Beiträge von plattyplus

    Es stimmt schon, dass jetzt mehr sprachliche Fähigkeiten abgefragt werden. Dafür kommt die Mathematik aus ihrer absurden "Das brauche ich doch eh nie wieder"-Ecke raus, die bei normalen Textaufgaben oder noch schlimmer - bei stumpfen Rechenaufgaben von vielen SuS unterstellt werden (und zwar zu Recht). Ich bleibe bei meiner Argumentation - später wird im Beruf niemand sagen "Berechnen Sie doch mal den Hochpunkt der Funktion ...". Die Fragestellungen, die nur oder zum Teil mit Mathematik gelöst werden können, sind später viel gröber, unpräziser und garantiert nicht rein mathematisch formuliert.

    Deshalb ist dein restlicher Text aus meiner Sicht auch keine kompetenzorientierte Aufgabe, sondern einfach nur Blabla, um die Aufgabe komplexer erscheinen zu lassen.

    Das Problem bei unseren Azubis insb. im Handwerk ist aber: Dieses "bla bla" ist so kompliziert und lenkt dermaßen von der eigentlichen Kernaufgabe ab, daß sie gar nicht mehr bis zum Kern vorstoßen. Sogar die Handwerksbetriebe fragen ja schon: "Was soll das?"

    Ich bleibe mal beim Elektriker, der mit einem Hauptschulabschluß zu uns kommt. Da sagt ihm der Meister schon auf der Baustelle wo was hin soll und gibt ihm die Pläne in die Hand. Der Azubi bzw. später Geselle muß die Pläne lesen können, muß wissen in welcher Art und Weise welche Kabel in den Wänden zu verlegen sind und wie das alles anzuschließen ist. Diese eine Seite Textaufgabe vorher läßt ihn schon abschalten. In der Prüfungsvorbereitung übe ich mit den Azubis ja inzw. schon extra die Herangehensweise an solche Aufgaben. Von wegen "nicht nervös machen lassen", weil manche nach spätestens 5 Zeilen Text abschalten.

    Aber selbst wenn, hilft einem eine Musterlösung doch trotzdem extrem bei der Korrektur, oder nicht?

    Moment, Du sprichst von einer Musterlösung.

    Zumindest ich habe damals im Referendariat gelernt, daß ein "Erwartungshorizont" auch aufzeigen muß an welchen Stellen ich mit welchen Fehlern der Schüler rechne. Ich muß also vorab antizipieren was sie wohl falsch machen werden und zu welchen abweichenden Ergebnissen das dann führen wird.

    Diese Art von Erwarungshorizonten, die die zu erwartenden Schüler-Lösungsfehler mit einbeziehen, habe ich seitdem nie wieder angefertigt.

    Das ist glaube ich schulspezifisch. Bei uns gibt es beispielsweise in den Vollzeitklassen der SEK II bis 90% eine 1.

    Soweit ich weiß ist bei der Sek 2 (allgemeinbildend) ein linearer Notenschlüssel vorgeschrieben, wobei bei den Noten 1 und 6 davon abgewichen werden darf.

    Es wären also rechtlich möglich:

    Note Punkte
    Alternative 1
    Punkte
    Alternative 2
    Punkte
    Alternative 3
    1 100-85 100-95 100-90
    2 84-70 94-80 89-75
    3 69-55 79-65 74-60
    4 54-40 64-50 59-45
    5 39-25 49-35 44-30
    6 24-0 34-0 29-0

    Immer beträgt der Notenabstand bei den Noten 2 bis 5 jeweils 15 Punkte. Alle drei Notenschlüssel wären zulässig.

    Näheres muß die Bildugnsgangkonferenz beschließen. Was dann natürlich total blöd wird, wenn man je nach Bildungsgang unterschiedliche Notenschlüssel hat.

    Das ist glaube ich schulspezifisch. Bei uns gibt es beispielsweise in den Vollzeitklassen der SEK II bis 90% eine 1.

