Beiträge von plattyplus

    Wer da gleich AZ genommen hat hat am selben oder nächsten Tag einen Termin erhalten, somit also gut 8 Wochen Vorsprung gehabt gegenüber Biontech oder Moderna.

    Wobei das aber bei der Zweitimpfung dann so ca. aufs Gleiche rausgelaufen ist? Bei AZ war die Frist ja 14 Wochen und bei Biontech waren es 6 Wochen. Eine Kollegin hat bei uns den Vogel abgeschossen, weil ihr Frauenarzt schon mit 3 Wochen Abstand die 2. Biontech Impfung verabreicht hat. Da konnte sie in den Pfingsferien schon bedenklos verreisen, was sie selbstverständlich auch gemacht hat.

    Bei Fleisch finde ich es oft "unangenehm", ich sehe ja die Schlachtautos rumfahren und fahre öfters an der Schlachterei vorbei...

    Dafür bin ich wohl zu ländlich aufgewachsen, als das ich nicht weiß wo die Sachen herkommen. :rotwerd:

    Mein Nachbar hat bis vor wenigen Jahren noch Hausschlachtungen gemacht. Da kam dann regelmäßig der Trichinenbeschauer. Mein Schulleiter ist privat Jäger. Also so weit weg ist das alles nicht. Meine Meinung dazu: "Wenn man es macht, dann aber bitte anständig. Also hau dem Tier richtig einen vor die Mappe, daß es wirklich tot umfällt! Da wird nicht an Munition gespart, weil es in 2 Minuten ja eh vorbei ist usw. ..."

    In meiner Kindheit hatten wir einen Neufundländer (Hund) und unser Tierarzt war spezialisiert auf Nutztiere + Hund und Katze, weil die da üblicherweise bei Nutztierhaltern auch anzutreffen sind. Aber komm dem nicht mit einem Papagei oder sowas. Als es mit unserem Neufundländer zuende ging, hat der Tierarzt ihn mit einem aufgesetzten Kopfschuß bei uns im Garten (dahinter freies Feld) ins Jenseits befördert. Den Tierarzt darauf angesprochen meinte er nur, daß er zu Beginn seiner Tätigkeit mal zu einem verunfallten Tiertransport gerufen wurde, 80 oder 90 Schnweine einschläfern sollte und ihm die Medikamente ausgegangen wären. Seitdem hätte er eine Pistole in der Tasche.

    Ob der durchschnittliche Stadtmensch sowas heute noch selber mindestens einmal erlebt hat? Ich glaube nicht.

    Den Dorfladen gibt es wieder, er ist auf Dorfinitiative hin entstanden und ich habe auch Anteile gekauft zur Finanzierung.

    Den Dorfladen gibt es bei uns auch wieder. Unser Bäcker hat den direkt am zentralen Kreisverkehr aufgemacht und er hält sich seit inzw. 15 Jahren. Und bevor jetzt wieder alle nölen, Platty fährt da nicht mit dem Fahrrad hin...

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    ... einfach weil es ihm zu umständlich ist für 250m das Fahrrad rauszuholen und dann dort abschließen zu müssen. :pirat:

    Und ja, sowohl in dem Dorfladen als auch bei der Edeka sind regionale Produkte am Regal extra gekennzeichnet, sogar mit der groben Entfernungsangabe (10km, 20km, 30km, 50km).

    Wobei ich die von euch beschriebenen Äpfel dort eh seltener kaufe. Offiziell bin ich aufgrund der Grundstücksgröße (über 2.500m²) und weil lauter Apfelbäume, ein paar Kirschen- und Wallnussbäume auf dem Grundstück stehen, immer noch Nebenerwerbs-Obstbauer. Jedenfalls läßt mich die Berufsgenossenschaft nicht raus, auch wenn meine Großeltern in den späten 1970ern die Landwirtschaft aufgegeben haben. Die Bäume ragen weiterhin bis 20m in den Himmel. Ist halt kein Spalierobst sondern klassischer Hochstamm, unter dem man locker drunter durch gehen kann, 50-120 Jahre alt.

