Beiträge von plattyplus

    Zunächst steht da bei dir der Konjunktiv - aber was wäre das denn nun konkret? Ich kann mir darunter wenig vorstellen. Mehr Bezahlung? Weniger Pflichtstunden? Mehr Sozialpädagogen? Mehr Schulpsychologen? Security auf Schulhof? Einlasskontrolle? Inobhutnahmen?Videoüberwachung? Bewaffnete LuL?

    Ich formuliere es jetzt mal ganz krass: Die Französische Fremdenlegion ist geübt darin Kriminelle aus aller Herren Länder aufzunehmen, wieder in die Spur zu bringen und ihnen nachher eine neue Identität samt französischer Staatsbürgerschaft zu verpassen, um sie vor der Strafverfolgung ihres ehemailgen Ichs zu schützen. Wie machen die das wohl in der Grundausbildung?

    Soweit mir bekannt ist verfolgen sie die Maxime der Null-Tolleranz-Strategie und der Kollektivstrafe. Letztere ist bei uns verboten aber höchst effektiv. Bei einer Klassenfahrt habe ich es ähnlich gemacht, allerdings im positiven Sinne: "Wenn ich während der Fahrt kein Theater habe, geht es am letzten Schultag des Schuljahrs mittags ins China-Restaurant auf meine Rechnung."

    --> Die haben alle untereinander aufgepaßt, daß da niemand aus der Reihe tanzt. So eine entspannte Klassenfahrt hatte ich zuvor nie. Hat funktioniert. :top:

    Darf die Schulleitung überhaupt untersagen, die Polizei zu rufen oder eine Anzeige zu stellen?

    Ich denke, daß sie es nicht untersagen darf die Polizei zu rufen. Sie könnte höchstens die Meldung an die Polizei selber vornehmen, es aber eben nicht komplett unter den Tisch fallen lassen. Sollte sie es untersagen, würde ich mal über den Straftatbestand "Strafvereitelung im Amt" nachdenken und entsprechend müßte man dann wohl die Schulleitung selber auch anzeigen. Ich denke da an §258a StGB. *grübel*

    Man darf nicht vergessen, dass auch diese Schülerschaft das Recht hat, adäquat beschult zu werden. Zudem stehen wir vor einem gesellschaftlichen Problem, wenn sich keiner bereit erklärt, etwas an jenen Standorten verändern zu wollen. Wohin mündet die Flucht eigentlich? Viele Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss und suchen Wege der Kriminalität.

    Ja und? Die Fragestellerin ist nicht Muttter Theresa und kann nicht die Welt retten. Hier geht es ganz klar um Eigenschutz und den Fordert unser Brötchengeber sogar ein. "Jeder Beamte ist zur Gesunderhaltung verpflichtet!" Insofern muß man hier als Lehrer in erster Linie an sich selber denken.

    Den Rest Deines Beitrags hefte ich mal in dem Ordner "Tagträumereien" ab.

    Deshalb: Lauf, so weit Du kannst, sprich Versetzungsantrag, auch wenn´s dauert...

    Und wenn es schneller gehen soll: Bewirb dich an anderen Schulen des Bundeslands auf Beförderungsstellen. Bekommst Du so eine Beförderungsstelle an einer anderen Schule, muß Dich Deine Schulleitung sofort gehen lassen und kann Dich keine weiteren 5 Jahre hinhalten. Sowas hat eine meiner Kolleginnen auch gemacht, als sie sich von ihrem Mann, der auch bei uns im Kollegium war, hat scheiden lassen. Sie war innerhalb einer Woche nach den Herbstferien mitten im Schuljahr weg und versetzt/befördert an eine andere Schule.

    Deswegen schrieb ich 'europaweit', denn noch problematischer wäre, wenn deutsche Fluggesellschaften zum Tanken ins Ausland flögen.

    Ja, dann fliegen sie in Zukunft mit Air Maroc mit Zwischenstopp in Algier (Algerien) oder Tunis (Tunesien) nach Mallorca. :daumenrunter:

    @Der Pirol

    Das mit der Kerosinsteuer funktioniert nicht. Als ich in einer Lehrerfortbildung war, kam in der Pause genau das gleiche Thema auf, nämlich Kerosinbesteuerung in Deutschland. Antwort der Kollegen: „Dann fliegen wir halt von Köln/Bonn nach Berlin mit der KLM mit Umsteigen in Amsterdam.“ :uebel:

    Wobei ich bei Deinem Vorschlag noch anmerken will, daß Kerosin bzw. Flugzeugbenzin für Privatflüge in einer Cessna und Co. schon seit jeher besteuert werden in der gleichen Höhe wie das Benzin an der PKW-Tankstelle auch. Wir als Vereinspiloten zahlen also voll. Nur, wenn man als Fluggesellschaft (also als Unternehmen) Treibstoff kauft, ist der steuerfrei.

    Warum sollte ich in einer Stadt einkaufen und dort Gewerbesteuereinnahmen generieren, die mir durch ihre Verkehrspolitik demonstriert, daß sie mich als Kunde vom Land nicht haben will?

