Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Nee, dat heiß Mulleflupp.

    Merke auf! Das heißt "Wahlpflichtfach Wirtschaft und Informationstechnik" . Sowas ist nur als Abkürzung sinnvoll tagebuchtechnisch erfassbar.

    Das Pendant dazu war das Fach WaPGuS ;) Neben MNT, WAG, GuS, WuI und NuT, sowie MSG eine weitere Glanzleistung der BP 2004-2015 in Ba-Wü.
    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/4559693
    Ich hatte die Ehre, das Vergnügen und die Last alles außer GuS und WaPGuS unterrichten zu dürfen - neben D-E-M. Ein fachlich-didaktischer und methodischer Zehnkampf und mehr. NuT vereinte Biologie, Chemie, Physik, Geografie, Astronomie, Elektronik und Heizungstechnik.

    ...und bei Studenten, die das eine Zeitlang auf dem Schwarzmarkt zum konzentrierten Lernen erworben haben auch nicht.

    Wie man sieht, kennst du den Wirkmechanismus von Ritalin nicht. Ritalin ist ein aufputschendes Amphetamin, das bei ADHS paraxox dämpfend wirkt. Informere dich doch einfach mal fundiert und hör auf.

    aber mich nervt das Halbwissen bei psychischen Erkrankungen, das mit einem Selbstbewusstsein vorgetragen wird, das dem Thema schlicht nicht gerecht wird

    Beim Thema ADHS kenne ich mich vermutlich besser aus als du. Ich war 10 Jahre lang als Lehrer an einem SBBZ ESE tätig und habe in diesem Bereich mehrere Fortbildungen bei hochkarätigen Fachleuten absolviert.
    Was dich nervt, ist mir wurscht. Ich weiß, was ich weiß - und auch in vielen Schulfächern ist es mehr als Halbwissen, da ich diese fundiert und jahrelang unterrichtet habe.
    Als WRS-Lehrer ist man/frau Generalist/in - und nur weil Antimon das Haber-Bosch-Verfahren beherrscht, bin ich in Chemie nicht sofort der DAU. Als Lehrer hat man besonders eines gelernt:
    Sich Fachwissen anzueignen, dieses aufzubereiten und dann anderen zu vermitteln. Das ich das kann, habe ich oft genug bewiesen, da bist du nicht die richtige Gutachterin. Also lass' deine unkollegialen Anwürfe.

    Du hast wirklich nichts verstanden. Ich habe jahrelang in der Jugendhilfe gearbeitet

    Das Kompliment und den Nebensatz gebe ich genau so zurück. Ich war 10 Jahre an einem SBBZ L/ESE mit angeschlossenem Heim tätig und war an unzähligen Hilfeplangesprächen beteiligt. Ich habe auch oft genug mit den Psychologen der Einrichtung diskutiert und dort auch mehrere Fortbildungen zu ADHS, Sozialarbeit, Familienhilfe u.v.a.m. absolviert. Was ich schreibe, kommt nicht aus dem hohlen Bauch. Dass aus Gründen der Kostenersparnis heutzutage die Inobhutnahme nicht mehr erfolgt, ist ein Elend, das man durch Amphetamingabe an die Kinder nicht verschärfen darf.

    Familienhilfe und Ritalin schließen sich aus. Definitiv. Nur weil Ritalin es für den Staat und die Jugendämter einfacher und billiger macht, bedeutet dies nicht, das es moralisch richtig ist.

    Meine Erfahrungen mit Hausärzten und Ritalin habe ich bei meiner späteren Tätigkeit als Hauptschullehrer machen "dürfen".
    Dass der Absatz an Ritalin um 10er-Potenzen höher liegt als zu Beginn der 70er Jahre kommt nicht von ungefähr - liegt aber nicht dran, dass es mehr medizinische Indikationen gäbe. Es sind genau DIESE Fälle, die du anführst - und die ich als verbrecherische Misshandlung erachte.

