Beiträge von plattyplus

    Problem ist halt, dass die Richtlinien noch nicht da ist und man nicht weiß, was am Ende genau drin steht. Daher verstehe ich eher die Schulträger.

    Und wenn das alles durch ist, müssen die Schulträger bei dem Anschaffungsvolumen erst einmal den Auftrag europaweit ausschreiben und auch dabei Fristen einhalten. Also auch in 2022 wird das nichts mehr. :flieh:

    Besser nicht in die aktuellen Nachrichten aus aller Welt gucken - nachher kehrt sich dann dein innerstes nach außen

    Ich stelle mir gerade vor Laschet oder Baerbock müßten mit dem Chef der Taliban über eine Verlängerung der Frist für unseren Truppenabzug verhandeln. :uebel:

    Wie war das noch? Es gehen nur noch die Schüler rechts, links, vor und hinter dem Infizierten in Quarantäne?

    Bei mir am Wohnort wurden letzte Woche Mittwoch alle 5. Klassen in der Aula eingeschult. Eines der Kinder war positiv. Daraufhin hat bereits am letzten Donnerstag den kompletten Jahrgang in Quarantäne geschickt.

    Warum machen wir das Theater mit den Sitzplänen etc. überhaupt? Das Gesundheitsamt (bei mir am Ort) sagt eh, daß es die kompletten Klassen in Quarantäne schickt mit Ausnahme der Geimpften und Genesenen.

    Ich saß aber in sehr vielen übervollen Kursen an der Uni

    Das kenne ich auch. Bei uns gab es die Veranstaltung "Steuerrecht und Staatsfinanzierung" freitags von 16-20 Uhr, der Hörsaal war ausgelegt für 650 Leute und als die Feuerwehr um 18 Uhr den Hörsaal geräumt hat, haben sie an die 3.000 Studenten gezählt. Der Prof. hatte vorne gerade noch am Rednerpult eine Stehfläche von der Größe eines Din a3 Blatts. Der Rest des Bodens war nicht mehr zu sehen.

    Btw.: Ich habe gerade mal nachgesehen. Wir haben an der Schule aktuelle drei Klassen mit 40-50 Schülern, zumindest wenn man den Excel-Tabellen glauben darf. Mal gucken, was da noch passiert.

    37 SuS? Ist das "normal" am BK oder die absolute Ausnahme (ich hoffe Letzteres).

    Das Problem in NRW ist, daß die Lehrerstellen einer Schule sich an der Schülerzahl orientieren. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, braucht man 19,5 Schüler (vollzeit) in einer Klasse. Danach wird dann der Bedarf und der Stellenplan der Lehrkräfte berechnet. Eigentlich ist das auch kein Problem entsprechend große Klassen zu bilden. Das Problem kommt im BK-Bereich dadurch zustande, daß wir manche Ausbildungsberufe anbieten müssen (Landesfachklasse und so). Da haben wir dann oft Klassen mit 1-5 Schülern. Trotzdem werden uns diese Miniklassen voll auf den Schnitt von 19,5 angerechnet, weswegen andere Klassen dann übergroß werden müssen, um den Durchschnitt von 19,5 zu schaffen. Daher kam ja auch mal meine Frage, was ich machen soll, wenn die komplette Rest-Klasse aus einem Mädchen besteht und ich mich als Lehrer gegen etwaige Vorwürfe absichern will.

    Im Kollegium geht entsprechend häufiger der Wunsch ans Ministerium bzw. an die Bezirksregierung um: "Wenn wir schon diese kleinen Klassen anbieten müssen, weil es politisch so gewollt ist, dann sollen sie uns auch die Klassen mit 19,5 Schülern anrechnen, auch wenn tatsächlich nur 2 Schüler in der Klasse sitzen, damit wir eben nicht mehr in den übrigen Bereichen diese übergroßen Klassen bilden müssen."

    Ich denke mal, daß Schokozwerg sich einfach verschrieben hat. Raum für 25 ausgelegt und zwei Tische fehlen bedeutet, daß 27 SuS da waren und nicht 37.

