Beiträge von Wolfgang Autenrieth


    Alleine das Wort "Leistungsdruck" im Zusammenhang mit einer Förderschule Lernen zu nenen, ist schon etwas komisch.

    "Leistung" ist Definitionssache.
    "Leistung ... bezeichnet die in einer Zeitspanne umgesetzte Energie dividiert durch diese Zeitspanne"

    An der Förderschule hast du eine breit gefächerte "Klientel". An der Förderschule E, an der ich gearbeitet hatte, gab es auch die "L"-Stufe und wir haben immer wieder Schüler untereinander "ausgetauscht". Oft genug stammt die Verhaltens- oder Lernleistungsproblematik aus den Verhältnissen im Elternhaus - und nicht aus der kognitiven Leistungsfähigkeit. Hier zu fördern _ aber auch zu fordern - ist kein schlechter Ansatz.
    Kann man anekdotisch oder Beispiel gebend sehen: Ein Schüler wurde in der 7.Klasse aus der L-Stufe zu mir in die HS-Stufe umgesetzt. Er hat die HS-Abschlussprüfung mit einskomma absolviert und ist nun Marktleiter bei Media-Markt. Gemeinsam mit den Psychologen der Jugendhilfe konnten wir seinen Fokus von "rückwärts" auf "vorwärts" umstellen.

    Auch bei meiner Tätigkeit an der Förderschule in den letzten Jahren haben wir gemeinsam versucht, Schüler zum HS-Abschluss zu bringen. Auch hier: Geht nicht bei jedem, aber geht. Da muss jedoch an Leistungsbereitschaft und Zielfixierung gearbeitet werden.

    Den Unterricht eher beenden bedeutet für mich nicht automatisch die Schüler*innen früher Egeln zu lassen. Man kann sie zur Belohnung auch in der Klasse schon mal ihre Hausaufgaben machen lassen, für die Arbeit im anderen Fach üben, miteinander quatschen lassen, mit der LK schwätzen oder meinetwegen auch am Handy daddeln lassen.

    Man kann auch vor der Tafel Aufstellung nehmen lassen. Dann zückt jeder Schüler und jede Schülerin ihr Taschentuch und wischt ein Stückchen Tafel.
    So löst man 2 Probleme mit einem Kommando. Wer mag, darf auch schlecken. Calcium ist gut für den Knochenaufbau.

    Hannibal Lecter hat sich mit weniger zufrieden gegeben... :flieh:

    Nebenbei - weißt du weshalb der Bodensee so tief ist?
    Unsere schwäbischen Vorfahren haben den ausgebuddelt und damit den anti-badensischen Schutzwall aufgeschichtet. Der nennt sich heute "Schwarzwald".
    Im Osten haben unsere Allgäuer Vorfahren die Adelegg als Schutzwall gegen die Bajuwaren errichtet. Gegen unseren Limes war der von den Römern Kinkalitzschen.

    Noch etwas zu Dimensionen - das auch zur Asyl-Diskussion passt - und etwas "schwarze Mathematik":

    Die Menschheit besteht derzeit aus aprox. 8 Mrd Individuen.
    Jeder Mensch besteht (je nach Alter) zu 65%-85% aus Wasser - je älter, desto "ausgetrocknet".
    Das Volumen eines Menschen kann man somit im Schnitt (von Baby bis zu Greis - und weil es sich leichter rechnet) mit 50 kg= 50 Liter ansetzen.

    Welches Volumen nimmt die Menschheit ein - und (makaber gefragt) - welches Behältnis könnte man mit der gesamten Menschheit füllen?
    Das ist - nebenbei bemerkt - eine nette Aufgabe zur Maßumwandlung und Potenzrechnung. mit einem faszinierenden Ergebnis.

    Spoiler:
    https://www.autenrieths.de/mathefaszinati…schheitsvolumen

    Faszinierend. Noch so ein Dimensionen-Ding: Wenn man ein Seil straff um den (idealisierten) Äquator spannt und es dann um 1 m verlängert - wie weit steht es dann von der Erde ab, wenn es mit Hilfe von Stützen wieder gespannt wird?

