Beiträge von Veronica Mars

    Ich habe für heute schon im Voraus alle Schüler mit Aufgaben versorgt und stehe nun nur über MS Teams für Fragen bereit. Seit wir Teams haben läuft bei uns der Distanzunterricht eigentlich echt ganz gut. Auch die weniger technikaffinen Lehrer und Schüler scheinen zurecht zu kommen. Mir fehlen zwar ein paar Kniffe von Mebis/Moodle, aber lieber verzichten ich darauf und der Rest funktioniert zuverlässig.

    Aaaaaber: passend zum Homeoffice wird bei mir zu Hause anscheinend das Haus abgerissen. Zumindest hört es sich so an. Zum Glück hab ich keine Videokonferenz geplant.

    warum muss ein Abiturient im Abschlussjahrgang irgendwie in präsenz betüddelt werden, wenn er 6 Monate später völlig eigenständig an der Universität überleben kann? Wenn jemand Distanzunterricht können muss, dann ja wohl der Abiturjahrgang.

    Ich verstehe, dass man die Mittelschüler holt, die noch nicht selbständig genug sind, aber Abiturienten und Berufsschüler, da macht die Regel überhaupt keinen Sinn.

    Und das mit den englischen Schulen hatte ich auch gehört. Jetzt heißt es, das neue Virus verbreitet sich besonders gut unter Kindern, dabei hatten wir vorher im ersten Lockdown nur keine Verbreitung zugelassen dank geschlossener Schulen. Die Politik tut so, als ob das nur wegen dem neuen Virustyp so ist und wir ja leider nichts tun können. Dabei wärs so einfach...:autsch:

    ich gehöre zu denen, die am Anfang geschrieben haben "ist ja nur ein Atemwegsinfekt". Das sehe ich schon lange nicht mehr so und bin ehrlich besorgt. Besorgt um die Kranken, die Toten, den Langzeitfolgen, aber auch besorgt wegen der sozialen und wirtschaftlichen Folgen.

    Ich finde es aber auch nicht schlimm, dass ich die Situation am Anfang falsch eingeschätzt hatte. Ich hab das Drama um die Schweinegrippe mitgemacht, da waren innerhalb einer Woche 4/5 aller Schüler krank (und nach 1 Woche wieder normal da) und das Drama um den EHEC-Erreger mitbekommen. Beides war nachher nur halb so wild, da verfällt man beim nächsten Erreger eben nicht gleich in Panik.

    deine Fragen sind Fragen für einen Spezialisten. Lass dich bitte von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten.

    Aber ein wichtiger Punkt: eine Berufsunfähigkeitsversicherung bzw. Diestunfähigkeitsversicherung ist durchaus sinnvoll, aber die Welt geht auch nicht unter, wenn man sie nicht hat. Panik schieben wegen der Verträge macht echt keinen Sinn, zumal du ja sogar was davon hast.

    Ich habe keine BU bzw DU. So eine Versicherung ist eine teure Wette darauf, ob man schwer krank wird, oder nicht. Mir war das immer zu teuer. Mittlerweile bin ich im Bereich der Mindestversorgung für Beamte unf dadurch besser abgesichert als normale Arbeitnehmer.

    Der VLB Bayern (Verband der Berufsschullehrer in Bayern) hat bei der Pressekonferenz nachgefragt, hier die Antwort von Piazolo zum Nachhören.

    https://www.vlbbayern.de/fileadmin/user…age-des-VLB.mp3

    Ein Schlag ins Gesicht für jeden, der bisher seine Arbeit bestmöglich gemacht hat. :autsch: und die Frage zur Mehrarbeit wurde einfach ignoriert.

    Und was auch nicht bedacht wurde... im beruflichen Bereich planen die Ausbildungsbetriebe ja an allen Tagen, an denen keine Berufsschule ist mit ihren Azubis.

    An meiner alten Schule werden die Schüler blockweise beschult. Da kommt in den Faschingsferien sicher keiner in die Schule, weil einfach kein Block geplant ist.

    ich habe im Frühjahr auch jede Woche jeden Schüler der beiden Klassen, in denen ich Klassleitung bin, angerufen. Einfach damit sie nicht abtauchen. Einige habe ich aber nie erreicht.

    Ich finde es einfach nur unerträglich, wie Piazolo sich da hin stellt und so tut, als ab es ja alles so einfach wäre und er hier den super Tipp raushaut.

    Zitat

    Piazolo in der Pressekonferenz:

    Ich habe im Ministerium Anrufe bekommen, wo mich Lehrkräfte gefragt haben "ja soll ich alle meine Schüler anrufen" und ich finde das ist ein gutes Mittel

    hat der sie noch alle? Als ob man uns erklären müsste wie ein Telefon funktioniert.

    Aber sagt mal, wenn die Notbetreuung für alle gilt, die ihre Kids nicht betreuen können... (ich gehe mal davon aus, dass wir Lehrer das wieder machen dürfen), dann kann man doch auch gleich Wechselunterricht mit geteilten Klassen machen? Wäre das dann nicht sinnvoller?

    Ne, weil es gibt ja auch die Familien, die die dauerhafte Betreuung schaffen und die deshalb die Kinder dauerhaft daheim lassen wollen.

    Da hättest du dann noch mal zusätzlich Arbeit, weil die müsstest du zusätzlich versorgen.

    Wenn in der Schule einigermaßen Ausstattung vorhanden ist, dann können die Notbetreuungs Kids ja einfach Homeschooling in der Schule machen.

    ich würde echt an keiner anderen Schulform unterrichten wollen.

    Dazu gekommen bin ich ganz pragmatisch. Nach einer Ausbildung haben meine Berufsschulleherer geworben, dass sie dringend Nachwuchs brauchen. Damals gabs sogar im Wirtschaftsbereich Quereinsteiger.

    Der Vorteil vom WiPäd Studium ist, dass man sich bis zum Schluss nicht entscheiden muss, was man macht (freie Wirtschaft oder Schule).


    Eigentlich wollte ich gerne in die Wirtschaft gehen, aber das hat nicht so geklappt, wie ich es mir erhofft hatte. Und ich muss auch gestehen, dass ich einfach besser in die Schule passe, aber das wollte ich mir damals noch nicht eingestehen. Jetzt bin ich in der Berufsschule und möchte nichts anderes mehr machen.

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