PKV geht doch vom Netto weg und nicht vom Brutto?!
Habe ich etwas anderes behauptet?
Wenn ich eine Nettogehaltsangabe als Beamter mache, ziehe ich automatisch den Beitrag für die PKV ab, da es ohne PKV ja kein wirkliches Netto ist.
PKV geht doch vom Netto weg und nicht vom Brutto?!
Habe ich etwas anderes behauptet?
Wenn ich eine Nettogehaltsangabe als Beamter mache, ziehe ich automatisch den Beitrag für die PKV ab, da es ohne PKV ja kein wirkliches Netto ist.
Nach dem Besoldungsrechner sind in BW 50 Prozent bei A13 schon in der Eingangsstufe mehr (ohne Zuschläge, mit Steuerklasse 1 und Kirchensteuer).
BW zahlt etwas besser als NRW. Aber wenn du die PKV abziehst, kommst du auch in BW bei 2298€ in der Eingangsstufe sicher nicht auf 2072€. 225€ für die PKV könnte allerdings für Berufseinsteiger schon passen.
Du musst halt berücksichtigen, dass die PKV-Beiträge mittlerweile die Stufenaufstiege komplett auffressen.
Alles anzeigenMan liest hier die typischen Allgemeinplätze, die schnell hingeschrieben, aber i.d.R. selten fundiert sind. Daher mal ganz konkret:
Wieviele Kolleginnen und Kollegen mit mehr als 2 Kindern habt ihr denn?
Welchen Anteil am Gesamtkollegium macht das aus?
Leisten Kolleginnen und Kollegen mit Kindern wirklich weniger als solche ohne Kinder? Woran machst du das fest?
Wie genau schlägt sich die Eigenschaft Kinder zu haben oder nicht bei euch an der Schule auf die Stundenverteilung nieder?
......
Ein Beispiel bei uns:
KuK ohne Kinder werden bei Krankheitsfällen bevorzugt als Springer auf Fahrten geschickt, da die Schulleitung davon ausgeht, dass diese flexibler planen können, weil sie Zuhause nicht "gebraucht" werden.
Solche Umstände, aber vor allem die ausschließlich an Kinder gebundenen Zuschläge machen den Lehrerberuf für Leute ohne Kinderwunsch einfach unattraktiv.
A13 und nein, das sind nicht mehr als 50% meiner Besoldung trotz Kirchensteuer und Steuerklasse 1.
Wie soll das gehen? Hast du besonders günstige Konditionen bei der PKV?
Das ist halt schlicht nicht korrekt. Ich kann mir mit einer halben Stelle problemlos eine Warmmiete von 1150€ leisten und lebe auch sonst sehr gut. Da sind also auch 1500€ Miete mit Vollzeitstelle sehr gut zahlbar für eine Einzelperson.
Mit einer halben Stelle 1150€ Warmmiete? Wie soll das funktionieren? Das wären ja mehr als 50% deiner Besoldung, die nur für Miete draufgehen. Mit einer halben Stelle läge ich z.B. bei 2072€ Netto. Bist du A15er?
Dadurch kommen Situationen zu Stande, die für einige von uns nicht mehr nachvollziehbar sind. Wenn der Kollege mit 4 Kindern deutlich mehr als die Schulleitung eines Gymnasiums verdient, kann man sich schon losgelöst der rechtlichen Aspekte fragen, ob das sinnvoll ist. Danach ist die zweite Frage, ob der Dienstherr Möglichkeiten hat, das anders zu gestalten. Und diese hat er durchaus.
Du hast (bei mir) mit dem Worten Alimentations und deiner Argumentation den Eindruck erweckt, dass die aktuelle Besoldung aufgrund einer gesetzlichen Grundlage so sein muss. Genau das ist halt nicht der Fall. Der Dienstherr hat sich für diesen Weg entschieden. Es gibt durchaus alternativen.
