Beiträge von plattyplus

    In Portugal sind knapp 82% aller Einwohner (!) erstgeimpft.

    Portugal hat halt das Grauen erlebt. Da weiß jede Familie, was einem bei Corona blühen kann. Bei uns hingegen ist das doch alles sehr harmlos abgelaufen bisher. Wie viele von Euch kennen jemanden, der an Corona verstorben ist?

    Hätten wir Verhältnisse wie in Indien gehabt, wo es nicht einmal mehr genug Holz gab, um die Leichen einzuäschern, die Impfquote wäre auch höher.

    Es gibt ja durchaus noch die soliden Dividendenzahler, deren Kurse sich zwar nicht in kurzer Zeit vervielfachen werden, aber die trotzdem regelmäßig Erträge über der Inflationsrate bringen. Vielleicht ist das etwas langweilig, aber dafür ist eben das Risiko überschaubar.

    Darum investiere ich ja auch in Aktienfonds. ETFs sind ja nichts Anderes. Nur sind die laufenden Kosten niedrig, weil die Fonds nicht aktiv gemanaged weden sondern einfach irgendeinen Index nachbilden. Wichtig ist mir dabei, daß die Fonds physisch relizieren, also wirklich die Aktien kaufen und eben nicht nur die Rendite nachbilden und das Geld auf anderen Feldern erwirtschaften. Außerdem gebe ich thesaurierenden Fonds den Vorzug, die automatisch die Dividende wieder reinvestieren. Mein Gedanke dahinter ist, daß so da Risiko auf sehr viele Aktien verteilt wird. Fällt mal ein Pferd (=ein Unternehmen) im Rennen komplett aus, schlägt das nicht gleich ruinös durch.

    Wobei ich bei den ETFs auch mischen würde, weil mir in manchen Konstellationen das "Klumpenrisiko" zu groß ist. Beim MSCI World dominieren einige amerikanische Firmen extrem. Wenn da eines in Konkurs geht, dürft es den Fond gleich richtig runterziehen. Ähnliche ist es beim MSCI Emerging Marktes. Da ist China mit über 40% enthalten. Knallt es an der Stelle, geht der ETF auch gehörig in die Knie. Entsprechend sollte man da wohl auch auf mehrere ETFs setzen, um diese Risiken ein wenig abzupuffern.

    Ich denke mal, daß ich damit relativ gut fahre, was die Risiko-Verteilung angeht. Dazu halt noch ETFs ausschließlich aus dem EU-Raum, um in der Einlagensicherung zu sein, sollte die emmitierende Bank Konkurs anmelden und eine Aufteilung auf mehrere emmitierende Banken, sollte ich irgendwann in die Verlegenheit kommen mehr als 100.000€ anlegen zu müssen.

    Was mich persönlich am meisten stört, ist, dass eine Anlage in Immobilien immer noch als "Betongold", konservativ, absolut sicher und mit der Aussage verknüpft wird, dass Immobilien immer im Wert steigen. Das ist schlichtweg Blödsinn und gerade Kleinanleger wissen oft nicht, worauf sie sich da einlassen.

    In eine Immobilie zu investieren macht für mich nur Sinn, wenn es auch die Immobilie ist, die man selber bewohnt. Ansonsten ist mir das "Klumpenrisiko" zu groß. Als Kleinanleger hat man da ja nur eine (nur sehr wenige) Immobilien, die man vermietet. Hat man dann einen Mietnomaden in der Bude und fällt die Miete aus, steht man sehr schnell mittellos da. Eine Risikostreuung hat man da ja eher nicht. Außerdem kann man eine Immobilie im Vgl. zu Aktien oder ETFs nicht gerade schnell abstoßen. Bis man da einen Käufer findet, kann es Monate oder mitunter auch Jahre dauern. Aktien werde ich innerhalb von Minuten los.

    Bei uns müssen die Schüler den Zettel ausgefüllt mitbringen, Unterschrift vom lehrer und Stempel dann im Sekreteriat abholen.

    Wir haben die Test-Bescheinigung in Schild nachgebaut und das ganze Zeug wird dann im Sekretariat als Serienbrief mit allen Daten ausgedruckt. Problem dabei: Das Sekretariat ist mit den Bescheinigungen komplett verstopft. So langsam kommt bei uns auch die Impfquote nach oben, weil die SuS erkennen, daß es wohl bald auf 2G oder zumindest 3G mit PCR-Test (und nicht mehr mit Schnelltest) rauslaufen wird.

    Hoffentlich kommt 2G recht bald, damit sich das mit den Testbestätigungen erübrigt.

    Ach, ich bin traurig, weil nicht alle die Möglichkeit haben, "einfach so" Kredite aufzunehmen, zu tilgen, auf die Zinsen zu reagieren und so weiter...

    Bei mir soll im Unterricht auch eher vermittelt werden: Überlegt euch vorher sehr genau, ob ihr euch wirklich so hoch verschulden wollt! Damit es dann eben nicht zu "ups, jetzt kommt ein Kind" kommt.