    Ich weiß es! Ich weiß es! Aufzeig und schnipschnippschnipp---- ;)

    Hatte die Herleitung dazu mal hier bei meinen Anmerkungen zur "Mathefaszination" abgelegt:
    https://www.autenrieths.de/mathefaszination.html#Kreisumfang

    Ich erinnere mich daran, dass ich irgendwann die Clients so umgestellt hatte, dass diese beim Hochfahren automatisch in den Sheila-Modus gingen und sich die Bestandteile des neuen Images selbsttändig inkrementell geholt haben. Nur bei sehr großen Veränderungen habe ich das Image selbst ausgerollt.
    Vorteil: Admins paradise.
    Nachteil: Kurze Verzögerung beim Hochfahren.
    Bei Änderungen wie bei einem Desktopsymbol geht das aber wirklich wie's Mäusemelken. Zudem verteilt sich die Last an den Switchen ;)

    Dimensionen & Relationen

    Würde man die Erde (D=12.760 km) auf die Größe eines Basketballs (D=24 cm) schrumpfen, dann wäre der Mount Everest (8.848 m) nur noch 0,166 mm hoch, die Weltmeere wären ein hauchdünner Wasserfilm und die tiefste Stelle im Ozean (11.000 m) wäre 0,207 mm tief. Die ISS würde in 7,6 Millimetern Abstand um die Erde kreisen.

    Der Mond (D=3.474,8 km) wäre dann so groß wie ein Tennisball (6,5 cm) und 7,23 m von der Erde entfernt. Und die Sonne hätte einen Durchmesser von 26,2 m und wäre 2,8 km entfernt.

    (FB-Fund)

    Dimension ganz klein

    Wir sind als Mensch vor allem Zwischenraum. Wir bestehen aus Molekülen, diese wiederum aus Atomen.

    Wäre ein Proton so groß wie ein Tennisball, der im Kölner Dom liegt, befände sich die erste Elektronenhülle dort an der Wand. Dazwischen ist Zwischenraum. Leer.
    (Nun ja - in Idealvorstellung. Die Elektronen sausen ja nicht in einem konstanten Abstand ums Proton)

    Wir sehen uns nur, weil unsere Augen auf die Wellenlänge des sichtbaren Lichts geeicht sind. Wären die Augen auf kürzere Wellenlängen geeicht, würden wir durch uns und die Welt hindurchsehen.

    Schon abgefahren ...

    Nachtrag:
    Das "Abendmahl" aus dem Altarretabel von Bernhard Strigel, das dieser um 1515 für die Nikolaikirche in Isny gefertigt hatte.
    Christus will Petrus die Füße waschen, was dieser zurückweist. Eine derartige "Momentaufnahme" mit Charakterköpfen war noch 50 Jahre zuvor in der spätgotischen Kunst undenkbar.

    Format 86 x 72 cm.

    Falls jemand Renaissancegemälde im selben Format kennt (außer denen in Berlin und Karlsruhe) freue ich mich über Hinweise. Ziel ist die Rekonstruktion des Altares.


    Striegel_Fußwaschung_Christi_hochaltar_nikolaikirche_kunsthalle_karlsruhe_1515_800.jpg

    Ich freue mich darüber, weil sich meine Vermutung zu zwei Altartafeln bestätigt hat, dass diese von Ivo Strigel gefertigt wurden.

    Das war der Vater von Bernhard Strigel - der vermutlich nur einem sehr kleinen Prozentsatz der Forenmitglieder bekannt sein dürfte. Dürer kennt jeder. Grünewald, Holbein vielleicht auch noch. Bernhard Strigel gehört in die selbe Liga deutscher Renaissancemaler.

    Nachdem ich mich nun im Ruhestand befinde, forsche ich zum Verbleib von Altären der Nikolaikirche in Isny - die vor ziemlich genau 500 Jahren im Bildersturm entfernt wurden und verschollen sind - bzw. waren.
    Modern times. Durch Internetrecherche konnte ich Bestandteile in der Kunsthalle Karlsruhe, der Gemäldegalerie Berlin und im Dominikanermuseum Rottweil verorten.

