Beiträge von plattyplus

    Da dieses Jahr in Dtl. der Sommer quasi ausgefallen ist [...], entschied sich meine Familie in den Herbstferien für eine Flugreise. Auf keinen Fall würden wir das während einer Pandemie noch einmal tun. Die Mitreisenden am Flughafen verhielten sich, als gäbe es kein Corona: Abstände wurden NICHT eingehalten und die MASKEN zuhauf UNTER der Nase, oder überhaupt nicht, getragen. An der Gepäckabgabe, beim Check-in, beim Einsteigen ins Flugzeug und bei weiteren flughafentypischen Situationen, war man dem Verhalten der anderen Reisenden völlig ausgeliefert. Wir trugen FFP - das war der einzige mögliche Schutz.

    Ich bin auch im Sommer auf die Kanaren geflogen und würde es jederzeit wieder tun. Klar hingen die Masken bei vielen Mitreisenden nicht da, wo sie getragen werden sollten. Aber im Vgl. zu dem, was bei uns in der Schule abgeht, war das alles echt harmlos. Ich erinnere nur an die zwischenzeitliche komplette Aussetzung der Maskenpflicht in NRW. Wir haben aktuell an unserer Schule massiv damit zu kämpfen die Maskenpflicht auf den Fluren etc. auch wirklich durchzusetzen. Unsere Schüler mißachten die vorsätzlich trotz mehrfacher Ermahnung und beleidigen da dann in Folge noch die Aufsicht. Die letzte Ordnungsmaßnahme deswegen, an der ich beteilgt war, war gerade gestern. Und ja, wir sprechen da durchaus über Ordnungsmaßnahmen, die auch die Entlassung von Schülern zur Folge haben.

    Ich kann die Frage, wie das rechtlich geregelt ist, zwar auch nicht beantworten, doch als Kolleg:in würde ich es eher uncool finden, wenn ich Vertretung machen müsste für jemanden, der in der jetzigen Pandemiesituation als Flugreise-Rückkehrer:in in Quarantäne gehen muss.

    Also ich finde die KuK, die alle paar Tage wegen irgendwelcher Zipperlein spontan morgens um 7.30 Uhr "krank" melden, schlimmer.

    Will schreiben: Wer über Weihnachten und Silvester allein in seiner Bude hockt ist selber schuld und unkreativ.

    Wenn Du eine Quarantäneverfügung für die nächsten 14 Tage bekommen hast, wird dir wohl nichts Anderes übrig bleiben als alleine in der Bude zu hocken, egal wie kreativ Du auch sein magst.


    Warte mal ... wolltest du nicht vor einigen Monaten noch Reiserückkehrer in Ghettos mit bewaffneten Posten einsperren? Damit sie dort in Quarantäne sind? *kopfkratz*

    Ja, wollte ich. Weil jede Quarantäne, die nicht kontrolliert wird und bei der man den Personen erst erlaubt quer durch die Republik nach Hause zu reisen in meinen Augen sinnlos ist. Aber ich kann dich beruhigen. Ich würde selber für mich auch 14 Tage in so einem Gefangenen-Quarantäne-Lager akzeptieren, wenn das der Preis des Reisens sein sollte.

    Wofür oder wogegen plädierst du in Bezug auf 17 jährige in Deutschland?

    [...]

    Wofür oder wogegen plädierst du in Bezug auf die Lehrkräfte in Quarantäne?

    Ich plädiere für eine Verhältnismäßigkeit bei der Gefahrenabwägung. So lange unser Berufsrisko der Regierung egal ist, mit welchem moralischen Recht fordern sie von uns dann ein, daß wir uns im Privatleben zurückhalten sollen? Ähnlich, wenn auch viel extremer, ist die Situation bei dem 17jährigen Soldaten. Er darf im Privatleben praktisch nichts, außer als Berufssoldat in den Krieg zu ziehen, auf das er nie so alt wird, daß er sein Leben, so kurz es dann auch sein mag, genießen kann.

    Um das Gefühl nachvollziehen zu können, empfehle ich Dir den Dokumentarfilm: "They shall not grow old".

    Nein. Die finden trotzdem statt. Trotzdem sehe ich nicht inwiefern das fürs Fliegen spricht.

    Ja klar findet Weihnachten und Silvester trotzdem statt. Die Zait anhalten können wir ja nicht. Aber was ist das denn für ein Weihnachten und was für ein Silvester, wenn man als Single wirklich alleine in seiner Bude sitzt? De facto finden die Termine damit nicht statt.