Diese Alternativen scheinen allerdings völlig unter den Tisch gefallen zu sein. Ich hätte erwartet, dass der Dienstherr durch eine Klagewelle unter Druck gerät und diese an Kinderanzahl und Wohnort gebundene Ausgestaltung des Abstandsgebotes korrigieren, bzw. für Kinderlose nachbessern muss. Nichts ist bisher passiert! Außer ein paar Zeitungsartikel, welche die Ungerechtigkeit beklagten, v.a. aber wegen der horrenden rückwirkenden Nachzahlungen von bis zu 20000€ als Aufhänger.
Ich habe den Eindruck, dass diese Ausgestaltung der Alimentierung mittlerweile klaglos hingenommen wird, da hier Kinderlose sowie Angestellte überhaupt keine Lobby haben und individuelle Klagen per se zum Scheitern verurteilt sind. Dabei liegt es doch auf der Hand, dass der Dienstherr, wenn er das Alimentierungsprinzip wirklich ernst nimmt, auch kinderlosen Beamten Zuschläge für teure Wohnorte gewähren muss, damit auch diese einen "amtsangemessenen Lebensstandard" haben. Wenn ich in Düsseldorf mittlerweile alleine 1500€ für meine Miete zahlen muss, wirds mit der Besoldung ohne Zuschläge eng.
Wo werden Vertretungsstunden ab der 1. Stunde bezahlt?
In Hessen auf jeden Fall nicht...
Das war wohl eine Falschannahme, entschuldigung. Als Angestellter hatte ich jede Vertretungsstunde bezahlt bekommen, aber da war ich in Teilzeit. Ich nahm an, dies gilt auch für Vollzeit.
Damit ist gemeint, dass die Kinder noch immer mehr Kosten verursachen, als durch die Familienzuschläge kompensiert werden. Der Beamte ohne Kinder hat daher noch immer einen höheren finanziellen Spielraum als der Beamte mit Kindern.
Wow! Sag das mal dem Kollegen mit 3 Kindern im Angestelltenverhältnis 😉
Kinder zu produzieren ist an sich auch schöner als ein Verfahren zum Aufstieg von A13 auf A14.
dennoch konnte mich bisher noch niemand davon überzeugen, dass es erstrebenswert wäre, Kinder zu bekommen und anschließend zu erziehen. Selbst die hohen Familienzuschläge nicht 😜
Nicht zu vergessen: In Bayern gibt es noch die Regelbeförderung A13 —> A14. Die gibt es in NRW nicht. Die Beförderung ist zudem pensionswirksam, wohingegen die Kinderzulage dann wieder weg ist.
Wenn ich die Wahl hätte, ca. 20-25 Jahre lang 2000€ Netto mehr im Monat zu erhalten vs Aufstieg von A13 auf A14, auch wenn es pensionswirksam ist, gibt es hier im Grunde keine Wahl 😉
Aber in der höchsten Mietstufe, richtig?
zweithöchste, also Mietenstufe 6
Stand hier schon irgendwo, wieviel Geld das konkret ist? Oder gab's einen link zur Tabelle? Würde mich ja schonmal interessieren, was uns Bayern da vorenthalten wird!
Bei 3 Kindern wären es z.B. bei mir in Steuerklasse 3 vor PKV 6489€ Netto, also 2196€ Netto mehr im Monat.
aber es ging nicht um die Kinder und deren Kosten, sondern um den Vergleich Angestellte/Beamte.
Und da wo es als lediger Kinderloser eventuell nicht mehr soooviel Unterschied macht, macht es für jemanden, der eine Familie plant und in Düsseldorf leben möchte, sehr wohl einen seeeeeeehr großen Unterschied.
Kein Mensch bekommt deswegen Kinder (hoffentlich), aber wenn ich eh plane, eine große Familie zu haben, ist es ein sehr netter Nebeneffekt (neben den weitestgehend terminenfreien Schulferien).
Genau aus diesem Grund habe ich tatsächlich schon des Öfteren überlegt, mir eine junge Frau zu angeln mit der ich noch 2-3 Kinder haben würde. Aber das könnte vllt. nach hinten losgehen. Geld ist halt auch nicht alles, aber die Familienzuschläge motivieren doch eindeutig dazu, Nachwuchs zu bekommen, weil es sich besoldungstechnisch einfach richtig lohnt.
