Beiträge von plattyplus

    Und jetzt mal ohne Ironie und mal wieder zum Glück, dass ich per Schulgesetz gar keine Noten geben darf wenn Schüler nicht anwesend sind:

    Du arbeitest halt in der Schweiz. Bei uns in NRW habe ich jede unentschuldigte Stunde per Verordnung mit der Note 6 zu werten, was die Mitarbeit angeht. Ich darf gar nicht anders. Das ist ein Automatismus, wie der 11-Meter, der beim Fußball auf ein Foul im 16-Meter-Raum folgt. Da kann ich gar nicht anders.

    Was war den das Problem beim ersten Durchfallen?

    Ich würde noch weiter gehen:
    Was geschah nach dem ersten Fehlversuch? Wurde die Ausbildungsschule UND das Seminar gewechselt, ggf. auch noch der Regierungsbezirk?


    davon hat man nichts (wenn jemand durchfällt)

    Das würde ich aus eigener Erfahrung so nicht unterschreiben wollen. Du weißt nicht, was da im Hintergrund noch so alles läuft und wenn die Schule einen anderen Kandidaten aht und den durchboxen will, wird der eine Kandidat schonmal auch auf die ganz unsportliche Weise abserviert. Zu Beginn meines Refs, als ich die damalige Schulleiterin beim Antrittsbesuch das erste Mal gesehen habe, ich war noch nicht vereidigt, hat sie mir gleich gesagt: "Ich sehe es ihnen an, sie werden es nicht schaffen!" ... ersparen sie sich doch die Mühen und geben gleich auf...

    und weiß dementsprechend nicht wie ich vorgehen soll.

    Moin,
    ich würde erstmal damit anfangen jede Stunde, die die Schüler unentschuldigt fehlen und jede Stunde, in der sie keine Sportkleidung dabei haben, mit der Note 6 zu bewerten. Und ja, bei unseren Sportkollegen sind auch schon Schüler mit der Zeugnisnote 6 in Sport nicht versetzt worden bzw. gar von der Schule geflogen. Mit Religion wird bei uns ähnlich verfahren. Da sind auch schon manche mit einer 6 in Reli auf dem Zeugnis geflogen.

    Ach und: Man ruft nicht bei den Eltern an, um mit ihnen irgendetwas zu diskutieren. Die Kommunikation erfolgt generell schriftlich, damit man im Fall der Fälle etwas für die Schülerakten hat und sich niemand herausreden kann, wenn es zur Teilkonferenz bei der Schulleitung kommt. Mit den Eltern wird auch nicht diskutiert, ihnen wird das weitere Vorgehen der Schule einfach mitgeteilt.

    Ich glaube, dass wir hier zwischen cloudbasierten Lösungen und fest installierten Lösungen unterscheiden müssen.

    Wobei die Grenzen da aber auch fließend sind. Bei uns an der Schule können z.B. per Remote Desktop Verbindung (rdp) sich alle Kollegen von zuhause aus auf dem Schulserver einloggen und dort SchilD öffnen und Schülerdaten bearbeiten. Da hängt dann auch die eigentlich lokale Software auf einmal voll im Internet.

    Du bist ja krass drauf.

    Ja, wieso denn nicht?

    Das Ding habe ich mir damals angeschafft, weil ich in meiner Ausbildungsschule mit Kopien immer kurzgehalten wurde. Da hatte jeder Kollege zwar ein Frei-Kontingent auf der Copy-Karte, aber das reichte gerade so eben für die Aufgabenzettel der Klausuren aus. Alle übrigen Schüler-Kopien mußte man vom Privat-Budget kaufen. Als dann an meiner jetzigen Schule der damalige Abteilungsleiter (inzw. in Pension) den Kopierraum vom Hausmeister verriegeln ließ, um die Kopierbeiträge der Schüler einzutreiben, war bei mir das Maß voll. Damals sind sogar einige Kollegen für säumige Schüler in Vorleistung gegangen, bloß damit der Abteilungsleiter, der gleichzeitig Vorsitzender der Fördervereins war, die Knete auf dem Vereinskonto hatte.

    Lange Rede gar kein Sinn: Mit dem Ding kopiere bzw. drucke ich günstiger als mancher Copyshop und aus Sicherheitsgründen schiebe ich die Klausuren immer in Klassensatzstärke da durch. Da weiß ich, daß ich die Aufgaben am Prüfungstag habe.