    Und ja, eine der alten Sorten wird komischerweise immer erst im November kurz vorm Frost reif und ist dann so knall rot wie eine Christbaumkugel, ganz ohne Lebensmittelfarbe und so. :staun:

    Wenn ich nach Sturmschäden nachpflanze, wird es immer schwerer passende Bäume zu finden. Geht mal in eine Baumschule und sagt, daß ihr einen Hochstamm haben wollt, der am besten noch etwas höher veredelt ist als der heute übliche Hochstanm (180-220cm anstatt 160cm), eben damit man darunter hindurch gehen kann. Sowas bekommt man nur noch schwer, weil es praktisch keine passenden Grundstücke mehr für sowas gibt. Oder man bestellt ein Jahr vorab und sucht sich dann auch gleich noch aus mit welcher Apfelsorte (oder mehreren Sorten) der Hochstamm veredelt werden soll.

    Ein Bioladenmensch meinte mal, im Frühjahr seien Äpfel aus Chile klimaneutraler als deutsche, weil die hier Monate im Kühlhaus gelagert haben.

    Stimmt ja auch, daß die Äpfel aus Chile oder Neuseeland zu entsprechenden Jahreszeiten trotz Luftfracht weniger co2 verursachen als bei der langfristigen Lagerung in D anfällt, wenn man die Ernte des letzten Jahres frisch halten will. Aber: Das ist eh irrelevant, wenn wir daran denken, daß der Kunde mit einem Auto (im Extremfall SUV) zum Bioladen fährt.

    Wir haben auch Luftfilter(allerdings keine mobilen, sondern fest installierte) in unserem sanierten Gebäudeteil und einem neu erbauten Gebäude. Uns wurde gesagt (Telefonat eines Mitglieds der SL mit dem Hersteller), dass die Fenster nicht geöffnet werden sollen, wenn die Luftfilteranlage eingeschaltet ist. Sonst sind die Filter scheinbar wirkungslos.

    Wir haben Klassenräume ohne Fenster in Augenhöhe, es gibt nur Fenster in 5m Höhe im Sheddach.

    Was dabei wichtig ist:

    • Sobald man von unten eines der Fenster im Dach öffnet, schaltet sich aus Energiespargründen die Lüftungsanlage ab.
    • Die fest eingebaute Lüftungsanlage „funktioniert“ nur mit regelmäßiger Wartung durch einen Fachbetrieb, ansonsten wird das Ding zu einer Schleuder für Schimmelpilz-Sporen. Die komplette Anlage, also alle Lüftungsrohre müssen regelmäßig von innen gereinigt werden.

    Und das Reiseverhalten der Menschen ist doch nur ein Teil des Problems...Genauso wie der CO2 Ausstoß nur ein Teil des Problems ist (wenn auch kein großer)

    Weil es grad im ZDF lief (Leschs kosmos): Allein die Schleppnetzfischerei (also nicht einmal die gesamte Fischerei) verursacht jährlich 1,5 Gigatonnen co2, weil sie das Sediment aufwühlen und so das im Sediment gebundene co2 freisetzen. Der Luftverkehr verursacht jährlich 900 Megatonnen co2. Beide Zahlen beziehen sich auf die weltweiten Emissionen.

    --> https://www.spiegel.de/wissenschaft/n…16-ba405fb15a19

    Ich kann mir gut vorstellen, daß es da noch ganz andere extreme co2 Quellen gibt, die viele (mich eingeschlossen) noch gar nicht im Blick haben.

    Wir sind tatsächlich auch nicht auf die Idee gekommen, während der Pandemie ins Ausland zu reisen. Das ist wahrscheinlich der Wunsch nach Normalität, die es halt noch nicht gibt.

    Bei mir war es soweit, als ich meine 1. Impfung hinter mir hatte und damit mehr oder minder sicher wußte wann ich die 2. Impfung bekomme und wann dann die 14 Tage Wartezeit nach der 2. Impfung um sein werden, daß ich den Auslandsurlaub gebucht habe.

    Damit muss man in einer derart dynamischen Situation halt rechnen (und sich entsprechend vor der Wiedereinreise informieren).

    Und deswegen darf ich das Online-Formular nicht schon 14 Tage vor der Rückreise zuhause an einem Computer mit großem Bildschirm und stabiler Internetverbindung ausfüllen und abschicken sondern muß es am Urlaubsort maximal 48 Stunden vor der Rückreise über ein wackeliges Hotel-WLAN an meinem Handy mit der Briefmarken-Bildschirm-Tastatur machen?

