Hm, ich liebe den ÖPNV 😍 Aber zugegeben erst, seit ich in der Schweiz wohne 😂
Beiträge von Philio
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Ich gebe zu, mich hat das Berichtsheft während der Ausbildung auch genervt. Aber im Nachhinein ist es amüsant, wenn ich daran zurückdenke. Die erste Zeit hatte ich die Blätter von Hand ausgefüllt, dann habe ich mir eine elektrische Schreibmaschine gekauft. Kommentar eines älteren Kollegen aus meinem Ausbildungsbetrieb (Mitte 90er): „Eine Schreibmaschine kann man immer brauchen, das ist eine Anschaffung fürs Leben“. 😂😂
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Update: Ich hatte vor zweieinhalb Jahren kein Auto und habe immer noch keins 😛 und zur Arbeit und zurück nehme ich auch immer noch den Zug. Das dadurch gesparte Geld investiere ich lieber in Bücher, Musikinstrumente, meine Fotosausrüstung und sonstiges Elektronikspielzeug 🙂
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Tatsächlich ja. Ist das so verwerflich? Ich hab da ehrlich gesagt Angst, will das aber irgendwie ändern.
Nein. Motivationen sollen generell nicht Gegenstand einer ethischen Beurteilung sein. Ausserdem sagt deine Motivation nichts über deine Qualifikation als Lehrer aus. Deine Eignung ist in einem Forum auch schwer bis gar nicht zu beurteilen. Ob der Beruf das Richtige für dich ist, auch nicht. Das kannst nur du selbst, aber wenn du so einen guten persönlichen Kontakt zu deinen ehemaligen Lehrern hast, können sie dich in dieser Hinsicht beraten - denn sie kennen dich ja schon seit einigen Jahren. Mit ihren würde ich auch das Thema Qualifikation für den Lehrberuf diskutieren.
Wenn es wirklich ein Lehramtsstudium sein soll, warum nicht Kunst? Hier würde dir quasi der rote Teppich ausgerollt werden. Ausserdem ermöglicht das Studium dir, dich auch privat damit zu beschäftigen. Ich kenne Kunstlehrer, die hier sehr aktiv sind und selber ausstellen, Ausstellungen organisieren, Kunstkurse anbieten und vieles mehr.
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auch im Westen war die Mengenlehre eine Zeitlang in.
Unter anderem die Auswirkungen der Arbeiten der Bourbaki-Gruppe, die irgendwann auch ihren Weg an die Schule gefundenen hatten. Vieles an (übertriebener) Formalisierung hat sich in damaligen Lehrbüchern niedergeschlagen, unter anderem die von mir „heissgeliebten“ n-Tupel in der Stochastik. Dergleichen liest sich in neueren Schulbüchern zum Glück nicht mehr.
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Jetzt hätte ich fast geschrieben "ja, das ist so", stimmt aber gar nicht. Die WMS schliesst mit der Berufsmatura ab und die Fachmatura ist seit einiger Zeit der Berufsmatura gleichgestellt.
Dass sie gleichgestellt sind, wusste ich... aber die WMS hatte ich nicht auf dem Schirm. Wahrscheinlich, weil es die in meinem Kanton nicht gibt

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Das Zeugnis der 9. Klasse zählt in der Schweiz auch nicht als "Abschluss". Es ist einfach ein Zeugnis, dass das Bestehen der 9. Klasse bescheinigt und je nach Niveau, in dem die 9. Klasse bestanden wurde, hat man dann die Möglichkeit eine Ausbildung anzufangen, an die Fachmittelschule oder ans Gymnasium zu gehen.
Wenn ich so drüber nachdenke... Der einzige Schulabschluss in der Schweiz, den man nicht voraussetzungslos machen kann (von Noten und Aufnahmeprüfungen abgesehen), ist tatsächlich die Berufsmaturität (mir fällt jedenfalls kein anderer ein). Ohne eine mindestens dreijährige Ausbildung, die mit einem EFZ abschliesst, geht es nicht.
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Das klingt dann doch sehr heftig.
Ich bin ein Arbeitstier- das habe ich bereits die letzten Jahre während meiner Promotion bewiesen. Nochmal will ich sowas nicht mehr durchmachen. Ich bin doch sehr am Zweifeln, ob ich den Direkteinstieg wagen soll. Vielleicht ist ein Referendariat besser geeignet und ich nehme im Kauf, dass ich zuerst wieder ein Hungerlohn haben werde.
Es ist sicher kräftezehrend ja, aber nicht wie während der Promotion. Sehr viel hängt von den Rahmenbedingungen ab, da gehört auch ein bisschen Glück dazu … aber in unserem Job ist das so, vieles merkt man erst, wenn man etwas Zeit an einer Schule verbracht hat
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(…) viel Unterstützung von deinen Mentoren bekommst (und Unterrichtsmaterial) (…)
Diesen Punkt kann man meiner Ansicht nach gar nicht genug betonen. Ich hatte das Glück, einen sehr guten und erfahrenen Mentor zu haben, mit dem ich mich gut verstanden habe. Er hat mir sein ganzes Material gegeben, mit mir die kommende Woche vor- und die vergangene nachbesprochen, mit mir gemeinsam Prüfungen erstellt und korrigiert und mir immer konstruktives Feedback gegeben, usw. Auch vom ganzen Team hatte ich immer Unterstützung, alle haben daran mitgearbeitet, dass ich meinen Unterricht und die Lehrerausbildung unter einen Hut bekomme und mir soweit möglich alles unnötige abgenommen, so dass ich mich auf das Wesentliche konzentrieren konnte.
