Beiträge von Yummi

    Wer sind "die"? Meinst Du die Unis, die Ihre Anforderungen und Prüfungsniveaus auch senken, analog zu den Schulen?
    (Dort findet diese Entwicklung ja auch von unten nach oben statt, also von den GS zu den weiterführenden Schulen und bis dann eben ggfs. auch den Unis)

    Ne, die Politiker. Kritik an der Lehrform, Kritik am Niveau, Kritik an den Durchfallquoten. Irgendwas wird sich schon finden lassen

    Das machen die Politiker die wiedergewählt werden wollen. Um sich bei der Wählerklientel nicht unbeliebt zu machen, werden halt die Anforderungen so gesetzt dass es mehr auf das Gymnasium schaffen oder es tatsächlich bestehen.

    Blöd nur dass es mit Mathe an der Uni oder gar der allgemeinen Studierdähigkeit trotzdem nicht funktioniert. Aber das werden die dann schon noch ändern :teufel:

    Und wenn das so bleibt, wird sich die gegenderte Sprache nicht durchsetzen. Dann verdunstet sie wieder oder bleibt ein Elfenbeinturmphänomen und die ganze Aufregung war umsonst. Mnachmal aber verschieben sich Mehrheiten, wer weiß. Unsere Gesellschaft hat schon so manche Wendung durchlaufen.

    Ich wüsste an der Stelle allerdings gerne, welche Fragen da konkret gestellt wurde und welche Antwortmöglichkeiten es gab. Ich halte es nämlich auch für möglich, dass es vielen Lweuten futchbar egal is, wie andere sprechen, weil sie sonst auch nicht so genau darauf achten, was gesagt wird — und wie.

    Was soll das denn bedeuten, dass man so etwas ablehnt? Halten die sich die Ohren zu, wenn jemand gendert? Oder rennen die schreiend 'raus oder drohen Prügel an? Oder hören sie einfach drüber weg?

    Politische Mehrheiten verschieben sich tatsächlich. Und obwohl konservativ eingestellt, gefällt es mir nicht in welche Richtung es teilweise abdriftet.

    Anarchie bedeutet die Abwesenheit von Herrschaft. Anarchie kann definitionsgemäß nicht herrschen.

    Die Abwesenheit von Herrschaft bedeutet übrigens nicht die Abwesenheit von Regeln.

    Klar. Die Realität sticht ins Auge. Selbst die Demokratie ist eine Herrschaftsform

    Bitte??

    Woher weißt du, was deine kinder tun, wenn sie aus dem Haus sind?

    Weil ich dank meines Lehrerjobs oft nachmittags tatsächlich frei habe und viel Zeit mit ihnen verbringen. Das ist ja das schöne daran wenn man teilweise die gleichen Hobbies pflegt.

    Oder morgens gemeinsame Schulwege hat.

    In einer Gemeinschaft herrscht keine Anarchie, sondern Spielregeln des gemeinsamen Zusammenlebens.

    Schule als essentieller Bestandteil hat auch Spielregeln denen sie zu folgen. Ob dir tradierte Vorstellungen gleichgültig sind, weiß ich nicht. Aber Erziehungsfunktion gehört dazu.

    Wir mögen unterschiedlicher Ansicht bezüglich der Klamottenwahl sein, aber Jogginghose / Hot Pants sind an der Schule ein NoGo für mich.

    Meine Kids sieht man zumindest nicht damit herumrennen, genauso wenig wie mit 1kg Schminke im Gesicht :gruss: .

    Doch, am Handy spielen und nicht mitschreiben sind Störungen. Der Schüler stört damit seinen eigenen Lernprozess. Und das ist für mich entscheidend genug.

    Ich glaube im Übrigen, dass du lügst. Der Schirm der Kappe stört dich nicht, denn du wirst ja bei Mützen ohne Kappe genauso reagieren und für dich ist es doch auch keine Alternative, die Kappe nach hinten zu tragen.

    Es geht auch nicht um Spaß. Es geht um die Entfaltung der Persönlichkeit. Die einzuschränken kann angebracht sein, dein Gefühl missachtet zu werden ist aber eben keine tragfähige Grundlage um Schüler einzuschränken.