    Ich habe mich heute schon dabei ertappt, wie beim Gedanken an die Drei die Hoffnung in mir aufkeimte, daß die Gesundheitsämter bei Omikron gleich die komplette Schule inkl. aller Schüler in Quarantäne schicken könnten, auf das der Proteststurm der Eltern aufgrund des de facto Ausfalls von Weihnachten und Silvester die Schulministerien und Ministerpräsidenten auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

    Für mich spricht das fürs Fliegen, weil es generell dafür spricht das Leben zu genießen trotz aller Widrigkeiten und sich eben nicht im Kämmerlein zu verkriechen und nur noch zu funktionieren.

    Aber das hohe Risiko auf der Arbeit senkt man ja nicht dadurch, dass man weitere Risiken eingeht.

    Das nicht, aber ich will auch noch das Leben genießen können.

    Irgendwie muß ich gerade an den Frontsoldaten im 1. Weltkrieg denken. Die Oberste Heeresleitung (= Schulministerium, BezReg., ...) sitzt in der Etappe vorm Kaviar und beschwert sich über die Fettaugen in der Suppe, während sie Zinnsoldaten verschieben. Ihnen ist das Leid des Frontsoldaten egal, sie können es nicht einmal erahnen.

    Oder: Im Alter von 17 darf man in Deutschland weder Rauchen noch Schnaps trinken, heiraten ist auch verboten, aber fürs Vaterland fallen, das darf man. :daumenrunter:

    In unserem Kollegium sind drei LuL in Quarantäne geschickt worden, weil die Geschwister und Eltern eines Schülers an Omikron erkrankt sind, Weihnachten und Silvester fallen damit für sie aus, und unsere Schulleitung verabschiedet sich ins Home-Office. Irgendwie hat das Ähnlichkeiten mit der Etappe im 1. Weltkrieg, in der es sich bequem leben läßt.

    Wer aus GB kommt, kann sich NICHT freitesten und dass sowas möglich ist, ist absolut neu und zumindest meiner Kenntnis nach noch nie Thema gewesen.

    Oh doch, sowas gab es im Sommer schon, als Portugal zum Virus-Variantengebiet erklärt wurde. Da konnte sich auch niemand freitesten und die Impfung interessierte auch nicht.


    Muss man denn in diesen "unsicheren Zeiten" im Ausland "Urlaub machen"?

    Also ich fühle mich mit Abstand nirgendwo so unsicher wie im Job. Gerade heute wurden drei meiner Kollegen für 2 Wochen in Quarantäne geschickt, weil die Eltern und Geschwister eines Schülers mit der Omikron-Variante infiziert sind. Für die drei Kollegen sind Weihnachten und Silvester damit gelaufen. Aber die Schulen sind ja ein Bollwerk der Hygiene und Kinder (bei uns auch schon einmal 25 Jahre jung) sind kein Treiber der Pandemie. :daumenrunter:

    Also ich würde auch im Urlaub ins Ausland fliegen!

    Bedeutet „Vertretung“ nicht eigentlich, dass du mit der Klasse auch Unterricht machst?

    Eine mir unbekannte Klasse in einem mir unbekannten Fach unterrichten in einem Labor, für das ich mir erst im Sekretariat den Schlüssel holen mußte, weil ich den offiziell gar nicht haben darf. Wie soll ich da irgendetwas Sinnvolles unterrichten? Da beschränkt sich meine Tätigkeit auf der Feststellung der Anwesenheit und darauf dafür zu sorgen, daß sich niemand mit den Sachen, die da den Schülern zur Verfügung stehen, selber umbringt. :rotwerd:

    Damit meine ich tatsächlich Aufgaben, die zu unserem Alltag gehören. Noten erheben, Prüfungen konzipieren, Prüfungen durchführen, Listen en masse führen und in andere Listen übertragen, Termine planen, sich summierender Kleinkram zwischendurch und korrigieren, korrigieren, korrigieren. Englisch ist da als Fach undankbar, besonders bei den Prüfungsformaten. Dazu dann noch Zusatztermine durch Konferenzen, Teamsitzungen und Elterngespräche. Ich habe das Gefühl, dass mich all das auffrisst und ich zu dem wirklich wichtigen, der Unterrichtsplanung, in der veranschlagten Zeit kaum komme. Also spare ich da, weil ich mich nicht selbst ausbeuten will.