    O. Meier

    Dann formuliere ich es mal so: Stellen wir uns vor wir wären mit einer vierköpfigen Familie unterwegs, beide Eltern sind geimpft, das eine Kind ist 14 Jahre alt und damit wahrscheinlich bis zu den Herbstferien auch komplett durchgeimpft. Das zweite Kind ist 10 Jahre alt und kann nicht geimpft werden, weil es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Die Eltern sind auch Impfbefürworter. Die Impfverweigerer interessieren mich nicht.

    Diese Familie will in den Herbstferien/Weihnachtsferien/Osterferien in den Urlaub. Sie schauen sich auf der Seite des Auswärtigen Amts um und finden dazu das hier:

    --> https://www.auswaertiges-amt.de/de/quarantaene-einreise/2371468

    Da sie nach Spanien/Portugal wollen, stellen sie fest, daß es sich bei dem Land um ein Hochinzidenzgebiet handelt. Entsprechend clicken sie auf die Grafik, die in dem Dokument des Auswärtigen Amts enthalten ist. Dort steht für die Rückreise aus Hochinzidenzgebieten:

    • Geimpft: keine Quarantäne
    • Ungeimpft: 10 Tage Quarantäne, per Test auf 5 Tage verkürzbar
    • Kind unter 12 Jahre: 5 Tage Quarantäne

    Das 10jährige Kind hat jetzt ein Problem, schließlich kommt es nicht um die 5 Tage Quarantäne drumherum. Aktuell in den Sommerferien hätte auch das 14jährige Kind ein Problem, schließlich dürfte es noch nicht komplett durchgeimpft sein (2. Impfung + 14 Tage). Aus der 5 Tage Quarantäne kommt die Familie also nicht raus.

    Jetzt werfen wir mal einen Blick auf den Schulferienkalender und stellen fest, daß z.B. die Herbstferien in McPom, Bayern und BaWü nur eine Woche kurz sind. In der Folge kann die Familie also nicht verreisen, weil das 10jährige Kind ja am ersten Tag nach den Herbstferien wieder in der Schule sein muß und eben nicht in der Quarantäne stecken darf. Und aus dieser Klemme kommt die Familie auch nicht raus.

    Die Impfverweigerer, die für sich selber entscheiden haben, daß sie bei dem Spiel nicht mitspielen wollen, interssieren mich nicht.

    Ja, aber nur mit einem der 3G und das hätte man sich schon überlegen können, bevor die Leute ins Ausland gereist sind, finde ich.

    Diese Kurzfristigkeit geht mir eh gehörig auf den Keks. Ok, wir als Pauker haben zumindest in den Sommerferien den Vorteil, daß wir Urlaubsreisen so legen können, daß wir im Nachgang auch eine zweiwöchige Quarantäne ohne Probleme mit dem Arbeitgeber absitzen könnten. Normale Arbeitnehmer können das eher nicht.

    Aber selbst die aktuelle Durchführung empfinde ich grenzwertig. So muß ich z.B. eine Einreiseanmeldung ausfüllen, wenn ich nach Deutschland zurückreise. Mit der Anmeldung habe ich kein Problem. Aber warum kann man diese Anmeldung erst maximal 48 Stunden vor der Wiedereinreise ausfüllen. Wenn man beim typischen "10 Tage Malle"-Urlaub bleibt, weiß man doch schon weit vorab wann man wieder zurückreist. Warum kann man da nicht bereits vor der Abreise in den Urlaub noch in Deutschland die Einreiseanmeldung für die Rückreise elektronisch abgeben?

    Aber meinst du ernsthaft, dass ein Impfzentrum - wie die in Göttingen - zunächst auf seiner Homepage die Impfungen für über 12Jährige explizit anbietet und dann vor Ort plötzlich sagt "Ach nee, doch nicht."?

    Im Süden der Republik war es wohl genau so!

    "Auf den Seiten des Sozialministeriums war nämlich noch am Mittwochnachmittag zu lesen, dass die Impfung für alle Kinder ab 12 möglich sei. Laut Sozialministerium hat aber der impfende Arzt vor Ort die letzte Entscheidungsmacht, sie orientierten sich an der Empfehlung der Ständigen Impfkommission."

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/bad…kindern-100.htm

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