    Du nimmst eine bestimmte Klientel (Kinder aus verwahrlosten Familien, wie du oben selbst schreibst) und überträgst deine Erfahrungen auf alle Menschen. Das ist extrem unprofessionell. Hast du dich gefragt, wie es den besagten Kindern ohne Medikamente ergangen wäre?

    By the way: Kinder mit auffälligem Verhalten werden überproportional häufig Opfer häuslicher Gewalt. Grade für Kinder mit ADHS in schwierigen sozialen Verhältnissen, kann Ritalin /Medikinet/ Concerta & Co. schützend sein.

    Ich verkürze hier im Forum - so wie auch du und viele andere - meine Aussagen und bin dabei nicht jedes Mal wisenschaftlich präzise. Soweit d'accord. Das liegt am Medium.

    Ich habe mich oft gefragt, wie es diesen Schülern ohne die Medikamente gegangen wäre - wenn sie fachlich kompetent und familientherapeuthisch unterstützt worden wären. Meine Professionalität musst du nicht anzweifeln.

    Dein BTW ist menschenverachtend. Kinder chemisch "abzuschießen" um sie vor gewattätigen Eltern zu schützen kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Obwohl das gerne getan wird. Schließlich spart das Kosten.
    Ein Platz in der Jugendhilfeeinrichtung kostet 3000-6000 € pro Monat. Da sind die Pillen deutlich billiger. Schon wahr.

    Nach deiner Theorie ( zu viele ADHS Diagnosen) dürfte Ritalin bei ganz vielen dann gar nicht wirken, weil es nichts zum andocken hat.

    Da solltest du dich bitte genauer über die Wirkmechanismen von Amphetaminen informieren, bevor du mir unqualifizierte "Theorien" unterstellst - und nicht reflexartig aus der Hüfte schießen.

    Hör bitte auf über einen Kamm zu scheren.

    Kein Kamm - sondern Erfahrungen mit mehreren Schülern, die ohne Fachkonsultation und Diagnose von Spezialisten durch Hausärzte auf Elternwunsch mit Ritalin "auf Spur gebracht wurden". Sicher ist das nicht die Regel. Über die Jahre hatte ich jedoch mehrere Schüler, denen diese "Maßnahme" durch Hausarztrezept widerfahren ist. Dass mich eine derartige chemische Ruhigstellung wütend macht - wo Psychotherapie und Familienhilfe angesagt gewesen wäre, musst/kannst/darfst du mir nachsehen.
    Dazuhin war die Gabe nicht über den Tag verteilt dosiert, sodass die Schüler einer ständigen emotionalen Achterbahn ausgesetzt waren.

    Nun - die Abkürzungen sind ja nichts im Vergleich zu den unterschiedlichen Bezeichnungen der Unterrichtsfächer oder Schularten der 16 Bundesländer. WaPWuI wurde im BP von BaWü vor geraumer Zeit wieder gecancelt. Ebenso MSG u.v.a.m. ;)

    Nee, du behauptest irgendwas und ich bitte dich um eine Klarstellung. Dieses Mal möchte ich nicht auf deine Linksammlung verwiesen werden.

    Du sprichst explizit von "zahlreichen Fällen, bei denen hirnorganische Störungen vorliegen", dazu würde ich gerne einen Nachweis lesen

    Ich hab' dir den entsprechenden Passus der WP angehängt - den du auch leicht selbst finden könntest.

    Entschuldige, dass ich dir hier keine wissenschaftliche Abhandlung verfasse, nur weil du wissenschaftliche Forschungsergebnisse infrage stellst.

    Nochmals:

    Zu hirnorganischen Ursachen besonders

    https://de.wikipedia.org/wiki/…t%C3%B6rung#Neurobiologie

    Hast du belastbare Zahlen zu "hirnorganischen Ursachen" bei ADHS?

