Beiträge von Moebius

    Bei einigen Kindern hilft es schon, bei anderen nicht,

    generell ist die Bereitschaft, die HA regelmäßig zu erledigen, in der derzeitigen Klasse unterirdisch.

    In einer Grundschulklasse würde ich es anders formulieren:

    Die Bereitschaft der Eltern, eine regelmäßige Erledigung der Hausarbeiten sicher zu stellen, ist unterirdisch.

    Bis zur 6. Klasse geht es bei vielen SuS nicht, ohne dass die Eltern vermitteln, dass Hausarbeiten wichtig sind.

    Die sollen die Aufgaben nicht mit machen, aber sich hin und wieder hin zu setzen und zu sagen "Zeig mal, was du heute gemacht hat" vermittelt schon viel und spätestens wenn die Nachricht über nicht erledigte Aufgaben vom Lehrer kommt muss man sich mal ein paar Wochen abends 2 Minuten Zeit nehmen um ein mal einen kurzen Blick in das Hausarbeitenheft und auf die Aufgaben zu werfen.

    Wenn ich ins Profil schreiben würde, welche Fächer ich schon alle unterrichtet habe, läse sich das ähnlich.

    Aber du wüsstest vermutlich, wie man deine Schulform schreibt.

    Inzwischen sind die Profilangaben gelöscht, ich gehe davon aus, dass die TE keine Kollegin ist.

    Ist aber auch egal. Grundsätzlich kann ich verstehen, dass Eltern in so einer Situation verärgert sind. Das teilt man der betreffenden Lehrperson mit und die Sache ist erledigt.

    Es wirkt hier aber so, als ob die Zielrichtung ist "Hat der Lehrer einen Fehler gemacht und wie kann ich das ausnutzen, um ihm möglichst einen mit zu geben" und das bringt niemanden weiter. Zum einen handelt es sich hier um ein ärgerliches aber ganz normales Versäumnis, das mit Sicherheit keine ernsthaften Folgen für die Lehrkraft haben wird, zum anderen vermittelt man seinem Kind so nicht, dass man zu eigenen Fehlern (denn das Vergessen der Hausarbeiten war ja unstreitig der Auslöser) stehen und daran arbeiten sollte, sondern dass man besser zum Gegenangriff übergeht. Das wird den Eltern auf die Füße fallen, der Lehrer gibt das Kind nach 1 oder 2 Jahren ab.

    darum ging es in der Frage nicht, es geht darum, ob es eine prinzipielle Mitteilungs-/Informationspflicht gibt. z.B. wenn die Polizei eingeschaltet wird, weil das Kind nicht nach Hause kommt. Oder es einen Termin für den Schüler bei einem Arzt gab, der nicht wahrgenommen werden konnte.

    Ist irgendetwas davon tatsächlich passiert oder sind das nur hypothetische Szenarien?

    Ich gehe mal davon aus, dass nichts passiert ist, abgesehen davon, dass das Kind 45 Minuten später als erwartet zu hause angekommen ist. Dann wird der betreffende Kollege auch nicht mehr zu erwarten haben als den Hinweis des Schulleiters, sich bei den betreffenden Eltern in Zukunft schriftlich ab zu sichern.

    Es geht nicht darum zu solchen Leuten, die erkennbar verhärtete Positionen vertreten, durchzudringen, sondern Rechtsradikalen und ihren selbsternannten Resonanzorganen nicht das Feld zu überlassen.

    Der richtige Umgang wäre ein mal klar und deutlich zu sagen, wie solche Positionen ein zu ordnen sind und dass hier kein Raum für sie ist und die dann möglichst schnell zu sperren um ihnen gar keinen Raum für die Verbreitung zu geben.

