Beiträge von Moebius

    Ich habe bei dem Abschnitt aufgehört zu lesen, bei dem darauf hingewiesen wurde, dass man die "überschüssigen" Lehrkräfte dann ja endlich nutzen könne um die Ganztagsbetreuung aus zu bauen.

    Ist eh alles Blödsinn, wenn ich das richtig verstanden habe, macht in 5 Jahren sowieso eine KI unseren Job.

    1. Kritisiert wurde der Ton, nicht die grundsätzlicher Präferenz des Verfahrens

    2. Elternvertreter sind keine Schulfremde

    3. "Pubertäre Entgleisungen", die die Mitschüler nicht sowieso mitkriegen sind weder Entgleisungen noch Konferenzthema, Dinge, die in einer Ordnungskonferenz resultieren, kriegen die Mitschüler in der Regel nicht nur mit, sie sind davon betroffen. Natürlich sind diese Dinge "Thema", das liegt aber nicht an den Konferenzvertretern.

    4. Die Annahme, dass ausgerechnet die Elternvertreter die Ursache dafür sind, dass schulinterne Geschehnisse nach außen getragen werden, ist in meinen Augen respektlos den Eltern gegenüber, die diese Ämter übernehmen. Ganz grundsätzlich gibt es bei denen erst mal genau so wenig das Recht, diesen eine Missachtung von geltenden Gesetzen zu unterstellen, wie bei allen anderen Beteiligten (auch den Lehrervertretern).

    Verstehe ich das richtig: Schüler und Eltern stimmen mit über die Noten anderer Schüler ab?

    Nein, du willst es aber auch nicht richtig verstehen, die Grundlage, in der steht zu welchen Punkten Eltern- und Schülervertreter stimmberechtigt sind und welche nicht, wurde hier mehrfach verlinkt.

    Mal ganz davon abgesehen, das über Noten einzelner Fachlehrer auch in anderen Bundesländern hoffentlich nicht abgestimmt wird, das wäre nämlich tatsächlich grober Unsinn, im Gegensatz zu den von euch hier künstlich herbei konstruierten Problemen.

    Ich sehe das auch als grobe Verletzung des Datenschutzes.

    Das wird auch bei permanenter Wiederholung nicht richtiger, da Dateneinsicht im Rahmen der pflichtgemäßen Ausübung eines Amtes natürlich datenschutzrechtlich gedeckt ist. Dass das Vorgehen gesetzlich abgesichert ist wurde hier schon mehrfach dargelegt.

    Aber manche Eltern sehen Hausarbeiten auch als Menschenrechtsverletzung, es ist auch eine übliche Strategie bei schwacher inhaltlicher Argumentationsbasis einfach mit immer gravierender werdenden Begrifflichkeit um sich zu werfen.

    PS: Auf die Gefahr hin, dass jetzt jemand einen Herzinfarkt bekommt: Neben 3 Elternvertreter sind in Niedersachsen auch 3 Schülervertreter Konferenzmitglieder und in den gleichen Fällen - zB bei Ordnungskonferenzen - auch stimmberechtigt. Ist auch kein Problem. Tatsächlich habe ich bisher noch keine Ordnungskonferenz erlebt, bei der Eltern- oder Schüler gegen eine Maßnahme gestimmt hätten, die sind sich durchaus der Rolle bewusst, dass sie dort die Interessen der Klasse als ganzes vertreten.

    Ich habe es schonmal geschrieben: Das hier ist ein Lehrerforum.

    Es war aber schon immer ein Lehrerforum.

    Die beschriebene Problematik hat sich allerdings in den letzen 1-2 Jahren deutlich verschärft und hat für mich damit zu tun, dass in diesem Forum so gut wie keine Moderation mehr stattfindet. Das war früher mal deutlich anders, bei sachbezogenen Threads mit ernst gemeinten Themen wurden Unsachlichkeiten dann auch mal gelöscht.

    Es ist schon reichlich schräg. Die KuK mit Elternvertretern haben hier lediglich gesagt, das es mit diesen keine Probleme gibt. Es sind gewählte Vertreter mit einer klar definierten Aufgabe, Rechten und Pflichten, an die sie sich in der Regel auch halten, nicht ein einziger derjenigen, die es aus eigener Erfahrung beurteilen können, hat die Anwesenheit von Elternvertretern negativ bewertet. Das es die anderen Bundesländer auch so machen sollen, hat übrigens auch niemand gefordert.

