Beiträge von plattyplus

    Ob es eine globale Zulassungsbeschränkung für den Master an meiner Uni gibt, soll heißen, die Bachelornote darf eine gewisse Grenze nicht überschreiten, dass wurde bislang zumindest noch nicht so kommuniziert.

    Also an meiner ehemaligen Uni wird kommuniziert: Wir nehmen für das Master-Studium nur maximal 50 Bewerber, auch wenn in jedem Jahr 450 fertig werden mit dem Bachelor. Da suchen sie sich dann auf Basis der Bachelor-Noten die besten 50 raus. Daher auch meine Ansage von eben mit den 10-15%.

    macht es denn einen Unterschied, ob Staatsexamen-Abschluss oder Master-of-Education-Abschluss?

    Moin,
    bei der neuen Studienordnung sehe ich eine gewaltige Klippe. Früher durfte jeder bis zum 1. StaEx bzw. Diplom (=Master) durchstudieren. Heute gibt es den Bachelor und dann werden nur die Besten zum Masterstudium zugelassen. Was ist, wenn man da nicht so gute Noten im Bachelor einfährt und dann dort hängen bleibt? Um unterrichten zu dürfen, muß man ja den MAster haben, der Bachelor alleine ist so wertlos wie das Papier, auf dem das Zeugnis gedruckt wurde.

    Es gibt ja durchaus Universitäten, die nur die 10-15% Besten der Bachelor-Absolventen zum Master-Studium zulassen. Und was machen dann die anderen 85%?

    Ich fand das Bild der iranischen Frauenfußballmannschaft sehr beeindruckend

    Und ich die Fotos aus Teheran 1960-1970.
    --> http://www.atchuup.com/iran-in-the-1960s-and-1970s/

    Tja, vielleicht war der Schah von Persien doch nicht so übel. Blöd nur, daß der sich wegen einiger Ölquellen (--> https://de.wikipedia.org/wiki/National_Iranian_Oil_Company ) mit den USA angelegt hat und deswegen beseitigt werden mußte. Das in das anschließende Machtvakuum die Mullahs gestoßen sind, war dann für den Westen allerdings noch blöder als die Situation vorher.

    In Afghanistan sah es in den 1950er und 60er Jahren ähnlich aus:
    --> http://ladieswhodolunchinkuwait.blogspot.de/2011/05/afghan…0s-and-60s.html

    Und ja, meine Angst ist, daß es in 50 Jahren bei uns genauso aussieht wie heute in den oben vorgestellten Orten. Mit der Nikab in der Schule (getragen von Schülerinnen) habe ich schon Erfahrung gemacht. Daher wäre mir das französische Modell ganz lieb. Wer mit sowas in der Schule aufläuft, egal ob Lehrerin oder Schülerin, kann gleich wieder gehen.

    Es gibt einen für alle Bundesländer bindenden KMK-Beschluss vom 22.10.99, der ganz klar sagt, dass die 1. und 2. Staatsexamina gegenseitig anerkannt werden

    Da gibt es aber noch ein paar kleine Fallstricke. Das Referendariat ist in den Bundesländern unterschiedlich lang (1; 1,5 oder 2 Jahre), jedes Bundesland hat seinen eigenen Fächerkanon, es gibt gerade im berufsbildenden Bereich viele Fächer so in den anderen Bundesländern nicht, weil die Fakulten anders zugeschnitten sind, und dann gibt es noch Malusaufschläge. Bayern zweifelt die Qualität aller außerbayrischen Ausbildungen an und wertet deren Noten entsprechend ab.

    --> http://www.referendar.de/forum/viewtopi…=345186#p345186

    Wie ist das bloß, wenn ein Lehrer nach dem Ref. in Ulm (BW) plötzlich in Neu-Ulm (BY) unterrichten will, weil er dafür nur einmal die Donau-Brücke überqueren muß? :zungeraus:

    Hier in Bayern studiert man beide Lehrämter noch auf 1. Stex, könnte das zu Problemen in anderen Bundesländern führen?

    Ich glaube nicht, weiß es aber auch nicht sicher. Bei uns gab es damals an der Uni den Studiengang zum Diplom Handelslehrer. Wenn man dort entsprechend geschickt die Wahlpflichtveranstaltungen belegte und Prüfungen in der richtigen Form (schriftlich und mündlich) ablegte, konnte man sich damals sein Diplom Zeugnis 1:1 als 1. StaEx anerkennen lassen. So habe ich es dann auch gemacht. Bin mit meinem Diplom und den Zusatzbestätigungen über mündliche Prüfungen ins Landesprüfungsamt rein und kam nach 45 Minuten mit 1. StaEx wieder raus. War ein reiner Verwaltungsakt.