    Ich wühle mich durch Archive, lerne Kurrent und viele Kunsthistoriker:innen kennen. Es ist spannend.

    Meine Linksammlung zu Frühlingsliedern, Frühlingsgedichten und Ostergedichten habe ich hier abgelegt.
    Die Lieder sind teilweise zu den Texten und Noten verlinkt, die Liste der Gedichte habe ich heute erweitert und zu den Texten verknüpft.

    https://www.autenrieths.de/lieder_zum_fruehjahr.html

    Für die Musiker gibt es hier eine schöne Sammlung mit Liedtexten, die mit Notenblättern und Midifiles online abrufbar sind:
    https://www.lieder-archiv.de/lieder_sammlung_a.html?page=2

    Meine Linksammlung zu frei abrufbaren Noten (es gibt auch andere, durchaus!) findet ihr hier:
    https://www.autenrieths.de/musiknoten.html
    Darin findet ihr auch Linktipps zu frei abrufbaren Songbooks.

    Aber es ist kein Schach u d desto mehr Zeit verstreicht, desto günstiger wird es für Putin. Falls dieser Wahnsinnige in den Staaten dann noch die Wahl gewinnt, dann war es das. Den europäischen Ländern alleine traue ich die Aufrechterhaltung der bisherigen Unterstützung nicht zu.

    Nun. Mit Taurus wird es nicht funktionieren. Die sind für spezielle Bunkerziele konzipiert und unglaublich teuer.
    Artilleriemunition, Panzer- und Flugabwehrrraketen sind dagegen ein Schnäppchen - und viel wirkungsvoller.

    Ernsthaft: Bei Gesprächen mit schwierigen Eltern habe ich immer einen Platz angeboten, der weiter von der Türe entfernt war als meiner und beim Elternsprechtag die Tische so gestellt, dass jede Partei ihren eigenen Tisch hatte - auf diese Weise hat man schon zwei Tische Abstand - und den kürzeren Weg zur Tür. ;)

    Leider kommt man/frau bei Elterngesprächen um die (Halbjahres-) Zeugnisse herum auch mit U-Boot-Eltern in Kontakt. Diese tauchen das gesamte Schuljahr ab und sind nie erreichbar - sobald es ernst wird, tauchen sie auf und schießen aus allen Rohren, um die Brut zu verteidigen.

    Schönes Beispiel beim Elternsprechtag der 4.Klasse - als ich für fast ein Schuljahr dort als Klassenlehrer unterrichten durfte:
    Der Junge war mir schon im Unterricht durch Nazisprüche und Hitlerverehrung aufgefallen (Ja. Klasse 4. Grundschule.) Beim Elternsprechtag hatte ich die Zeittaktung so geplant, dass ich "vor der Mutter" 15 Minuten Kaffeepause für mich eingeplant hatte.
    5 minuten vor dem Termin war ich wieder vor dem Klassenzimmer, wo bereits die Mutter wutschnaubend wartete. "Wo bleiben Sie?" "Entschuldigen Sie bitte - Sie haben erst in 5 Min Ihren Gesprächstermin - aber kommen Sie doch herein!" Kaffeetasse hingestellt, Papiere geordnet, durchgeatmet. "Schön, das Sie kommen konnten. Worüber sollen wir uns unterhalten?" Es gab dann ein Gemaule über das Schulsystem, dass sie eigentlich für Homeschooling sei, das jedoch in D verboten sei, der Staat hier die Gehirne der Kinder manipuliere usw." Reichsbürgergewäsch.
    Im Nachgang habe ich erfahren, das diese Mutter bei 3 Kolleginnen wutschnaubend in die Klassenzimmer und Elterngespräche geplatzt war: "Wo steckt dieser Autenrieth!!!!"

    Mit solchen Menschen dürfen - und müssen wir uns befassen.
    Die Hirnmasse wurde zwar relativ gerecht verteilt. Aber oft genug nicht professionell verschaltet. Damit haben wir zu tun. Nicht nur bei Kindern.

