Beiträge von plattyplus

    Mir geht es um die Veranstaltungen, die einen mehr oder weniger dienstlichen Charakter haben, weil an diesen Tagen Unterricht ausfällt (Lehrerausflug). Hier erwarte ich schon, dass man jeden irgendwie mitnimmt.

    Selbst bei solchen Veranstaltungen funktioniert das in der Realität doch nicht. Wir hatten z.B. mit dem kompletten Kollegium eine zweitägige Fortbildung (inkl. Unterrichtsausfall). Zuvor wurden die Essenswünsche abgefragt. Es hieß das da auf (Zitat:) „alles“ Rücksicht genommen wird. Ich hatte eingetragen, daß alle Gerichte mit Käse aufgrund einer Lebensmittelallergie gegen Käselab nicht in Frage kommen.

    Wir sind dann in irgendeine Unterkunft in die Pampa gefahren und es kam, wie es kommen mußte. Es gab drei Gerichte zur Auswahl und in allen war Käse verarbeitet. Hätte die SL nicht so groß getönt, daß auf „alles“ Rücksicht genommen wird, hätte ich entsprechend Lebensmittel mitgenommen. Aber so hatte ich nichts dabei. Entsprechend bin ich knapp 4km weit (einfache Strecke) zum Griechen marschiert und konnte entsprechend am teambuilding Abendprogramm nicht teilnehmen, was bei den KuK auf Unverständnis stieß.

    Daher empfinde ich auch dieses „Wir nehme auf alle Rücksicht“ total weltfremd, weil es dann in letzter Konsequenz eh nicht durchgehalten werden kann.

    Ähnliches bei einer Teambuildingmaßnahme in der Freizeit. Auf Unterarmgehstützen komme ich nicht über den Sand am Strand, ist einfach so. Trotzdem würde es mir im Traum nicht einfallen allen das Programm zu verbieten, weil ich nicht mitmachen kann.

    Das durfte ich als Gymnasiastin auch mal erleben, die ganze Schule (nur 400 Schüler allerdings), Zug gemietet und Schulausflug nach Regensburg. Mei, des war schee. Einer meiner schönsten Erinnerungen ans Gym.

    Mein schönster Schulausflug als Schüler war ein Besuch der Kernforschungsanlage in Jülich, als wir dort direkt an einem Fusionsreaktor und später an dem Abklingbecken eines Kern(spaltungs)reaktor standen.

    Als da als Antwort auf die Frage: „Warum leuchtet das Wasser da unten so blau?“ kam: „Das ist die Radioaktivität!“ :staun:

    Aber hätten wir uns da an den Gebrechlichsten orientiert, hätten wir dort nicht hinfahren können, weil man beim Tokamak Versuchs-Fusionsreaktor schon über kleine Podeste die Kabelbäume überwinden mußte, für Rollifahrer unmöglich. Auch hätten wir nie ein Reaktorbecken aus nächster Nähe gesehen. Wir standen ja wirklich im Reaktorgebäude an der Brüstung des Beckens, man hätte reinspringen können. Irgendwelche Eltern hätten bestimmt aus Angst das alles verhindert.

    Auch wenn bestimmt mindestens 50% meiner Kolleg:innen am Surflehrgang teilnehmen würden, wäre mir das etwas zu wenig ;)

    Gewiß nicht bei jeder Teambuilding-Maßnahme, aber ab und an alle paar Jahre würde ich schon so einen Knaller ins Programm aufnehmen, damit auch mal etwas Interessantes für die jungen hemdsärmeligen KuK dabei ist.

    Man hätte ja eine der beiden Aktivitäten durch eine andere ersetzen bei der die TE mitmachen kann.

    Und wo willst Du bei den Kompromissen anfangen und wo aufhören?

    Wie soll z.B. bei dem geplanten Essen auf Kollegen mit Lebensmittelallergie eingegangen werden?

    Soll sich etwa das ganze Kollegium nach meiner Lebensmittelallergie richten und sind damit Besuche in einer Pizzeria oder generell beim Italiener für alle tabu, weil ich als Einziger von der kompletten Speisekarte praktisch gar nichts bestellen kann? Das kann es dann ja auch nicht sein. Jedenfalls würde ich von niemandem verlangen die Pizzeria zu streichen, weil ich damit nicht klarkomme. Da würde ich mich absolut übergriffig gegenüber allen anderen KuK fühlen.

    Und ich finde auch, wenn man gemeinsame Aktivitäten im Kollegium plant, sollte man dies so tun, dass alle dabei mitmachen können.

    Dem muß ich widersprechen. Wenn man sich immer nur an dem gebrechlichsten Kollegen orientiert, kommen die „Gesunden“ ja nie zu ihrem Vergnügen. Die einzelne Person bestimmt dann mit ihrem „das kann ich nicht“ oder „ich habe aber Angst davor“ über alle anderen KuK. Das kann es auch nicht sein.

    War das nicht schon damals ein Ergebnis von Verhandlungen?