    Entsprechend bin ich zwar originärer Lehrer mit 1. und 2. StaEx, aber ich weiß nicht, wie das mit den bayrischen Abschlüssen aussieht. Was ich aber sagen kann: Meine Cousine hat in Niedersachsen studiert und dort ihr 1. StaEx für das Lehramt Grundschule gemacht, damals mit der Zusatzqualifikation "Englisch". Ihr 1.StaEx aus NDS wurde in NRW nicht anerkannt. Der Grundschulunterricht ist ja auch so verschieden in den beiden Bundesländern. An dem Fach "Englisch" ist es gescheitert. :sterne:
    Weil sie damals mit ihrem Grundschullehramt nirgendwo untergekommen ist, unterrichtet sie jetzt an einer Hauptschule Sport (und nur Sport). Soviel zum Thema "Uns gehen die Grundschullehrer aus."

    Das Blöde bei mir ist halt: Ich wohne am nord-östlichen Zipfel von NRW, 15-20 Minuten Fahrzeit nach Westen, Norden oder Osten und ich bin in Niedersachsen. Hannover ist 60km entfernt. Bei den Stellenausschreibungen konnte ich mich aber nur nach Süd-Westen orientieren und habe so jetzt 120km (einfache) Strecke bis zur Schule.

    Würde mich interessieren welche du hast?

    Das große Problem bei mir war die Fakulta für Wirtschaftsinformatik.

    In NRW gibt es berufsbildend:

    • Informatik
    • technische Informatik
    • Wirtschaftsinformatik
    • Büroorganisation und -kommunikation
    • Fernmelde- und Nachrichtentechnik

    In NDS gibt es berufsbildend nur Informatik und da fällt dann alles darunter.

    So, jetzt hat sich das niedersächsische Kultusministerium quergestellt, als es darum ging mir Wirtschaftsinformatik NRW als Informatik NDS anzuerkennen. Etwaig fehlende Qualifikationen aus dem 1. StaEx kann man auch nicht mehr nachstudieren, quasi als 3. Fach, weil Lehrer heute nach dem Bologna-Prozeß mit Bachelor- und Master-Studium durchgeschleust werden. Da ist das 3. Fach nicht mehr vorgesehen. Hatte an der Uni auch schon angefragt und die entsprechende Absage bekommen.

    NRW hat berufsbildend halt hunderte von Fakulten, was den hiesigen Schulen schon bei den Ausschreibungen massiv Probleme macht, weil es bei manchen Fakulten in einem Jahr nur einen Absolventen im ganzen JAhr in ganz NRW gibt. Für so seltene Einzelfälle schreibt niemand aus.

    Also was Berufsschulen angeht, kann ich Dir was sagen:

    Eigentlich ist es vorgesehen, daß man sich sein 2. StaEx in allen Bundesländern anerkennen lassen und dann dort auch unterrichten kann. Rein praktisch aber funktioniert das im Berufsschulbereich nicht, weil es manche berufsbildenden Fächer so in den anderen Bundesländern gar nicht gibt. Bei denn allgemeinbildenden Fächern sollte es da besser laufen.
    Ich wollte auch mein 2. StaEx aus NRW in Niedersachsen anerkennen lassen. Ging nicht: "Ihre Fächer (berufsbildend) gibt es bei uns nicht." :(

    Ich finde das echt sehr schade, weil ich die Sprachqualität einiger Kommilitonen nicht gut genug für einen qualitativ hochwertigen Sprachunterricht halte

    Nur wie willst das testen?

    Willst sie morgens um 2.30 Uhr aus dem Bett zerren ohne Vorwarnung und sie um kurz vor 3 Uhr ans Telefon setzen, auf das sie in Australien (zu den dortigen Bürozeiten) anrufen und einen Campingplatz oder sowas buchen bzw. einfach nur mal mit Aussies sprechen?