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Sind bei Euch mehrere Lehrer mit einem Dr. Titel in Schulen tätig?
Ja, unter anderem ich selbst. Ich arbeite auch an einer Burufsschule, bei uns sind mehrere Lehrpersonen promoviert. Vorher, direkt nach der Promotion, war ich auch ein paar Jahre in der Industrie und habe dort als Softwareentwickler gearbeitet. Ziemlich schnell habe ich aber erkannt, dass die Industrie so gar nichts für mich ist. Nachdem mir die Lehre an de Uni grossen Spass gemacht hatte, kamen mir die selben Gedanken wie dir - Direkteinstieg in BW. Ich hatte mich dann ein paar mal beworben, leider hat es nicht geklappt. Über ein paar Umwege habe ich dann meine aktuelle Stelle in der Schweiz gefunden und parallel dazu die Ausbildung zum Maturitätslehrer an def PH Thurgau gemacht. Rückblickend betrachtet, eine der besten Entscheidungen meines Lebens - ich habe den besten Job der Welt finde ich und die Arbeitsbedingungen sind super.
Ein Wermustropfen für dich - Biologie ist nicht auf dem aktuellen Zulassungsraster für den Direkteinstieg in BW:
https://lehrer-online-bw.de/site/pbs-bw-ne…ekteinstieg.pdf
Wenn du wirklich Lehrerin werden willst, kann ich dir die Schweiz empfehlen. Leider ist Biologie auch hier nicht gerade gesucht - von allen Naturwissenschaften ist Biologie die mit den meisten Absolventen, deshalb gibt es hier wie überall am Arbeitsmarkt ein deutliches Überangebot an Bewerbern. Ich wünsche dir trotzdem viel Glück, falls du es versuchen willst.
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Ist Trial and Error nicht ein wichtiger Teil des Programmierens? Genau so erinnere ich mich an meine wenigen eigenen Programmierversuche 😂
Ich habe ein paar Jahre in der Industrie als Programmierer gearbeitet, Trial and Error ist ein anerkanntes Vorgehen. Gleich danach kommt „Google Programming“ bzw. konkreter „Stack Exchange Programming“ 😂
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Und wenn du selbst informell an die Mathe- und Physikkollegen schreibst und fragst, ob sie dort etwas geplant haben? Wenn nicht, dann kannst du nicht viel erwarten... falls doch, sind sie eventuell in der gleichen Situation wie du. 🙂
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Die Basisversion von Overleaf kostet nichts - für meine simplen Dokumente reicht das völlig. Versionsverlauf, GitHub-Integration etc. brauche ich alles nicht.
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... oder gleich alles online: https://de.overleaf.com
Ich mache inzwischen alles online, nachdem ich inzwischen nur noch wenig in LaTeX schreibe und keine Lust habe, gigabyteweise LaTeX-Pakete herumliegen zu haben und diese aktuell zu halten.
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Das ist ja cool

Wie bist du darauf aufmerksam geworden, liest du regelmäßig Didaktikzeitschriften?
Bisher nicht ganz so regelmässig... aber ich hatte den Newsletter vom Friedrich-Verlag abonniert, und in einem von denen war das mit den Brüchen drin. Das fand ich so gut, dass ich es aufgehoben habe. Inzwischen habe ich aber das Mathematik-Abo, da sind die digitalen Inhalte von Mathematik Lehren und von Mathematik 5-10 enthalten - und mir vorgenommen, da öfter mal drin zu stöbern 😊
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Ich lerne auch immer gerne neue Funktionen kennen. Als Elektrotechnikerin wird dir das sicher nicht schwer fallen. VBA ist sehr mächtig, vorallem wenn man mit den normalen excelfunktionen an die grenzen kommt. Man kann sehr gut mit Vektoren und Matrizen innerhalb von VBA arbeiten. Folgendes ist ein Auszug aus meiner Diplomarbeit. Diese Operationen sind in VBA nur wenige Zeilen Code.
Ja, Excel kann vieles. Ich zeige zum Beispiel meinen Lernenden, wie man lineare Optimierung mit Excel machen kann. Wenn ich aber daran denke, dass man bis vor einigen Jahren durch einfache Multiplikation einen Overflow schaffen konnte, ohne dass Excel überhaupt eine Warnung von sich gab (keine Ahnung, ob es immer noch so ist, hab es schon länger nicht mehr probiert) bin ich schon ein bisschen skeptisch... Berechnungen, bei denen es um Leben und Tod geht, würde ich Excel jedenfalls eher nicht anvertrauen.
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Wenn du noch etwas kreatives mit Brüchen machen möchtest, wie wäre es damit?
https://www.friedrich-verlag.de/mathematik/zah…en-mit-bildern/
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Als Alternative zum Streichen einer Note bzw. zur Gewichtung mit Null würde ich gerne noch den Median als Entscheidungshilfe zur Gestaltung der Zeugnisnote erwähnen 😌 Eine wirklich deutlich schlechtere Note würde sich hier als „Ausreisser“ weniger stark auswirken als beim Durchschnitt.
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Mir ist eigentlich immer zu warm, auch wenn alle Fenster offen sind
Ich trage deshalb nur ein Schicht Kleidung, ganz normal Pulli und Hose, nichts spezielles. Auch im Winter.
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