    Breslau hat derzeit 30% ukrainische Einwohner….. das wird bei einem Sieg Russlands dann definitiv mehr.

    Nach dem Sieg über die Ukraine erklärt Putin die Ukrainer zu russischen Staatsbürgern und schickt seine Armee, um diese zu befreien.
    That's the way it goes.

    Der Kollege hatte natürlich in Wirklichkeit die Zeit seines Lebens dort und wäre am liebsten für immer im Ref geblieben.

    Kann man machen, wenn man mit dem Salär und der ständigen Kontrolle zufrieden ist. Funktioniert jedoch nicht, weil das Referendariat ein genau festgelegtes verfahren darstellt, wie der Staat seine Bewerber auf Eignung und Befähigung überprüft. Ein Referendariat gibt es ja nicht nur im Lehramt, sondern auch bei den Juristen ("Rechtsreferendar"), bei der Polizei („Kriminalratanwärter“).

    "Vorbereitungsdienst bezeichnet in Deutschland die von Beamten zur Vorbereitung auf ihr späteres Amt nach der entsprechenden Laufbahnverordnung abzuleistende Laufbahnausbildung."

    Funfact:

    "Die Dienstbezeichnung „Referendar“ ist geschützt und darf nur mit der öffentlich-rechtlichen Zulassung zum Referendariat geführt werden. Ein Missbrauch des Titels ist nach § 132a StGB strafbar. Der Strafrahmen ist Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbereitungsdienst

    In früheren Zeiten (70er-Jahre) gab es bereits Quereinsteiger an Hauptschulen, die sofort in den Schuldienst übernommen wurden. Ein älterer Kollege hatte eine Ausbildung als Industriemechaniker absolviert und wurde zunächst als Techniklehrer eingestellt - war dann Klassenlehrer mit einem Faible für Geschichte und Astronomie.

    In meinem ehemaligen Kollegium haben wir "Männer" oft genug darüber gewitzelt, dass es an der Schule nur 2 Kollegen gab, die "nichts Richtiges" gelernt hatten: Das waren der Schulleiter und der Konrektor. Die beiden hatten seit ihrer Kindheit die Schule nie verlassen. Schule-Studium-Referendariat-Schuldienst. Alle anderen (auch der Diakon) hatten einen "Zweitberuf" erlernt und waren über Umwege im Schuldienst gelandet: Krankenpfleger, Versicherungskaufmann, Zahntechniker, ...

    Unser gemeinsamer Wahlspruch war: "Umwege fördern die Ortskenntnis"
    Mein eigener Lebensweg war ebenfalls durch Seitwärtsbewegungen gekennzeichnet:
    Abitur - Lehramtsstudium - Lehre und Tätigkeit als Systemoperator in einer Großdruckerei - Referendariat - Dozent bei der Handwerkskammer - Lehrer an einer privaten Schule für Erziehungshilfe - Beamter im staatlichen Schuldienst.

    Solche Erfahrungen sind für die Tätigkeit an einer Werkrealschule durchaus Gewinn bringend - besonders wenn es um Kontakte zu Betrieben und um die Berufsvorbereitung der Schüler geht.


    Für meinen Kommentar habe ich nun eine "Verwirrtheit" und einen "Heuli" erhalten.

    Herr x hat die Tafel nicht putzen lassen. ---- Und? Dann wendet man sich an den Klassenlehrer, dass dieser den Tafelputzdienst auf seine Aufgaben hinweist -aber nicht an die Schulleitung

    Frau y beendet den Unterricht zu früh. ---- Regelmäßig am Tagesende - oder zwischendrin? Gab es in der Pause Zwischenfälle?

    Die Schüler beschweren sich über z. ---- Ganz großes Kino. Da lässt sich eine Lehrkraft von Schülern instrumentalisieren. Falls die Schüler sich beschweren wollen, sollen sie sich direkt an die Schulleitung oder an die Vertrauenslehrkraft wenden.

    Mein Schulleiter hätte nicht gezögert, den Kommentar aus meinem vorigen Beitrag auszusprechen. Aber mit Verve.
    Da jeder das wusste, gab es auch kein Anschwärzen.

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