    Einer meiner Kollegen ist inzw. soweit, daß er selber seine Arbeitszeit erfaßt und nach 41 Stunden/Woche den Griffel fallen läßt, auch wenn dann eigentlich noch Eltern- bzw. Ausbildergespräche anstehen würden oder Liste mit irgendwelchem unbedeutendem Kleinkram zu füllen sind.

    Seine Auflistung der Prioritäten in absteigender Rangfolge:

    1. Unterrichten
    2. Prüfungen abnehmen und Noten generieren
    3. Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen durchführen (schriftlich)
    4. An Konferenzen teilnehmen
    5. Der Kleinkram, um den Laden am Laufen zu halten
    6. Eltern und Ausbilder (im Betrieb) beraten

    Bei ihm fallen dann halt die Punkte 6 und 7 irgendwann einfach hinten runter, weil das Arbeitspensum von 41 Stunden schon ausgeschöpft ist.

    ... ich habe gerade das "vorgezogene Weihnachtsgeschenk" meines Brötchengebers bekommen. Morgen darf ich zur Schule fahren, um einer Klasse aufzuschließen und die Anwesenheit festzustellen. Das nennt sich dann "Vertretung"... und das an einem Tag, an dem ich ansonsten komplett frei hätte. :daumenrunter:

    Ich habe gestern Nacht geträumt gehabt, in meinem Auto stände auf dem Innenboden knöcheltief das Wasser. Erst fand ich es nur irritierend feucht beim Fahren, habe dann den Schneeregen außen bemerkt und mich begonnen zu fragen, welches Fenster offen steht, in das es reinregnen könnte. Stellt euch meine Entgeisterung vor, als ich bei einer gründlichen Inspektion (längere Ursachenforschung inklusive) urplötzlich bemerkt habe, dass ich ja ohne Fahrertür unterwegs war. :staun:

    Woher der Regen kam war damit klar, aber wo meine Tür geblieben ist hat mich den Rest der Nacht derart gequält, dass ich morgens beim Spaziergang mit dem Hund erst einmal sicherstellen musste, dass die Türe noch da ist

    Sowas Ähnliches ist mir im Urlaub aber auch schon "in Echt" passiert. Ich war mit dem Mietwagen von Perth (Australien) Richtung Norden zu den Pinnacles unterwegs. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt welcher Idiot hier alle Schilder falsch aufgestellt hat. Ich war nach Norden unterwegs und mittags schien mir die Sonne ins Gesicht, wo ich sie doch eigentlich in meinem Rücken haben müßte. Hier paßt doch etwas so ganz und gar nicht.

    Nach einer Dreiviertelstunde fiel mir dann ein: "Junge, du bist hier auf der Südhalbkugel, da steht mittags die Sonne im Norden." :staun:

    als ich einem Australier die Geschichte erzählt habe, staunte der auch, allerdings war seine Begründung: "Du bist der erste Tourist, den ich kenne, dem das überhaupt aufgefallen ist."

    Der Weihnachtsmann kommt aus ... ähm .... Finnland (?) Schweden (?) Norwegen (?).

    Der Weihnachtsmann kommt vom Nordpol und hat den Flugplan nach Neuseeland und Australien schon eingereicht, wie airservices australia bereits berichtet hat. :staun:

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    Das weiß doch jeder. :victory:

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    Das hat mir youtube vorgeschlagen und irgendwie ist es zum Ohrwurm geworden.

    • Für die beiden Kinder gibt es einen Elektro-Experimentierkasten und eine Kugelbahn zusätzlich zum Wunschzettel.
    • Für die Frau ein Motorrad-Fahrsicherheitstraining, weil sie mir dauernd in den Ohren hängt, daß sie nicht fahren kann, dabei kann sie es besser als ich. :sterne:

    Wer denkt sich warum eine solche Regelung aus?

    Und selbst wenn sich jemand eine solche Regelung ausgedacht hat und das Verfahren in diesem Sinne „erlaubt“ ist: Warum setzt man sie ohne Not um?

    Solche Regeln denken sich LuL aus, denen die Schüler einfach zu oft auf der Nase rumgetanzt sind.

