Bedanke dich bei der OECD und den ganzen Bildungsreformern.
Keine Ahnung vom dualen System und dem beruflichen Bildungssystem haben, aber einfach mal den Karren an die Wand fahren.
Bedanke dich bei der OECD und den ganzen Bildungsreformern.
Keine Ahnung vom dualen System und dem beruflichen Bildungssystem haben, aber einfach mal den Karren an die Wand fahren.
Nennen Sie mich bitte Lord Vader ![]()
Wer sind "die"? Meinst Du die Unis, die Ihre Anforderungen und Prüfungsniveaus auch senken, analog zu den Schulen?
(Dort findet diese Entwicklung ja auch von unten nach oben statt, also von den GS zu den weiterführenden Schulen und bis dann eben ggfs. auch den Unis)
Ne, die Politiker. Kritik an der Lehrform, Kritik am Niveau, Kritik an den Durchfallquoten. Irgendwas wird sich schon finden lassen
Alles anzeigenDas ist auch der Fall, denk doch nur mal an die Hochschulreformen der 60er und 70er Jahre oder das Hin- und Her mit der verbindlichen Grundschulempfehlung.
Es gehört zu den Aufgaben jeder Regierung dies zu Steuern. Das ist Bildungspolitik.
Meine Vermutung kannst Du unter anderem bei der Bundeszentrale für politische Bildung nachlesen zum Thema "Arbeitsmarktpolitik":
https://www.bpb.de/themen/arbeit/arbeitsmarktpolitik/55048/neues-steuerungsmodell-und-verwaltungsmodernisierung/
oder "Bessere Schulen mit Hilfe von Daten?":https://www.bpb.de/themen/bildung…content-title-1
Das stimmt alles, aber dieser Sinneswandel hat seine Ursache in den sich verändernden materiellen Bedingungen (Anstieg und Dominanz des dritten Sektors).
Keine kapitalistische Gesellschaft produziert massenhaft hochgebildete, wenn es für sie keine produktive Verwendung gibt.
Das machen die Politiker die wiedergewählt werden wollen. Um sich bei der Wählerklientel nicht unbeliebt zu machen, werden halt die Anforderungen so gesetzt dass es mehr auf das Gymnasium schaffen oder es tatsächlich bestehen.
Blöd nur dass es mit Mathe an der Uni oder gar der allgemeinen Studierdähigkeit trotzdem nicht funktioniert. Aber das werden die dann schon noch ändern ![]()
Was denn jetzt von beidem? Selektion oder Durchlässigkeit?
Spricht ja nichts dagegen. Nicht jeder ist mit 11 in der Lage den Anforderungen am Gymnasium nachzukommen. Das bedeutet aber nicht, dass er mit 16 nicht die Chance haben sollte den höchsten deutschen Schulabschluss anzustreben.
Und wenn das so bleibt, wird sich die gegenderte Sprache nicht durchsetzen. Dann verdunstet sie wieder oder bleibt ein Elfenbeinturmphänomen und die ganze Aufregung war umsonst. Mnachmal aber verschieben sich Mehrheiten, wer weiß. Unsere Gesellschaft hat schon so manche Wendung durchlaufen.
Ich wüsste an der Stelle allerdings gerne, welche Fragen da konkret gestellt wurde und welche Antwortmöglichkeiten es gab. Ich halte es nämlich auch für möglich, dass es vielen Lweuten futchbar egal is, wie andere sprechen, weil sie sonst auch nicht so genau darauf achten, was gesagt wird — und wie.
Was soll das denn bedeuten, dass man so etwas ablehnt? Halten die sich die Ohren zu, wenn jemand gendert? Oder rennen die schreiend 'raus oder drohen Prügel an? Oder hören sie einfach drüber weg?
Politische Mehrheiten verschieben sich tatsächlich. Und obwohl konservativ eingestellt, gefällt es mir nicht in welche Richtung es teilweise abdriftet.