    Ich, für meinen Teil, habe jedenfalls festgestellt, daß Gespräche am Telefon oder am Funkgerät, wenn man dann auch noch Störgeräusche im Hintergrund hat und der Gegenüber alles andere als Cambridge-English labert, das Anspruchsvollste sind, was mir je untergekommen ist. Ich bekomme es zwar hin, auch wenn ich kein Englisch-Lehrer bin. Aber im Gegensatz zu Unterhaltungen vor Ort, wo die Person vor mir sitzt, ich auch noch die Gesten und das ganze Umfeld mitbekomme und mir auch einbilde Aussies und Kiwis zu verstehen, ist "Telefon" echt eine Hausnummer.
    In den entsprechenden Ländern buche ich bei Führungen immer die englisch-sprachigen. Selbst wenn ich da nicht alles mitbekommen sollte, ist das immer noch weitaus mehr, als wenn ein Guide versucht Deutsch zu labern, ihm dann aber die Worte ausgehen und er entsprechende Passagen komplett wegläßt.
    Und ja, alleinreisend männlich, bin ich bei der Einreise immer das gefundene Fressen für die Border Patrol. Die verwickeln mich dann regelmäßig in ein Gespräch, was ich denn so in den diversen Ländern geplant hätte und ob meine Geschichte in sich schlüssig klingt. Wenn man vor Ort einen Camper mietet, kann man halt auf der Einreise-Karte keine Adresse angeben und dann fragen sie halt nach. Dazu blättern sie dann meinen Reisepaß durch und fragen manchmal nach den Stempeln. Also: "Wann waren sie das letzte Mal in unserem Land?" Solang da am Flughafen keine Störgeräusche dazwischen kommen (Lautsprecherdurchsagen oder sowas), habe ich damit keine Probleme, auch nach 24 Stunden Flug nicht.

    Und ja, mein nächster Urlaub, auch wenn er noch 8 Monate weit weg ist, geht wieder ans andere Ende der Welt. Weihnachten im Sommer bei 26°C. :)

    Ich halte nicht viel von Fremdsprachenlehrern ohne landeskundliche Erfahrungen.

    Welche Erfahrung müßte ein Englisch-Lehrer vorweisen, damit Du ihn für tauglich hältst?
    Ich frage deswegen, weil Englisch ja doch in vielen Ländern gesprochen wird und deren "Landeskunde" sich grundsätzlich unterscheiden.

    Also welche Länder darf er als "Erfahrung" einbringen und welche nicht?

    • Great Britain
    • Irland
    • Kanada
    • USA
    • Australien
    • Neuseeland
    • Indien
    • Bahamas

    Mit dem bestandenen 2. Staatsexamen bist Du voll ausgebildeter Lehrer und darfst Deine Fächer unterrichten. Weitere Qualifikationen sind im Allgemeinen nicht erforderlich.

    Und du darfst die Fächer nur in deinem Bundesland unterrichten. Glaub nicht, daß du mit dem 2. StaEx für das Lehramt Primarstufe (also Grundschule) aus Niedersachsen in NRW an einer Grundschule unterrichten darfst. Bildung ist Landessache und das 2. StaEx gilt nur für das eine Bundesland. Meine Cousine hat das Theater mitgemacht. Studiert in NDS, Referendariat in NDS und dann Grundschule in NRW ging nicht, weil der Englisch-Unterricht in der Grundschule so grundsätzlich verschieden ist, daß es ihr nicht anerkannt wurde.

    Ich selber habe versucht mein 2. StaEx aus NRW auch in NDS anerkennen zu lassen. Ging nicht, weil es meine Fächer so gar nicht in NDS gibt.

    Ist bei uns, die wir direkt an einer Landesgrenze wohnen, halt besonders doof. Da verringert sich die Anzahl der Schulen in passabler Reichweite nämlich mal gleich ganz gewaltig, wenn man von anderen Bundesländern mit nur 10 Minuten Fahrzeit bis zur Landesgrenze quasi umzingelt ist.

    Verbeamten und freiwillig in der GKV bleiben? Damit hohe Kosten, da ich Arbeitnehmer-, und Arbeitgeberanteil zahlen müsste...

    Bedenke bei der Alternative, daß du zwar im Vgl. zum Angestelltenverhältnis mehr zahlst, allerdings ist die Pensionsanwartschaft pro Jahr auch höher als die Rentenanwartschaft, die man sich in einem Jahr erarbeitet.