    • Um bei meinem Ausbildungslehrer im Ref. zu bleiben: Eine Schülerin wollte sich mit Verweis auf ihre Tage aus dem Unterricht abmelden. Antwort des Kollegen: "Kann nicht sein, hattest du erst vor 10 Tagen."
    • Schüler, denen man in der 1. Stunde sagt, daß sie gleich in der 3. Stunde eine Klausur nachschreiben sollen und die dann prompt in der 3. Stunde "krank" sind und dafür sogar ein Attest vorlegen können. Das Spielchen hat sich dann bei mir noch über 8 Wochen jede Woche wiederholt.
    • Azubis, die vom Altgesellen zur Prüfung gebracht werden und direkt bei mir im Klassenraum abgeliefert werden, damit sie nicht vorne in die Schule gehen und durch die Hintertür gleich wieder abhauen.
    • Hunderte unentschuldigte Fehlstunden, so daß man froh ist den Schüler überhaupt irgendwann mal zu sehen.

    Wir sind an einer Berufsschule im Gegensatz zur gymnasialen Oberstufe nicht beim "Wünsch dir was"-Konzert sondern bei "so ist es" und unsere Aufgabe ist es die Schüler bzw. Azubis für den Arbeitsmarkt fitzumachen. Da gilt es heute dann leider viel zu häufig die Grundtugenden, die den Schülern wohl in den Zubringerschulen nicht vermittelt wurden, beizubringen. Leider muß der "Knüppel" immer größer werden, je länger die Schüler mit ihrem Verhalten in den vorherigen Schulen durchgekommen sind. :(

    DUum hat ähnliches auch schon mal erlebt?

    Ja, ich hatte auch schon einmal meinen Spaß mit einem Ferienhaus, allerdings war dies in Dänemark und der Vermieter sprach Deutsch.

    Auf dem Klo war die Glühbirne durchgebrannt und so habe ich die Vermieter (das war so ein "Ferienpark" mit mehreren kleinen Ferienhäusern angerufen. Das Telefonat gestaltete sich recht amüsant.

    • "Ich brauche eine Birne", gemeint war die Glühbirne.
    • "Ich habe aber nur eine Orange", er guckte wohl gerade den Obstkorb an, der auf dem Thresen in seinem Büro stand.
    • "Die Farbe ist mir egal, hauptsache sie brennt!" ... dann halt mit orangem Licht aufm Klo, auch mal was Neues. :victory:
    • "Warum wollt ihr den Obstkorb anzünden?" :gruebel:

    Der DUUM glaubt daran, daß man in 2022 wieder zur Weltreise aufbrechen kann und Corona nicht mehr das Leben bestimmt.

    Nachtrag: Mist, jetzt habe ich glatt vergessen umzublättern. :(

    Also ja, ich verstehe Ironie manchmal nur schwer. Hängt aber auch damit zusammen, daß ich manche Dinge selber ernst meine, die andere Mitmenschen nur staunen lassen, weil sie es nicht für möglich halten, daß ich es wirklich durchziehe und nicht nur aus Spaß gesagt habe.

    Das ist in Bayern (hier wieder einmal mein Erfahrungshorizont) für Nachholschulaufgaben nicht explizit geregelt, ebenso wie die Ankündigungsfrist (eine Woche bei regulären Terminen).

    Und wenn man generell ankündigt, daß Klassenarbeiten in der ersten Fachunterrichtsstunde nach der Erkrankung nachgeschrieben werden und sich diese generelle Ankündigung auch bei Einschulung von den Schülern und Erziehungsberechtigten unterschreiben läßt (also sich den Empfang der Regeln quittieren läßt), wäre damit dann die Ankündigungsfrist gewahrt?

    Oder das Ganze mal genau andersrum: "Alle Männer sind Kinderschänder", wie anders lassen sich gewisse Regeln bei Fluggesellschaften erklären? :daumenrunter:

    Komischerweise regt sich niemand in der #metoo Debatte über sowas auf.

    --> https://www.spiegel.de/reise/aktuell/…n-a-850229.html

    Als ich damals Zivi auf einer Kinder-Intensivstation war, unterstellte die Oberschwester (sorry, gendergerecht "regionale Pflegedienstleitung") auch allen männlichen Pflegern, daß sie den Job nur machen würden, weil sie ihn als Sprungbrett nutzen würden, um sich an den Knirpsen zu vergehen. Ansonsten würde sich sowas kein Mann antun.

    Mich ließ sie erst in Ruhe, als ich auf meinen Stellungsbefehl verwiesen hatte, also nachweislich nicht freiwillig dort war.

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