Beiträge von Das Pangolin


    Diese Festlegungen (Hochrisikogebiet) sind Festlegungen von Menschen, die dafür gute Gründe haben, z.B. Belastbarkeit des Gesundheitssystem. Sie sind aber nicht "corona-innewohnend", sprich könnten auch anders sein, wenn das Gesundheitssystem z.B. belastbarer wäre.


    Insofern ist bei aller Aufregung zumindest doch mal interessant, genauer zu schauen, wovon wir reden, wenn es um die Frage geht, ob Schulen sichere Orte sind. Siehe oben: 0,3 oder 0,25 % coronainfizierte Kinder. Von 330.000 oder 410.000 Schülern.


    Aber das kann sich natürlich auch noch ändern, wenn jetzt nicht gehandelt wird. Wird es doch aber. Unsere Schule mit ihrem Hygienekonzept ist auf alle Fälle ein sicherer(er) Ort als der Spielplatz vorm Haus oder das Einkaufszentrum um die Ecke.

    ...

    Und ich muss sagen, ich persönlich finde Lehramtsstudents Einwürfe oft genug auch mehr als befremdlich, aber zumindest greift er hier nie Teilnehmer*innen persönlich an, selbst wenn er selbst unfreundlich behandelt wird.


    Das möchte ich ausdrücklich bestätigen. Toller Beitrag von dir, muss ich da mal sagen! Feindselig angegriffen wurde und wird hier vor allem Lehramtsstudent, wenn er abweichende Meinungen hartnäckig vertritt. Leider auch oft von dir, samu. Anscheinend brauchst du immer ein "Feindbild". Jetzt ist es nur eben jemand anderes, jetzt ist es gerade "Nymphicus". Zu anderen Zeiten war es ich, zu anderen Zeiten waren es andere - aber es ist immer irgendwer. (Du wirst mir sicher gleich sagen, warum ich, warum wir selbst daran schuld sind.) :-(


    Denk mal drüber nach.


    Zitat von samu

    (an Nymphicus von samu) Wegen dir musste der andere Thread schon zugemacht werden. Treib's nicht auf die Spitze. Wo sind denn deine Schulerfahrungen überhaupt, wieso darf man hier nur offtopic rumtrotzen?


    Das habe ich gestern auch schon gelesen und dann doch laut gelacht. Die Zahlen steigen, aber nur weil die Schüler in den Herbstferien

    nicht brav waren... vielleicht sollten wir die Ferien dann ganz abschaffen, wenn die so schlimme Auswirkungen haben... aber immerhin wird ja dann bald alles wieder besser, weil die Infektionsketten ja jetzt druchbrochen werden.... im Ernst: warum darf die das?


    Gerade habe ich gelesen, dass es in Berlin wohl etwa 1000 coronainfizierte Schüler gibt. Das entspricht ungefähr 0,3 Prozent der ungefähr 330.000 Berliner Schüler.

    Uns wurden jetzt zwei festgelegte Termine angeboten, an denen wir Lehrer freiwillig einen Coronatest machen lassen können. Mir ist nicht klar, was man damit erreichen will. Was bringt es an einem x-beliebigen Tag die Lehrer zu testen? Warum nur die Lehrer, warum nicht auch die Schüler?


    Was haltet ihr davon?


    Ich finde kostenlose Tests von Lehrkräften gut und richtig und wichtig. :-) Ich glaube, damit kann man vor allem sie selbst beruhigen.


    Ansonsten nützt es wohl nicht unbedingt viel, denn am Tag nach dem Test kann man sich ja schon bei jemandem anstecken und weiß es schlimmstenfalls nicht bis zum nächsten Test. So gesehen müssten natürlich auch alle Schüler getestet werden. So gesehen dann alle "beinahe täglich", denn immer kann man sich ja am Tag nach einem Test bei jemandem anstecken - wo auch immer.


    Hier steht in deinem Link aber auch Folgendes:


    Zitat

    In Hessen waren am 3. November fast 21.300 von 760.000 Schülerinnen und Schülern in Quarantäne (2,8 Prozent), bei den Lehrkräften waren 2340 von 62.500 betroffen (3,7 Prozent). Wie viele davon positiv oder überhaupt getestet wurden, ist unbekannt.


    https://www.tagesschau.de/inve…ocket-newtab-global-de-DE



    An meiner Schule gab es schon etliche Schüler und zwei Lehrer in Quarantäne, aber noch kein einziger wirklicher Coronafall. Mehrere blieben nur sicherheitshalber ein paar Tage zuhause. Die sind doch wohl auch unter den 2,8 bzw. 3,7 Prozent.


