Ich war übrigens während des Studiums sehr lange mit einer Grundschullehrerin zusammen. Mit der konnte ich tatsächlich so ungefähr ab meiner Referendarszeit leider nichts mehr anfangen. Ich fürchte, auch für das folgende droht mir die virtuelle Steinigung, aber ich fand die Probleme, von denen sie berichtete, dermaßen trivial, dass ich mich irgendwann GAR nicht mehr dafür interessiert habe. Das war der Anfang vom Ende der Beziehung.
So ein ähnliches Gefühl habe ich bei uns im Kollegium. Allerdings geht es da eher um die "Komfort-Zone", also für was man alles einen Handwerker bestellt, weil man es selber nicht kann und auch nicht können will. Gefolgt vom Genöle über die Qualität der Handwerker-Leistungen. So entschuldigung, daß ich auch noch auf eine 6m hohe Leter steige und einen tropfenden Wasserhahn selber ersetze. Für sowas Handwerker zu rufen, ist mir einfach zu blöd. Wir sind doch alle erwachsen und auf das Kleinkindchenschema "ich brauch bei allem Hilfe ud kann selber nix", fahr ich absolut nicht ab.
Geht dann weiter über die Urlaubsgestaltung: "Du fliegst nach ..., da will ich auch gern hin", bekomme ich da zu hören. Auf meine Antwort: "Ja, dann buch doch ein Flugticket, in dem Camper (gemietet im Zielland) habe ich schon noch einen Platz frei, der Flug dauert aber 24 Stunden ... und der ist noch das Entspannste an der ganzen Reise", kommt dann nur noch Ablehnung. Da verlasse ich wohl regelmäßig deren Komfort-Zone?
Mittels der Überleitung "abgebrochene Fingernägel" kommen dann irgendwann der Satz einer meiner Koleginnen: "Ich such jetzt im Internet einen Partner für die nächsten 10 Jahre als Lebensabschnittsgefährten und heirate den." Ja wie, die planen vor der Hochzeit schon die Scheidung? 
Also wenn ich jetzt schon weiß, daß ich da in 10 Jahren vorm Scheidungsrichter stehen werde, weil das alles so geplant ist, dann will ich nicht. Dann bleib ich Single, auch wenns nicht toll ist. Aber ok, für meine Umwelt bin ich dank meiner Marotten eh schon komplett außen vor. Für die bin ich einfach zu anstrengend, wohl weil unberechenbar oder eben berechenbar weit außerhalb ihrer Komfort-Zone.