So eine Konstellation kann gar nicht auftreten, bei häufigem unentschuldigten Fehlen müssen doch viel früher Maßnahmen ergriffen werden, pädagogische sowie Ordnungsmaßnahmen und als letztes Mittel der Zwang durch die Polizei oder das Ordnungsamt.
Beiträge von MarPhy
-
-
Also Junglehrer echt erstaunlich zu beobachten sowas.
Bisher wärest du scheinbar besser gefahren (zumindest monetär), wenn du nen 450€ Job bei McDonalds zusätzlich zur normalen A13 oder A14 Stelle angetreten hättest:D
Und es gibt ja auch schöne 450€ Jobs.
Echt nicht motivierend für mich, Karrierleiter mit Einstellung abgeschlossen:D
Da les ich lieber nen Buch über ETF und seh zu, wie ich mein Geld anlege. Schade eigentlich.
-
Stimmt. Was schriftliches wäre nicht schlecht. Zur Not Textform. Oder ein Konferenzprotokoll. So etwas.
Ich habe mir gelegentlich den Spaß gemacht, die Schulleiterin um die Schriftform zu bitten, weil „die Remonstration dann leichter zu formulieren ist.“
Ich kann nicht mehr zählen, wie oft sich Anweisungen nach einem "Gern, aber könnten Sie mir die Anweisung nochmal schriftlich zukommen lassen? Nur damit es keine Missverständnisse gibt!" in Luft aufgelöst haben:D
-
Also, wenn ihr lieb seid, sagt ihr der Schulleiterin, dass das nicht so geht, remonstriert, widersprecht. So was.
Oder ihr baut der Schulleiterin einen ein, in dem ihr brav wie angeordnet mitfahrt. Hinterher stellt ihr dann den Reisekostenantrag für die angeordnete Dienstreise. Nicht nur Autofahrt sondern auch Unterbringung, Verpflegungspauschale. Das ganze Programm.
Dann hat die SL ein Problem, weil sie eine Fahrt angeordnet hat, für die kein Geld da ist.
Have fun,
Dazu sollte man aber sicherstellen, dass die Fahrt auch nachweisbar abgeordnet wurde und es einem hinten rum nicht als "freiwillige Gemeinschaftsaktion in der Freizeit" verkauft wird:D
-
Es ist mir schleiferhaft, wie man auch nur entfernt davon ausgehen kann, dass so ein Vorgehen korrekt ist.
Stell doch einfach nen Dienstreiseantrag und trage die entsprechenden Kosten ein. Wenn die SL unterschreibt, kriegst du später auch die Kohle. Wenn sie nicht unterschreibt, machst du natürlich auch keine Dienstreise. Wärest ja nichtmal versichert.
-
Jetzt mal ohne Tucholsky, sondern ganz konkret:
@ MarPhy: Wie soll ich das mit dem Charakter verstehen?
Ich beziehe das jetzt, mal mein Kollegium betrachtend, zum Beispiel darauf, dass der Anteil derer, die den Arsch in der Hose haben, in der Dienstberatung Missstände offen anzusprechen, bedeutend kleiner ist, als der Anteil derjenigen, die regelmäßig im Lehrerzimmer abkotzen. In meinen Augen ein Zeichen von Charakterschwäche.
Mancher einer beschwert sich seit 10 Jahren über dieselben Umstände, kennt aber weder die Rechtslage noch hat er einmal offiziell seine Beschwerde vorgebracht. Erreicht man als junger Kollege jedoch aufgrund eines simplen Gesprächs mit der SL für sich eine Verbesserung der eigenen Situation, wird einem das nicht vergönnt.
-
Es ist dieses alternativlose "müssen" worauf die Schulaufsicht setzt, wenn sie SLs zu Zaubertricks drängt, zu Klassenzusammenlegungen und dergleichen Blödsinn mehr. Dieser kolportierte Mythos vom überhöhten Berufsethos bis hin zur Selbstverleugnung, dieses "für die Kinder machen wir das und vieles mehr auch noch", egal was es uns persönlich kosten mag. Wie ich oben schon mal geschrieben habe, man muss erst ausbrennen und in den Brunnen fallen, bevor die Dezernenten in ihren Büros überlegen, im Einzelfall (!) etwas anders zu machen. Solange du das nur sehr schade findest ist alles im grasgrünen Bereich, also beschwer dich nicht.
Vor allem wird man vom harmoniesüchtigen Kollegium und der (zumindest nach oben hin) konfliktscheuen Schulleitung dann als Störfaktor angesehen, weil niemand wahrnimmt, dass eine Verbesserung der Situation im Interesse aller wäre.