    Trotzdem fühlen sich einzelne hier schon alleine von der Möglichkeit, dass es Elternvertreter gibt, derart provoziert, dass sie hier völlig hoch fahren, Aussagen verfälschen und die Erklärenden geradezu perönlich angreifen.

    🤡

    Aber warum überrascht mich nicht, dass gerade du denkst, alle Menschen seien die größeren Experten für deinen Job als du selbst?

    Mir drängt sich der Eindruck auf, dass ihr ein ausgeprägtes "Freund Feind" Denken in eurem Berufsleben habt, die Eltern sind für euch offensichtlich etwas negatives, das man auf Abstand halten muss.

    Auf dieser Basis macht es natürlich auch wenig Sinn, Euch einen Einblick in eine andere Verfahrensweise erklären zu wollen, weil Ihr offensichtlich überhaupt kein Interesse daran habt.

    Genau solche KuK wie Ihr sind aber der Grund dafür, dass ich die Vertreter gut finde, weil sich diejenigen, die eine lehrerinterne Veranstaltung gerne dafür nutzen, ihren persönlichen Frust bei den anderen ab zu laden, dadurch eben gezwungen werden, sich professionell zu verhalten und diese Veranstaltung nicht kapern können, wie es in pädagogischen Besprechungen oft genug passiert.

    In knapp 20 Jahren Konferenzen habe ich es ein einziges mal erlebt, dass eine Elternvertreterin auf einer ZK aus meiner Sicht dummes Zeug geredet hat, ich bleibe dabei, dass die Quote von KuK, die mir in gleicher Weise negativ aufgefallen sind, vermutlich höher ist. Die Elternvertreter halten sich sonst sehr zurück.

    Man kann auf jeden Fall mal feststellen, dass die KuK, die Erfahrungen mit Elternvertretern in Zeugniskonferenzen haben darin durch die Bank kein Problem sehen, während das für diejenigen, die es noch nie erlebt haben, offensichtlich eine Horrorvorstellung ist.

    Ich habe überhaupt kein Problem mit Transparenz, und darum geht es dabei.

    Die Kinderbetreuung ist grundsätzlich in deiner Verantwortung, eine gesetzliche Regelung für den Ausfall der Betreuung gibt es nicht, weil dieser Ausfall eigentlich nicht passieren soll, auch wenn das nicht die Realität ist. Gesetzliche Regelungen für "Kinderbetreuungstage" gibt es nur für den Fall, dass das Kind krank ist.

    Die Kita müsste für solche Fälle eigentlich eine Notbetreuung anbieten. Sonst würde ich schauen, ob du die Stunden an dem Tag über den Vertretungsplan tauschen kannst, wenn alle Stricke reißen, nimmst du das Kind halt mit.

    90% der Diskussionen sind sowieso überflüssig, die Anwesenheit von Eltern- und Schülervertretern sorgt wenigstens für einen zielorientierten und professionellen Ablauf und verhindert, dass die immer gleichen Kolleginnen einem mit ihrem "Geht euch der xxx auch so auf die Nerven?" die Zeit stehlen. Zeugniskonferenzen dauern bei uns 15 Minuten pro Klasse.

    Bei der Zeugnisausgabe endet der Unterricht nach Erlass nach der 3. Stunde, die Stunden danach sind weder Minusstunden noch sind dafür Aufgaben zu stellen, das ist sogar rechtswidrig, weil es Aufgaben über Ferien wären, über die zumindest bei uns keine Aufgaben gestellt werden dürfen.

    Ansonsten ist das meines Erachtens zulässig, durch das Weisungsrecht der Schulleitung gedeckt und meines Erachtens mindestens zum Teil auch geboten.

    Ich persönlich kann mich der entspannten Haltung hier nicht anschließen. In Niedersachsen ist ganz klar geregelt, dass 1 Schilf-Tag pro Jahr zulässig ist, ansonsten haben Konferenzen und andere ähnliche Veranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit statt zu finden.

    Die geschilderten Zustände finde ich absolut umprofessionell, die Tatsache, dass eine Mehrheit der Beteiligten das mit trägt, ändert daran auch nichts.