    Leider (und ich wiederhole mich) scheitert das in diesem Forum an der praktisch nicht mehr existierenden Moderation. Der letzt Beitrag ist schon seit drei Stunden gemeldet und es passiert nichts. Es gibt hier offiziell ca. 15 Moderatoren, davon waren gerade 3 in den letzten Tagen online, die Hälfte ist schon seit Jahren nicht mehr aktiv. Nur KgF moderiert noch wahrnehmbar. Ich habe mich schon mehrfach bedauernd darüber geäußert, dass der das Downgrade von einem Forum zum fachlichen Austausch zu einem (weitgehend) Blödel-Forum unter Lehrern eine Folge davon ist, aber hier finde ich es ganz besonders ärgerlich, weil sich der Verursacher dieser Diskussion darüber freuen wird, dass seine Propaganda einen halben oder ganzen Tag gelesen werden kann und vielfach zitiert wird. Selbst wenn er dann gesperrt wird, wird er sich einfach neu anmelden und weiter machen, weil es sich für ihn "lohnt", wenn seine Botschaft hier lange genug lesbar ist und Unruhe erzeugt und davon kann er ja ausgehen.

    Ich wäre sicher auch nicht unbedingt geeignet für den Job, dazu äußere ich mich oft zu undiplomatisch. Aber es wäre schön, wenn sich der Admin mal Gedanken darüber machen würde, denn aktuell müsste man das Forum wohl spätestens dann schließen, wenn KgF irgendwann mal in Pension geht oder keine Lust mehr hat hier der letzte zu sein, der noch gelegentlich aufräumt.

    Man muss hier keine abstrakte Diskussion über den Umgang mit Neuanmeldungen im allgemeinen führen, spätestens der letzte Beitrag macht ganz deutliche, dass es dem User hier um um Provokation und die Verbreitung rechter Parolen geht und nicht um die intendierte Nutzung des Forums.

    Da der ganze Duktus und das Auftreten von DonChaos für mich stark darauf hin deutet, dass er sich nur aufgrund seiner politischen Agenda hier angemeldet hat und er vermutlich kein Lehrer ist, würde ich darum bitten, dass man den Account sperrt, bis es einen glaubwürdigen Hinweis für das Gegenteil gibt.

    Wir sollten gar nicht erst damit anfangen eine Plattform für solche Botschaften zu bieten, selbst wenn er hier natürlich deutlichen Widerspruch bekommen wird.

    Man muss die 1 nicht verschenken, man kann auch die Anforderungen entsprechend formulieren. Das muss man aber vorab machen und kann sich nicht hinterher ein paar mehr Extras wünschen.

    Es ist auch hilfreich, sich selbst bewusst zu machen, welchen Anteil an sehr guten Leistungen man für angemessen hält. Etwa 2,5% der SuS sind statistisch gesehen hochbegabt, wenn ich für meine Schulform davon ausgehe, dass die überwiegend am Gymnasium landen sind das 1-2 Pro Klasse. Ich halte es für angemessen, dass nicht ausschließlich hochbegabte SuS die Chance auf ein sehr gut haben, dann lande ich bei einem vernünftigen Anteil von 3 sehr guten Ergebnissen pro Klasse in der Unter- und Mittelstufe. (Immer im Durchschnitt - ich bewerte nicht nach sozialem Vergleich und es kann natürlich auch mal 0 und auch mal deutlich mehr sehr gute Leistungen geben, wenn das Leistungsbild einer speziellen Klasse so ist.)

    Nach dieser Zielvorstellung richte ich meine Arbeiten grundsätzlich aus und nach meiner Erfahrung passt das dann auch für den weiteren schulischen Weg.


    ABER: auch das muss im Vorfeld transparent gemacht werden.

    Genau und ich stoße mich auch an der Formulierung "etwas außergewöhnliches". Etwas außergewöhnliches wäre die Abgabe auf parfümiertem Papier, für eine sehr gute Note muss eine Leistung aus dem Transferbereich erbracht werden, also eine besonderes prägnante Schwerpunktsetzung oder Reflexion mit Einbringen und Hinterfragen der eigenen Position.