    Dass es das Coronavirus an Schulen nicht gäbe, sagt doch aber auch niemand! (außer vielleicht D. Trump)


    Vor allem meine ich, dass du den "Titel" neutraler formulieren solltest, weil er so, wie du es formulierst, bereits eine Anklage enthält (Verlogenheit), also eine Vorwegnahme DEINER Bewertung des von dir kritisierten Verhaltens. So ist die Diskussion nicht offen. Es muss/soll ja erstmal geklärt werden, was da passiert ist. Andere Sichtweisen sollten nicht vorverurteilt werden.

    Eine Bemerkung wie "Kauf dich mal 'ne Tüte Deutsch" würde ich immer unfreundlich finden, wenngleich nicht per sé ausländerfeindlich. Tippfehler unterlaufen uns allen immer wieder mal, aber manchmal sind es auch bei uns keine Tippfehler. Ich glaube, es gibt hier eine extra Rechtschreib-/Grammatikdiskussion dafür.


    Darf ich fragen, ob sich dein Pseudonym Czekler von Szekler ableitet, also der ungarischen Minderheit in Siebenbürgen (Rumänien)? Adi Czekler

    Hallo liebe Lehrerkollegen,


    ich würde gerne wissen, ob die Schulleitung die Notengebung des Fachlehrers ändern darf, wenn diese damit nicht einverstanden ist.
    Beispiel: Schüler steht zwischen 3 und 4 (schriftlich) und der Fachlehrer entscheidet sich für die 4 (aufgrund der sonstigen Mitarbeit). Die Schulleitung verlangt jedoch eine 3 zu setzen, damit der Schüler den Ausgleich für die Versetzung hat.


    Vielen Dank und schöne Grüße
    SomeThingNice


    Ja, bei Günther Hoegg (Schulrecht) gibt es so ein Fallbeispiel, wo ein Lehrer eine Note ändern musste aufgrund einer Anweisung einer Schulleitung - ich glaube, es war eine Klassenarbeit.



    Über das Referendariat hat man schon zu meiner Zeit geklagt und das ist etliche Jahre her. Seitdem hat sich vieles verändert, aber die Klagen sind immer noch die gleichen. Merkwürdig. :-)


    Ja, bei Unterrichtsbesuchen musst du eine Art "Show-Unterricht" machen. Das heißt, du zeigst das Beste, was du kannst. Tust du das nicht, weil du nicht mit dem Strom schwimmst, sondern gegen ihn, dann hast du das Problem, dass man deinen "normalen" Unterricht (den du vorzeigst) auch für das Beste hält, was du kannst - und das ist dann eben nicht gut genug.


    Alle wissen, dass sich die hehren Ziele der Lehrerausbildung im Alltag nicht in jeder Stunde verwirklichen lassen, aber deine Mentoren und Studienleiter wollen sehen, dass du weißt, was guter Unterricht wäre.

    Ich lese dazu Folgendes:


    Zitat

    Allerdings gibt es auch Lehramtsfächer, in denen sich die Zahl der Studierenden unterwegs halbiert. Davon weiß Ingolf Schäfer zu erzählen, der als Lektor im Fach Mathematik an der Bremer Uni unterrichtet. Von rund 80 Studierenden, die Mathe auf Lehramt für Gymnasien und Oberschulen studieren, würden am Ende des Bachelors oft nur rund 40 bleiben, sagt er. Etwa 20 Personen würden das Fach wechseln, weitere 20 aus anderen Gründen nicht weitermachen. Ein Grund dafür ist seiner Einschätzung nach: Viele würden Mathe wählen, weil es ein Mangelfach sei. So würden zum Teil auch Leute Mathematik studieren, die keine besondere Affinität zu dem Fach haben oder selbst in der Schule schon leichte Schwierigkeiten in Mathe hatten. „Bei Mathe in der Schule geht es darum, eine konkrete Aufgabe zu lösen, im Studium geht es häufig um sehr abstrakte Verfahren zur Problemlösung“, erläutert Schäfer.


    https://www.weser-kurier.de/br…enheit-_arid,1869070.html



    Für mich ist "Pädagoge" keine Schmähbezeichnung, sondern ein Oberbegriff, zu dem z.B. Lehrer und auch Erzieher gleichberechtigt gehören.

