Mal unabhängig vom genauen Weg, finanziell lohnt es sich nicht.
Du darfst "Management in der Schule" nicht mit "Management im Start-Up" vergleichen. Du hast ständig mit der öffentlichen Verwaltung zu tun und verwaltest im Prinzip nur einen Mangel nach dem anderen.
Pragmatische Lösungen für Probleme sind nicht gesucht, im Gegenteil, ständig fühlt sich jemand auf den Schlips getreten.
Kann nur für Thüringen sprechen, da haste als A13 wenn du einfach nur lang genug wartest (also ca. 32 Jahre), ca. 4000€ netto in Steuerklasse 1 ohne Kinder mit Kirchensteuer.
In Thüringen gibt es keine Regelbeförderungen mehr.
A14, wozu du seit "A13 für alle, A14 für keinen" schon ne Funktionsstelle innehaben musst, maximal 4200€. Da ist ein 450€ bei McDonalds zeitlich effizienter.
A15 sind 4600€ maximal.
A16 4977€.
Jeweils Endstufe, die man natürlich auch entsprechend spät erst erreicht.
Das heißt der Unterschied zwischen "erfahrener Gymnasiallehrer" = alles thematisch fertig ausgearbeitet, bisschen Einstiege variieren, an die Lerngruppe anpassen und "Personalverantwortung für ~50-100 Kollegen, Ansprechpartner für alles und jeden und immer als erster kommen und als letzter gehen" liegen 1000€ netto.
Ich bin ähnlich drauf wie du, ich hab auch Bock auf Management, aber nicht im öffentlichen Dienst, da sind mir die Werkzeuge zu beschnitten und der Benefit ist mir zu schlecht.
Achja, und um überhaupt mal in diese Stufen zu kommen, musst du jahrelang in Vorleistung gehen, in deiner Freizeit zig Fortbildungen besuchen und vielleicht wird es dann doch der "geeignetere Bewerber" von woanders.
Was ist die Alternative?
Nun als Beamter ist es natürlich nur schwer möglich, nebenbei ein Business aufzubauen. Gegen ETFs mit ein paar Einzelaktien oder ein paar Eigentumswohnungen sollte aber niemand was haben. Wenn man den Mehraufwand für ne A16 Stelle anders investiert, hat man vermutlich ein höheres Autonomieempfinden und ein höheres Einkommen.