Hat schon Kurt Tucholsky gesagt: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"
-
Hier wäre meine Erwartungshaltung an die SL konsequenterweise das Angebot zu minimieren. Nötigenfalls muss dann eben auch Mal Unterricht ausfallen und die Kinder werden auf dem Schulhof betreut. Wenn der Schulaufsicht nicht gefällt soll sie für Vertretung sorgen.
Das sehe ich ganz genauso. Wieso sollte denn von der Verwaltung mehr Personal gestellt werden, wenn eine Schule offensichtlich (durch kostenlose Mehrarbeit einzelner) mit dem vorhandenen Personal auskommt?
Durchschnittlich sind ca. 5% der KuK krank. Eine Schule muss also mindestens 105% Personalabdeckung haben, wenn nichts ausfallen soll.
Sonst fällt eben was aus. Ist in jeder anderen Behörde schließlich auch so.
Ich bin nicht sauer auf KuK die krank sind. Ich bin nur sauer, wenn ich dann deren Arbeit machen soll. Wenn es keine Reserve gibt, bleibt halt was liegen. Entweder es ist wichtig, dann braucht man halt genug Personal, oder es nicht so wichtig, aber warum sollte ich es dann (unentgeltlich und zusätzlich) noch machen?
Ist wie mit so vielen anderen Zusatzaufgaben auch:
Aufgaben, für die es keine Stunden gibt, können ja dann von denen erledigt werden, die sie für wichtig halten. Quasi als hobby.
-
Die Methode richtet sich nach den Lernzielen. Was sind deine Lernziele?
Versuche nicht, irgendeine Methode vorzutanzen. Zumindest meiner Erfahrung nach wird danach abgerechnet, ob die Lernziele korrekt waren und erreicht wurden oder eben nicht.
Wenn dein Ziel beipsielsweise lautet:
"Die SuS können Tages-, Monats- und Jahresmitteltemperaturen berechnen."
Dann ist jede Stunde mit reiner Einzelarbeit, in der alle SuS das Ziel erreichen, einer Stunde mit einer Stationsarbeit, für die man zwar toll für gebastelt hat,
die es aber nicht allen SuS ermöglicht hat, das Ziel zu erreichen, überlegen.
[Ziele bitte anhand der Vorgaben des Seminars und der jeweiligen Lehrpläne formulieren, nicht mein Fachgebiet]
Also: Ziele festlegen und dann überlegen, wie man die methodisch erreichen kann.
Was sind deine Indikatoren, woran du das erreichen deiner Ziele festmachst? Wichtig, vorher überlegen! Dann ist nämlich die Reflexion viel einfacher.
-
Na, und wer von euch Energiesparexpertinnen fährt brav täglich mit dem Auto zur Arbeit?
Glückwunsch!
Mach ich, sobald der ÖPNV annähernd dann fährt, wann ich will und es bei mir ne Haltestelle gibt. Achja und sobald es klimatisierte Sitze mit Massage gibt:D
-
Ich finde es merkwürdig, zu meinen, Lehrkräfte, denen nie eine Beförderung als Regel oder mit Engagement oder anderes in Aussicht steht, würden mit der Verbeamtung den Stift fallen lassen.
Komische Vorstellung.
Wer nur macht die ganze Arbeit an den GHR-Schulen?
Du hast absolut recht, das ist ein Problem an allen Schularten.
-
die Regelbeförderung gibt es in NRW nicht (mehr? seit wann nicht mehr? ewig vermute ich...) und wer glaubt, dass die wenigen Beförderungsstellen nach Leistung verteilt werden (dass man was bekommt, wenn man etwas leistet? und dass also die auf A13 nichts leisten?), glaubt noch an den Weihnachtsmann.
Das ist ja das tolle daran, dass es überhaupt keine Beförderung mehr gibt. Niemand kann sich mehr benachteiligt fühlen:D
Frü mich ist nichts verwerfliches daran, liebe CDL, für seine Arbeit die bestmögliche Bezahlung anzustreben. Das gilt ganz allemein, für alle Menschen.
Und ich arbeite, um Geld zu verdienen, das ist meine Motivation. Würde ich dasselbe Geld auch ohne Arbeit bekommen, würde ich meine Tage anders gestalten.
-
Was macht das deines Erachtens speziell für die Gymnasien zur Katastrophe? Und wie beurteilst du das im Vergleich dazu die Situation an Schularten, an denen es die Beförderungsmöglichkeit zum Fachleiter noch nie gegeben hat?
Nicht falsch verstehen! Ich bemängele lediglich fehlende Beförderungsmöglichkeiten.
Ich habe keinen Cent mehr oder weniger, weil Grundschullehrer jetzt A13 bekommen. Bzw. indirekt vielleicht schon, aber da kann ja niemand an einer anderen Schulform etwas zu.