    Die aktuelle Idee, wegen Covid-19 die Weihnachtsferien zu verlängern, halte ich für eine Schnapsidee und vor allem für respektlos gegenüber all den Berufstätigen, die dann wieder ein Problem haben, wohin mit ihren Kindern, die nicht alleine zuhause bleiben können und wenn dann noch im Gegenzuge die Sommerferien gekürzt werden, dann müssen plötzlich in sehr viel kürzerer Zeit alle Familien mit schulpflichtigen Kindern gleichzeitig Urlaub machen und wer weiß, ob man nächsten Sommer schon bedenkenlos ins Ausland reisen kann.


    Zitat

    Vorstoß für längere Weihnachtsferien stößt auf Ablehnung

    Sollen die Winterferien wegen der Corona-Pandemie verlängert werden? Ein entsprechender Vorstoß zweier Unionspolitiker sorgt für Kritik von Kultusministern. Die Debatte sei „überflüssig wie ein Kropf”.


    https://www.handelsblatt.com/p…-H7ZXOxaua2FSlOoAMssH-ap1

    Wir hätten den Thread nach einer Seite bereits beenden können. Die generelle Antwort auf die These ist "kommt auf die individuellen Umstände an und mit wem man sich vergleicht".


    ... wobei es ja in dieser Diskussion nie darum ging, zu definieren, was es bedeutet, reich zu sein und wer es demzufolge "wirklich ist", sondern - wie ich irgendwo schon mal schrieb - sich einfach mal zu freuen, wie vergleichsweise gut es uns als Lehrern eigentlich finanziell geht. Wobei auch das ja nicht auf alle "Lehrer" zutrifft, wie ich eben gerade las.


    Es tut gut, mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich nicht immer nur mit denen zu vergleichen, die noch mehr Geld verdienen (wo sollte das auch enden?).

    Zitat
    "„Ich war an mehreren Musikschulen hier im Rhein-Main-Gebiet. Es ist einfach so, dass die Absicherung fehlt und das Honorar extrem niedrig ist für einen Selbständigen. Und dann gibt es an manchen Musikschulen noch festangestellte Kollegen, die verdienen das Doppelte. Wenn man da nebendran sitzt und die gleiche Arbeit macht, fühlt man sich einfach nicht gut.“ https://www.deutschlandfunkkul…d5VmyIyRlssdE860i6bIitqwQ

    Was ist denn überhaupt reich? Mein Mann und ich können uns mit unseren Gehältern alles leisten, was wir wollen. Zwei Hunde, zwei teure Hobbies, zwei Autos, eine schöne Wohnung, müssen nicht drüber nachdenken ob wir jetzt diese oder jene Ausgabe tätigen können... Ist das jetzt reich?!


    Reich ist für mein Verständnis, wenn man in einer Luxusvilla wohnt und mit seinem Privatjet in den Urlaub fliegt...


    Als ich heute las, wie Olaf Scholz von sich weist, zu den "einkommensreichen" Bürgern Deutschland zu gehören, erinnerte ich mich an diese Diskussion.



    Natürlich spielt Olaf Scholz in einer ganz anderen Liga als wir Lehrer. ;-) Aber auch er findet sich nicht reich. Na, wer ist es denn dann?

    Hey,


    naja, aus deiner Sicht magst du ja auf das Problem eingegangen sein, indem du dich der "steilen These" bedient hast, du magst dich auch darin bestätigt gesehen haben, dass dies auch so verstanden worden sei. Aber, wie Du schon selbst feststellst, kam es nie über eine Vermutung hinaus. Und das ist das methodische Problem einer Diskussion, die sich sehr stark an der Schuldidaktik orientiert: Eine "steile These" kann zwar als guter Einstieg dienen, aber gerade bei solch einem Thema muss auch damit gerechnet werden, dass es evtl. auch nur als bewusste Provokation verstanden wird - denn alles basiert nun auf Vermutungen über die Motive der These, die Überleitung lässt sich auch nicht so gut in einem Forum herstellen. Ich unterstelle dir nicht, dass du gerade das evozieren wolltest, ich weise nur darauf hin, dass es mich eher irritierte. Dein jetziger Beitrag ist m.E. das wirkliche Eingehen darauf, was du willst - und ehrlich gesagt auch eine bessere Diskussionsgrundlage.


