Es führt dazu, dass die miesen offiziellen Alternativen nicht mit dem nötigen Nachdruck entbugged und verbessert werden, weil der Großteil der Nutzer ausweicht und deshalb keine Dringlichkeit für Verbesserungen herrscht.
Ich sehe es genau andersrum:
Die User stimmen mit den Füßen ab und zeigen unserer Landesregierung, daß deren Alternative, sprich Logineo, schlicht für den Schulalltag untauglich ist. Unter Last brechen die Server zusammen, die Bugs sind grundlegend und wesentliche Funktionalitäten fehlen.
Kurzum: Logineo ist noch soweit davon entfernt alltagstauglich zu sein, daß es keinen Sinn macht darin Lehrerarbeitsstunden zu versenken. Ich arbeite nicht zu den „eh da“-Kosten und die anderen Kollegen hier hoffentlich auch nicht.
Als bei uns an der Schule die Runde machte, daß die Entwickler von Logineo selber mit Teams arbeiten, war das der letzte Sargnagel für Logineo.
Für mich ist Logineo der verbohrte Versuch einiger ideologisch Verblendeterer unter dem Deckmantel des Datenschutzes der Gesellschaft ihren Willen aufzuzwingen, vergleichbar mit dem Gendersternchen oder dem Versuch in der öffentlichen Verwaltung Linux durchzuboxen, nur um dann feststellen zu müssen, daß das nicht funktioniert, eben weil die User mit den Füßen abstimmen oder eben unter Zwang innerlich kündigen.
Es nährt das Narrativ, dass Datenschutz schlecht und an allen Problemen Schuld ist
An allen Problemen sicher nicht, an manchen aber schon. Ich muß zugeben, daß ich selber mit dem Datenschutz auf Kriegsfuß stehe seit einem Krankenhausaufenthalt 1998. Ich lag in einem Zweibettzimmer, wir beide sollten an dem Tag operiert werden, Namensschilder an den Betten waren aus Datenschutzgründen verboten und der Pfleger kam rein und wollte mich mit den Worten „Auf gehts Hr. Schmidt“, in den OP schieben. Ich habe ihn nur noch angefaucht: „Schmidt ist der da!!!“ und auf das andere Bett gezeigt. Die Wirkung der Beruhigungsmittel war schlagartig weg. Unten in OP vor der Narkose habe ich dann die OP-Schwester gefragt: „Sagen sie mir wer hier liegen soll und was operiert wird?“ Ich habe extra so gefragt, damit sie mir meinen Namen sagen muß und nicht einfach mit ja oder nein antworten kann.