Beiträge von plattyplus

    Du, plattyplus , bist nicht der Erste, der sich aufregt.

    Ja und? Ich sehe nicht, wie sich meine Position zu Atomkraft, Klimawandel, Artensterben, … auf den Bildungserfolg des Kindes auswirkt. Auch empfinde ich die Frage nach welchen Kriterien wir die SEK 1 Schule ausgesucht haben als blanken Hohn, wurde unser Kind doch genau dieser Schule zwangsweise zugewiesen, eben weil die Auswahl gleich null war. Die Frage nach etwaigen schulischen Sonder-Aktivitäten, Schwepunktsetzungen, … und ob man diese positiv oder negativ sieht, erübrigt sich damit gleich automatisch. Auch toll sind die Detailfragen zu dem ausgeübten Beruf der Eltern und der etwaigen Personalverantwortung.

    Jetzt haben wir als Eltern Post von der TU München. Wir sollen einen Fragebogen ausfüllen. Angeblich ist das alles anonym. Davon glaube ich nichts! So detailliert wie die Familienverhältnisse abgefragt werden, ist das direkt zu den Kindern zuzuordnen.

    Und um dieses Pamphlet aus 56 Seiten zu beantworten hat man eine Woche Zeit.

    Wir sind doch hier nicht bei der STASI oder der Gesinnungspolizei, die die familiären Hintergründe erfassen, um regimekritischen Familien das Leben zu erschweren. Die spinnen! :daumenrunter:

    Ab Herbst kommen Unmengen an günstiger Rechner auf den Markt, die man in Schulen prima verwenden kann.

    Wer kommt bloß immer auf die Idee, dass die Schulen die kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit für gewerblichen Elektroschrott sind?

    Bei uns ist die Industrie immer pikiert, dass wir überhaupt uns erdreisten nach den technischen Daten der Geräte zu fragen und dann auch ablehnen. Wir brauchen keinen wartungsintensiven Schrott mit ausgelutschten Kondensatoren. Und nein, unsere IT-Kollegen machen auch keine Wartung zu den „eh da“-Kosten, sie sind ja eh da, sondern schreiben Stundenzettel!

    Gewerkschaften sind oft deeskalierend und dadurch ein Dämpfer von Protest und radikaler Veränderung.

    Und genau deshalb werden sie von mir als weitere Arbeitgebervertreter wahrgenommen. Dies gilt insb. für GEW und VLW/VLBS. Wie an anderen Stellen bereits mehrfach erwähnt wünsche ich mir einen Claus Weselsky als Gewerkschaftsvorsitzenden. Der hatte wenigstens den Schneid wirklich für die Interessen seiner Gewerkschafter einzustehen.

    Habt ihr man über eine Lösung mit Erdwärme als Flächenverdampfer (mir fällt der Fachbegriff nicht ein) nach gedacht?

    Ja, das haben wir. Für so einen Flachkollektor bräuchten wir bei der geforderten Heizleistung 500 m2 Fläche. Der Garten ist groß genug, allerdings wird das auch nicht wirklich günstiger. Die 500 m2 große Grube müsste 2m tief ausgeschachtet werden. Da werden also 1.000 m3 Erde bewegt und zwischengelagert, um nach dem Auslegen der „Fußbodenheizung im Garten“ wieder verfüllt zu werden. In Summe müssen also 2.000 m3 Erde bewegt werden. Außerdem müsste ich meine kleine Obstbaumplantage dafür opfern. :traenen:

    Mit diesen 500 m2 kann man zudem nachher nichts mehr anfangen. Das muss ewig Wiese bleiben und man darf dort nicht einmal einen Baum 🌳 pflanzen, weil dessen Wurzeln die Rohre beschädigen würden oder einen Weg pflastern, weil durch die Pflastersteine die Oberfläche versiegelt wird und so kein Regenwasser mehr eindringen kann, was die Heizleistung mindert.

