ist das Problem, dass wir uns gerne überlegen aufspielen, aber trotzdem gleichzeitig seit Jahren darauf setzen, dass die Amerikaner es schon lösen werden, wenn ernsthafte Probleme auftreten. Die EU-Staaten wären natürlich in der Lage gewesen, die Ukraine so zu unterstützen, dass sie sich erfolgreich gegen Russland verteidigen kann, Russland hat ein BIP in der Größenordnung der Niederlande. Wir haben uns drauf verlassen, dass schon alles gut gehen wird uns die Amerikaner das im schlimmsten Fall regeln und jetzt sitzen wir in der Scheiße, die wir uns selber eingebrockt haben.

    ..., andere Beamte haben dieses exklusive Recht nicht, aber man wird sich hüten, das anzutasten.

    Das ist kein Recht, da es keinen Rechtsanspruch gibt und wie schon geschrieben gibt es durchaus einen gewissen Druck seitens der Behörde, Teilzeit zu begrenzen, auch wenn Anträge aktuell nicht pauschal abgelehnt werden.

    Fun Fact: Trump hat unter farbigen Wählern die höchsten Zustimmungswerte, die jemals ein republikanischer Kandidat hatte.

    Die Leute, die die Wahl entscheiden und Trump ins Amt bringen werden, sind nicht ein paar Idioten mit roten Hüten, sondern die gesellschaftliche Mitte, die zum Teil von seinem Auftreten sogar angewidert sind, die ihn aber trotzdem wählen, weil sie ihn für den Kandidaten halten, der eher dazu führen wird, dass sich ihr Leben verbessert.

    Politisch beschäftigen die Amerikaner ganz andere Dinge, als die, die bei uns medial rezipiert werden.

    Das Problem der Demokraten ist, dass sie die Arbeiter als klassisches Klientel verloren haben, die Inflation der letzten Jahre ist dort noch deutlich stärker in den Bereich der Grundversorgung gegangen (ein Paket Butter kostet im Supermarkt 5$, eine Dose Deo 8$), die Demokraten verweisen auf das Wirtschaftswachstum das aktuell besser ist, als in Europa, das geht am Mittelstand aber weitgehend vorbei, gleichzeitig hat die illegale Migration Dimensionen angenommen, die die Probleme in Europa noch weit übersteigt. Und die Biden-Administration hat einen Großteil ihrer Wahlversprechen nicht umgesetzt (zB Studienkredite), nicht weil die Republikaner sie gehindert hätten, sondern weil sie diese nicht finanziert bekommen haben. In der Bevölkerung wird die Biden-Regierung negativer gesehen, als alle anderen Regierungen der letzten Jahrzehnte, und eben noch mal schlechter als Trump.

    Es wäre dringend notwendig, dass die Demokraten einen jüngeren Kandidaten mit glaubwürdigeren Ideen aufstellen würden, die Struktur der Entscheidungsfindung verhindert das aber, genau so wie sie bei den Republikanern verhindert, dass eine ernsthafte Alternative für Trump da ist.

    Der amerikanischen Politik, die ja generell nach dem Motto "möglichst wenig Staat" agiert. Der Staat muss aber eingreifen, wenn es zu Fehlentwicklungen kommt.

    Klar, darum sind ja auch die Menschen in Russland so intelligent.

    Das typische Amerika-Bashing ist halt der eine Punkt an dem man auch als politisch linker Mensch mal seine niederen Instinkte raus lassen kann, ohne das es politisch unkorrekt wird.

    Die Berichterstattung die die Richtung finde ich eher Einseitig und wenig objektiv, die amerikanische Demokratie ist durchaus resilient. Und das ist mit Trump auch nichts neues, es gab schon immer Politik-Dynastien in den USA in beiden Parteien (Busch, Kennedy, Clinton).

    Traurig ist eher der Zustand des Parteiensystems (in beiden Parteien), der dazu führt, dass zwei ungeeignete Kandidaten gegeneinander antreten werden. Dass Trump wieder Präsident werden wird ist auch ein Versagen der Demokraten.

    Also: Soweit ich weiß (!) könnte meine Schule nicht auf die Dienste des Pastors verzichten, selbst wenn sie diese nicht bräuchte (und das tut sie, wir haben genug Reli-Lehrkräfte).

    Die Kirche kann in ihre internen Rechtsvorschriften rein schreiben, was sie möchte, die öffentlich rechtlichen Schulen verpflichtet das zu gar nichts. Höchstens die in kirchlicher Trägerschaft.