Herrschaft des Volkes. Zumindest laut Definition
So stehts auch im Grundgesetz. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus
Wobei Lehrkraft doch viel eingängiger ist.
Kraft ist doch viel zu brutal. Da fühlt sich jemand sicherlich unwohl. Dann lieber Lehrkörper.
Worauf?
„Alle Ärzte tragen weiße Kittel, alle Ärztinnen grüne Kittel.“
Dann sind die Personen, die weiße Kittel tragen, nicht alle männlich?
Du unterstellst dass es nur zwei Geschlechter gibt
![]()
Mich verwirrt diese Diskussion erheblich. Ich will gar nicht wissen wie dies bei der Bevölkerung ankommt.
Anarchie bedeutet die Abwesenheit von Herrschaft. Anarchie kann definitionsgemäß nicht herrschen.
Die Abwesenheit von Herrschaft bedeutet übrigens nicht die Abwesenheit von Regeln.
Klar. Die Realität sticht ins Auge. Selbst die Demokratie ist eine Herrschaftsform
Bitte??
Woher weißt du, was deine kinder tun, wenn sie aus dem Haus sind?
Weil ich dank meines Lehrerjobs oft nachmittags tatsächlich frei habe und viel Zeit mit ihnen verbringen. Das ist ja das schöne daran wenn man teilweise die gleichen Hobbies pflegt.
Oder morgens gemeinsame Schulwege hat.
In einer Gemeinschaft herrscht keine Anarchie, sondern Spielregeln des gemeinsamen Zusammenlebens.
Schule als essentieller Bestandteil hat auch Spielregeln denen sie zu folgen. Ob dir tradierte Vorstellungen gleichgültig sind, weiß ich nicht. Aber Erziehungsfunktion gehört dazu.
Wir mögen unterschiedlicher Ansicht bezüglich der Klamottenwahl sein, aber Jogginghose / Hot Pants sind an der Schule ein NoGo für mich.
Meine Kids sieht man zumindest nicht damit herumrennen, genauso wenig wie mit 1kg Schminke im Gesicht
.
Doch, am Handy spielen und nicht mitschreiben sind Störungen. Der Schüler stört damit seinen eigenen Lernprozess. Und das ist für mich entscheidend genug.
Ich glaube im Übrigen, dass du lügst. Der Schirm der Kappe stört dich nicht, denn du wirst ja bei Mützen ohne Kappe genauso reagieren und für dich ist es doch auch keine Alternative, die Kappe nach hinten zu tragen.
Es geht auch nicht um Spaß. Es geht um die Entfaltung der Persönlichkeit. Die einzuschränken kann angebracht sein, dein Gefühl missachtet zu werden ist aber eben keine tragfähige Grundlage um Schüler einzuschränken.
Ich bin – wie dir hier sicher einige andere bestätigen können – kein Linker.
Es ist auch ein Lernprozess für die Schüler dass es Situationen gibt, in denen man sich nicht kleidet als ob man in den Club geht oder auf den Sportplatz.
Da unterscheiden wir uns nun einmal fundamental. Bei dir dürfen sie essen, trinken und herumlaufen wie sie möchten, bei mir in der Berufsschule kommt der Erziehungsfunktion auch im Hinblick auf Vorstellungsgesprächen und den Anforderungen in der Arbeitswelt eine besondere Bedeutung zu.
Schüler müssen akzeptieren, dass mit dem Lehrer eine Autoritätsperson ihnen gegenübersteht. Man kann ein angenehmes Klassenklima haben, aber die relevanten Spielregeln sind gesetzt.
Warum ist Handy eine Störung wenn er es lautlos macht und niemanden belästigt?
Nicht mitschreiben ist auch keine Störung sofern der Schüler lautlos ist und aus dem Fenster schaut.
Du siehst, alles muss keine Störung sein und doch ist es nicht in Ordnung. Es ist respektlos dir gegenüber als Lehrperson. Und das akzeptierst du nicht.
