Beiträge von plattyplus

    Ein Dienstwagen hätte dort übrigens auch nicht geholfen. Der wäre genau so kaputt.

    Dienstwagen halte ich für absoluten Unsinn. Total unwirtschaftlich; schädlich für Umwelt und Volkswirtschaft. Irgendwer muss es ja bezahlen

    Wenn der dienstwagen aber schrott ist, ist das das Problem des Arbeitgebers und nicht meins. Soll er mir morgen den nächsten Wagen hinstellen und fertig. Allein schon die ganze Rennerei bei einem kaputten Privatwagen und der damit verbundene Arbeitszeit, um den in die Werkstatt zu bringen usw. ... genau, daß ist in meinen Augen nämlich meine Arbeitszeit, die ich gerne bezahlt haben will.

    Und wenn wir schon bei "total unwirtschaftlich, volkswirtschaftlicher Wahnsinn und total umweltschädlich" sind: Schaff die Inklusion ab und mach die Förderschulen wieder auf, dann müssen die Förderschullehrer nicht dauernd von einer Schule zur nächsten kutschen. Das wäre wirtschaftlich und umweltverträglich. Aber das willst garantiert nicht hören. Wer die Party "inklusion" bestellt, der soll sie auch bezahlen und zwar komplett, egal wie teuer es wird.

    Die Ärzte wandern ja schon in Scharen ins Ausland ob, demnächst vielleicht auch die Lehrkräfte.

    Ich denke mal, daß das spätestens dann der Fall sein wird, wenn die Politiker unsere Pensionen zusammenzustreichen, um sie an die Renten "anzupassen". Das geistert ja immer mal wieder durch die Medien in Verbindung mit der Bürgerversicherung.
    Das es aber bei den Beamten schon diverse Kürzungen der Bezüge hab mit Hinweis auf die üppigen Pensionen, die einem ja dann irgendwann zustehen, wird dann natürlich mal eben unter den Teppich gekehrt. Dabei wurden die Bezüge im aktiven Dienst damals mit Verweis auf zu schaffende Pensionskassen gekürzt. Nur wurden diese Pensionskassen natürlich nie gefüllt sondern das Geld in den letzten 60 Jahren für politische Wahlkampfversprechen rausgehauen.

    --> https://www.myheimat.de/bobingen/polit…n-d1279941.html

    Wenn es um reine Effizienz geht: Krav Maga oder ganz old school Boxen. ;)

    Bei Euren ganzen Ansätzen hier halte ich es eher mit dem alten Generalfeldmarschall von Moltke:
    "Kein Operationsplan reicht mit einiger Sicherheit über das erste Zusammentreffen mit der feindlichen Hauptmacht hinaus."

    ...echt. Wieso haben solche Rohrkrepierer überhaupt Zugang zu solchen potentiellen Waffen?

    Weil es so in den Rahmenlehrplänen für die Ausbildungsvorbereitung in NRW steht. Die Klassen sind ja auf den absoluten Bodensatz unseres Bildungssystems ausgerichtet, also Hauptschule nach Klasse 6 ohne Abschluß verlassen und so, weil sie die 5. dreimal und die 6. viermal wiederholt haben, bis sie im Alter von 16 irgendwann bei uns aufschlagen.

    Da steht in den entsprechenden Lehrplänen für die Ausbildungsvorbereitung in Fertigung und/oder Bau halt ein Punkt: "Einsatz von Werkzeugen und von Maschinen und Anlagen" ... und dann sind sie eben in den Werkstätten im Berufskolleg, in denen diverse Werkzeuge rumliegen.

    Ich werf ml zwei Schüler ein, die sich vor wenigen Tagen gegenseitig bei uns in der Werkstatt so hochgepuscht haben a la: "Ich f*ck deine Mutta...", daß sie am Ende mit großen Schraubenschlüsseln (Maulweite 40-60mm) aufeinander losgegangen sind.

    In einer anderen Diskussion hatten wir ja schon die Frage nach der Garantenstellung. Muß ich dann auch noch dazwischen gehen? Mit so einen 3-5kg schweren Schraubenschlüssel auf den Kopf eingedroschen und der Schädel ist gespalten. Oder ist dann das Risiko meiner eigenen Unversertheit so hoch, daß ein persönliches sofortiges Einschreiten (ohne Polizei) nicht mehr gerechtfertigt ist?

    Wie sind diesbezüglich Eure Erfahrungen?

    Ich finde aus eigener Erfahrung das Doppelstundenmodell positiv. Ich habe an unterschiedlichen Schulen beide Modelle kennengelernt.

    Vorteil Doppelstundenmodell:

    • In manchen Fächern (z.B. Informatik, Sport, ...) hat man einen hohen Rüstaufwand. Bei Doppelstunden hat man den Rüstaufwand nur einmal. In informatik müssen die Rechner gebootet und heruntergefahren werden, in Physik muß das Vorführ-Experiment aufgebaut werden, ... So bleiben von einer Einzelstunde Sport maximal 30 Minuten (umziehen, Geräte aufbauen und so frißt halt Zeit). Bei einer Doppelstunde bleiben 1:15 Stunden.
    • Aufgrund der langen Wege auf dem Schulgelände müßte man ansonsten bei uns mindestens 10 Minuten Pause zwischen jeder Stunde einlegen, damit die Schüler zur nächsten Stunde überhaupt die Chance haben pünktlich zu erscheinen.