    So entsteht ein wenig der Eindruck, dass du selber nicht weißt, was du erwartest und das "sehr gut" am Ende nach Gefühl gibst oder nicht gibst.

    Das klassische Beispiel für problematische Produktionsbedingungen ist meines Wissens Kobalt, das in Akkus benötigt wird und das oft unter sehr zweifelhaften Bedingungen aus Mienen in Afrika kommt.

    Seltene Erden sind selten, weil man China ihre Bedeutung erkannt und eine massive Produktion aufgebaut hat, die zu vergleichbaren Kosten in vielen anderen Weltregionen nicht möglich wäre und wir - wie in vielen Bereichen - davon ausgegangen ist, das China uns schon weiter damit versorgen wird und wir kein Geld in eine unabhängige Produktion investieren müssen.

    Das ist in NDS so vorgesehen und realisiert.

    Die Schulen in Niedersachsen bekommen für den Ganztag Lehrerstunden zugewiesen. Diese dann zu kapitalisieren und statt Lehrkräften anderes Personal ein zu setzen ist eine aktive Entscheidung der Schulleitung und keineswegs zwingend.

    Allerdings basiert die Zuweisung der Lehrerstunden auf einem Schlüssel von 32 SuS pro Lehrerstunde, faktisch ist es logistisch sehr schwierig den Ganztag damit aus zu bringen, ohne auf billigeres Personal zu setzen oder ihn aus anderen Bereichen zu subventionieren.

    Der Ganztag lässt sich tatsächlich komplett ohne Lehrerstunden gestalten, man heuert 450€ Kräfte an und lässt diese Aufsicht beim selbständigen Erledigen von Hausarbeiten führen. Zusätzlich etikettiert man das bereits bestehende AG-Angebot zum Ganztag um. In den meisten Fällen passiert bereits jetzt genau das.

    Tragisch ist, dass man das den Eltern als neues, qualitativ hochwertiges Angebot verkauft.

    Natürlich muss Notengebung transparent sein und man muss jede Note schlüssig begründen können, auch in Abgrenzung zwischen gut und sehr gut.

    Aber:

    Die Begründung erfolgt gegenüber dem Schüler und nicht schriftlich gegenüber den Erziehungsberechtigten.

    Dem Schüler würde ich natürlich darlegen, wie die Note zu stände gekommen ist, eine schriftliche Begründung gegenüber den Eltern würde ich auch erst dann anfertigen, wenn mich die Schulleitung dazu auffordert, weil es zB für ein Widerspruchverfahren wegen einer Nichtversetzung notwendig ist.

    Ich habe am Anfang nur die Rechtslage beschrieben ohne jeden persönlichen Kommentar.

    Nach knapp 20 Jahren in diesem Forum hat man aber inzwischen beim Lesen vieler empörender Geschichten über das angeblich verständnislose, unkollegiale oder unfähige Verhalten von Schulleitung oder Kollegen eine leise Stimme im Hinterkopf die einen darauf hin weist, dass der Fragesteller vermutlich selber (mindestens) Teil des Problems ist.

    Sie hatte wieder mal recht.

    Im Grunde interessiert mich überhaupt nicht, ob ein Schüler bei einer Arbeit KI mit verwendet hat, das Ergebnis muss passen und es muss eine eigene Leistung erkennbar sein, das aber in Präsentation, Gespräch und Auseinandersetzung mit dem Thema der Arbeit. Ob ein Text dabei von KI formuliert wurde, darf eigentlich gar keine Rolle spielen, da rein häuslich angefertigte Arbeiten sowieso nicht bewertet werden dürfen.

    Das Problem zB bei Wolfgang Autenrieth ist, ist, dass hier eine grundsätzliche Abneigung gegen das Werkzeug deutlich wird und für Schüler wohl zu befürchten wäre, dass die Nutzung schon automatisch zu einer Bestrafung bei der Bewertung führen würde.

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