Alleine das Wort "Leistungsdruck" im Zusammenhang mit einer Förderschule Lernen zu nenen, ist schon etwas komisch.
"Leistung" ist Definitionssache.
"Leistung ... bezeichnet die in einer Zeitspanne umgesetzte Energie dividiert durch diese Zeitspanne"
An der Förderschule hast du eine breit gefächerte "Klientel". An der Förderschule E, an der ich gearbeitet hatte, gab es auch die "L"-Stufe und wir haben immer wieder Schüler untereinander "ausgetauscht". Oft genug stammt die Verhaltens- oder Lernleistungsproblematik aus den Verhältnissen im Elternhaus - und nicht aus der kognitiven Leistungsfähigkeit. Hier zu fördern _ aber auch zu fordern - ist kein schlechter Ansatz.
Kann man anekdotisch oder Beispiel gebend sehen: Ein Schüler wurde in der 7.Klasse aus der L-Stufe zu mir in die HS-Stufe umgesetzt. Er hat die HS-Abschlussprüfung mit einskomma absolviert und ist nun Marktleiter bei Media-Markt. Gemeinsam mit den Psychologen der Jugendhilfe konnten wir seinen Fokus von "rückwärts" auf "vorwärts" umstellen.
Auch bei meiner Tätigkeit an der Förderschule in den letzten Jahren haben wir gemeinsam versucht, Schüler zum HS-Abschluss zu bringen. Auch hier: Geht nicht bei jedem, aber geht. Da muss jedoch an Leistungsbereitschaft und Zielfixierung gearbeitet werden.