    Und ja, meine Eltern hatten auch noch ganz andere Zinssätze zu zahlen als die heutige Generation. Ich sehe aber heute die Gefahr, daß die Bank-Verkäufer (genau, nicht -Berater sondern -Verkäufer, das muß man sich vorher klar machen) argumentieren: "Bei den niedrigen Zinsen können sie sich doch einen viel höheren Baukredit leisten."

    Allein schon, wenn ich von meinen Azubis höre, daß der Bank-Verkäufer argumentiert: "Das, was sie jetzt an Miete zahlen, können sie in Zukunft ja 1:1 für den Baukredit aufbringen", läßt mich erschaudern. Bei dem Eigenheim muß man selber die Reparaturen (also die Handwerkerrechnungen) bezahlen, als Mieter ist das mit der Miete abgegolten.

    chilipaprika
    Warum so traurig?

    Nachtrag:

    Die Lösung dazu heißt: Seht zu, daß ihr in den ersten Jahren innerhalb der Zinsbindungsfrist soviel tilgt wie möglich. Wenn dann von 300.000€ Kredit nur noch eine Restschuld von 100.000€ übrig ist, tun von 1% auf 3% anziehende Zinsen auch nicht mehr so weh, daß man in die Privatinsolvenz rutscht. Ggf. muß man da bei Vertragsabschluß eine längere Zinsbindungsfrist vereinbaren.

    Und wichtig: Plant mit 2% Tilgung, vereinbart im Vertrag aber trotzdem nur 1% Tilgung und handelt mit der Bank das Recht auf Sondertilgung aus. Wenn das Geld dann mal nicht reicht, weil Auto oder Waschmaschine kaputt gehen, bleibt einem bei 1% Tilgung mehr Spielraum. Das, was dann am Ende des Jahres übrig geblieben ist, wird zur Sondertilgung verwendet, um dann im Mittel doch wieder auf 2% (oder noch mehr) zu kommen.

    "Man muß diese Sondertilgung nicht am Ende des Kalenderjahres machen. Ich nutze z.B. die Steuerrückerstattung im Mai zur Sondertilgung."
    --> Bei solchen persönlichen Aussagen hast dann gleich ganz große Augen und das nächste Thema Einkommensteuererklärung ist geritzt. :cash:

    Ich bin immer wieder "begeistert", wie diese Immobilienblase scheinbar weiter und weiter wächst und was Leute "bereit" sind zu zahlen, nur um an bestimmten Orten zu wohnen

    Die Blase wächst so lange weiter, so lange der Bausparkredit billig ist. Laß mal die Zinsen wieder auf 3% (oder gar 5%) anziehen und warte ab, wer sich den aktuellen Bausparkredit noch leisten kann, wenn die Zinsbindung ausläuft.

    Ich mache das mit meinen Schülern immer wenn Finazierung angesagt ist.

    Motto: "Wir rechnen das jetzt mal nicht mit einer Kreditsumme von 3.000.000€ für eine Firma sondern mit 300.000€ (oder demnächst wohl 500.000€) für einen Bausparkredit. Bei 1% Tilgung und 1% Zins muß man da im Jahr 6.000€ zahlen, also 500€ monatlich. Das ist die Annunität (= die jährlich vom Schuldner zu zahlende Summe). Im Verlauf der Jahre wird die Restschuld immer geringer, so daß der Anteil der Zinszahlung sinkt und gleichzeitig der Anteil der Tilgung steigt. Man bezahlt weiterhin jährlich 6.000€ Annuität. So ist man dann nach ca, 40 Jahren schuldenfrei.

    Viele Schüler meinen, daß man sowas nie zurückzahlen könne, weil es bei 1% Tilgung 100 Jahre dauern würde und man eh nicht so alt wird. :zungeraus:

    Sie übersehen, daß durch den sinkenden Zinsanteil der Tilgungsanteil immer weiter ansteigt, man also prozentual immer mehr tilgt.

    Das mache ich dann gerne mit Excel, so daß man für jedes Jahr die Zins- und Tilgungszahlungen schnell sehen kann. Und dann verändere ich ab dem 11. Jahr mal die Zinsen von 1% auf 3% ... und oh Wunder, die Annunität von 6.000€ reicht nicht einmal mehr aus, um die Zinsen zu bezahlen. An Tilgung ist gar nicht zu denken.

    --> Dann kommt die Bank und bittet zum Gespräch, um die Annuität zu erhöhen. Kann man dann nicht die höhere Annuität zahlen, ist die Hütte weg.

