Dass es ein Bakterium gibt, das "Conan" getauft wurde?
Das Bakterium Deinococcus radiodurans kommt mit extremer Hitze, Kälte, Trockenheit zurecht – und auch hohe Strahlendosen machen ihm nichts aus.
Conan kann – in getrockneter und gefrorener Form – sogar Strahlung ab, die bis zu 140.000 Gray (die Maßeinheit für ionisierende Strahlung) stark ist. Eine Dosis, 28.000-fach höher als jene, die einen Menschen töten würde. Auf der ISS konnte das beerenförmige Bakterium auch bereits seine All-Tauglichkeit unter Beweis stellen.
Forschende hatten an der Außenhaut der Raumstation kleine Wannen befestigt, in denen ein millimeterdünner Bakterienrasen wuchs. Auf ihrer Reise in 400 Kilometer Höhe waren die Mikroben einem massiven Bombardement von UV- und kosmischer Strahlung ausgesetzt, dazu mussten sie mit ultraniedrigem Druck, praktisch keiner Luftfeuchtigkeit und immensen Temperaturschwankungen klarkommen. Und sie hielten sich wacker da draußen. Über die gesamte Dauer des Experiments: ein ganzes Jahr.