Ist das nur so ein Gefühl oder kannst du das irgendwie belegen? Und selbst wenn, ist das eine Risiko kein Grund, sich einem weiteren auszusetzen.
Hier der Beleg der TU Berlin, guck Dir mal die Grafik auf Seite 2 oben an:
--> https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/1130…rtmann_2021.pdf
Die Technische Universität hat die Ansteckungswahrscheinlichkeit für verschiedene Situationen ermittelt. Spitzenreiter ist die vollbesetzte Oberschule ohne Maske, also genau das, was wir dank der ganzen Testerei im Klassenraum machen. Die Schüler ziehen sich alle die Masken runter, popeln in der Nase rum und niesen sich dabei noch gegenseitig an. Die Situation ist 11,5mal risikoreicher als der Supermarktbesuch mit Maske, der für den Vergleich auf 1,0 bzw. 100% gesetzt wurde.
Nicht, aber auch wirklich gar nichts in meinem privaten Umfeld ist so risikoreich wie der Schulbetrieb. Zumal man dort ja nicht die Gesamtinzidenz in der Region zu Grunde legen muß sondern die inzidenz in der Altersgruppe der Schüler.
--> https://de.statista.com/statistik/date…-letzten-woche/
- Für meinen Schulbetrieb heißt das: Inzidenz meiner Schüler von 17,4 multipliziert mit der Risikobewertung der TU Berlin von 11,5 = 200
- Hotelrestaurant auf Gran Canaria innen bei 50% Auslastung: Inzidenz 17,8 multipliziert mit der Risikobewertung von 2,3 = 41
Also für mich ist das Ergebnis klar, es spricht nichts gegen eine Urlaubsreise. Ich könnte genauso gut in einem Hochinzidenzgebiet (Gebiete mit einer Inzidenz von >=200) in den Supermarkt gehen. 200 * 1,0 = 200. Da wäre dann der Supermarkteinkauf genauso gefährlich wie aktuell der Unterricht. An die Inzidenzen, als wir die Schulen kurz vor Ostern mit vollen Klassen wieder aufgemacht haben, will ich da lieber gar nicht denken. Eine inzidenz in der Altersgruppe 15-19 von ca. 180 gepaart mit einem Risikofaktor von 11,5 = 2070. Das sind dann ganz andere Regionen.