    Ich bin – wie dir hier sicher einige andere bestätigen können – kein Linker.

    Es ist auch ein Lernprozess für die Schüler dass es Situationen gibt, in denen man sich nicht kleidet als ob man in den Club geht oder auf den Sportplatz.

    Da unterscheiden wir uns nun einmal fundamental. Bei dir dürfen sie essen, trinken und herumlaufen wie sie möchten, bei mir in der Berufsschule kommt der Erziehungsfunktion auch im Hinblick auf Vorstellungsgesprächen und den Anforderungen in der Arbeitswelt eine besondere Bedeutung zu.

    Schüler müssen akzeptieren, dass mit dem Lehrer eine Autoritätsperson ihnen gegenübersteht. Man kann ein angenehmes Klassenklima haben, aber die relevanten Spielregeln sind gesetzt.

    Warum ist Handy eine Störung wenn er es lautlos macht und niemanden belästigt?

    Nicht mitschreiben ist auch keine Störung sofern der Schüler lautlos ist und aus dem Fenster schaut.

    Du siehst, alles muss keine Störung sein und doch ist es nicht in Ordnung. Es ist respektlos dir gegenüber als Lehrperson. Und das akzeptierst du nicht.

    Eine Sportcap ist ein modisches Accessoire welches im Unterricht nicht getragen werden muss. Zumal ich gerne meinen Schülern in die Augen schaue. Dieses Cap hinunterziehen ist dann doch gerne eine Maßnahme der Schüler um mal die Augen zu schließen.Ich erlaube ihnen doch auch nicht Sonnenbrille im Unterricht zu tragen :aufgepasst:

    Wo kommen wir da hin? Schule ist doch keine Spaßveranstaltung. Obwohl aus Sicht der Linken muss ja alles Spaß machen :geschenk:

    Das ist bisher noch gar nicht vorgefallen weil Schüler in der Regel nachvollziehen können, dass diese sie nicht singulär benachteiligt. Das Argument mit den Handys und Essen greift dann ganz gut. Man einigt sich darauf dass bestimmte Rahmenbedingungen gelten, wie z.B. zu spät erscheinen im Unterricht problematisch ist. Oder dass eine Entschuldigung bei Fehlen oder zu spät kommen notwendig ist.

    Oder akzeptierst du essen im Unterricht? Oder mit dem Handy spielen? Oder einfach nicht mitschreiben? Oder zu spät im Unterricht erscheinen ohne kurz mit dir zu sprechen und eine Entschuldigung zu äußern?

    Für mich ist es wie bei der Erziehung meiner Kinder. Es gibt Rahmenbedingungen innerhalb derer man sich bewegen kann.

    Und wenn einer partout sich weigert, dann kann man mit den Eltern/Betrieben sprechen, man kann einen Termin beim Schulleiter vereinbaren.

    Das genügt bereits.

    Wenn man aber von vorneherein die Bildung jeglicher Rahmenbedingungen ablehnt, weil ein Schüler es bis zum äußersten darauf ankommen lassen würde, der lebt dann in Angst und kann gleich aufgeben.

    Es gibt in Deutschland keine Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen also ist dieses Argument von dir auf unser Land nicht anwendbar.

    Bildungsgerechtigkeit unter Linken ist gleichbedeutend mit der Abschaffung tradierter Konstellationen (dreigliedriges Schulsystem) bei fehlendem Verständnis der grundsätzlichen Vielfältigkeit der Bildungsangebote (paralleler Verlauf allg. / berufl. Schulwesen).

    Selbstverständlich ist die Aufgabe des Bildungssystems die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten um am Arbeitsmarkt partizipieren zu können. Wir sind keine Agrargesellschaft mehr.

    Neue Jobs sind entstanden/entstehen die höhere Anforderungen haben als z.B. vor 100 Jahren.

    Und da kommt eine weitere Funktion des Bildungssystems zu, welche vor allem den Linken in ihrer rosaroten Traumwelt ein Dorn im Auge ist: die Selektionsfunktion.