Die Abwesenheit eines jeden Leistungsprinzips führt jedoch (in meinen Augen) zu unnötig schlechter Arbeit. Der Direx kommt hospitieren? So what.
Unbezahlte Zusatzaufgabe? So What.
In Thüringen ist die einzige Möglichkeit, einen höheren Stundensatz zu erlangen, trotz voller Stelle weniger Stunden zu arbeiten oder einfach abzuwarten (Erfahrungsstufen...). Das kann nicht gut sein.
Versteht mich nicht falsch, ich habe hohe Ansprüche an mich selbst, aber sonen Zettel zum Berufseinstieg, wo das Pensionierungsdatum draufsteht (in 40 Jahren!) in Kombination mit der indirekten Ansage, das man quasi machen kann, was man will, ist nicht gerade motivierend.
-
Keine Regelbeförderung mehr.
Gibt selbst an großen Gyms nur noch maximal 3x A14: Oberstufenleiter, Konrektor (manchmal auch A15), irgendein Koordinator oder so.
Schulleiter haben A15 oder A16.
Heißt: Mit der Lebenszeitverbeamtung kannst du den Stift fallen lassen. In meinen Augen eine Katastrophe.
-
In Thüringen kam gleichzeitig mit "A13 für alle" "A14ff. für keinen", bin gespannt, ob euch dieses Schicksal auch ereilt.
-
Nein.
Für Thüringen:
Zitat§ 31 ThürSchulG – Recht der Eltern auf Information und Beratung
(1) Die Rechte und Pflichten der Eltern nach diesem Gesetz nehmen die für die Person des minderjährigen Schülers Sorgeberechtigten wahr. Personen, denen die Erziehung minderjähriger Schüler durch Rechtsvorschrift oder Vertrag ganz oder teilweise übertragen ist, stehen insoweit den Eltern gleich. Volljährige Schüler nehmen die den Eltern zustehenden Rechte und die ihnen obliegenden Pflichten mit Ausnahme der Mitwirkungsrechte der Eltern selbst wahr.
(2) Die Eltern haben gegenüber der Schule ein Recht auf Auskunft über die schulische Entwicklung und den Leistungsstand des Schülers. Insbesondere vor den Entscheidungen über die Schullaufbahn des Schülers sind die Eltern eingehend zu beraten. Die Schule hat die Eltern über sonstige wesentliche, den Schüler betreffende Vorgänge in geeigneter Weise zu informieren.
(3) Die Schule soll in den Fällen des Absatzes 2 Satz 3, des § 51 Abs. 4 Satz 3 und des § 52 auch die Eltern volljähriger Schüler, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, informieren.
Permanentes Zuspätkommen sehe ich als wesentliche, den Schüler betreffende Vorgänge.
-
Ja, deine Versicherung. Ruf doch einfach mal an.
-
Das mag für Thüringen mit seinen vergleichsweise kleinen Gymnasien gelten. In einem typischen Gymnasium in NDS sprechend wir eher von um die 2 LKs und 4-6 GKs pro Jahrgang in Mathe und noch einmal 1-2 LKs und 2-3 GKs in Physik. Dazu kommen je nach Zügigkeit noch einmal 4-6 Klassen der E-Phase hinzu. Wie das im angefragten Bundesland NRW aussieht, weiß ich leider nicht genau.
Aber es stimmt schon: Auch wenn die Schule auf Einsatzwünsche eingeht, ist ein reiner Sek II- Einsatz eher nicht zu erwarten. Typisch sind eher Quoten um 1/3 der Deputatsstunden in der Sek II - auf Wunsch teils auch mehr.
Ja, ich meine auch die Kurse in Physik.
In Mathe haben wir 2 GKs und 2LKs.
-
Wenn du ans Gym gehst, kannst du allerdings "Sek 2" bzw. "vorrangig Sek 2" vergessen.
Die "jungen" Leute kriegen sehr häufig erstmal Klasse 5/6 und aufwärts in Mathe bzw. 7/8 und aufwärts in Physik.
Mehr als einen LK und 1-2 GKs pro Jahrgang gibt es selten und das machen dann die "erfahrenen" Kollegen.
Außer man ist in der Physik halt ne One-(Wo)Man-Show, was für den Einstieg vielleicht auch nicht so zu empfehlen ist, gerade als Seiteneinsteiger.
-
Hallo Leute,
mich würden mal eure Erfahrungen mit euren Schulämtern /Reisekostenstellen interessieren.
Ich war im Dezember auf Kursfahrt, habe direkt Anfang Januar meine Abrechnung abgegeben und die Kohle immer noch nicht auf dem Konto.
Die brauchen bei uns immer ewig.
Irgendwie seh ich das nicht ein, ich bin doch keine Bank.
Bundesland bei mir ist das grüne Herz Deutschlands

Werbung