    Ja, das war damals schon das Ergebnis von Verhandlungen.

    Und was ist die Folge?

    Das man mit einer russischen Regierung nicht verhandeln kann, weil sie sich eh nicht an die Verhandlungsergebnisse halten wird.

    Ich vergleiche das gerne mit den Münchner Verträgen, bei denen Chemberlain mit Hitler verhandelt hat und glaubte damit den Frieden in Europa gesichert zu haben. Damals waren wir es, die sich eh nicht an die Ergebnisse halten wollten.

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    Dass die Russen abziehen, wäre natürlich die Hoffnung. Aber ist das eine realistische Hoffnung? Als Atommacht könnten sie schon noch weiter eskalieren.

    Wenn die Ukraine erneut zur Atommacht hochgerüstet wird, dürfte die Hoffnung auf Verhandlungen realistischer werden. Die Ukraine war ja schon einmal Atommacht und hat die Bombe gegen Sicherheitsgarantien von uns und von Russland an Moskau zurückgegeben nach dem Zerfall der Sowjetunion.

    Die Bombe und das Gleichgewicht des Schreckens haben uns in Europa jedenfalls zieg Jahrzehnte des Friedens gesichert.

    warum sollten SchülerInnen eines BK bei Klausuren in der Q-Phase mehr Zeit brauchen,

    Ich denke, daß der Unterschied darin liegt, daß bei uns am BK die Prüfungen alle auch noch einen Berufsbezug haben. Die Abiturienten haben z.B. das Fach Elektrotechnik. Dort sieht die Prüfung zweigeteilt, 120 Minuten Klausur und weitere 120 Minuten praktische Prüfung in der Werkstatt. Zusammen hat die Prüfung dann eine Bearbeitungszeit von 240 Minuten.

    Solch praktische Teile in einer Abiturprüfung kenne ich aus dem Gymnasium gar nicht.

    Etwa mit dem Rezept hier? :staun:

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    Wenn eine LK diesen Dienstweg umgeht, bekommt die SL umgehend einen auf den Deckel, weil diese scheinbar ihre LK nicht über den ordnungsgemäßen Dienstweg aufgeklärt hat. Wenn es um prekäre Dinge geht, die die SL nicht wissen soll, informiert Schulrat/Schulrätin umgehend SL darüber und weist darauf hin, dass es da ein Problem ( Kommunikationsproblem/Vertrauensproblem/…) an der Schule gibt…

    Moment,

    also zumindest für NRW habe ich als Referendar gelernt, daß man beim Dienstweg eine bestimmte Stelle übergehen darf, wenn es um eine Beschwerde über genau diese Stelle geht. Will sich also jemand über die SL beschweren, braucht es nicht über den Schreibtisch der SL zu gehen sondern geht dann direkt an die nächsthöhere Stelle. Der Dienstweg ist in diesem Falle damit eingehalten.

    Wenn man euch so zuhört, dass SuS nicht mehr lesen, schreiben, noch rechnen oder gar denken können, dann frage ich mich, wer solche KI programmiert.

    Ich schreibe auch heute noch die Zahlen mit dem Tausender-Trennpunkt, um sie einfacher lesen zu können. Also steht in der Aufgabe z.B.: 2.375.000

    Taschenrechner sind erlaubt und trotzdem scheitern einige meiner Schüler daran diese Zahl überhaupt in den Taschenrechner einzugeben. Die tippen: "zwei, Punkt, drei, sieben, fünf, Punkt, ... Punkt, ..." und kommen zu dem Ergebnis, daß ihr Taschenrechner kaputt sein muß, weil er den zweiten Punkt nicht annimmt. :autsch:

    Gibt es eigentlich Untersuchungen darüber, was Navigationssysteme mit uns machen? Ich habe den Eindruck, dass vielen die innere Landkarte fehlt.

    Als ich in Australien war, wollte ich zu einem Ziel im Norden fahren und bin der Beschilderung gefolgt. Während der Fahrt hatte ich immer den Gedanken: „Ich will nach Norden, warum scheint mir dann (mittags) die Sonne ins Gesicht? Die muß ich doch im Rücken haben.“

    Nach einer Dreiviertelstunde kam es mir dann: „Junge, Du bist hier auf der Südhalbkugel, da steht mittags die Sonne im Norden. Niemand hat die Schilder umgebaut.“

    Als ich das später erzählt habe, war die Antwort zumeist: „Du bist einer der ganz wenigen Touristen, denen das überhaupt auffällt!“

    Die Eltern meiner Klasse beschweren sich auch bereits bei mir wegen der schlechten Unterrichtsversorgung. Meine Schüler fragen meinen Sohn wann ich wieder komme. :traenen: Mein schlechtes Gewissen bringt mich um!

    Denen würde ich klar sagen: "Es dauert so lange, wie es eben dauert. Ggf. komme ich/kommt Mama in diesem Schuljahr gar nicht mehr wieder!"