    Menschen sind per se unterschiedlich. Das hat nicht nur kognitive Gründe sondern auch z.B. Interessens-/Motivationsgründe. Dafür bietet unser Bildungssystem bestimmte Ausprägungen an die aber wiederum eine Vielzahl an Verflechtungen aufweisen die ohne Probleme Anpassungen an die individuelle Bildungskarriere ermöglichen.

    Wer also propagiert unser Bildungssystem ist unfair und nicht durchlässig hat entweder keine Ahnung oder verfolgt ganz andere Interessen. :aufgepasst:

    Dss erste was ich meinen Kindern beigebracht habe ist, dass nicht der Verkaufspreis der Klamotten sondern andere Dinge wichtiger sind; Qualität, Schnitt, verwendete Materialien, Produktionsort.

    Von Lehrern erwarte ich daher auch mehr.

    Schüler können gerne mit Sportcap in die Schule kommen. Lehrer selbstverständlich auch. Im Unterricht gehört es runter vom Kopf. Ich erlaube ja auch nicht dass Schüler in meinem Unterricht essen. Oder in meinem Unterricht mit ihrem Handy spielen.

    Man kann erwarten das junge Menschen 5-6 Stunden auf Jogginghose/Hot Pants verzichten können; genauso wie sie auf die Pause mit dem Essen warten können.

    Den Wert? Was für ein Wert? Wer bestimmt den Wert?

    Dem Schulsystem schreibe ich einen hohen Wert/Bedeutung in der Gesellschaft zu. Darin gelten klare Regelungen zum gegenseitigen Miteinander der beteiligten Personen. Dies ist z.B. das Verhalten aber aus meiner Sicht auch die Art und Weise der Kleidung.

    Deshalb ist eine Sportcap auf dem Kopf des Lehrers im Unterricht (mit z.B. Ausnahme des Sportlehrer im Sommer beim Unterricht im Stadion (gilt dann auch für Schüler) ein NoGo.

    Oder bestimmte Kleidungsstile der Schüler.

    Keine Ahnung warum der Kollege denkt er kann eine Basecap tragen. Denkt wohl er wäre damit cool :autsch: . Dann soll er halt wieder zurück in dienWirtschaftvwenn er das dort darf und es ihm wichtig ist.

    Die Gesellschaft kann definieren welche Kleidung wo gilt, z.B. Schuluniform (entweder staatlich verordnet oder durch die Schule).

    Ein Arbeitgeber kann definieren welche Arbeitskleidung gilt (Schutzkleidung, Anzug (z.B Bank, Beratungsgespräche bei Versicherungen etc.).

    Bestimmte Situationen geben tradiert Kleidungsempfehlung ab , z.B. geht man in der Regel nicht als knallbunter Vogel auf eine Beerdigung.

    Ich finde die Kleidung sollte sich an den Wert der bestimmten Situation/Ort orientieren.

    In einer Bildungsinstitution wie der Schule ist aus meiner Sicht Jogginghose für den Sportunterricht sinnvoll, nicht aber für den Rest der Unterrichtseinheiten. Auch haben Hot Pants und knappe Oberteile da nichts zu suchen.

    Diese Aufgabe sollten die Eltern übernehmen, ich fände es gut wenn die Schule / Staat aber klare Leitlinien vorgibt.

    Das ist keineswegs schräg, sondern zutiefst menschlich - eigene Erfahrungen werden verallgemeinert, Unbekanntes wird gefürchtet. Ist leider so und ist in diesem konkreten Fall auch eine Folge des gegliederten Schulsystems.

    ? Verstehe ich nicht. Warum soll man seinen Kindern nach eigenen schlechten Erfahrungen das Gymnasium verwehren? Was ist dann das Unbekannte?

    Darüberhinaus kann das Kind dann mit 16 auf berufliche Gymnasium gehen. Wüsste jetzt nicht welchen Nachteil es haben sollte.

    Vielmehr schätze ich, dass dasbwas meine Schüler mitbekommen eher sinnvoller verwendbar ist als das was ich am allg. Gymnasium gelernt habe.

    Ich werde meinen Kids immer andere Alternativen aufzeigen wenn es soweit ist.

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