    Dann doch lieber ins Shopping-Center mit entsprechenden Parkplätzen. Die Stadtverwaltung, die das genehmigt hat auf ihrem Gebiet, heißt mich willkommen.

    Maylin85

    Und ich wäre dafür, daß wirklich mal konsequent abgeschleppt wird, damit der Verkehr wieder fließen kann und die Umweltverschmutzung dank Dauerstau weg ist.

    Ich stelle mir das so vor, daß der Mitarbeiter/in vom Ordnungsamt gleich mit auf dem Abschleppwagen auf dem Beifahrersitz sitzt. Sobald dann ein Pkw in 2. Reihe gesichtet wird, wird direkt abgeschleppt, es wird nicht erst 30 Minuten auf den Abschlepper gewartet und in den umliegenden Geschäften geguckt… sofort weg!

    Gleiches gilt für die Wohngebiete im Speckgürtel um die Städte. Die Fahrzeuge, die unter der jeweiligen Adresse angemeldet sind, müssen auch auf dem eigenen Grundstück abgestellt werden. Wenn es keinen Stellplatz gibt, der auch wirklich genutzt wird/genutzt werden kann, wird das Auto zwangsweise stillgelegt und amtlich gegen Gebühr verwahrt. Dann hätten zumindest die zu Hobbyräumen umfunktionierten Garagen, in die kein Auto mehr paßt, ein Ende.

    Zukünftige Fahrzeuge darf man entsprechend ohne Nachweis eines Stellplatzes auf dem eigenen Grundstück gar nicht erst im Straßenverkehrsamt zulassen.

    Zitat von O. Meier

    Auch ohne diese Zahl bin ich der Ansicht, dass der MIV der Gesellschaft unangemessen zur Last fällt. Lärm, Dreck, verstopfte Straßen, versiegelte Flächen (Parkplätze).

    Also der Zuglärm ist auch nicht gerade ohne.

    Aber wenn Du schon von „der Gesellschaft“ sprichst, die sich belästigt fühlt, möchte ich die Gesellschaft mal sehen, wenn alle Straßen zu Schotterwegen/Trampelpfaden zurückgebaut werden und die Supermärkte dann vom Großhandel mit Lastenfahrrädern beliefert werden müssen.

    Spätestens dann wird „die Gesellschaft“ auf die Barrikaden gehen und den Ökos den Marsch blasen.

    Zitat von chilipaprika

    Solche Sprüche erinnern mich an einen Prof, den ich um Verständnis bat (informierte), dass ich jede Woche eine Viertelstunde bis halbe Stunde zu spät in seine VL (ohne Anwesenheitspflicht und mit 100 Studis) kommen würde/ werde, weil ich da arbeiten müsste. In einer Schule fast Vollzeit, es war mein Erweiterubgsfach: ‚warum suchen Sie sich nicht eine Schule hier in der Stadt?‘

    Es gibt Rahmenbedingungen, die nicht 100% in der eigenen Hand liegen.

    Erinnert mich an den Beginn meines Referendariats. Damals bekam man üblicherweise Anfang Dezember die Zuteilung zur Einsatzschule, an der man dann zum 1. Februar antreten dufte.

    Meine damalige Schulleitung wollte mich zur Kollegiumsweihnachtsfeier zwecks Vorstellung einladen und konnte gar nicht verstehen, daß ich ausschlagen mußte, weil ich noch bis zum 31. Dezember bei meinem alten Arbeitgeber in Lohn und Brot stand und entsprechend während der Weihnachtsfeier arbeiten mußte.

    Zitat von Susannea

    Ehrlich gesagt ist für uns angemeldet durch die Steuerrückerstattung viel günstiger als ohne Anmeldung.

    So war es bei mir auch, als ich zwei Bäume im Vorgarten zwischen Straße und Hais fällen mußte. Da wollte einer schwarz mit Hubsteiger ran und verlangte 1.000€.

    Ich habe dann zwei Baumkletterer geholt, die die Bäume abgetragen haben. Deren Bedingung war, daß ich noch ein bis zwei Helfer stellen mußte, die die abgesägten und abgeseilten Äste unten unterm Baum losbinden und wegziehen. So habe ich es dann auch gemacht. Ich selber war der Helfer, der die Äste unten wegzieht und mein Alter Herr hat sie losgebunden. Gekostet hat mich der Spaß am Ende 800€ inkl. Rechnung und Versicherung. Dank steuerlicher Absetzbarkeit entsprechend noch günstiger.

    Warum ich das schreibe: Der Typ, der das schwarz machen wollte und den Auftrag nicht bekommen hat, hat nachher noch rumgenölt. 👎

    chemikus08

    Sehe ich mit dem moralischen Kompaß ähnlich. Wenn ein verarmter Musiker weiter an der Uni eingeschrieben ist, damit er das Semesterticket bekommt und bei diversen Museen etc. den Studententarif abgreifen kann, dann ist das eine Sache. Wenn aber, wie bei uns geschehen, ein Landrat (Besoldungsgruppe a16?) bei einer Festrede damit prahlt wie schlau er wäre, daß er immer noch als Student eingeschrieben ist, um das Semesterticket und diverse Vergünstigungen abgreifen zu können, dann ist das eine ganz andere Sache.

