Beiträge von plattyplus

    Hoffen wir mal, dass irgendwer Putin das bei seiner Einweisung in den Job vor 23 Jahren gesagt hat. Und dass er aufgepasst hat.

    Ich denke mal, daß Putin sehr genau aufgepaßt hat, als Trump in den Afghanistan-Krieg verwickelt war und gleichzeitig in Nordkorea den "Raketenmann auf seiner Selbstmordmission" anging. Damals hat Trump im Namen der USA damit gedroht, daß sie in der Lage sind notfalls auch zwei Kriege gleichzeitig zu führen. Und nicht anders interpretiere ich Putins Drohung mit der Atombombe. Der Kremlchef hat Angst, daß seine Westflanke ungeschützt ist, jetzt wo so viele Soldaten bei Kämpfen in der Ukraine gebunden sind.

    Wir wurden offiziell vom Kumi aufgefordert, über den Krieg zu sprechen und einen Sitzkreis zu bilden.

    Gibt es auch irgendeine Handreichung dazu wie wir damit umgehen sollen, wenn russische und ukrainische Kinder in einer Klasse sitzen und den Krieg nach Deutschland exportieren, indem sie aufeinander losgehen? Motto: "Ihr bringt meine Großeltern um, ich hasse Euch..."

    Es gibt auch in konvetnionellen Kriegen nur Verlierer.

    Oder glaubst du im Ernst, gefallene/verletzte/traumatisierte ukrainische oder russische Soldaten bzw. Zivilisten sind am Ende Sieger?

    Aber anscheinend ist der Schrecken eines konventionellen Krieges den Anführern noch nicht groß genug, denn ansonsten dürfte es weltweit ja keine Kriege mehr geben. Unseren Kaiser Wilhelm II hat es auch nicht interessiert das Millionen Soldaten in den Schützengräben verreckt sind. Es hat ihn persönlich ja nicht betroffen. Bei der Atombombe ist das anders, denn diese bedroht auch direkt das Überleben der Mächtigen und eben nicht bloß ihrer Soldaten, die die Wahl haben/hatten gegen den Feind anzurennen und dabei erschossen oder von der eigenen Militärpolizei standrechtlich hingerichtet zu werden.

    Ja, es ist verrückt. Ich habe es in den 80er Jahren auch nicht verstanden

    Ich muß da halt immer an den Spielfilm "War games - Kriegsspiele" aus meiner Kindheit zurückdenken. Da kommt am Ende der Supercomputer aus den frühen 1980ern zu der Erkenntnis: „[Der Atomkrieg ist] Ein seltsames Spiel. Der einzige gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen.“

    Eure Äußerungen sind für mich vollkommen unbegreiflich.

    Was ist so schwer zu verstehen an dem Gedanken, daß durch einen etwaig befürchteten Einsatz der Atombombe die Kriege ein dermaßen extremes Maß an Grausamkeit und Zerstörung erreichen würden, daß sie nicht mehr führbar sind, weil es keine Sieger mehr gibt sondern nur noch Verlierer? Selbst, wenn einer der Beteiligten gewinnen sollte, wäre es ein Pyrrhussieg.

    Mein Vorschlag: Erst denken, dann schreiben.

    Mein Vorschlag: erst lesen, dann denken. Das Schreiben kommt dann schon von selber.

    Oder genauer: Müßte Putin damit rechnen, daß kurz vor der Kapitulation seines Gegners ihm selber noch die totale Vernichtung droht, eben weil der Gegner aus einer hoffnungslos unterlegenen Situation heraus dann doch zu diesem Mittel greift, er würde nicht angreifen. Die Atombombe wäre also schon der Gegenschlag. Nichts Anderes ist das Gleichgewicht des Schreckens, das uns über Jahrzehnte vor dem dritten Weltkrieg bewahrt hat.

    Es wäre aber interessant zu wissen, ob nicht manchmal auch "Fakten" verbreitet werden.

    Z.B. [...] Oder die Ankündigung von Selinski, sich atomar bewaffnen zu wollen. Sind das Fake News im den Überfall der Ukraine zu begründen?