    Das erklärt an meiner Schule so Manches. Wir hätten als BK damals beinahe den Gynmasial-Zweig aufgeben müssen, weil wir keinen Kollegen für die zweite Fremdsprache hatten. An der Stelle braucht es ja zwingend die Fakulta und man kann das Fach nicht fachfremd unterrichten. Wenn man da anderweitige Versetzungen reingedrückt bekommt und entsprechend nicht die gesuchte Fakulta ausschreiben kann...

    kleiner gruener frosch

    Ok, das mit der Ausschreibung war mein Fehler. Ich wollte damit sagen: Was mache ich, wenn ich selber einen absoluten Überhang an Deutsch/Geschichte habe, dringend Physik/Chemie brauche und der Dezernent den nächsten Deutsch/Geschichte Kollegen in meine Schule versetzt? Kann ich den dann ablehnen, weil dieser neue Kollege ja an meiner Schule eine Stelle besetzen würde, die ich dann eben nicht mehr für Physik/Chemie ausschreiben kann?

    Kann man dann dem Dezernenten sagen, dass man Physik/Chemie dringendst benötigt und den Deutsch/Geschichte Kollegen ablehnen?

    Schiri Ich bin gerade auf dem gleichen Weg, nur sind die Dimensionen hier dann doch etwas beängstigend für mich. Konkret rede ich von einem Zweifamilienhaus mit insg. 5 Bewohnern und drei PKWs auf dem Hof, die zusammen jedes Jahr 100.000km abspulen. Ich habe jetzt aufs E-Auto umgestellt als mein alter Diesel die weiße Fahne geschwenkt hat. Ich fahre halt alle Autos bis wirklich technisch nichts mehr geht.

    Der Luxus nicht mehr dauernd auf die Benzinpreise an der Tankstelle gucken zu müssen sondern daheim laden zu können, greift so langsam um sich. Konkret ist absehbar das die anderen beiden Fahrzeuge, wenn sie technisch am Ende sind, auch durch E-Fahrzeuge ersetzt werden.

    Im letzten Dezember ist mir der alte Gasboiler kaputt gegangen und ich habe ihn in Eigenleistung durch eine Brauchwasser-Wärmepumpe ersetzt. Meine Gasheizung ist inzw. auch über 30 Jahre alt und die Ersatzteilverfügbarkeit ist nicht mehr wirklich gegeben. Wenn der Handwerker sind Wort hält, haben wir Ende des Jahres eine Sole-Wärmepumpe fürs Heizen.

    Da der Stromverbrauch durch die Elektrifizierung bei mir aktuell geradezu explodiert, erweitere ich meine PV-Anlage in Eigenleistung bis an die Grenze von 30kWp. Ein Gewerbe, das bei >30kWp fällig wird, will ich dafür dann doch nicht anmelden. Dafür fallen dann natürlich die Kosten für Diesel bzw. Benzin und Erdgas weg.

    Bei den Summen, die da im Spiel sind, wird mir mitunter schon mulmig. :rotwerd:

    Bisheriger Verbrauch im ganzen Haus (noch vor der PV-Anlage):

    • 12.500 € Treibstoff (Diesel & Benzin) jährlich
    • 5.000 € Erdgas jährlich (40.000 kWh)
    • 2.500 € Strom jährlich (8.000 kWh)

    Nach den ganzen Umrüstungen rechne ich mit einem Stromverbrauch von ca. 40.000kWh jährlich. Davon will ich natürlich möglichst viel durch die PV-Anlage abdecken.

    Bei den Summen, die ich eben genannt habe, wird vielleicht auch ersichtlich, dass wir der Sole-Wärmepumpe nicht abgeneigt sind. Sicher ist so eine Wärmepumpe teurer als eine Luft-Wärmepumpe, weil noch die Tiefenbohrung hinzu kommt, aber dafür hat sie eine höhere Leistung insb. bei sehr tiefen Temperaturen, bei denen eine Luft-Wärmepumpe zu Elektro-Direktheizung wird, einen sehr viel höheren Wirkungsgrad. Ich rechne halt immer die 20.000€ für die Bohrung gegen die aktuellen Gaskosten von 5.000€ jährlich. Die Wärmepumpe selber rechne ich gegen eine neue Gasheizung, weil die ja eh aufgrund des Alters ersetzt werden muss.

    Zumindest kannst du die Stelle von vorneherein mit M/Phy oder M/beliebig und Phy/beliebig ausschreiben.