Und wieder derselbe Blödsinn!
Und damit sich dieser Blödsinn nicht in den Köpfen der Leute durch stete Wiederholung als Wahrheit manifestiert. Die stete Gegenrede!
Ein Schulleiter ohne Kinder hat immer noch mehr Geld für sich als ein Studienrat mit 3 Kinder für sich hat(Den Exkurs ins in die Welt des Alimemtationsrecht spare ich mir mal).
Was meinst du mit "für sich hat"?
Klar, Kinder kosten Geld. Aber in keiner anderen Branche außerhalb des Beamtentums sind Gehälter ausschließlich aufgrund des Vorhandenenseins von Kindern derart entkoppelt. I.d.R. wird man für seine Tätigkeit und Qualifikation bezahlt.
Man kann eine Diskussion über das Gehalt von Lehrern nicht führen, wenn man nicht gleichzeitig die Anzahl der Kinder berücksichtigt. Es liegen z.B. in NRW Welten zwischen der Besoldung eines verbeamteten Lehrers mit 3 Kindern in Mietstufe 6 und einem kinderlosen Beamten in derselben Stadt. Das ist in keinster Weise vergleichbar. Ersterer verdient i.d.R. mehr als der kinderlose Schulleiter eines Gymnasiums mit A16 oder ein höherer Beamter bei der Bezirksregierung.
Weil es immer so ist! Bitte hör auch mit dem Quatsch
Nein, in meinem Falle läge das Nettogehalt als Angestellter höher als meine aktuelle Besoldung abzügl. PKV
Nein hast du nicht. Es gibt keine Altersstufen mehr. Du hast die Eingangsstufe A13 mit der Endstufe i E13 im TV-L verglichen. Das ist einfach Blödsinn
Ich weiß wirklich nicht, was du meinst?
Nach etwa 15 Jahren im Schuldienst als Beamter ist man in NRW halt in Stufe 9, als Angestellter bereits in der Endstufe 6.
Natürlich sind das eine Art von Altersstufen, da man nach Anzahl der Dienstjahre eingestuft wird.
Stimmt, den Punkt hatte ich bei meiner Aufzählung vergessen. Auch das man einen Bonus dafür bekommt, verheiratet zu sein.
Ab dem dritten Kind wird es ohnehin absurd wieviel Geld man zusätzlich bekommt. Um das 2 Klassensystem zu verdeutlichen muss man nur einmal E13, verheiratet mit 3 Kindern mit einem A13, verheiratet mit 3 Kindern vergleichen. Sollte jemand auf eine Großfamilie spekulieren ist die Verbeamtung der goldene Kelch.
Vielleicht gibts ja bei mir noch den Nachwuchs im fortgeschrittenen Alter. Man weiß ja nie, was noch passiert 😉
Auch die grundsätzliche Unkündbarkeit ist vor allem mit Familien ein enormes Pfund.
In meinem Beispiel NRW ist auch die Besoldung für Familien je nach Anzahl der Kinder und Wohnort ein ordentliches Pfund. Hätte ich Kinder, würde ich nicht eine Sekunde über ein Angestelltenverhältnis oder einen besser bezahlten Job in der freien Wirtschaft nachdenken. Den gäbe es nämlich höchstens nur als Abteilungsleiter aufwärts...
Diese Threads (welche ja ständig kommen) sind schon komisch, weil mir in der Praxis wirklich noch niemand über den Weg gelaufen ist, der vom Beamtenverhältnis ins TB-Verhältnis gewechselt ist (umgekehrt begegnen einem aber ständig Tarifbeschäftigte, die mit ihrer Nichtverbeamtung hadern).
Ich werte sowas einfach als sachgrundlose Beamtenjammerei...
Es wird ja auch von Beamten immer wieder unreflektiert vorausgesetzt, dass man Netto viel mehr raus hätte, als der Angestellte. Das ist in meinem Fall ja einfach nicht so und da wollte ich nochmal genauer nachhaken, ob der Beamtenstatus trotzdem so viel attraktiver ist, obwohl das Nettogehalt geringer ausfällt.
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