@Lehramtsstudent:
Ich fand es halt richtig fies, daß da auch die Fehlzeiten, die ich gar nicht verschuldet habe, mir zur Last gelegt wurden, während die Verursacher dafür sogar noch die Überstundenzulage bekommen haben. Daher würde ich nur noch zusätzliche Stunden fürs Überstundenkonto machen und nicht gegen Bezahlung.
Den Fall, den ich dabei genau meine und häufiger hatte:
- Ich war Nebenfach-Lehrer mit 1-2 Stunden, der Hauptfach-Lehrer bei den Azubis hatte an dem Tag 6-7 Stunden.
- Da der Hauptfach-Kollege gleichzeitig als Prüfer für die IHK tätig war und an dem Tag andere Azubis Abschlußprüfung hatten, fiel sein Unterricht aus dienstlichen Gründen aus.
- Für 1-2 Stunden werden die Schüler nicht einbestellt sondern in die Betriebe geschickt, folglich fiel auch mein Unterricht aus.
- Da der Hauptfach-Kollege dienstlich die Prüfungen abgenommen hat, bekam er seine Arbeitszeit und damit seine Überstunden gutgeschrieben und ausgezahlt.
- Da meine Stunden nicht stattgefunden haben, obwohl ich da war, guckte ich finanziell in die Röhre.
Gleiches gilt für Klassenfahrten, Messebesuche, vorzeitiges Schuljahresende bei Abi-Klassen, Schülerpraktika etc.: Wenn man bezahlte Überstunden macht, muß man erstmal alle Ausfallstunden aus dem eigenen Deputat gegenrechnen und erst die Differenz zum vollen Deputat wird wirklich ausgezahlt. Darauf fallen dann natürlich noch Steuern, höhere Krankenkassenbeiträge etc. an.
Mein Fazit: Bezahlte Überstunden lohnen sich vorne und hinten nicht.