    ADHS wird bei Betroffenen hirnorganisch ausgelöst durch ein "Störfeuer", eine Dauerreregung am synaptischen Spalt. Hier setzt Ritalin an, indem es diese Reizübertragung am synaptischen Spalt hemmt.
    Falls du dich genauer einlesen möchtest, findest du hier Linkhinweise zu wissenschaftlichn Seiten:
    https://www.autenrieths.de/verhalten.html#ADHS

    Zu hirnorganischen Ursachen besonders
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksa…g#Neurobiologie

    Entschuldigung, aber du kannst doch Kinder aus zerrüteten Verhältnissen nicht mit allen Kindern über einen Kamm scheren. Selbstverständlich gibt es auch Kinder aus bildungsnahen Haushalten. Die Probleme mit LRS, Dyskalkulie oder ADHS haben. Diese Probleme können durch Vernachlässigung deutlich verstärkt oder durch entsprechende Förderung abgebildet werden.

    Da habe ich doch nicht infrage gestellt. Meiner Meinung nach wird jedoch die Diagnose "ADHS" samt Ritalingabe zu leichtfertig gestellt - zumal jeder Allgemeinmediziner sich dazu berufen fühlt.

    Vorsicht: Mit schlechter als 3,5 im 1. ODER 2. Staatsexamen wirst du in Bayern nicht dauerhaft in den Schuldienst übernommen.

    Das ist nicht in Stein gemeißelt. Es kommt auf den Bedarf an. Ob ein Quereinsteiger als qualifizierter angesehen wird als jemand, der grundständig studiert hat dürfte die Glaskugel des Kumi entscheiden.

    Mittelschule gibt es nach meiner kurzen Recherche nur in Bayern.

    Dort steht in der Info zum Lehramtsstudium:

    Zitat

    Erste Staatsprüfung

    Die Einführung der Module und der ECTS-Punkte bedeutet, dass sämtliche, während des Studiums erworbene Leistungen Auswirkungen auf den Studienerfolg und somit auf die Abschlussnote haben. Den Abschluss des Lehramtsstudiums bildet die erste Staatsprüfung, die aus zwei Teilen besteht: aus den Ergebnissen der Modulprüfungen während des Studiums (40%) und aus dem ersten Staatsexamen (60%). Sobald die Anzahl von 213 ECTS-Punkten erreicht ist, kann man zum ersten Staatsexamen zugelassen werden. Sie besteht aus einer Reihe von schriftlichen und mündlichen (in den Fächern Musik, Kunst und Sport auch praktischen) Prüfungen, die die oben genannten Teile des Studiums des Lehramts an Mittelschulen abdecken. Die Zahl der Prüfungen ist je nach Wahl des Unterrichtsfachs und der Didaktikfächer verschieden. Über die Frage, wie viele und welche Einzelprüfungen im Rahmen der ersten Staatsprüfung abzulegen sind, gibt die LPO I Auskunft. Die Prüfung im Fach Erziehungswissenschaften kann vorgezogen werden, muss also nicht gleichzeitig mit den Prüfungen in den übrigen Fächern abgelegt werden.

    Freiversuch

    Studierende, die die Erste Staatsprüfung nach spätestens sieben bzw. im Erweiterungsstudium mit Schulpsychologie nach neun Hochschulsemestern ablegen, haben die Möglichkeit zu einem risikofreien Prüfungsversuch. Dies bedeutet, dass die Prüfung bei Nichtbestehen als nicht abgelegt gewertet wird und dass sie zweimal (statt üblicherweise einmal) wiederholt werden kann. Hierbei werden allerdings auch die Semester mitgezählt, die nicht für das konkrete Fachstudium verwendet wurden (z.B. im Falle eines Studiengang- oder Fachwechsels).

    https://www.lmu.de/de/studium/stu…hule/index.html

    Die Abschlussklausur ist demnach nicht alleine Ausschlag gebend.

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