    Aber ja, 37 SuS kann bei uns am BK durchaus mal vorkommen, weil die Betriebe ja praktisch durchgehend Lehrverträge abschließen können. Sehr viele Lehrverträge kommen noch im Oktober und November. Die Azubis werden dann bei uns angemeldet und wir müssen sie aufnehmen. Ist halt etwas blöd, wenn man im Mai mit 20 Azubis in einem Ausbildungsgang plant, dann am Ende im November 37 Azubis hat und die Klasse nicht aufteilen kann, weil man nicht genug Fachkollegen hat, um zwei Klassen beschulen zu können. In den berufsbildenden Fächern sind die Kollegen bei uns ja hochspezialisiert.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Wo sie aber nur aus ideologischen Gründen (Hauptsache Haupt-/ und Förderschulen weg!) existieren, sind sie zum Scheitern verurteilt.

    Sie ist nicht zum Scheitern verurteilt, sie sind dann nur genau die Schule die aus den entsprechenden Schulen hervorgegangen ist, nur eben unter anderem Namen. Ob die Veranstaltung nun Haupt-, Förder- oder eben Gesamtschule heißt, ändert nichts an den Problemen.

    Und nein, ich würde meine Kinder auch nicht auf die hiesige Gesamtschule schicken. Dafür laufen dort zuviele "Verhaltensoriginelle" mit emotionalem und sozialem Förderbedarf rum.

    Palim:

    Also ich finde es erschreckend, daß man für immer mehr Ausbildungen defacto ein Abitur benötigt. Wenn ich mich in unseren Azubi-Klassen umsehe, haben wir echt manche Berufe, wo Schüler mit einem Realschulabschluß gar keine Chance mehr haben einen Ausbildungsplatz zu finden.

    Man kann jetzt natürlich auch das Abitur soweit runternivellieren, daß am Ende alle Abitur haben von wegen Chancengleicheit und so, aber im Ergebnis legen die Arbeitgeber die Meßlatte bei den Abschlüssen dann doch auch wieder höher.

    Andererseits erlebe ich es immer wieder, wie wir bei uns am BK wirklich Analphabeten aus den Sek 1 Schulen mit Fachoberschulreife bekommen, z.T. sogar mit Q-Vermerk, wo ich mich immer frage, wer die da wohl all die Jahre durchgewunken hat?

    Läuft das da etwa in der Zeugniskonferenz so: "Wenn der Schüler X das Schuljahr wiederholen muß, dann geht der Kollege Y mit Burnout in Frühpension, drum gib ihm eine 4, damit wir das Problem los sind." ???

    Von einem Jahrgangsstufenkoordinator einer Gesamtschule habe ich jedenfalls die obige Aussage bekommen.

    Es GIBT (bzw. gab) in meiner nicht besonders großen Stadt ALLE Schulformen von der Hauptschule, (Realschule war, ist nicht mehr da), über Sekundarschule, GymnasiEN (!), BKs (!) und trotzdem blüht die Gesamtschule.

    Bei mir gab es auch alle Schulformen und die Hauptschule wurde zugunsten der Gesamtschule aufgegeben, wodurch der Ruf der Gesamtschule noch weiter in den Keller ging.

    Motto bei uns am Ort: Allen Eltern, denen die Bildung ihrer Kinder wichtig ist, schicken ihre Kinder nicht auf die Gesamtschule. Da landen nur die, deren Eltern die Bildung der Kinder egal ist. Die Gesamtschule ist leider entsprechend groß, was dazu führt, daß die Stimmung noch schlechter wird. Bei tausenden Schülern und 120 KuK ist man nur noch eine Nummer.

    Auf das Tragen einer Maske kann verzichtet werden

    7. in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Ver- sammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind,“

    Also die 1,5m Abstand können wir nicht einhalten. Bliebe jetzt noch die Frage, was man bei einem Elternabend machen soll, wenn geimpfte Maskenverweigerer auf ungeimpfte Querdenker treffen. Müssen wir dann die Ungeimpften rauswerfen, damit die Geimpften ohne Maske da sitzen? Oder werfen wir die Maskenverweigerer raus, damit die Ungeimpften teilnehmen dürfen?

    Und wenn ich mir den Schulentwicklungsplan und die Anmeldezahlen meiner Stadt anschaue: die Gesamtschule ist SEHR beliebt. und zwar durch alle "Schulformempfehlungen" hindurch, am meisten sogar bei den Kindern / deren Eltern mit Gymnasialempfehlung.