Eine Sportcap ist ein modisches Accessoire welches im Unterricht nicht getragen werden muss. Zumal ich gerne meinen Schülern in die Augen schaue. Dieses Cap hinunterziehen ist dann doch gerne eine Maßnahme der Schüler um mal die Augen zu schließen.Ich erlaube ihnen doch auch nicht Sonnenbrille im Unterricht zu tragen ![]()
Wo kommen wir da hin? Schule ist doch keine Spaßveranstaltung. Obwohl aus Sicht der Linken muss ja alles Spaß machen ![]()
Das ist bisher noch gar nicht vorgefallen weil Schüler in der Regel nachvollziehen können, dass diese sie nicht singulär benachteiligt. Das Argument mit den Handys und Essen greift dann ganz gut. Man einigt sich darauf dass bestimmte Rahmenbedingungen gelten, wie z.B. zu spät erscheinen im Unterricht problematisch ist. Oder dass eine Entschuldigung bei Fehlen oder zu spät kommen notwendig ist.
Oder akzeptierst du essen im Unterricht? Oder mit dem Handy spielen? Oder einfach nicht mitschreiben? Oder zu spät im Unterricht erscheinen ohne kurz mit dir zu sprechen und eine Entschuldigung zu äußern?
Für mich ist es wie bei der Erziehung meiner Kinder. Es gibt Rahmenbedingungen innerhalb derer man sich bewegen kann.
Und wenn einer partout sich weigert, dann kann man mit den Eltern/Betrieben sprechen, man kann einen Termin beim Schulleiter vereinbaren.
Das genügt bereits.
Wenn man aber von vorneherein die Bildung jeglicher Rahmenbedingungen ablehnt, weil ein Schüler es bis zum äußersten darauf ankommen lassen würde, der lebt dann in Angst und kann gleich aufgeben.
Alles anzeigenHallo tibo,
dass es der einzige Faktor wäre, glaube ich auch nicht. Ich schrieb ja:"Das Bildungswesen dient in erster Linie der Bereitstellung eines möglichst passenden Angebots an den Arbeitsmarkt."
Ich glaube also auch, dass es noch andere Faktoren gibt.
(Darüber wie groß dieser Faktor ist im Vergleich zu anderen, könnte man wohl erst diskutieren, wenn man sich über die anderen Faktoren einig wäre.
Eine Argumentation dazu, z.B. dass das Sortieren der Schüler wichtiger ist als Lerninhalte, könnte z.B. so aussehen, dass es auch mit einem Fünfer in einem Fach im nächsten Jahr darauf aufbauend schwieriger weiter geht - gegen jede Didaktik. Aber das jetzt nur als Erläuterung auf was z.B. ich hinaus will.)Dazu, ob das geändert werden könnte, wollte ich gar nichts gesagt haben.
In meinem Ausgangsposting bezog ich mich ja auf die auch hier im Forum ausgesprochen moralischen Urteile dazu, ob diese oder jene Bildungspolitik denn "gerecht" sei. Dazu wollte ich gesagt haben, dass diese moralischen Argumente m.E. in den bildungspolitischen Entscheidung derer, die tatsächlich entscheiden, also die Legislative bzw. deren Regierungsmehrheit, keine Rolle spielt - sondern nur kapitalistische Interessen. (Letzteren Begriff jetzt mal ohne Anführungszeichen, weil Du ihn ja auch genutzt hast.)
Es gibt m.E. schon eine "Moral" in der Politik, aber nur in der Form, dass jede Politik von einer diese unterstützende Moral begleitet wird.
Neulich erwähnte ich im AfD-Thread hier im Forum, wie mit dem selben Grundgesetz Homosexuelle früher verfolgt und heute geschützt werden. Auch diese beiden Varianten haben ihre jeweilige Moral, die sie rechtfertigte.