    Vor allem ist der Notenschlüssel alleine (ohne die dahinterliegende Bepunktung der Aufgaben zu kennen) absolut nichtssagend.

    Bsp.: Wir nehmen eine Klausur mit 5 Aufgaben mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad und entsrpechend ansteigenden Arbeits- und Zeitaufwand. Als Lehrer kann ich jetzt jede Aufgabe mit 20 Punkten bewerten, auch wenn die erste Aufgabe sehr leicht und schnell erledigt ist. Macht dann in Summe 100 Punkte. Ich kann aber auch argumentieren, daß ich die Punkte gemäß des Arbeitsaufwands vergebe. Die erste Aufgabe bringt also nur 5 Punkte und die letzte Aufgabe 35 Punkte.

    Der Witz dabei:

    Vergebe ich für alle Aufgaben die gleichen 20 Punkte und nutze am Ende den logarithmischen IHK-Schlüssel, kommen da die gleichen Noten bei raus, als wenn ich die Aufgaben gemäß ihres Arbeitsaufwands bepunkte und dafür dann den linearen Notenschlüssel der Sek 2 (allgemeinbildend) wähle.

    Außerdem liegt der Bereich für die Note 1 (in der SEK II) zwischen 100 und 85 % der Bewertungspunkte.

    In der Sek 2b läuft es nach IHK-Schlüssel:

    1. 100-92%
    2. 91-81%
    3. 80-67%
    4. 66-50%
    5. 49-30%
    6. 29-0%

    Mit den 85%, mit denen man in den allgemeinbildenden Bildungsgängen also noch eine 1 bekommt, ist man bei den Azubis fast schon bei einer 2 minus. ;)

    Aber auch Mathe ist doch heute Kompetenzorientiert.

    [...]

    Kurvendiskussion und dann die Frage: an welcher Stelle sollte bei der Wanderung eine Pause eingelegt werden.

    Ist die Route für den herzkranken Rudi empfehlenswert.

    Was ich sehr schade finde, weil dank dieser Kompetenzorientierung bei mir eine ganze Reihe an Schülern heute an den Aufgaben scheitert. Da bewerte ich nämlich nicht ihre mathematischen sondern ihre sprachlichen Fähigkeiten in der Mathe-Prüfung. Die Aufgabenstellung ist dank der ganzen Kompetenzorientierung und des Genderwahns nicht mehr in einer leichten Sprache abgefaßt sondern im genauen Gegenteil. Bewertet das Fach Deutsch im Gegenzug auch mathematische Fähigkeiten?

    Früher hieß es beim Elektriker-Azubi z.B.: Sie sollen in einem Raum einen Lichtschalter und drei Steckdosen installieren. Die Wände sind massiv. Wo müssen die Dinge installiert werden und wo und wie sind die Leitungen zu führen? Zecihnen sie die Maße in die Zeichnung unten ein.

    Heute gibt es erst einmal eine Seite Erklärung: "Sie kommen zu Familie Müller, diese lebt in Niederbayern in einer Doppelhaushälfte, [...] und sollen im Kellerraum neben dem Heizungskeller einen Lichtschalter und drei Steckdosen installieren."

    Da sind die Azubis schon abgeschreckt bevor sie überhaupt zur eigentlichen Aufgabe kommen.

    Das ist eigentlich mittlerweile Standard - oder sollte es sein.
    Eine transparente Notengebung ist für das Vertrauensverhältnis zwischen SchülerInnen und Lehrkräften von essenzieller Bedeutung.

    Was hat ein Erwartungshorizont mit einer transparenter Notengebung zutun? In der Mathematik erachte ich einen Erwartungshorizont als überflüssig, weil man dort selbstverständlich erwartet, daß für die Note 1 einfach alle Aufgaben gelöst werden. Den Horizont braucht man bei weichen Fächern, wo es kein absolutes "richtig" oder"falsch" gibt.

