Beiträge von plattyplus

    Falls bei einem Schüler in der Abschlussklasse letztlich eine 5 in Religion den Schulabschluss verhageln würde, kann man am System zweifeln.

    Bei mir hätte eine 5 in Sport beinahe dafür gesorgt, dass ich an der Uni den NC nicht geschafft hätte. Nur, weil ich damals mehr Grundkurse ins Abi eingebracht habe als notwendig und damit die 5 nicht mit in die Durchschnittsberechnung eingeflossen ist, durfte ich an der Universität anfangen.


    Noten unterliegen der Prämisse einer pädagogischen Gesamtwertung und -beurteilung - auch zum Wohl des Kindes.

    Das sehe ich anders. Unsere Noten haben eine ganz klare Selektionsfunktion fürs spätere Leben, siehe NC an der Universität und da sehe ich mich nicht nur meinem einzelnen Schüler verpflichtet sondern der Gesamtheit der Absolventen. Verschenke ich gute Noten an einen meiner Schüler, nimmt er einem anderen Absolventen, der den Studienplatz eigentlich verdient hätten, selbigen weg.

    FOS ist bei euch dreijährig? Man lernt nie aus. Bei uns ist sie zweijährig.

    Bei uns gibt es die FOS zweijährig (rein theoretischer Teil) und in Form der NRW-spezifischen Assistentenausbildung auch dreijährig. Bei der Assistentenausbildung ist der Praxis-Anteil größer und die Schüler erlangen neben der Fachhochschulreife einen Berufsabschluss nach Landesrecht. In dieser dreijährigen FOS dürfen die Schüler einmal wiederholen, so dass sie dann vier Jahre bei uns verweilen. Werden sie dann am Ende nicht zur Abschlussprüfung zugelassen oder bestehen die Abschlussprüfung nicht, dürfen die Schüler dann erneut das letzte Jahr wiederholen, weil sei ja auf den zweiten Versuch ihrer Abschlussprüfung warten.

    Fallen sie dann im zweiten Versuch erneut durch, haben sie 5 Jahre bei uns warm gesessen und entsprechende Lebenszeit und das dazugehörige Einkommen, sie hätten ja auch eine Lehre machen und Geld verdienen können, vergeudet.

    Dieser Satz ist immer noch nicht allgemeingültig.

    Zumindest in NRW ist der Satz allgemeingültig, weil man ja schon vor Beginn des OBAS den Vertrag für die Stelle unterschreibt. Anschließend muss man nur noch bestehen und hat eine feste Stelle, ohne das man sich erneut dafür bewerben muss, ohne Gefahr zu laufen an zu schlechten Noten zu scheitern. Wer OBAS mit 4,0 besteht, ist drin im System, auch wenn das Viele hier nicht hören wollen.

    Es geht bei Versetzungen auch um die Lebenszeit von SuS. Bei uns ist das in den FHR-Ausbildungsgängen sehr häufig: Wer mit Gnaden-Vieren trotz mangelnder Eignung von der 11 in die 12 versetzt wird, schafft das dann oft nicht, wiederholt, schafft es wieder nicht und muss nach 3 Jahren ohne irgendetwas in der Hand abgehen. Leider ist diese "Karriere" oft schon früh absehbar: Fehlzeiten ohne Ende, zu spät im Unterricht erscheinen, Klausuren immer nur zum Nachschreibtermin antreten, allgemeine Unzuverlässigkeit, Betrugsversuche ... Wir hatten auch schon welche, die sich bis zur 13 durchlaviert haben und dann vergeigt haben. Auch eine Folge von unehrlichen Noten.

    Ist bei uns nicht anders. Die Schüler sitzen dann 5 Jahre in der eigentlich dreijährigen Fachoberschule und verlassen uns am Ende ohne Abschluss. Hätten wir ihnen schon direkt im ersten Jahr der Fachoberschule gezeigt, dass es nichts wird, hätten sie in der Zwischenzeit eine Lehre abschließen und so schon auf eigenen Beinen stehen können.

    Ob Du Ref. oder OBAS machst, kannst Du Dir in gewisser WEise nicht aussuchen. Wenn Du ein 1. Staatsexamen hast, mußt Du ins Ref., hast Du ein klassisches Diplom oder halt Master, gehst Du ins OBAS. Die Wahl hast Du nur, solltest Du einen Doppelabschluß haben.

    Auch wenn das Ref. einen besser vorbereitet, würde ich trotzdem, so Du die Wahl hast, dir OBAS empfehlen.

    Gründe dafür:

    • Man arbeitet etwas mehr, hat dafür aber gleich ein volles E13 Gehalt und keine Anwärterbezüge, die wesentlich geringer sind.
    • Man muss den OBAS nur mit der Note 4,0 bestehen und hat dann die Stelle sicher. Als Referendar muss man sich nach dem Referendariat erneut mit seiner Note aus dem 2. Staatsexamen bewerben, mit der Gefahr dann eben nicht genommen zu werden.

    und ist es mir das wert, volle Breitseite abzufeuern?