    Ich kenne die Diskussion, dass Lehrer zu viel verdienten, nicht, wie ich auch kaum Kollegen kenne, die so denken. Im Gegenteil stoße ich oft auf Personen, die zwar keine Lehrer sind, die aber doch schon zu wissen glauben, wie viel ich in Wirklichkeit zu verdienen habe - Nachtwärterstaatsliebhaber oder so. Und nun haben wir verschiedene Erfahrungen, und nun?


    Da magst du Recht haben, aber es ist viel simpler, als immer gemutmaßt wird. Ich gehöre zu den (mit ihrem Gehalt) zufriedenen Lehrern. Diesen Standpunkt, dass es uns im Vergleich zu vielen anderen eigentlich ganz gut geht, habe ich hier immer vertreten - mit sehr viel Gegenwind. Aber ich bleibe dabei. Die notwendigen Baustellen sehe ich nach wie vor nicht beim Gehalt oder gar in der Anschaffung von Laptops für Lehrer, wofür nun 500 Millionen Euro ausgegeben werden sollen. Haben wir keine anderen Sorgen im Allgemeinen und im Bildungsbereich im Besonderen? Wie viele Lehrer haben noch keinen Laptop? 1% ?


    Ich finde es wichtig, dass diese Sicht auch präsent ist. Deshalb bin ich immer mal wieder hier. Die Studie könnte uns darin bestätigen, dass es uns doch eigentlich ganz gut geht. Sie sagt nur, alle Einkommen betrachtet, gehören unsere Gehälter zu den besten 10% (unter diesen 10% vielleicht aber zu den schlechtesten, das sind ja nur statistische Werte). Die Medien machen daraus "zu den 10% reichsten". Mich wundert, nein, nicht wirklich, ich erlebe erneut, wie leidenschaftlich "kleingerechnet" wird, was Lehrer verdienen statt sich einfach mal zu freuen, wie gut wir es haben. Warum fällt das manchen so schwer?

    Gymnasiallehrer

    a) werden nach A 13 + Z besoldet,

    b) können relativ einfach nach A 14 oder A 15 aufsteigen,

    was bei Sonderschullehrern beides nicht gegeben ist (keine Amtszulage und deutlich weniger Funktionsstellen).

    Gilt für BW, aber sieht m. W. in den meisten Ländern ähnlich aus.


    Da ich kein Sonderschullehrer bin, muss ich mich auf das verlassen, was ich dazu lese: In meinem Link lese ich bei A 13 rund 4000-4500 Euro brutto (vmtl. Einstiegsgehalt); bei den Sonderschullehrern lese ich rund 4000-5500 Euro brutto. In letzterem Fall 1000,- Euro mehr und da steht "medianes Bruttogehalt", also mittleres, oder?


    Allerdings habe ich vergessen, wie wir überhaupt zu diesem Thema kamen. Ich glaube, das ist doch jetzt nicht besonders wichtig für die Diskussion???

    ...

    Was Strangersteller allerdings bedauerlicherweise nicht sehr deutlich macht, ist die Frage, worauf die Vermutung der Unzufriedenheit basiere - das wäre doch noch eine interessante Frage.


    Doch, doch, darauf ist der Strangersteller - falls ich damit gemeint sein soll - bereits eingegangen. Die Vermutung der Unzufriedenheit äußerte sich sehr rasch nach dem Eingangsbeitrag in Kommentaren, wonach Lehrer gar nicht "reich" wären (also das vehemente Bestreiten, dass man zu den 10% der am besten Verdienenden gehöre und wenn, dann sei das eben noch lange nicht "reich") und eher zu wenig als zu viel verdienen (wobei ich nie sagte, wir verdienten zuviel, das wird mir immer gerne untergeschoben), weil sie ja diese und jene Ausgaben hätten und er kennt sie aus vielen Diskussionen hier seit 2017 (?), in denen Lehrer sich ungerecht bezahlt fühlten, weil andere Akademiker so viel mehr verdienen würden - naja, und nicht zuletzt aus persönlichen Gesprächen mit Kollegen, die immer wieder über mangelnde Wertschätzung klagen und damit aber nur "mehr Geld/Gehalt" meinen.


    Wertschätzung drückt sich für mich nicht nur und überhaupt in "mehr Geld/Gehalt" aus, wenngleich ich auch gerne gut verdiene - und das tue ich ja.

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