    Und wenn ich „Physik/beliebig; Chemie/beliebig; Mathematik/beliebig“ ausschreibe und dann der Dezernenten anruft und sagt: „Wir haben da jemanden mit Deutsch/Geschichte, der jetzt seine 3 Jahre an der Grundschule rum hat und somit bereits im System ist und eine Sek2-Stelle beansprucht.“ Kann ich den dann ablehnen, auch wenn ich mit Physik/beliebig gar keinen Kandidaten in der aktuellen Einstellungsrunde gefunden habe, den ich zu einem Vorstellungsgespräch hätte einladen können? Dann laufe ich ja sehenden Auges in die Unterdeckung, was die Unterrichtsversorgung angeht. Bekommt man dann als Schule den Deutsch/Geschichte Kollegen gegen seinen Willen zugewiesen?

    tatsächlich waren die allerersten Vorgriffstellen umgekehrt: Ausschreibung durch die Grundschulen, mit dem Versprechen, nach 3 (?) Jahren eine Sek-II-Stelle innerhalb eines bestimmten Radius (50km?) angeboten zu bekommen.

    So habe ich das auch in Erinnerung. Am Ende wurden die Kollegen mit den absolut überflüssigen Fakulten den Sek2-Schulen vor die Füße gekippt?

    Kann man als Schulleiter eigentlich so etwas auch ablehnen? Bevor ich den nächsten Deutsch/Geschichte Kollegen einstelle, wo ich eigentlich Mathe/Physik brauche, würde ich die Stelle lieber leer laufen lassen, um sie dann im nächsten Halbjahr erneut ausschreiben zu können.

    Das ganze Versetzungssystem ist kaputt.

    Das stimmt leider.

    Wie man an dem Beispiel sieht:

    ähnlich wie die Vorgriffsstellen am Gymnasium: erstmal 5 Jahre woanders (Grundschule oder Gesamtschule) und dann dort zur einstellenden Schule zurück.

    Und da bekommen die Gymnasien am Ende massenhaft Deutsch/Geschichte Lehrer, weil diese die Ochsentour durch die Grundschule mitgemacht haben, wo sie eigentlich Mathematik/Physik bräuchten.

    Bist du beamtet? Wenn ja, dann gilt Arbeitszeitgesetz für dich gar nicht.

    Die EU-Arbeitszeitrichtlinie gilt allerdings auch für uns Beamte. Da weder die Bundesrepublik noch die einzelnen Länder diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben und die Zeit für die Umsetzung schon lange abgelaufen ist, gilt die Arbeitszeitrichtlinie direkt.

    --> https://eur-lex.europa.eu/legal-content/…ELEX:32003L0088

    Ich wundere mich derweil warum weder GEW noch VLW/VLBS die Richtlinie an einem Musterfall mal wirklich notfalls bis zum Verfassungsgericht in Karlsruhe und zum EU-GH durchklagen. :(

    Schlimmer ist doch, wenn man vielleicht jahrelang darauf gewartet hat, eine Stelle in einem vernünftigen Gebiet zu ergattern, und dann trotzdem in den Pott abgeordnet wird, weil diese Elternzeit-Nummer leider funktioniert.

    Sollte man also seinen Wohnort mindestens 50km östlich seiner Schule suchen, auf das man nur Richtung Osten, also Richtung Münsterland und Ostwestfalen abgeordnet werden kann und nicht weiter nach Westen ins Ruhrgebiet? ;)

    Soweit ich weiß zählt für die Abordnung ja die Entfernung von Wohnort zur Einsatzschule und nicht die Entfernung zwischen Stamm- und Einsatzschule.

    Die Krux ist halt, dass das Ruhrgebiet echt keine schöne Region ist und man da halt eher nicht wohnen will 😬

    Ich kenne die Krux andersrum: Egal wo man in NRW wohnt, bei mir ist es im Regierungsbezirk Detmold, man muss, um überhaupt eine Stelle zu bekommen, ins Ruhrgebiet. In allen anderen Regionen haben die Schwangerschafts-Versetzungen so extrem Überhang, dass man dort eh keinen Fuß in die Tür bekommt, als Mann, der die Karte "Schwangerschaft" nicht ziehen kann, schon mal gleich gar nicht.

    findet man sicher im Ruhrgebiet schöne Ecken ;)

    Dem stimme ich zu. Je weiter südlich im Ruhrgebiet desto besser! :top:

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