Zur "Bildungsgerechtigkeit":
Ich erläutere meinen Hinweis darauf mal noch ein wenig, damit klarer wird was ich meine und Du ggfs. auch besser kritisieren kannst.
Ich könnte mich der Formulierung, dass es "moralische Ursachen für Bildungspolitik" gibt, schon anschließen im Sinne des Wählerwillens.
Die Grundschulempfehlung oder G9 sind ja Themen, die einer gewissen Wählerklientel sehr am Herzen liegt - sicher auch aus moralischen Gründen; z.B. dass das zu früh oder zu viel Konkurrenzdruck sei, oder eine zu starke Belastung für die Jugendlichen sei, die zu wenig Freizeit hätten.
Die Parteien greifen diese (moralischen) Interessen auf und entwickeln entsprechende Angebote, die tatsächlich ggfs. auch moralisch begründet werden. Ich glaube allerdings, dass diese Moral nur ein Mittel zum Zweck ist Wählerstimmen zu erhalten - man denke nur an den Begriff "Wahlversprechen".
(Ob die jeweiligen Politiker ihre Aussagen selbst glauben oder nicht, oder ob sie später an sog. "Sachzwängen" scheitern, die manchmal auch "alternativlos" sind, spielt hierbei insofern keine Rolle. Eine Moral, wenn es sie mal gegeben hat, muss sich spätestens in der ersten Koalition der Staatsräson beugen.)
Nochmal kurz zu diesem Begriff "Bildungsgerechtigkeit" und meiner Kritik daran:
Wirtschaftsliberale wollen m.E. durch Minderheitenförderung etc. dafür sorgen, dass bisher ungenutzte Potentiale an menschlichen Resourcen nicht weiter verloren gehen. Wenn eine Frau, ein Homosexueller, ein Dunkelhäutiger, ein Behinderter, usw. einem Arbeitgeber Gewinn erarbeiten könnten, und gar mehr Gewinn als andere Arbeiter, aber dies Diskriminierung verhindert wird, ist das ein Problem bzw. entgangener Profit.
Auch arme Schlucker, die niemals die Studiengebühren einer guten oder gar Elite-Uni bezahlen könnten, wollen gefördert werden - selbstverständlich nur, wenn sie stets ihre guten Leistungen nachweisen (im Gegensatz zu Reichen). Es gibt also bestimmte Gründe oder Bedingungen für diese Art der Bildungsgerechtigkeit.
Viele Linke, sonst eher das Gegenteil der Wirtschaftsliberalen, gehen mit diesen Forderungen d'accor. Ihr Interesse ist dabei nicht der maximale Profit, sondern ein Ideal der Gleichheit. Diesem Ideal würde auch ich mich anschließen, aber ich kritisiere, dass es hier nur um eine Chancengleichheit in der Konkurrenz (!) geht. Der krasse Unterschied zwischen sehr wenigen, die fast alles besitzen, und sehr vielen, denen fast nichts gehört, wird dadurch überhaupt nicht aufgelöst.
Im besten Fall würde eine materiell homogene(re) Masse an Lohnabhängigen entstehen, während der Unterschied zwischen einer riesigen Mehrheit an Armen und einem winzigen Teil Reicher nicht nur erhalten bliebe, sondern durch den profitableren Einsatz sogar noch größer wird. Die Schere klafft also noch weiter auf.
Die Gleichheit in der Konkurrenz der Lohnabhängigen erschließt dem Markt neue Potentiale und verstärkt die Konkurrenz zu noch höheren Profiten.
Für die ehemals oder noch diskriminierten ist es natürlich ohne Zweifel ein Vorteil, nun können auch sie an der Konkurrenz teilnehmen, von der sie bisher ausgeschlossen oder in dieser benachteiligt wurden. Trotzdem erscheint es mir, gerade von Linker Seite, geradezu zynisch, diese Ausweitung des Kapitalismus für eine insgesamt gute Sache zu halten.