    Den Kyocera da inkl. der Papierfächer bekommst heute gebraucht für 450,- €, damals neu hat er wohl so 1.800,- € gekostet. Vergleichbare Geräte kosten heute neu ca. 2.300,- €.
    Bei uns in der Schule haben wir zwei Kyocera taskalfla 5002i mit 6.000 Batt Papierzuführung und Finisher. Da kommt jeder der Kopierer wohl so auf die 10.000,- €, wenn man sie kaufen und nicht leasen würde.

    Und was die arme Seele angeht: Ich habe das Ding alleine in den 1. Stock geschafft, in Einzelteilen. :victory:

    Da gibt es natürlich noch x-zig andere Beispiele: booking.com (einmal bei denen ein Zimmer für eine Fortbildung gebucht, davor täglich E-Mails à la "Fossi, bald ist es soweit!", "Fossi, Dein Aufenthalt in X-Stadt steht kurz bevor" etc., danach die gleiche Leier: "Fossi, wie war es in X-Stadt?", "Fossi, bewerte jetzt Deinen Aufenthalt im Schnickschnackhotel" - verdammt nochmal, es war eine einzige Nacht in einem mittelmäßigen Messehotel und kein einzigartiger Trip!) usw. usw. ad nauseam.

    Sowas ähnliches habe ich im Urlaub auch mal erlebt. Da wollte ich einen Tauchurlaub auf einem Schiff machen und hatte für die erste und letzte Nacht ein Hotal in der Hafenstadt gebucht. Da sich der Rückflug um 16 Stunden auf den Folgetag verschob (wurde mir 3 Monate vor Abflug mitgeteilt von der Fluggesellschaft), habe ich dort nachträglich noch eine weitere Nacht gebucht.

    Ergebnis: Nach diesem einen Urlaub war ich in dem Hotel gleich Stammkunde, weil ich ja drei Buchungen auf meinem Kundenkonto stehen hatte. Das das irgendwie ein zusammenhängender Auffenthalt war und auch jeweils nur für eine Nacht... egal. :staun:

    Ich hatte das ganze Theater mal mit einer Lieferung aus GB. Also im Online-Shop bestellt und bezahlt. Das Paket ist aber nie bei mir angekommen, wohl weil der Zustelldienst es nicht kapiert hat, daß die Briten vorne in der Zeile die Hausnummer schreiben und dahinter erst die Straße. Ich hatte die Paketnummer, nur leider teilte mir die UPS-Webseite mit, daß sie mein Haus nicht finden könnten. Deshalb ging das Paket wieder zurück.
    Was ich dabei nicht bedacht hatte: Der Absender saß nicht im Mainland UK sondern auf Gurnsey (britische Kanalinsel). Auf den Inseln ist wohl alles steuerfrei, also so ähnlich wie bei uns auf Helgoland. Ergebnis davon war, daß ich enige Wochen nach der ersten erfolglosen Zustellung einen Brief vom Hauptzollpostamt Frankfurt erhielt, der mich aufforderte die Einfuhrumsatzsteuer für die nicht erhaltende Ware zu zahlen. Sie war ja schließlich eingeführt worden.

    Ergebnis vom Lied: Ich habe für den Kram zweimal Einfuhrumsatzsteuer gezahlt, da das Paket ja zweimal über die Grenze geschippert ist und beim zweiten Mal habe ich darauf bestanden, daß das Paket mit Royal Mail verschickt wird, weil deren Partner hier in Deutschland DHL ist. Dann ist das Paket auch angekommen, weil unser Briefträger da eindeutig mehr auf Zack ist. Die anderen Zusteller (UPS und Co.) tun sich hier auf dem Lande richtig schwer, wohl weil zwischen den einzelnen Häuser Äcker sind und es entsprechend sehr viele Hausnummern gar nicht gibt und der "Nachbar" nicht unbedingt die nächste Nummer hat sondern dazwischen noch 20 Nummern frei sind.

    Der normale Briefträger, der auch DHL ausliefert, fährt hier jeden Tag durch die Gegend, der kennt sein Revier. :)

    In manchen Bundesländern gibt es eine "amtliche" Schulverwaltungs-Software, bei der auch Noten "bequem" webbasiert via Smartphone etc. vom Fachlehrer eingetragen werden können

    Diese Software gibt es bei uns in NRW auch, nennt sich "SchilD".

    Problem dabei: Die Software ist dermaßen buggy und mit irgendwelchen Funktionen überladen, die hier und da immer weiter an die Datenbank drangebaut wurden, daß man die Software kaum bedienen kann. Das fängt schon damit an, daß die Namen nach schwedischem Alphabet sortiert werden (Umlaute sind ganz hinten im Alphabet), wohl weil die Entwickler beim ersten Wurf der Software in den 1980ern eine schwedische Tastaturbelegung oder so eingestellt hatten. Weiter geht es mit einer falschen Berechnung der zusammengesetzten Abschlußnoten usw. usw. ...

