Ich finde den passionierten Idealismus der Klimaaktivisten ja auf irgendeiner Ebene sogar recht sympathisch, aber eben auch wahnsinnig naiv.
Ich empfinde ihn auch als wahnsinnig naiv. Spätestens seitdem Greta medienwirksam mit einer Segelyacht über den Atlantik gefahren wurde und so sechs Flugtickets für die Crew notwendig wurden anstatt zwei Tickets für sie und ihren Vater, sie war damals noch nicht volljährig, bin ich raus.
Klar können wir unsere Wirtschaft komplett an die Wand fahren, was die Letzte Generation ja will, nur welche Folgen hat das?
- Wir müssen uns keine Gedanken mehr darüber machen, ob wir unsere Häuser mit Wärmepumpen oder Gas beheizen. Mehr als einen Kohlenofen werden wir uns eh nicht mehr leisten können. Ob das ökologisch sinnvoll ist? Die Frage stellt sich nicht mehr.
- Wir müssen uns keine Gedanken mehr über Elektroautos machen. Mehr als die alten Verbrenner, die wir aktuell nach Afrika exportieren, werden wir uns eh nicht mehr leisten können.
- Bürgergeld? Wird ersatzlos abgeschafft. Es gibt schlicht niemanden mehr, der die finanziellen Mittel dafür in den Topf einzahlen kann. Wer nicht arbeitet, der soll sehen wo er bleibt.
- Die Migration nach Deutschland würde auch gestoppt, schließlich könnten wir das alles eh nicht mehr bezahlen.
Das ist leider das Problem, das die Umweltschützer nicht sehen wollen. Umweltschutz kostet Geld, welches zuerst erwirtschaftet werden muß. Würgt man die Wirtschaft ab, fehlt aber genau dieses Geld, so daß sowohl der Umweltschutz als auch der Sozialstaat einfach nicht mehr finanziert werden kann. Am Ende wirtschaften wir dann genau so umweltschädlich, wie es Millionen Inder aktuell aus Armut tun müssen und ihre Gesundheit dabei ruinieren. Geholfen ist damit niemand.
Und was die Straßenkleber angeht: Ich würde als Staat so eine Blockade absperren, damit nicht doch ein PKW/LKW hinein fährt und sie dann einfach mal ein oder zwei Wochen dort kleben lassen. Das dürfte pädagogisch hoch wirksam sein.