    Ich kann es verstehen, daß die Ukraine die Atombombe samt Interkontinentalrakete haben will, um sie in Moskau abliefern zu können, und frage ich, was in der aktuellen Situation an diesem Wunsch verwerflich ist?

    Wüßte Putin, daß die Ukraine über solche Waffen verfügt, er würde sich nicht wagen den Krieg zu führen. Bestes Beispiel für die Atombombe als politische Waffe, die es unmöglich macht den Krieg wirklich zu führen, sehen wir bei dem Streit zwischen Indien und Pakistan. Beide Staaten sind Atommächte und so gibt es zwar ein paar Grenzscharmützel aber eben keinen Krieg, eben weil jeder weiß, daß es der eigene Selbstmord wäre.

    --> https://de.wikipedia.org/wiki/Kaschmir-Konflikt

    Wie hörte ich es heute in einer Diskussionsrunde: Vielleicht waren wir naiv - aber jede Diplomatie hätte wohl auch keinen Erfolg gebracht, da Putin ein festgesetztes Ziel hat.

    Sicher waren wir naiv, wir waren genauso naiv wie Neville Chemberlain mit seiner Appeasement-Politik gegenüber Hitler und ebenso naiv wie Franklin Delano Roosevelt gegenüber Japan vor dem 6. Dezember 1941. In beiden Fällen waren die Protagonisten nicht auf einen Krieg vorbereitet. Aber sie haben sich trotzdem nicht unterkriegen lassen.

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    Das China sich abwartend verhält ist klar, schließlich haben sie mit Taiwan das gleiche "Problem" und eruieren an dem Beispiel Russlands, wie der Westen sich wohl bei einer Invasion verhalten würde.

    Mal eine ganz andere Frage in diesem Kontext. Wie geht ihr mit dem Thema im Unterricht um, insbesondere die BK KuK?

    Ich versuche es erst einmal geschichtlich einzuordnen. Leider hört der Geschichtsunttericht in Klasse 10 irgendwie immer beim 3. Reich auf. Die neuere Geschichte wird da total ausgeblendet. :(

    Für mich ist der geschichtliche Kontext die Cuba-Krise und der Herbst 1983, wo aus einem fehlinterpretierten Nato-Manöver fast ein Atomschlag der Sowjetunion resultiert hätte. Dazu empfehle ich:

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    Gerade die Geschichte vom Herbst 1983 ist den Schülern komplett unbekannt. Hinzu kommt noch, daß mein Schwiegerpapa in spe damals als Jagdbomberpilot der NVA mit eingehängter Atombombe unter der Suchoi Su-22 in 5 Minuten Bereitschaft mit laufendem Triebwerk in der DDR auf dem Fliegerhorst stand.

    Gerade meine persönliche Note zu der Geschichte läßt die Schüler dann doch extrem erschaudern.

    Fazit: Die Atombombe ist eine politische Waffe und keine fürs Schlachtfeld, denn egal wer auf den Knopf drückt, der stirbt nicht als Erster sondern als Zweiter, aber er stirbt in den nächsten 30 Minuten ebenso! Die Bombe hat nur den Vorteil, daß es den Entscheidern dabei dann auch ans eigene Leben geht und sie nicht nur stellvertrend Soldaten in den Kampf und den Tod schicken können.

    Das ist kein Whataboutism, sondern wir brauchen eine ernsthafte Debatte darüber, wie unser Beitrag aussehen muss, unsere europäischen Werte zu verteidigen. Und wenn andere ihr Leben dafür geben, dann sollten wir als Gesellschaft doch bereit sein, höhere Energiekosten zu schultern.

    Wie wäre es damit den 100.000 Teilnehmern der Friedensdemo in Berlin ein Sturmgewehr in die Hand zu drücken, damit sie für die Verteidigung der "westlichen Werte" auch wirklich einstehen können? Das würde jedenfalls weitaus mehr bringen als irgendwelche Demos in Deutschland. Der lettische Staatspräsident hat es seiner Bevölkerung ja schon freigestellt in die Ukraine zu ziehen und sich am Krieg zu beteiligen.