    Und was sind das eigentlich für Zahlen, der Spitzenverdiener bekommt 3x den Sozialhilfesatz von 449€?

    Wenn Du dazu noch das Wohngeld rechnest, kommst Du auf ca. 1.000€ monatlich. Klar hat man als Hartz 4 Empfänger keinen direkten Anspruch auf Wohngeld, aber man hat gemäß §22 SGB II einen vergleichbaren Anspruch auf die Deckung der Bedarfe für Unterkunft und Heizung. Der Spitzensteuersatz fängt bei ca. 58.000€ Jahreseinkommen brutto an. Das wären ca. 35.000€ netto oder knapp 3.000€ netto monatlich.

    3.000€ zu 1.000€ --> Faktor 3

    Kommen noch Kinder ins Spiel, wird es für den Spitzenverdiener noch "ungünstiger".

    Wie oben schon erwähnt wäre eine Unterstützung für bestimmte Gruppen im Lebensmittelsektor nötig. Nicht allen Erwerbstätigen 300 Euro hinterherwerfen, was soll das.

    Wenn Du es "nicht allen hinterherwerfen" willst, dann frage ich mich, wie Du den Grundsatz "Leistung muß sich lohnen" in unserer Gesellschaft noch sicherstellen willst? Inzw. ist doch dank der kalten Progression sogar der normale Facharbeiter im Spitzensteuersatz. Welche Anreize willst Du den Stützen unseres Sozialsystems, nämlich denen, die das alles als Steuerzahler bezahlen, bieten, damit die nicht irgendwann ganz laut die Frage stellen wofür sie überhaupt Steuern zahlen?

    Der Abstand zwischen Spitzenverdiener und Sozialhilfeempfänger lag in den 1960ern beim 30fachen Jahreseinkommen. Der Spitzenverdiener hatte also 30mal soviel wie der Sozialhilfeempfänger. Heute reden wir nur noch über den Faktor 3.

    Wieso? Früher war es eine Gebühr, da es an konkrete Empfangsgeräte gebunden war. Hatte man keinen Fernseher und kein Radio, mußte man auch keine Rundfunkgebühr bezahlen. Heute ist es an die Haushalte bzw. genauer an die Küchen gebunden. Entsprechend heißt es auch nicht mehr Rundfunkgebühr sondern Rundfunkbeitrag, eben weil man kein Anrecht darauf hat das Geld zurückzubekommen, wenn man keinen Fernseher, kein Radio und auch keinen Internetanschluß hat.

    "Gebühren" sind gesetzlich geregelt, "Beiträge" sind dahingehend freier.

    Oder, um bei der Definition zu bleiben:

    • Steuern: Geldleistung der Bürger an den Staat ohne Anspruch auf Gegenleistung.
    • Beiträge: Geldleistung der Bürger an den Staat mit Anspruch auf Gegenleistung. Nimmt man als Bürger die Gegenleistung allerdings nicht in Anspruch, besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Beiträge. Bsp.: GEZ-Beiträge
    • Gebühren: Geldleistung der Bürger an den Staat für eine konkrete Gegenleistung. Nimmt man die Gegenleistung nicht in Anspruch, muß man auch nicht zahlen. Bsp.: Gebühr für die Ausstellung eines Personalausweises.

    Ehrlich gesagt, ist diese ganze Datenschutzverordnung sowieso nur noch absurd.

    Und ehrlich gesagt habe ich bei den Software-Riesen a la Microsoft und Co. weniger Probleme Daten preiszugeben als sie in irgendwelche selbstgestrickten Lösungen a la Logineo einzugeben, weil Letztere von Softwarefehlern nur so strotzen und weil die Administratoren nicht soviel Wissen über die Schwachstellen der Software haben, auch wenn der Quellcode frei zugänglich ist, wie dies bei Microsoft und Co. der Fall ist.

    Bezeichnend in diesem Zusammenhang finde ich die Verteufelung von MS Teams/Office 365. Die staatlichen Alternativen sind im Vgl. dazu aber meiner Meinung nach absolut unbrauchbar, auch im Hinblick auf den Datenschutz.
    --> https://www.news4teachers.de/2022/05/posse-…tzer-empfiehlt/

    Oder anders: Wenn unsere angehenden Anwendungsentwickler schon Datenschutzlecks so groß wie Schleusentore in den staatlich verordneten Softwareprodukten finden, was taugt das Zeug dann? Genau, gar nichts!

    Da würde ich aber lieber auf Greta pfeifen und ab nach Kreta.

    Machen wir im Sommer auch. Aber nicht nach Kreta sondern nach Porto Santo (Nachbarinsel von Madeira) für 4 Tage, dann rüber nach Madeira für 10 Tage und wieder zurück. Das 9€-Ticket nehmen wir dann für die Fahrt zum Flughafen und zurück, ist billiger als Rail&Fly.

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