Ich versuch es nochmal auf den Punkt zu bringen:
Die Ungleichheit, die beseitigt werden soll, bezieht sich nicht auf alle Menschen, universell, sondern nur auf bestimmte, nämlich Lohnabhängige.
Die Lohnabhängigen sollen noch fairer miteinander konkurrieren für noch mehr Wachstum.
Ich fürchte die Formulierungen waren teilweise etwas polemisch; frag bitte ggfs. nach, falls ich mich zu vage ausgedrückt habe (ist ja ein großes Fass, das jetzt nicht allein das Thread-Thema oder nur Bildungspolitik berührt).
Es gibt in Deutschland keine Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen also ist dieses Argument von dir auf unser Land nicht anwendbar.
Bildungsgerechtigkeit unter Linken ist gleichbedeutend mit der Abschaffung tradierter Konstellationen (dreigliedriges Schulsystem) bei fehlendem Verständnis der grundsätzlichen Vielfältigkeit der Bildungsangebote (paralleler Verlauf allg. / berufl. Schulwesen).
Selbstverständlich ist die Aufgabe des Bildungssystems die Vermittlung der notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten um am Arbeitsmarkt partizipieren zu können. Wir sind keine Agrargesellschaft mehr.
Neue Jobs sind entstanden/entstehen die höhere Anforderungen haben als z.B. vor 100 Jahren.
Und da kommt eine weitere Funktion des Bildungssystems zu, welche vor allem den Linken in ihrer rosaroten Traumwelt ein Dorn im Auge ist: die Selektionsfunktion.
Menschen sind per se unterschiedlich. Das hat nicht nur kognitive Gründe sondern auch z.B. Interessens-/Motivationsgründe. Dafür bietet unser Bildungssystem bestimmte Ausprägungen an die aber wiederum eine Vielzahl an Verflechtungen aufweisen die ohne Probleme Anpassungen an die individuelle Bildungskarriere ermöglichen.
Wer also propagiert unser Bildungssystem ist unfair und nicht durchlässig hat entweder keine Ahnung oder verfolgt ganz andere Interessen. ![]()
Alles anzeigenIch bin in der 3. Klasse zwei Monate lang nur mit Badekappe in die Schule gegangen. Meine Klassenlehrerin war da mit meiner Mutter einer Meinung: wenn es der Persönlichkeitsfindung dient, warum nicht?
Diese Diskussion, dass Grundschüler unhöflich seien und in ihre Schranken gewiesen werden müssten, wenn sie mit Kappe in die Schule kommen, ist mir vollkommen neu. Das gibt es in meiner Welt, zu der auch Grundschulen gehören, nicht.
Sicher muss dafür sensibilisiert werden. Im Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz weiß man nicht, wen man gegenüber hat, der erste Eindruck muss stimmen. Deshalb geht man da geschniegelt hin. Genauso, wie zum Fototermin in der Schule. Aber das ist ja gerade der Punkt: Schule ist nicht Vorstellungsgespräch.
Die Suizidrate unter Jugendlichen ist in Japan sehr hoch. Zumal Kappe/Jogginghose ja erstmal gar nicht mit der Leistung zusammenhängen. Weder der Leistung in der Schule noch der Leistung in anderen Bereichen. Und wie/was gedrillt wird ist auch unabhängig davon, was die Schüler anhaben.
Welchen Wert meinst du? Manche Schüler haben Jogginghosen, die teurer sind, als das komplette "Outfit" mancher Kollegen.
Drückt ein klassisches Mathelehrer-Karohemd und eine ältere Jeans mehr "Wertschätzung" aus, als eine ordentliche und saubere Jogginghose und Kappe?
Jugendliche in Schuluniformen können extrem unhöflich sein und Jugendliche in Jogginghose und Kappe extrem höflich und hilfsbereit. Das eine hängt nicht mit dem anderen zusammen.