    --> https://www.zeit.de/news/2022-02/2…f-ukraine-seite

    Erinnert mich persönlich stark an das (rückblickende) Versagen in Afghanistan. Es ist eine Art moderner Kolonialismus.

    Wenn Ihr schon von Afghanistan sprecht und davon, daß wir der dortigen Bevölkerung unsere "westlichen Werte" aufzwingen wollen: Denkt daran, daß die ehemalige Sowjetunion 1979 in Afghanistan auch schon gehörig auf die Nase gefallen ist mit dem Versuch dem Land den Kommunismus aufzuzwingen.

    Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Auf jeden Fall möchte ich der Klassenlehrerin davon erzählen und sie auch um Rat fragen.

    Würdet ihr normal weiter unterrichten?

    Oder in der nächsten Stunde nochmal in Einzelarbeit Arbeitsaufträge bearbeiten lassen, sie bewerten und einsammeln? Ich möchte auf jeden Fall ein klares Zeichen setzen und eine Grenze ziehen, damit so etwas nicht nochmal passiert.

    Ich würde die Leistungen, die heute (nicht) erbracht wurden, einsammeln und entsprechend bewerten. Und wenn dann 80% der SuS eine 6 dafür bekommen, dann ist das eben so. Ggf. würde ich in der nächsten Stunde auch die aus der Verweigerungshaltung resultierenden Noten und ggf. deren Folgen ansprechen und fertig.

    Es wäre für mich jedenfalls ein ganz klares Zeichen von Konsequenz, daß auch schlechte Leistungen gewertet werden und die Ausrede "das ist uns heute aber zu schwer" nicht zieht, auch nicht wenn es darum geht eine zweite Chance für eine andere Aufgabe zu bekommen, die dann bewertet wird.

    Ich habe gerade gestern darüber mit einer Freundin gesprochen, und wir haben beide festgestellt,d ass wir absolut keinen blassen Schimmer hätten, wa szu tun wäre.

    Ich wüßte, was ich tun würde:

    Ich würde noch einmal meine Freundin anrufen bzw. es mit ihr treiben. Wenn es bei uns wirklich zum Krieg kommt, haben wir den Nato-Verteidigungsfall und dann ist innerhalb von 30 Minuten eh alles vorbei, weil dann die atomaren Sprengköpfe einschlagen und unser aller Leben eh vorbei ist. Wofür Schutzräume? Da muß man auch irgendwann wieder raus und dann bringt einen die Strahlung in einer Welt nach einem Atomkrieg eh um. Ich würde es jedenfalls unerträglich empfinden in einem Bunker zu sitzen und mir überlegen zu müssen, was ich in 10,20, 30... Tagen mache, wenn die Vorräte zuende gehen und ich raus muß, um dort dann dem Tod ins Auge zu sehen, weil alles verstrahlt ist. x Tage den Countdown bis zum eigenen Tod runterzählen? Nee, dann soll mir die Atombombe lieber direkt ohne Vorwarnung vor die Füße fallen. Das wäre ein gnädigerer Tod.

    Aber ich kann ja mal meinen Schwiegerpapa in Spe fragen, was er im Herbst 1983 genau gemacht hat. Damals hatten die Sowjets ja Angst vor einem Erstschlag der Nato und er stand als NVA-Bomberpilot mit laufenden Triebwerken und untergehängter Atombombe in der DDR auf dem Rollfeld in Bereitschaft. Bisher war seine Antwort immer: "Selbstverständlich haben wir im Dienst gesoffen, weil allen klar war: 'Sollten wir doch einmal den Einsatzbefehl bekommen, ist eh alles vorbei. Da gibt es dann auch kein Kriegsgericht mehr.'"

    Habt ihr sowas in Geschichte/Gemeinschaftskunde mit den Schülern, bzw. im Lehrerzimmer mit den Kollegen diskutiert?