    Außerdem haben wir mit der Software massive Probleme, weil sie unser Virenscanner regelmäßig als Virus erkennt und in die Quarantäne schickt oder gleich löscht. :teufel:

    Was wäre eigentlich, wenn man am heimischen Computer die ganzen Zeugnis-Gutachten für die Grundschulkinder schreibt und dann in der Schule an dem einen Schulrechner nur noch die entsprechenden Schülernamen nachträglich einpflegt?

    Solange die Gutachten-Texte nicht personifiziert sind, dürfte das doch datenschutztechnisch kein Problem sein. *grübel*

    Nicht ganz,

    aber als das Foto gemacht wurde, waren mein kleiner Laserdrucker und der Tintenpisser daneben ziemlich gleichzeitig über die Wupper gegangen und da habe ich beide Geräte durch einen größeren Drucker/Scanner/Kopierer ersetzt.

    Und was das Papier auf dem Fußboden angeht: Ich kaufe immer im Schreibwarenladen und da gibt es halt größere Mengen. Für ein 500Blatt Paket werf ich das Auto nicht an.

    Noch die Ballonpost-Karte, die gerade bei mir im Garten gelandet ist, zurückbringen. Dann halt persönlich, weil die Post es nicht mehr rechtzeitig schafft.

    --> https://fotos.rennrad-news.de/f3/4/462/46241…_0686-large.jpg

    Wobei: Für den Hinweg von 135km hat der Ballon nur 4 Stunden benötigt, bevor er bei mir im Garten gelandet ist heute Abend. :staun:
    Der Kindergarten an der Absender-Adresse muß wohl heute irgendwie ein Fest haben oder so.

    Sollte man demnächst alle Postkarten so transportieren anstelle lärmende Dronen zu benutzen?

    dass man die "faulen Säcke" zu 40 Stunden unbezahlter Mehrarbeit ("letzte Ferienwoche") verdonnert...

    Also ich würde gerne in der letzten Ferienwoche Fortbildungen machen, aber dann fällt natürlich alles andere in genau dieser Woche flach. Keine Nach- und Feststellungsprüfungen mehr, bei der die Schüler versuchen doch noch versetzt zu werden. Kein Gehampel mehr mit den Eisnchulungsunterlagen, keine Konferenzen mehr. Das müßte dann alles ERSATZLOS wegfallen, weil meine Arbeitszeit mit der Fortbildung ja schon komplett gefüllt ist. :)

    Ach ja, die Fortbildung zum Umgang mit Amokläufen fällt dann auch weg. Woher weiß ich eigentlich, wann ich mich bei einem Amoklauf aus meinem Klassenraum wieder raus trauen darf? Wie läuft da die Entwarnung? Wenn jemand mit den Worten "Polizei" über den Flur läuft, werde ich garantiert nicht die Tür aufmachen. Das könnte ja auch der Attentäter rufen. Sollte jemand die Tür aufbrechen, bliebe als letzte Waffe nur noch der Feuerlöscher, den wir in jedem Raum haben. :ohh:

    Diese Zeit [= Schulferien] ist für uns lediglich "unterrichtsfrei" und darüberhinaus kann man in den Schulferien die gesetzlich geregelte Anzahl an Urlaubstagen beziehen.

    Moin,
    wenn wir mal ganz platt auf die gesetzlichen 30 Tage Urlaub abheben und ich mir die ganzen Schulferien mit irgendwelchen Zusatzaufgaben zupflastern soll, dann will ich im Gegenzug aber auch den Urlaub dann nehmen können, wann ICH es will. Es wurde ja auch schon in der Privatwirtschaft geregelt (Bundesurlaubsgesetz §7), daß die Wünsche des Arbeitnehmers Vorrang haben. Selbst bei begründeten Betriebsferien (wäre ja bei uns gegeben: Schüler nicht anwesend), muß die Hälfte des Urlaubsanspruch frei durch den Arbeitnehmer geplant werden dürfen und eben nicht vom Arbeitgeber vorgegeben.

    Will sagen: Im Sommer brauche ich keinen Urlaub, dann ist es auch hier schön. Ich würde meinen kompletten Urlaub gerne so ab Mitte Januar bis Ende Februar nehmen und dann in den warmen Süden abhauen, wenn hier das Wetter unterirdisch ist. :pirat:

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