    Neue Meldung vom Buschfunk:

    Die Schülerausweise gelten bei den Schüler im Alter von >=16 doch nicht mehr als Testbestätigung. Stattdessen sollen wir rückwirkend zum 23. August doch wieder Test-Bescheinigungen ausstellen. :sterne:

    Ist ihnen in Düsseldorf doch endlich mal aufgefallen, daß man einem Schüler nicht den Ausweis wegnehmen kann, wenn er mit Corona infiziert ist? :staun:

    Sehe jetzt immer mehr, dass die Schüler statt wie früher auf Spieleseiten und Social Media auf Traderseiten surfen und schon mit 16-19 mit Kryptowährungen und Zockerpapieren handeln. Eigentlich ist das ein Zeichen, dass ein heftiger Einbruch nicht mehr weit weg ist.

    Das Problem ist halt, daß man derzeit irgendwo investieren muß, weil die Inflation ansonsten das Ersparte eh wegfrißt bei den Zinsen, die man fürs Tagesgeld bekommt und dem, was man an Strafzinsen ggf. noch fürs Girokonto zahlen muß.

    Wir hatten gerade im Kollegium die Diskussion, ob man in Immobilien bzw. Immobilienfonds investieren soll. Ergebnis davon: "Vor 10-15 Jahren hatten wir einen Kaufpreis vom 10-12fachen der Jahres-Kaltmiete. Heute muß man die Immobilien zum 18-20fachen der Jahres-Kaltmiete kaufen. Das investierte Geld bekommt man da nie wieder rein, zumal man von der Miete ja auch noch Reparaturen bestreiten muß."

    Also außer der Investition in Aktien bzw. Aktienfonds bleibt aktuell eigentlich nichts, um Geld fürs Alter zurücklegen zu können. Ich sehe auch, daß die Aktienmärkte eigentlich total überhitzt sind und es bald knallen könnte, aber mangels Alternativen macht man da halt weiter und hofft, daß man den Knall rechtzeitig erkennt, um dann schnell auszusteigen. Aktien bzw. Aktienfonds wird man wenigstens sehr schnell wieder los. Bei der vermieteten Immobilie dauert die Suche nach einem Käufer vermutlich sehr viel länger.

    Kann man nicht?!?! Ewig sollten die Kinder auf ihre Großeltern usw. Rücksicht nehmen und andersrum kann man das nicht. Entschuldige, das ist einfach nur asozial, auch Erwachsene können nun Rücksicht nehmen.

    Ich habe es heute wieder erlebt. Meine Schüler sind inzw. alle volljährig und ich sollte feststellen wer geimpft ist. Ergebnis davon: Ich habe zwei Querdenker/Impfverweigerer in der Klasse. Selbstverständlich sehe ich und auch der Rest der Klasse es nicht ein auf diese beiden Mitschüler bis zum St. Nimmerleinstag Rücksicht zu nehmen. Warum sollten wir auch?

    Wie heißt es so passend: "Wer nicht hören will, muß fühlen." ... In dem Fall eben durch Ausgrenzung (= 2G Regel) und Durchseuchung.

    Problem ist halt, dass die Richtlinien noch nicht da ist und man nicht weiß, was am Ende genau drin steht. Daher verstehe ich eher die Schulträger.

    Und wenn das alles durch ist, müssen die Schulträger bei dem Anschaffungsvolumen erst einmal den Auftrag europaweit ausschreiben und auch dabei Fristen einhalten. Also auch in 2022 wird das nichts mehr. :flieh:

    Besser nicht in die aktuellen Nachrichten aus aller Welt gucken - nachher kehrt sich dann dein innerstes nach außen

    Ich stelle mir gerade vor Laschet oder Baerbock müßten mit dem Chef der Taliban über eine Verlängerung der Frist für unseren Truppenabzug verhandeln. :uebel:

    Wie war das noch? Es gehen nur noch die Schüler rechts, links, vor und hinter dem Infizierten in Quarantäne?

    Bei mir am Wohnort wurden letzte Woche Mittwoch alle 5. Klassen in der Aula eingeschult. Eines der Kinder war positiv. Daraufhin hat bereits am letzten Donnerstag den kompletten Jahrgang in Quarantäne geschickt.

    Warum machen wir das Theater mit den Sitzplänen etc. überhaupt? Das Gesundheitsamt (bei mir am Ort) sagt eh, daß es die kompletten Klassen in Quarantäne schickt mit Ausnahme der Geimpften und Genesenen.

    Ich saß aber in sehr vielen übervollen Kursen an der Uni

    Das kenne ich auch. Bei uns gab es die Veranstaltung "Steuerrecht und Staatsfinanzierung" freitags von 16-20 Uhr, der Hörsaal war ausgelegt für 650 Leute und als die Feuerwehr um 18 Uhr den Hörsaal geräumt hat, haben sie an die 3.000 Studenten gezählt. Der Prof. hatte vorne gerade noch am Rednerpult eine Stehfläche von der Größe eines Din a3 Blatts. Der Rest des Bodens war nicht mehr zu sehen.

    Btw.: Ich habe gerade mal nachgesehen. Wir haben an der Schule aktuelle drei Klassen mit 40-50 Schülern, zumindest wenn man den Excel-Tabellen glauben darf. Mal gucken, was da noch passiert.

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