    Also aus dem Lehrerzimmer heute Morgen:

    "Kim Jong Un in Nordkorea hat doch Recht, muß man leider zugeben. Nur die Atombome und die Möglichkeit sie weltweit 'abzuliefern' sichert den Frieden. Das die Ukraine 1994 die Atombombe samt Interkontinentalrakete an Russland zurückgegeben hat, war der Kardinalfehler der Geschichte. Müßte Putin damit rechnen, daß im Falle eines Angriffs besagte Bombe nach Moskau fliegt und ihn persönlich binnen kürzester Zeit umbringt und eben nicht nur seine stellvertretenden Soldaten, er hätte den Krieg nicht vom Zaun gebrochen. Die Bombe und insb. die Angst vor ihren Folgen haben den dritten Weltkrieg verhindert."

    Irgendwie muß ich gerade an den Universal Soldier von Donovan denken, der sich opfert, weil die Staatsführer ihn stellvertretend für sich selber kämpfen lassen. :crying:

    An meinem Beruf finde ich anstrengend...

    ... das dauernd eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird mit irgendwelchen Dingen, die man jetzt wieder gemäß einer neuen Verordnung, die sich irgendwo in den Tiefen des Internets finden läßt, ganz anders machen soll oder die mal eben noch oben drauf kommen, weil wir alle ja zu den "eh da"-Kosten arbeiten. Wir sind ja alle eh da und werden durch lachende Kinderaugen ausreichend vergütet.

    Ohje, dann drücke ich dir die Daumen.

    Danke dafür,
    ich habe es mir eben angekuckt. Es ist nur eine Fichte, zwar eine ca. 12-15m hohe Fichte, aber nur eine Fichte. Die bekomme ich schon runter.

    Für mich bedeutet Garten halt, daß da auch Bäume stehen, unter denen man drunter durch laufen kann. Neben den Bäumen, die meine Vorfahren gepflanzt haben, habe ich deswegen z.B. auch einen Bergmammutbaum hier stehen. Von dem sagt man ja: "20 Höhenmeter in 20 Jahren", ich erlebe es also wahrscheinlich noch, wie der Baum groß wird. :victory:

    Die 120-150 Jahre alten Bäume haben den Sturm alle überstanden.

    Hab gerade vom NAchbarn gesteckt bekommen, daß der Sturm einen meiner Bäume ordentlich angeschoben hat. Er steht also noch, hat aber gewaltige Schieflage in die Richtung seines Grundstücks. Da muß dann wohl mal wieder das Fichtenmopped 8=Kettensäge) zum Einsatz kommen und vorher muß ich noch sehen, wie ich das abgesichert bekomme und ob der Baum auf sein Grundstück fallen kann/darf.

    Hoffentlich ist es in den nächsten Tagen/Wochen endlich mal trocken, damit man da überhaupt vernünftig arbeiten kann.

    Langes Wochenende mit dem Kollegium?
    Wie seid ihr denn drauf?

    Möglicherweise sind die meisten Singles auf Suche.

    Nee,

    so viele Singles haben wir nicht. Wir haben aber viele Kolleg/innen, die so eine Tour als kleine Flucht raus aus ihrer Familie nutzen. Für viele sind das dann die "Ferien von den Kindern". Bei den Senioren fallen da dann häufig Sätze, wie: "Wenn meine Frau wüßte, was ich noch vertrage." Das sind dann noch die freundlichen Umschreibungen, es geht dann mit Spitznamen wie "Hausdrache" weiter, wenn es um die Ehefrauen geht. ...

    Und ja, wir haben echt Kollegen, deren Frauen heimlich Spyware auf ihre Smartphones installiert haben, um jederzeit sehen zu können, wo sich das Gerät gerade befindet (GPS-Position). Im Lehrerzimmer ist dann auch schon mal Thema, wie man dieser Überwachung mittels FakeGPS entgehen kann.

    Aus der Ecke kommen dann auch immer die Wünsche etwas weiter weg zu fahren. Mit meiner Ref.-Schule bin ich damals schon nach Amsterdam und Kopenhagen gefahren.

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