    Also, um auf den Fragenden einzugehen: In Erdkunde mag ein Erwartungshorizont richtig sein, wenn kein Faktenwissen abgefragt wird, wo es ein klares "Richtig" oder "Falsch" gibt, in Mathe erachte ich ihn als überflüssig.

    Und ganz ehrlich: ich hatte als Student auch besseres zu tun, als die Vorlesungen zu stören.

    Du meinst, daß wir damals anders waren als unsere Schüler heute? Die Schüler, die sich innerlich von meinem Unterricht verabschiedet haben, weil sie eh wissen, daß sie notenmäßig nicht mehr versetzt werden, wollen "wenigstens" etwas Spaß. Damals bei den Vorlesungen im Grundstudium war es ähnlich. Viele Studenten haben erkannt, daß sie es eh nicht schaffen werden und wollten dann zumindest für den Rest des einen Semesters ihren Spaß.

    P.S.: vielleicht war es zu meiner Zeit noch anders - aber unsere Mathevorlesungen dort wurden eher selten gestört. 300 Personen definitiv nicht. Eher 3.

    Kann schon sein. Bei uns war es damals ja auch ein Volkssport mit dem seligen Nokia 3210 das Telefon im Hörsaal direkt neben der Tafel anzurufen, als die Durchwahl einmal bekannt war. Auf das das ewige Klingeln zusätzlich stört. Ab dem 2. Semester haben jedenfalls alle Profs. beim Betreten des Hörsaals erst einmal gleich das Telefon ausgehängt.

    Nachtrag:

    Weißt Du wie beschwerlich die Höhenmeter durch den Innenhof auf Niveau des Tiefpaterre für Informatik-Studenten ist? :pfeifen:

    da gab es natürlich noch andere Zugänge zum Gebäude E

    Ja klar, aber dafür mußte man vom Studentenwohnheim, vom Fahrradständer und vom Parkplatz aus ums halbe E-Gebäude rennen und dabei auch noch ein paar Höhenmeter machen.

    Wir haben uns damals schon alle gefragt, warum sie nicht parallel zum Hörsaal direkt unterhalb der Uhr einen Durchgang zwischen den beiden Türen in die eine Betonwand reingeschlagen haben, damit die Leute nicht mehr durch den Hörsaal hätten rennen müssen.

    Wusstet ihr, dass es sowas gibt? Das sollte man wirklich mit allen SuS an berufsbildenden Schulen thematisieren.

    Natürlich, sonst hätte ich es hier ja nicht gepostet. Und wenn wir schon bei den Gewerkschaften sind, können wir gleich mit den käuflichen Betriebsräten weitermachen.

    --> https://www.faz.net/aktuell/wirtsc…ts-1250735.html

    --> https://www.welt.de/wirtschaft/art…ffaere-aus.html

    Daher genießt bei mir Weselsky auch so ein hohes Ansehen, eben weil er noch den ganz klassischen Wertekompaß vertritt.

    Das ist ja ekelhaft.

    Das ist genauso ekelhaft, wie die Tatsache, daß manche Betriebe Frauen erst ab 38 einstellen, genauso ekelhaft wie die Möglichkeiten Azubis auch noch nach der Probezeit loszuwerden und genauso ekelhaft, wie manche Betriebe Mitarbeiter bearbeiten, damit diese von selber kündigen. Und trotzdem bringe ich solche Themen auch in meinem Umterricht. Da erlaube mich mir dann aber doch den Beutelsbacher Konsens mal beiseite zu schieben und ein Urteil darüber abzugeben: "Ich kann es absolut nicht gutheißen, ich muß Euch aber sagen wie der Laden laufen kann, damit ihr nicht total blauäugig in die Situationen hinein rennt..."

    Meinst du die mit Gefälligkeitsgewerkschaften?

