@Bolzbold:
Ich denke da nicht an Schulformen sondern an einzelne Schulen. Die Schulen, die ein Inklusionskonzept erarbeitet haben, bekommen jetzt noch mehr Inkludierte aufgedrückt (3 statt 2 je Klasse) und die, die bisher gar nichts gemacht haben, sind das Problem los. Der Riß geht bei uns am Ort eher quer durch die Schullandschaft: "Warum müssen wir uns jetzt, wo wir in den letzten Jahren schon Sonderschichten geschoben haben, um die Inklusion umzusetzen, mit noch mehr Förderschülern befassen und die Nachbarschule (gleiche Schulform), die nichts gemacht hat, bekommt das jetzt auch noch gesetzlich zugesichert, daß sie nichts machen muß?"
Der Streit, den ich da mitbekommen habe, spielte sich zwischen zwei Grundschulen ab und die Kollegen wollen sich jetzt zur Grundschule ohne Inkludierte versetzen lassen.
Wobei ich die neue Regelung eh abenteuerlich finde. Die Inklusions-Schulen bekommen jetzt pro Klasse mit 3 Inklusionskindern 0,5 Förderschullehrer-Stellen extra. Das heißt also, daß die meiste Zeit doch eh wieder die Lehrkraft, die für sowas nie ausgebildet wurde, alleine vor dem Problem steht. Ich würde erwarten, daß in den entsprechenden Förderklassen mindestens eine Lehrkraft zusätzlich wirklich in jeder Stunde vor Ort ist (inkl. Vertretungsreserve für Krankheit etc.).