    • Rentenniveau: 43% des durchschnittlichen Lebenseinkommens (Prognostiziert für 2030)
    • Pensionsniveau: 71% des Einkommens in den letzten 2 Jahren

    Wenn Du also in den nächsten Jahren noch ein paar Erfahrungsstufen oder gar eine Beförderung schaffst, ist das Pensionsniveau als Beamter weitaus höher als das Rentenniveau. Beide Zahlen oben gelten natürlich nur, wenn man sein Leben lang in das System eingezahlt hat. Bei entsprechend weniger Beitragsjahren schrumpfen die Überweisungen im Alter entsprechend zusammen. Außerdem mußt gucken, inwieweit die bisherigen Rentenansprüche mit der Pension verrechnet werden.
    --> https://www.geldtipps.de/rente-pension-…pension-besteht

    und hab mich dann immer gefragt "wieso haben Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Meck-Pomm das dann nicht auch?

    Zumindest auf den Deutschen Inseln haben sie das so. Dort sind die Ferientermine extra von dem übrigen Bundesland (Niedersachsen bzw. Schleswig-Holstein) abgetrennt, damit die Eltern, die in der Touri-Industrie arbeiten, selber auch mal Urlaub mit ihren Kindern machen können.

    Es ist immer wieder erschreckend, welch negative Meinung über die bayerische (Land-)Bevölkerung herrscht und vor allem, wie wenig diese mit der Realität zu tun hat! Die Landwirtschaft ist am Aussterben

    Sieh es doch mal so. Bayern argumentiert immer mit dem Ernteeinsatz der Landkinder, wenn es darum geht, warum sie die späten Sommerferien haben müssen. Andere Bundesländer hätten auch gern mal die späten Termine. ;)

    Meiner Meinung nach wären flexiblere Ferientermine schön, also in einem Jahr zwischendrin auch mal 1 Woche Herbst- und dafür 3 Wochen Osterferien oder so. Oder auch mal 3 Wochen Weihnachtsferien (wie in Hessen), damit man auch mal etwas weitere Touren unternehmen kann. Muß nicht jedes Jahr sein, aber so im Wechsel alle Jahre, daß man dann weiß, daß alle 3 Jahre die Osterferien lang sind, wäre schön.

    Dann mach das doch privat, wenn sie dir am Herzen liegt.

    Achtung! Mach das auf gar keinen Fall, wenn sie deine Schülerin ist!

    Mein damaliger Sportpauker hatte damit massive Probleme von wegen "Ist seine Notengebung noch objektiv?", weil er einige Schüler auch im Rahmen eines Sportvereins trainiert hat. Also wenn Du sie privat so fördern willst, geh vorher zum Schulleiter und laß dich in eine andere Klasse versetzen, so daß du sie nicht mehr im Unterricht hast.

    Bitte mal um ein wenig Brainstorming.

    Mein Gednake dazu: Du hast alle Schüler/innen gleichermaßen zu fördern und nicht einzelne Paradiesvögel. Folgerung daraus: Entweder die Schülerin arangiert sich mit dem System oder eben nicht. Extrawürste gibt es erstmal keine.

    Ich verstehe sowieso nicht, warum die Mehrheit immer auf ganzer Linie zurückstecken muß, um kleinste Minderheiten zu fördern. Oder, um es auf die Situation im Berufskolleg umzubrechen: Warum werden einige Azubis in Kleinst-Klassen mit 3-5 Schülern unterrichtet? Das führt dann dazu, daß in anderen Vollzeitklassen regelmäßig 30 Schüler sitzen müssen, um den geforderten Schnitt von 19,5 Schülern/Klasse zu schaffen. Ist das gerecht gegenüber den Schülern in den 30er Klassen und den Kollegen, die dort unterrichten müssen? Den Kollegen auch mal die kleinen Klassen zu geben geht nicht, weil es von der Fakultas nicht paßt und auch nie passen wird.


    aber natürlich gibt es Fälle, wo SuS mit bestimmten Lehrern (oder auch deren Unterrichtsstil) überhaupt nicht klarkommen.

    Das gibt es aber bei den "normalen" Schülern auch. Auch diese müssen mit den Kollegen klarkommen, die ihnen vorgesetzt werden. Als ich noch Schüler war, gab es bei uns am Gym genau deswegen das System, daß alle 2 Jahre grundsätzlich in jeder Klasse alle Lehrer getauscht werden. Da wußte man dann, daß man den Typen, den man absolut nicht ausstehen konnte, irgendwann auch mal wieder los wird.

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