    Ahnzasnich ist in dieses Forum gekommen um sich über seine Schule zu beschweren - unfähige Schulleitung, steckt mit PR unter einer Decke, duckmäuserische KuK, überforderter Förderverein, im Grunde alles Idioten.

    Jetzt ist er hier dabei sich seit gut 100 Beiträgen langjähriger Forenteilnehmer über das Referendariat, den richtigen Umgangston und anderen Unsinn zu belehren und das mit einer Frequenz von teilweise einem dutzend Beiträgen am Tag.

    Es ist relativ offensichtlich, dass hier jemand einfach ein grundsätzliches Problem mit dem Anecken und Provozieren anderer Leute hat und diese Art von Kommunikation wohl auch genießt, weil das subjektive Gefühl "gewonnener" (Internet)diskussionen für manche Menschen ein Erfolgserlebnis ist. Das ist nicht so selten.

    Ich weiß nicht, warum man sich darauf einlässt, da das Grundproblem offensichtlich nicht verschiedene inhaltliche Standpunkte sind sondern die Persönlichkeit des TE. Die wird man bei einem relativ kurz vor der Rente stehenden Lehrer nicht mehr ändern. Man sollte hier bestimmte Dinge richtig stellen, weil außenstehende Mitlesen und man den dahin vermittelten Eindruck nicht Leuten überlassen sollte, die alles schlecht reden, aber eine Diskussion mit der Blickrichtung auf den TE hat offensichtlich keinen Zweck.


    2) Mein Ref war kein Spaziergang und mein damaliges Seminar war wohl das, was heute Oldenburg ist. diese "die schlimmste Zeit meines Lebens" habe ich auch von mehr als der Hälfte gehört. Da ich PR war, habe ich immer wieder nachgefragt "WAS?". Die meisten Sachen waren - neben der Intransparenz der Rückmeldungen und der Tatsache, dass die Zukunft von einem in den Händen von Leuten liegt, die nicht besonders die Freundlichkeit in Person waren - Kleinigkeiten. Auffällig war, dass diese übertreibenden Formulierungen nur von Leuten kamen, die Schule - Uni - Schule hatten, ohne großen Nebenjob oder weitere Erfahrung (ich war in einer sehr ländlichen Gegend mit der Hälfte an Reffis, die vom Nachbardorf kamen und eben unglücklich waren, dass sie nicht an ihrer Abischule im Dorf waren).

    Das Kernproblem ist, dass viele im Referendariat das erste mal in ihrem Leben so etwas wie Leistungsdruck erleben.

    Wenn ich an meine Uni-Zeit zurück denke, gab es den in Mathematik, in Physik schon nur teilweise und das was in Pädagogik statt fand, war geradezu lächerlich. Da gab es schon großes Gejammer, wenn der Referent eine Anwesenheitsliste führte, bei der nicht einer gleich auch die Namen von 4 Kumpeln eingetragen konnte, so dass man tauschen und nur zu jeder 5. Sitzung gehen musste. Für viele war das selbstverständlich.

    Das Problem ist nicht, dass das Ref zu anspruchsvoll ist, es ist ja nicht so, als ob nach dem Ref das entspannte Leben los gehen würde, die ersten 3 Jahre im Beruf waren für mich definitiv noch mal anstrengender, zumindest was die Arbeitsbelastung an geht. Das Problem ist, dass die Uni in vielen Fachbereichen zu wenig fordert.

    Ich habe noch keinen Handwerker gesehen, der erst nach dem Beruf des Kunden fragt und dann darauf aufbauend eine Priorisierung der Aufträge vornimmt...

    Keinen, der es dir erzählt hat.

    Meine Darstellung ist überspitzt, aber das Lehrer aus den oben genannten Dingen unbeliebte Kunden sind, weiß ich durchaus aus verschiedenen Gelegenheiten. Kaum ein Handwerker wird einen Auftrag von vornherein ablehnen, es läuft dann eher so, dass man bei Kunden, auf die man keinen Bock hat, 20% auf das Angebot aufschlägt, wenn der Kunde das dann annimmt, ist es Schmerzensgeld, wenn er ablehnt, kein großer Verlust.

    (Mir hat Tatsächlich mal ein Kollege einen Installateur empfohlen mit dem Satz "aber sag dem bitte nicht, das ich Lehrer bin, das weiß er nicht und ich möchte, dass das so bleibt".)

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