    In diesem besonderen Fall kommt halt hinzu, ob man den noch Abteilungsleiter bald als Schulleiter haben möchte oder nicht. Wenn man ihn nicht haben will, feuert man in der Prüfungs-Konferenz vorm Dezernenten die volle Breitseite ab. Macht dann einmal richtig Ärger, aber danach ist das Thema durch. "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", heißt es doch so passend.

    Habt ihr auch solche "Pflichtveranstaltungen" und sind diese überhaupt rechtmäßig (Zeugnisausgabe, verknüpft mit bezahlten Event)?

    Wenn an dieser Stelle die Zeugnisse ausgegeben werden, handelt es sich um eine Schulveranstaltung und damit gilt zumindest in NRW ein generelles Alkoholverbot egal wie alt die Schüler sind. :pirat:

    Sollten die Schüler von mir 100€ Eintritt für diese Veranstaltung verlangen, würde ich ihnen ihre Zeugnisse draußen vor der Tür übergeben und ohne weiteren Kommentar gehen.

    Also wurde weder form- noch fristgerecht (Einladung zur Bildungsgangkonferenz mindestens 1 Woche vorab) eingeladen. Damit sind sämtliche Beschlüsse aufgrund des Formfehlers hinfällig. Ich würde entsprechend in der nächsten Konferenz das Protokoll nicht akzeptieren und sämtliche Tagesordnungspunkte der unzulässigen Konferenz erneut auf die Tagesordnung setzen.

    Allein schon die Frage, wie denn juristisch korrekt mit dem alten Protokoll zu verfahren ist, dürfte interessant werden. „Interessant“ in der Hinsicht, ob die angehende Schulleitung im Beisein des Dezernenten und entsprechendem Stresslevel diesmal juristisch korrekt handelt.

    Ich habe jetzt mit einer Kollegin gesprochen, die heute bei der "Dienstbesprechung" war. Offenbar lief es plötzlich als Bildungsgangkonferenz und es wurden auch Beschlüsse gefasst.

    Wurde zu dieser Bildungsgangkonferenz form- und fristgerecht eingeladen? Wenn nicht, dürften die Inhalte wahrscheinlich komplett hinfällig sein. Aber das kann man jetzt ja im Rahmen der nächsten (Prüfungs-) Konferenz bei der Genehmigung des Protokolls der letzten Konferenz ja klären.

    Mal gucken wie rechtlich sattelfest die angehende Schulleitung ist. 😉

    Zumindest in NRW gibt es keine expliziten Schulrechtsfortbildungen, die vor der Beförderung stattfinden.

    (das erinnert mich an das billige Erdgas aus Russland, was viele auch in der CDU sich wieder wünschen).

    Ich würde mir wünschen, dass man sich so viele Solarzellen aufs Dach nageln kann wie man möchte so lange man sich bereit erklärt nicht ins Netz einzuspeisen. Bei uns ist es so, dass PV-Anlagen über 15kWp vom Energieversorger genehmigt werden müssen und entsprechend auch abgelehnt werden können. Bei den aktuellen Preisen würde ich mir weitaus mehr Solarzellen aufs Dach legen, um ausreichend Schlechtwetterreserve zu haben, auf das die Stromproduktion auch noch an Regentagen ausreichend ist.

    Also heimische Energieproduktion als Frage der nationalen Souveränität.

    Hab heute Morgen den kfW-Antrag für meine Erdwärme-Pumpe unterschrieben. Allein der Papierkram (Heizlastgutachten etc.) hat 2,5 Monate gedauert.

    Bei dem Gutachten ist herausgekommen, dass meine alte Hütte (Baujahr 1977) mit einem Wärmebedarf von 30W/m² auch noch heutige Neubaustandards erfüllt. :staun:

    Aber hier wurde halt damals schon insoweit in die Wärmedämmung investiert, als das nicht das gemacht wurde, was gesetzlich vorgeschrieben war sondern das, was technisch möglich war. Die Ölkrise in den 1970ern war wohl die Ursache des Umdenkens.

    • PV-Anlage ist auf dem Dach (in Eigenleistung errichtet)
    • Brauchwasser-Wärmepumpe steht im Keller (in Eigenleistung)
    • Heizungswärmepumpe kommt jetzt (wegen Förderung vom Fachbetrieb eingebaut)
    • E-Auto wird gekauft sobald mein aktuelles Auto die Beine reckt

    Ist nicht mehr weit, bis ich mit der Sanierung und der damit verbundenen Energieeinsparung durch bin.

    Mal gucken, wie sich meine Strom-, Gas- und Diesel-Rechnungen entwickeln. :victory:

    13.000 € jährlich für Energie war bisher jedenfalls verdammt viel. Da rechnet sich dann auch die Tiefenbohrung für die Erdwärme-Pumpe. also soweit bin ich von der Situation vor 50 Jahren, als die Hütte geplant wurde vor dem Hintergrund der Ölkrise, gar nicht entfernt.

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