    Ich denke, daß das stark damit zusammenhängt wo die Gesamtschule liegt. Ist die Gesamtschule auf einer der Ostfriesischen Inseln oder wirklich im extrem ländlichen Gebiet, macht das Konzept meiner Meinung nach durchaus Sinn. Zumal dann auch die wirklich guten Schüler die Gesamtschule besuchen und nicht gleich zum Gymnasium abwandern. Aber in einer Gegend, wo es schon alle drei weiterführenden Schulformen gibt, noch zusätzlich eine Gesamtschule dazwischen als Pflock einzuschlagen, funktioniert nicht. Da melden dann die Eltern, die verständlicherweise ihre Kinder nicht den Mitschülern in der Hauptschule aussetzen wollen, von der "Resterampe" Hauptschule zur Gesamtschule und dadurch wird dann die Gesamtschule zur neuen "Resterampe".

    Frei nach Peter Scholl-Latour:

    Zitat

    Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta.

    Meiner Meinung nach sollte das Bildungssystem die Menschen bestmöglichst fördern und nicht bestmöglich selektieren.

    Wenn vielen Menschen dadurch möglich wird, höhere Abschlüsse zu erreichen, gibt es in der Gesellschaft einen hohen Bildungsgrad.

    Dem muß ich widersprechen. Das Problem ist doch, daß immer mehr Berufe akademisiert werden, bei denen es eigentlich überflüssig wäre. Ich nehme einfach mal den Beruf der Hebamme, weil mein Omi damals selber eine war. Als sie ihre Ausbildung in den 1930ern gemacht hat, waren Hausgeburten üblich. Da war dann nur die Hebamme da. Den Arzt hätte man nicht einmal per Telefon dazu rufen können, weil es schlicht in normalen Haushalten keine Telefone gab. Damals war das eine dreijährige Lehre. Heute, wo Geburten eigentlich nur noch in Krankenhäusern stattfinden, allein weil sich Hebammen die Betriebshaftpflichtversicherung für Hausgeburten gar nicht mehr leisten können, und entsprechend Ärzte im Fall der Fälle sofort greifbar sind, muß Frau den Beruf der Hebamme studieren.

    Also ich wage mal zu behaupten, daß der Beruf damals auch ohne Studium weitaus fordernder war als heute.

    Omi.jpg

    Meine Omi 1935, im Alter von 18 oder 19, die Ausbildung war gerade beendet, mit Dienstmotorrad. Autos waren damals zu teuer und auf dem Lande war man auch damals schon für sowas mit dem Fahrrad einfach zu langsam.

    Das Gymnasium ist ein absolutes Heiligtum, gerade im ländlichen Raum sehe ich da keinerlei Gefahr - gerade, weil die Schulform dann dort gar nicht mehr angeboten würde. Das geht nicht.

    Das denke ich auch. Bei uns ist es auch eher ländlich und da sieht es so aus, daß die Hauptschulen geschlossen werden, weil sie den Ruf einer "Resterampe" haben und die Eltern ihre Kinder nicht dorthin schicken wollen. Stattdessen werden die Kinder dann zur Gesamtschule geschickt, weswegen so langsam die Gesamtschulen den Ruf der "Resterampe" bekommen und viele Eltern alles tun, damit ihre Kinder nicht zur Gesamtschule gehen müssen. Dann nimmt man eher auch längere Schulwege in Kauf und meldet seine Kinder im Nachbarort an. Das Ganze nivelliert sich dann durch bis zum Gymnasium. Ich denke, wenn sie ein Gymnasium hier in eine Gesamtschule umfirmieren würden, die Eltern und die Presse würden Sturm laufen. Auch der Ruf der Realschulen ist durchweg besser als der Ruf der Gesamtschulen.

    Niemals würde ich mich als gefährdeter halten als Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger etc.

    Ich denke einfach daran was die Leute bei der Probenentnahme in den Testzentren an Schutzkleidung haben und was wir haben, wenn sich die Schüler vor unseren Augen testen sollen.

    Und nein, auch ich habe keine Angst vor der Testerei in der Schule, ich will aber nicht noch einmal in Quarantäne gehen müssen, weil sich ein SuS vor meinen Augen die Maske zum Testen runtergezogen hat und ich deswegen dann Kontakt 1. Grades geworden bin.

    warum solltest du dann die am meisten gefährdetste Gruppe sein vor Ärzten, die tagtäglich am Patienten arbeiten, keinen Abstand halten können, möglicherweise bereits Infizierte behandeln?

    Weil die Ärzte all das haben, was wir nicht haben. Guck dir mal an wie ein Arzt einem Corona-Infizierten oder noch "besser" Ebola-Infizierten gegenübertritt. Jetzt vergleiche deren Sicherheitsausstattung mit dem, was wir haben, nämlich rein gar nichts.

Werbung