Insgesamt verstehe ich einfach nicht, wie man Menschen, und dann auch noch Schüler, so auf Äußerlichkeiten reduzieren kann. Wer Jogginghose und Kappe trägt, ist unhöflich, wer ein Hemd trägt ist nicht unhöflich. Dass das eine weit verbreitete Einstellung ist, ist mir klar. Von Lehrern erwarte ich aber mehr.
Dss erste was ich meinen Kindern beigebracht habe ist, dass nicht der Verkaufspreis der Klamotten sondern andere Dinge wichtiger sind; Qualität, Schnitt, verwendete Materialien, Produktionsort.
Von Lehrern erwarte ich daher auch mehr.
Schüler können gerne mit Sportcap in die Schule kommen. Lehrer selbstverständlich auch. Im Unterricht gehört es runter vom Kopf. Ich erlaube ja auch nicht dass Schüler in meinem Unterricht essen. Oder in meinem Unterricht mit ihrem Handy spielen.
Man kann erwarten das junge Menschen 5-6 Stunden auf Jogginghose/Hot Pants verzichten können; genauso wie sie auf die Pause mit dem Essen warten können.
Den Wert? Was für ein Wert? Wer bestimmt den Wert?
Dem Schulsystem schreibe ich einen hohen Wert/Bedeutung in der Gesellschaft zu. Darin gelten klare Regelungen zum gegenseitigen Miteinander der beteiligten Personen. Dies ist z.B. das Verhalten aber aus meiner Sicht auch die Art und Weise der Kleidung.
Deshalb ist eine Sportcap auf dem Kopf des Lehrers im Unterricht (mit z.B. Ausnahme des Sportlehrer im Sommer beim Unterricht im Stadion (gilt dann auch für Schüler) ein NoGo.
Oder bestimmte Kleidungsstile der Schüler.
Keine Ahnung warum der Kollege denkt er kann eine Basecap tragen. Denkt wohl er wäre damit cool
. Dann soll er halt wieder zurück in dienWirtschaftvwenn er das dort darf und es ihm wichtig ist.
Die Gesellschaft kann definieren welche Kleidung wo gilt, z.B. Schuluniform (entweder staatlich verordnet oder durch die Schule).
Ein Arbeitgeber kann definieren welche Arbeitskleidung gilt (Schutzkleidung, Anzug (z.B Bank, Beratungsgespräche bei Versicherungen etc.).
Bestimmte Situationen geben tradiert Kleidungsempfehlung ab , z.B. geht man in der Regel nicht als knallbunter Vogel auf eine Beerdigung.
Ich finde die Kleidung sollte sich an den Wert der bestimmten Situation/Ort orientieren.
In einer Bildungsinstitution wie der Schule ist aus meiner Sicht Jogginghose für den Sportunterricht sinnvoll, nicht aber für den Rest der Unterrichtseinheiten. Auch haben Hot Pants und knappe Oberteile da nichts zu suchen.
Diese Aufgabe sollten die Eltern übernehmen, ich fände es gut wenn die Schule / Staat aber klare Leitlinien vorgibt.
Das ist keineswegs schräg, sondern zutiefst menschlich - eigene Erfahrungen werden verallgemeinert, Unbekanntes wird gefürchtet. Ist leider so und ist in diesem konkreten Fall auch eine Folge des gegliederten Schulsystems.
? Verstehe ich nicht. Warum soll man seinen Kindern nach eigenen schlechten Erfahrungen das Gymnasium verwehren? Was ist dann das Unbekannte?
Darüberhinaus kann das Kind dann mit 16 auf berufliche Gymnasium gehen. Wüsste jetzt nicht welchen Nachteil es haben sollte.
Vielmehr schätze ich, dass dasbwas meine Schüler mitbekommen eher sinnvoller verwendbar ist als das was ich am allg. Gymnasium gelernt habe.
Ich werde meinen Kids immer andere Alternativen aufzeigen wenn es soweit ist.
Werbung