    Ich kenne keine einzige Schule, in der bei uns noch ein Pastor Religionsunterricht erteilt, das muss aber nicht heißten, dass es hier keine mehr gibt. Wenn, dann vermutlich eher im Primarbereich.

    Meine eigentliche Frage war aber: kann ein Quereinsteiger, der dann als verbeamteter Lehrer in der Schule arbeitet, die kirchliche Lehrerlaubnis für Religion bekommen, oder ist dafür ein Lehramtsstudium Voraussetzung? (Lassen wir den Pastor als Ausnahme mal außen vor, dass der sich selber eine Lehrerlaubnis erteilen kann, ist vermutlich nicht das Problem.)

    Wunschberuf wäre Theologe, aber ob mich die Kirche annimmt, steht natürlich noch in den Sternen.

    Da beten wir alle, soll in dem Fall ja helfen.


    Allgemeine Frage aus Interesse: Ist Quereinstieg mit Religion überhaupt möglich, sprich bekommt man die kirchliche Lehrerlaubnis?

    Mir ist tatsächlich noch kein Quereinsteiger Religion unter gekommen. Früher haben mal Pfarrer ein paar Stunden Religionsunterricht an der Grundschule erteilt, aber eben nicht als verbeamtete Lehrer.

    Ich würde laut lachen, wenn unser Schulleiter anfangen würde, ein Vorstellungsgespräch auf Englisch zu führen. Da sitzen auch noch andere beteiligte Personen, die meisten von den werden nicht Englisch unterrichten und das Vorstellungsgespräch ist keine fachliche Prüfung. Dass du die fachlichen Voraussetzungen für deine Unterrichtsfächer erfüllst, dürfte man da voraussetzen.

    Und das oberste Kriterium bei der Stellenvergabe ist die Bewerbernote, in andere Dinge würde ich erst mal nicht zu viel rein interpretieren.

    Das große Problem ist, dass das mit dem Streiken und aushandeln zwar theoretisch funktioniert aber praktisch nicht. Verschiedene Berufe können mit einem Streik unterschiedlich viel erreichen. Die Lokführer können mit relativ wenig Personen einen immensen Schaden verursachen. Würde das Servicepersonal streiken, würde es kaum jemanden so interessieren.

    Du hast falsche Vorstellungen von den personellen Dimensionen, in den meisten Regionalzügen fahren genau so viel Zugbegleiter mit, wie Zugführer - nämlich einer. Selbst in einem ICE gibt es nur eine Hand voll Servicemitarbeiter. Und die haben in den letzten Jahren auch häufiger gestreikt, durchaus auch wirksam.

    Der Iran hat keine Atomwaffen, und wenn es soweit sein sollte, stehen die Chancen gut, dass Israel dem mit einem Präventivschlag zuvor kommt.

    Die Ukraine hat zwar physikalisch Atomwaffen besessen, war aber meines Wissens nach nie in der Lage sie ein zu setzen, weil man die notwendigen Codes nicht hatte. Atomwaffen sind auch keine einfachen Sprengvorrichtungen, die man sich in das Lager schiebt und bei bedarf wieder raus holt. Ihre Wartung ist kompliziert und kostet Milliarden, wie schon mal geschrieben gibt es ernsthafte Gründe an zu nehmen, das Russlands nukleares Potential nur noch ein Bruchteil des offiziellen ist. Ich bezweifle, dass die Ukraine in der Lage gewesen wäre, die Sowjetischen Atomwaffen einsatzbereit zu machen und dann über 35 Jahre einsatzbereit zu halten.

    Und wenn? Wäre das schlimm?

    Nein, aber in so einer Blase zu leben, ist ein Privileg, dass den meisten Menschen, die Arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu verdienen nicht vergönnt ist und man sollte sehr aufpassen, in wie weit man seine persönliche Haltung zum Maßstab für andere macht, sonst wird es schnell abgehoben.

    Nebenbei gesagt: es gibt immer noch eine Reihe verbeamteter Lockführer und auch die grundsätzliche Möglichkeit in Streiks ein zu greifen, wenn ein tatsächlicher Notstand droht. Versorgung von systemrelevanten Kunden kann immer irgendwie aufrecht erhalten werden. Die Sorgen über die Kohlekraftwerke sind offensichtlich vorgeschoben.

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