Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Die sinkenden Produktionskosten kommen aber nicht beim Endkunden an, da die Solarteure fröhlich Mondpreise aufrufen.

    Wir haben vor 5 Jahren eine Photovoltaikanlage bekommen, meine Eltern haben jetzt ein ähnliches Angebot für sich vorliegen (bezogen auf die Kwh-Peak) und die Kosten sind 30% gestiegen innerhalb dieser Zeit. Da ist nichts von gesunkenen Produktionskosten zu merken.

    Genau wie bei den Batteriespeichern, da gehts auch nicht in dem Maße runter wie vor einigen Jahren vorhergesagt.

    Nun - ich habe mir gerade Angebote erstellen lassen. Die liegen zum Teil um 80% auseinander - für dieselbe Leistung KWPeak. Wobei der billigste Anbieter mit Montagetrupps die Paneele auf Plastikdachpfannen montiert und keine Wartung und "Nachsorge" anbietet. Außer gesetzlicher Gewährleistung gibt es nix.
    Da nehm' ich lieber den Mittelweg mit einem regionalen Anbieter.

    Man muss sich ja nur mal vor Augen führen, was er vorher bereits nicht getan hat, um dann den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Er hätte die letzten Kernkraftwerke am Netz lassen sollen, aber er wollte sich nicht mit Tritin (sein Lebenswerk!) und Co anlegen. Was da alles im Nachgang noch so rauskommt, ist mehr als ungeheuerlich.

    Die Abschaltung der AKWs war eine Entscheidung der Merkel-Regierung nach Fukushima. Vergessen? Die verbliebenen AKW hätte man mit immensen Kosten (und mit Einkauf neuer Brennstäbe) zunächst wieder "ertüchtigen" müssen.
    Rechnet sich jedoch nicht. Letztes Jahr standen mehr als 50% der französischen AKW still, weil die Flüsse zu warm waren und die AKW nicht mehr gekühlt werden konnten, ohne am Unterlauf der Flüsse das Ergebnis durch Kiel oben treibende Fische sehen zu müssen. Die Abschaltung war jedoch auch ein marktwirtschaftlicher Effekt des europäischen Strommarktes. Wind- und Solarenergie waren aus Deutschland in riesigen Mengen verfügbar - und schlicht billiger als der AKW-Strom aus Frankreich.

    Streichen dürfen wir übrigens gar nicht selbst, sagt der Schulträger. Das wollten vor einigen Jahren mal einige KuK in einem Teil der Schule selbst erledigen - da handelte es sich nur um zwei Flure -, aber der Landkreis als Schulträger hat es ihnen nicht erlaubt...

    Kluge Entscheidung. An einer Schule der Gegend wurde ein Klassenzimmer der Grundschule von Lehrerin und Eltern in Eigenregie gestrichen. Ein Elter hat daraufhin eine einstweilige Verfügung erwirkt, dass der Raum nicht benutzt werden dürfe, weil nicht gesichert sei, dass die verwendeten Farben seinem Filius durch Ausdünstungen das Hirn schädigen könnten. Bis die Raumluftgutachten und der ganze Bohei vorüber war, war das Schuljahr vorbei, die Klasse in wechselnden Zimmern im Schulhaus unterwegs und der Schüler hatte die Schule verlassen.

    ... und stempeln das als "Arbeitszeit"!

    BTW: Welche Stempel verwendet ihr? Ich hab' so Fleißstempelchen aus der Grundschule mit "Gut gemacht!", stemple damit nach jeder Zeitstunde in meinem Fleißheftchen ab und wenn ich in der Woche 45 Stunden abgestempelt habe, gehe ich nach Hause und lege mich aufs Sofa. Feierabend!
    In der Regel ist das am Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr der Fall - weil die Arbeitswoche bei Lehrers ja am Sonntag beginnt.

    Übrigens: Den höchsten HDI hat aktuell die Schweiz. Woa, total kackbraune Aussage.

    Ob der das Maß aller Dinge ist? Hongkong rangiert knapp dahinter auf Platz 4.

    "Der HDI wurde im Wesentlichen von dem pakistanischen Ökonomen Mahbub ul Haq entwickelt, der eng mit dem indischen Ökonomen Amartya Sen sowie dem britischen Wirtschaftswissenschaftler und Politiker Meghnad Desai zusammenarbeitete."

    Diese Messung menschlicher Entwicklung ist sehr kapitalistisch am wirtschaftlichen Wert von "menschlicher Entwicklung" orientiert und dadurch auch faschistoid-überheblich - meine ich zumindest als profunder Kenner der Keramikverlegetechniken.
    ;)

    Interessant auch, wie Menschen mit Migrationshintergrund (neutral) in dem Artikel in "Menschen mit Migrationserfahrung" (Erfahrung: immer wertvoll und bereichernd) umgelabelt werden.

    In diesem Thread zum wiederholten Male zitiert, aber von dir noch nicht gelesen, daher zum dritten Mal - etwas lesefreundlicher in Häppchen unterteilt:

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    "Na, und was wissen Sie denn über die Seitensprünge der Frau Ururgroßmutter? Die hat doch sicher keinen Ariernachweis verlangt. … was kann da nicht alles vorgekommen sein in einer alten Familie. Vom Rhein – noch dazu. Vom Rhein. Von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas!

    Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor – seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. – Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant – das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt – und – und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald, und – ach was, schau im Lexikon nach.

    Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt – wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein – das heißt: vom Abendland.

    Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. Seien Sie stolz darauf, Hartmann – und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. "

    Carl Zuckmayer: Des Teufels General

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    Worte finden ≠ es in die Praxis umsetzen. Gerade du betonst doch immer wieder genau diesen Unterschied!

    Frapper - ich verneige mich. Du zerlegst das in einer intellektuellen Schärfe, die erstaunlich ist. Setze es in der Praxis um! Geh' in die Politik! Du kannst das. Trau dich.
    Zu deinem Sermon an sich würde mir viel einfallen, was jedoch bereits alles gesagt ist.

    Dem derzeitigen politischen Personal traue ich jedenfalls nicht zu so etwas intellektuell überhaupt angemessen zu durchdringen.

    Scheinbar hast du die Ansprache von Habeck nicht gesehen. Sonst würdest du einen derartigen Satz - er nebenbei bemerkt so verallgemeinernd wie falsch ist und sich auf niedrigem intellektuellen Niveau bewegt - nicht absondern.

    Etwas Fortbildung dazu, wie das Problem durchdrungen werden kann:

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    Nun dann verstehe ich die Jammerei um die Wahlergebnisse der AfD nicht.
    Warum wird dann nicht einfach akzeptiert, dass diese Bürger (die Wähler der AfD) mündig für sich richtig entschieden haben?

    Wie viele sich davon mündig und reflektiert für die AfD entschieden haben - oder sich am Nasenring von den Populisten "gegen die da oben" ziehen lassen - wird sich zeigen, wenn die Wagenknecht mit ihrer Partei zu Potte kommt und im selben Teich fischt.

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