    Letzte Woche hatte ich einen Termin zur Mutter Kind Kur Beratung. Die Beraterin meinte, sie hätte kein gutes Gefühl dabei bevor man nicht wüsste ob mir eine solche Kur ausreicht. Ich könnte allerdings einen Kur Termin im Juni bekommen.

    Dann mach die Kur im Juni. Wenn sich die Schule nicht um dich kümmert, warum solltest Du dich um die Schule kümmern? Daher auch meine Ansage von oben. Es könnte ja gut sein, daß Du vor der Kur gar nicht mehr dienstfähig wirst. Und ob das nun Schulzeit ist oder nicht, ist dann auch egal. Nur sollte man dem Vetretungsplaner den Termin bekannt geben, sobald Du ihn selber weißt. Aber das war es dann auch schon.

    Ich hatte bei meiner Abordnung auch einmal so eine Diskussion mit dem Schulleiter der aufnehmenden Schule. Der verstand auch nicht, wie ich eine planbare Operation in der Schulzeit machen könne. Ich habe ihn davon in Kenntnis gesetzt, daß ich 2-4 Wochen, höchstwahrscheinlich 3 Wochen weg sein werde und fertig.

    Aber ich fühle mich echt verheizt.

    Dann reiche einen erneuten Versetzungsantrag ein mit der Begründung eines zerrütteten Vertrauensverhältnisses zur Schulleitung. Ggf. in Verbindung mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde, wenn es da wirklich zu Unzulänglichkeiten gekommen ist.

    Das ist zwaralles sehr hart, was ich jetzt gesagt habe, aber nur so kannst Du Druck aufbauen, um da wegzukommen.

    ... zwei Typen im Tauchkurs sind doof. :daumenrunter:

    Erklärung: Nach 15 Jahren Pause habe ich mich dann doch entschlossen wieder zu tauchen, also mit Preßluftflasche auf dem Rücken, weil meine Verlobte es erlernen will. Damals habe ich den Sport an den Nagel gehängt, weil man aus Sicherheitsgründen ja nicht alleine runter darf. Bei dem Tauchkurs meinte der Ausbilder, daß wir alles an Ausrüstung, was wir so auftreiben könnten, mitbringen sollen, er hätte nicht genug in allen möglichen/unmöglichen Größen.

    So habe ich dann meinen Atemregler (also das Ding, das man im Mund hat und aus dem man atmet) mitgebracht. Der Kommentar der beiden Typen: "Was ist das denn fürn altes Zeug!?! :daumenrunter:"

    Ja, ich tauche mit dem alten Poseidon Cyklon. Dem Regler sieht man an, daß die Konstruktion alt ist. Der Hersteller bewirbt ihn ja nicht umsonst mit dem Spruch: "The Cyklon has been the first choice of many since 1958", und produziert ihn auch nach 65 Jahren noch immer. Poseidon, Made in Sweden halt.

    Als ich vor 15 Jahren meinen Schein gemacht habe und entsprechend mit Tauchlehrer in der Nordsee war, ist mir auf 12m Tiefe mein (damals noch vom Tauchlehrer ausgeliehener) Atemregler vereist und wir sind unter Wechselatmung aus seinem Regler wieder an die Oberfläche gekommen. Danach war mir klar was ich haben wollte, auch wenn es 200€ teurer wird, mir alle davon abgeraten haben, weil es an Komfort mangelt, und selbst der Tauchlehrer meinen Wunsch nicht nachvollziehen konnte. Sein Atemregler damals war ein Poseidon Cyklon.

    Die 5 Minuten, die der alte Cyklon damals bei 4°C Wassertemperatur uns beide mit Luft durchgefüttert hat, waren für mich DAS überzeugende Argument. Der funktioniert auch unter worst-case Bedingungen mit doppelter Last (zwei Taucher = doppelter Luftdurchfluß) wie das viel zittierte Schweizer Uhrwerk. :victory: Komfort ist nicht so wichtig wie die bewiesene Vertrauenswürdigkeit der überlebenswichtigen Technik.

    Es ist eine inklusive Klasse mit 30 Leuten ohne Sonderpädagogen. Viele SuS sind nicht unproblematisch. Ritzen, Depressionen, Körperlich-geistige Einschränkungen, Epilepsie, ADHS, Multiple Sklerose, Panikattacken, emotionale-soziale Entwicklungsstörungen (ESE), LE, GG....!

    Ganz ehrlich?

    Unter den Voraussetzungen würde ich mit der Klasse gar nicht fahren bzw. zumindest vorher vor Zeugen remonstrieren. Da ist der eine Schüler, der die Sprache nicht spricht, nicht einmal das Problem. So, wie das sich anhört, braucht man bei 30 Schülern ca. 15 Betreuer, also eine 2:1 Quote und das wirklich 24/7, also ist da Schichtbetrieb angesagt. Das ist alles auch nichts Inklusives mehr. Die Klasse besteht wohl aus allen Schülern, die sonst keiner in seinen Klassen haben wollte.

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