    Ich bin mir nicht mehr sicher bei welchen Firmen es überall arbeitgebernahe Gewerkschaften gibt/gab. Aber hier ist das Problem von damals recht gut beschrieben:

    --> https://www.swr.de/report/gekauft…uh6l/index.html

    Da haben arbeitgebernahe Spartengewerkschaften auf einem Tarifverträge für ganz Deutschland ausgehandelt. Im Gegenzug hat das Bundesverfassungsgericht dann 2010 verkündet, daß auch die Arbeitnehmer unter solchen Bedingungen Spartengewerkschaften gründen dürfen von wegen ausgleichende Machtverhältnisse und so. Und heute haben wir den Salat.

    Aus Sicht der Arbeitgeber kann man also frei nach Goethe sagen: "Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los."

    Nachtrag: Wenn ich es richtig sehe, ist z.B. die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) so eine arbeitgebernahe Gewerkschaft. Jedenfalls behauptet das die IG-Metall.

    --> http://www.netzwerk-weiterbildung.info/upload/m4a361640a675d_verweis1.pdf

    Zitat daraus (Seite 24f):
    "Als Arbeitnehmerorganisationen führen die „Christlichen“ seit Jahrzehnten eine Doppelexistenz. Auf der einen Seite beteiligen sie sich da, wo sie einige Mitglieder haben, an Betriebsrats- oder Personalratswahlen und bemühen sich, von IG Metall oder auch ver.di ausgehandelte Tarifabschlüsse per Anschlusstarifvertrag nachzuvollziehen. Auf der anderen Seite schließen die „Christlichen“ gerade in Bereichen, in denen sie praktisch keine Mitglieder haben, haufenweise arbeitgeberfreundliche Dumping-Tarifverträge ab. Sie können sich dabei eine Besonderheit des deutschen Arbeitsrechts zu nutze machen. Hierzulande darf eine Arbeitnehmerorganisation entweder für den gesamten per Satzung beanspruchten Zuständigkeitsbereich Tarifabkommen abschließen, oder sie ist überhaupt nicht tariffähig."

    Der letzte Satz mit der Zuständigkeit ist seit 2010 vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt worden.

    Mit der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) wären wir dann schon bei Volkswagen als Arbeitgeber.

    OT Hast du bestimmt falsch verstanden. Ich kenne keine einzige Pilot*in und finde manchmal einfach faszinierend, wozu Menschen alles in der Lage sind.

    Ich habe es auch so verstanden, daß Du Angst hast, daß dir ein einzelner Pilot mit der Propellermaschine auf den Kopf fällt.

    Was die Anzahl der Piloten angeht, wird das in unserem Kollegium so langsam ein Selbstläufer. Wir haben sechs Piloten und der siebte ist in der Ausbildung. Unser Schulleiter regt sich immer schon auf, daß das Luftfahrt-Bundesamt immer wieder bei ihm anfragt, ob wir sieben irgendwelche terroristischen Gedanken hätten. :rotwerd:

    Wir können halt mit so einer kleinen Propellermaschine an einem kleinen Flugplatz starten, ohne das uns da jemand kontrolliert und auf einem Verkehrsflughafen (z.B. Hannover, Bremen, Stuttgart, ...) landen. Dort geht man dann durch das Terminal wie jeder normale Passagier. Dort kommt man ja praktisch "von hinten", was die Sicherheits-Kontrollen angeht. Entsprechend brauchen wir alle regelmäßig eine Zuverlässigkeitsüberprüfung (Züp) gemäß §7 Luftsicherheitsgesetz. Der reinste Papierkrieg. Dabei fragt das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ab:

    1. Polizeivollzugsbehörden der Länder
    2. Verfassungsschutzbehörden der Länder
    3. Bundeskriminalamt
    4. Zollkriminalamt
    5. Bundesamt für Verfassungsschutz
    6. Bundesnachrichtendienst
    7. Militärischer Abschirmdienst
    8. Stasi-Unterlagenbehörde
    9. Ausländerzentralregister
    10. Ausländerbehörden
    11. Flugplatzbetreiber
    12. Luftfahrtunternehmen
    13. Arbeitgeber :victory:

    Das sich sogar der Bundesnachrichten- und der militärische Abschirmdienst für Platty interessieren. :staun:

    Also falls es hier Schulleiter gibt, die einen Fragebogen vom Luftfahrtbundesamt zu einzelnen Kollegen bekommen... :gruss:

    Und was die Mindestflughöhen angeht, galt früher: mindestens 500ft über ländlicher Gegend und mindestens 2.000ft über Städten und Menschenansammlungen. Vor einigen Jahren wurden die Regeln europaweit harmonisiert. Seitdem gilt mindestens 500ft über ländlichen Gegenden, mindestens 1.000ft über Städten und Menschenansammlungen und zusätzlich muß man im Fall der Fälle noch im Gleitflug über der Stadt wegkommen. Ggf. ist die geforderte Mindestflughöhe also sehr viel höher als besagte 1.000ft. Bei mir sind es über Bielefeld z.B. mindestens 4.000ft, gerne auch 4.500ft.

    Aus dem Grund gab es bei uns im Kollegium, wie gesagt sechs Piloten, bei der Fußball-EM ordentlich Gesprächsstoff, als der Greenpeace-Motorschirmpilot im Stadion gelandet ist. Das Greenpeace das als Notlandung nach Motorausfall hingestellt hat, hat die Sache bei uns nur noch verschlimmert. Weil: "Der hätte nie so tief fliegen dürfen, daß ihn ein Motorausfall zwingt ins Stadion zu einzufliegen, der Verstoß fand also schon vor dem Umfall statt. Und ja, da reden wir nicht über eine Ordnungswidrigkeit sondern über eine Straftat.

    Aber jetzt mal was Schönes, wir sind ja bei Urlaubsträumen:

    --> Anflug auf Wangerooge

    Platty persönlich am Knüppel, alles Handarbeit und Augenmaß, nix Computer. :pirat:

    @samu : Fliegen ist eigentlich ganz einfach, wenn man einmal raus hat, daß man mit dem Höhenruder die Geschwindigkeit regelt und mit dem Gashebel die Flughöhe. Wird man zu langsam, Steuerknüppel nach vorn, wird man zu schnell, Knüppel nach hinten. Will man steigen, schiebt man das Gas rein und zieht die ansteigende Geschwindigkeit mit dem Höhenruder weg. Beim Sinkflug entsprechend umgedreht, Motorleistung reduzieren und Knüppel nach vorn, um die Nase runterzudrücken und so die Geschwindigkeit zu halten.

    erste Lektion gelernt. :zungeraus:

    Tun sie das nicht vor allem, weil sie sich gegen die größere Konkurrenzgesellschaft durchsetzen wollen? Ernst gemeinte Frage.

    Ich fange einfach mal ganz vorne an. Früher gab es die Tarifeinheit, also in jedem Betrieb durfte es nur eine Gewerkschaft geben, damit eben genau das nicht passiert, daß heute mal die eine Gewerkschaft streikt, morgen die andere und übermorgen die dritte Gewerkschaft, so daß am Ende der Betrieb gar nicht mehr läuft, weil dauernd jemand streikt.

    Bis 2010 hatten wir bereits die Tarifeinheit, allerdings hat damals das Bundesverfassungsgericht die Einheit aufgehoben. Zuvor hatten einige Großkonzerne in Deutschland Gefälligkeitsgewerkschaften gründen lassen, mit denen sie dann Tarifverträge abgeschlossen hatten, um so die bestehenden Tairfverträge zu unterlaufen. Das diese Spartengewerkschaften dann ein Bumerang für die Arbeitgeber wurden, sehen wir heute.

    Also das die Gewerkschaften über den Umweg höherer Abschlüsse um Mitglieder werben, zumal die Tarifabschlüsse rein rechtlich nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten und der Arbeitgeber den übrigen Arbeitnehmern den gesetzlichen Mindestlohn zahlen könnte, finde ich verständlich und durchaus legitim.

Werbung