    Nachteil Doppelstundenmodell:

    • Man hat einen zweiwöchigen Stundenplan. So werden Einzelstunden in Nebenfächern dann zu Doppelstunden alle zwei Wochen. Wenn jetzt ein Termin ausfällt (z.B. durch einen Feiertag), sieht man die Schüler gleich einen ganzen Monat nicht.
    • Man muß die Klassenarbeitstermine in solchen einstündigen Fächern weit im Voraus planen, ich mache es immer zu Beginn des Schuljahrs gleich fürs ganze Jahr, weil man nur sehr wenige Unterrichtstermine hat und ansonsten die Hauptfach-Kollegen schnell die wenigen überhaupt möglichen Termine belegt haben. Bei 2 Klassenarbeiten/Woche und eine Klassenarbeit/Tag ist ja das Limit erreicht.

    Aufgrund des Nachteils haben wir unsere beweglichen Ferientage auch nicht als Brückentage eingesetzt sondern immer am Stück zu Pfingsten, Rosenmontag oder so. Bei Brückentagen würde laufend der Freitag ausfallen, so daß man die Schüler schnell mal 2 Monate am Stück nicht sieht.

    Hast du nicht letztens ein ähnliches Prinzip mit deinen Minitests beschrieben? Oder war das ein anderer User?

    Ich mache es bei manchen Klassenarbeiten so ähnlich. Da steht dann ganz oben auf der Arbeit: "Von den 7 Aufgaben sind 5 zu beantworten."
    Welche Aufgaben die Schüler dann machen, ist ihnen überlassen. Natürlich werden sie intuitiv die Aufgaben machen, die sie am besten können.

    ... ich fands heute auch mal wieder zum Kotzen. :uebel:

    In der letzten Woche haben zwei Schüler bei mir im Unterricht eine Schlägerei angefangen und konnten gar nicht verstehen, daß ich beide rausgeschmissen habe. Wobei, wirklich aus dem Fenster geworfen habe ich sie nicht und es kam auch erst zu der üblichen Diskussion, wie ich den Rauswurf denn durchsetzen wolle, wo ich sie doch körperlich nicht angreifen darf.

    Meine Antwort war da nur noch: "Ok, dann wechsele ich mit den restlichen Schülern den Raum, stelle mich demonstrativ in den Türrahmen und dann müssen sie schon mich angehen, um in den neuen Raum zu kommen. In dem Moment darf ich mich dann auch körperlich wehren, was ich dem Fall auch tun werde!" Nicht umsonst haben wir im Kollegium ja schon eine Kampfsportgruppe, wo es in erster Linie darum geht seine Haut im Fall der Fälle so teuer wie nur irgendwie möglich verkaufen zu können.

    Heute haben sich die gleichen beiden Schüler dann bei einem Kollegen im Unterricht mit Stühlen beworfen und wieder konnten es beide nicht verstehen, daß auch er sich gar nicht auf die Diskussion, wer denn nun angefangen hätte, eingelassen und einfach beide rausgeschmissen hat.

    Wenig später, da wußte ich noch nichts von dem Vorfall heute, habe ich beide feixend die Schule verlassen sehen und vor allem auch gehört. Ging so in die Richtung: "Da haben wir wieder eine gute Show abgeliefert." In dem Durchgang zwischen den beiden Flügeln des Schulgebäudes direkt vorm Eingang ist die Akustik so gut, daß man auch im 2. Stock bei gekipptem Fenster noch jedes Wort versteht, das unten gesprochen wird.

    Die beiden wissen, daß sie sowieso nicht versetzt werden, weil die Noten total unterirdisch sind. Einer hat eine 4 und ansonsten nur 5er und 6er, der andere hat ausschließlich 5er und 6er. Die mischen jetzt, weil die Konsequenzen natürlich nicht mehr ziehen, bis zu den Sommerferien den ganzen Laden auf.

    Erinnert mich irgendwie an die Streiks in den Universitäten, von denen mein Vater heute noch schwärmt. Da fiel damals zu seiner Studentenzeit dann gleich das ganze Semester aus und ein halbes Jahr gab es keinen Absolventen. Danach hat die Wirtschaft schon genug Druck gemacht, weil sie Absolventen haben wollten. Die Besoldung der Professoren spielte da dann auf einmal keine Rolle mehr, hauptsache sie arbeiten wieder.

    Und ja, ich wünsche den Polen, daß sie gezielt die Prüfungen bestreiken. Ein Streik ist nur wirkungsvoll, wenn er wehtut, so richtig wehtut. Und an anderen Stellen als bei Abschlußprüfungen und Zeugnisausgaben merkt doch eh niemand ob wir streiken.

    Wisst ihr, was ich mit dem Geld z. B. mache? Meiner Putzfrau nen Stundenlohn zahlen, der dreimal so hoch ist wie der durchschnittliche Stundenlohn einer Putzfrau in Deutschland.

    Ich sehe schon, wir leben finanziell in ganz anderen Welten. Damit man sich bei uns als Pauker eine Reiningungskraft leisten kann, muß man schon in Besoldungsgruppe a15 sein und 100% arbeiten. Mit a13 wird das nichts.

    Und nein, Regelbeförderung nach a14 gibt es bei uns auch nicht. Sowas gibt es nur in Bayern.

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