Beiträge von plattyplus

    Wer einen Wisch unterschreibt, den er mit hoher Wahrscheinlichkeit eben gerade nicht vollständig verstanden hat, und bei dem man mit Sicherheit davon ausgehen kann, das man in einem oder mehreren Punkten gegen die Vorgaben verstößt (es sei denn man ist ausgebildeter Systemadministrator mit Schwerpunkt "Datensicherheit"), der ist doch wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert...

    Ich habe mir schon überlegt, wie ich mich verhalte, wenn sie mir mal so einen Wisch hinlegen. Ich werde alle Passagen, die ich nicht verstehe oder nicht erfüllen kann, streichen. Wenn dann am Ende von der ganzen Erklärung übrig bleibt, daß ich unterschreibe, daß heute der 17. Juni 2018 ist, dann ist das eben so. :)

    Wie lange darf man eigentlich nach dem 1. StaEx bzw. dem Master of Education mit dem Referendariat warten?

    Wenn ich mich richtig erinnere, war eine maximale "Pause" zwischen 1. StaEx und dem Beginn des Referendariats von vier Jahren zulässig. Danach wurde das 1. StaEx nicht mehr vollständig anerkannt. Vielleicht meint der Erlaß genau das, wenn man trotz Lehramtsstudium nicht ins Ref. darf.

    Das wäre dann neben dem Einwand von calmac zur Schulform ein weiterer Aspekt.

    dafür haben OBASler auch 19,5 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht ab dem ersten Tag

    Dafür müssen OBASler aber auch nur mit Note 4,0 bestehen und haben die Stelle sicher. Referendare müssen sich danach mit ihrer Note nochmal bewerben mit dem Risiko in Hartz 4 zu landen.

    @Sissymaus
    Und du glaubst, daß ich als Refi sowas nicht hatte? Bei uns gab es immer zwei Einsatzpläne, einen "offiziellen" fürs Seminar und einen tatsächlichen. Das Spiel haben die Refis auch nur mitgemacht, weil sie Angst hatten ansonsten trotz bestandenem 2. StaEx am Ende in Hartz 4 zu landen. Und ja, mit 850,- e netto im Ref. einen Zweitwohnsitz unterhalten, weil man mal eben ans andere Ende des Bundeslands geschickt wird, geht einfach nicht. Dann noch Schelte von den Kollegen zu bekommen von wegen "Sozialschmarotzer", weil man sich auf eine Sozialwohnung bewirbt bei dem ja ach so extrem guten Verdienst, die dachten wohl an ihr eigenes volles Gehalt, kommt dann auch gut.

    Aber ihr habt ja Recht, ich war einfach zu bescheuert mich mit meinem 1. StaEx zu bewerben und nicht mit meinem Dipl.-Zeugnis. Gibts halt nicht so häufig, daß ein Bewerber beides hat.

    Nochmal: E10 mit Erfahrungsstufe 3 ist, auch mittelfristig, besser als E11 mit Erfahrungsstufe 1

    Wenn es um eine spätere Verbeamtung geht, würde ich eindeutig E11 bzw. dann A11 vorziehen, auch wenn aufgrund der Erfahrungsstufe der monatlich ausgezahlte Sold geringer ist. Durch die höhere Eingruppierung ergeben sich nämlich höhere Pensionsansprüche.

    Am BK/SEK II bekommt man während des OBAS auch Stufe 13 - genauso wie ein voll ausgebildeter tarifbeschäftigter Lehrer. Das halte ich nicht mal für ungewöhnlich.

    Ungwöhnlich? Das ist eine absolute Frechheit gegenüber allen Referendaren, die während der Zeit mit wesentlich Weniger auskommen und entsprechend nebenbei kellnern müssen. :daumenrunter:

    Der Aufwand ist extrem überschaubar.

    Wenn es darum geht Unterkunft, Fahrt etc. zu buchen, ist das echt sehr überschaubar, sogar wenn man alle Posten einzeln bucht und kein Pauschalangebot nimmt. Der Aufwand kommt bei mir, wenn ich Geld für die Tour einsammeln muß. Wobei der Aufwand auch "relativ" ist. Bei den allermeisten Schülern ist das kein Problem.

    Aber bis die Letzten 2-3 bezahlt haben. Da kommt der Aufwand. :daumenrunter:

    Was treibst du heute noch?

    Mich darüber ärgern, daß mir alle ein schönes Wochenende wünschen, wo ich morgen noch zur Schule muß bis 15 Uhr. :(

    Fußball? Gucke ich nicht. Kommt zuviel davon im Fernsehen. Würde gerne auch mal andere Sportarten sehen, hauptsache kein Fußball.

    Dann werden die Zeugnisse halt nicht fertig.

    Naja,
    zumindest bei den Abschlußzeugnissen, mit denen die Schüler nach der 4. Klasse dann auf die weiterführende Schule wechseln, wäre das keine Option.

    Was ich mir aber überlegen würde: Sind diese Zeugnisse in Gutachten-Form in Klasse 1 und 2 eine Muß-, eine Kann- oder eine Soll-Vorschrift? Wenn es keine Muß-Vorschrift ist, würde ich auch dort schon auf klassische Noten übergehen, um den Aufwand zu reduzieren.

    Ich mache im Unterricht höchstens noch einige Normschrift-Übungen. Und dann ist’s auch gut damit. Kein Technischer Zeichner/Produktdesigner benötigt sowas heute.

    Moin,
    die Produktdesigner machen sowas heute auch alles am Computer, aber die Straßenbauer zeichnen bei uns durchaus noch Verlegepläne auf ganz klassische Art und Weise.

    Oh ha, und dann auch noch mit dokumentenechter Tinte... sprich: bei jedem Schreibfehler alles nochmal von vorne!!!!????

    Ja genau, von den technischen Zeichnern wurde das früher in der Ausbildung verlangt und einige Kollegen verlangen entsprechende Zeichnungen mit Tusch-Halter und Normschirft noch heute.

    Ich sag nur: Rotring Tusche K schwarz (Ätztusche) auf Pokalon-Folie. Das ist dann die ganz große Kunst. :)
    Pokalonfolie ist eine sehr dicke angerauhte Plastikfolie, die gegenüber Papier den Vorteil hat, daß sie sich nicht in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit verzieht oder schrumpft. Man kann die Maße also sehr genau von der Zeichnung abnehmen. Und die Tusche-Zeichnungen dann bitte in kleinster Normschrift (Schrifthöhe Großbuchstaben 2,5mm, Strichstärke 0,25mm) beschriften.

    Wenn das jemand kann, kommen da echt Kunstwerke bei raus. :ohh:

    Sagen wir mal so:
    Meine Grundschulzeugnisse sind auch noch handschriftlich verfaßt.

    Und ja, wenn die an der Grundschule die Zeugnisse wirklich in Normschrift (DIN EN ISO 3098) sauber hinbekommen, ziehe ich meinen Hut. Das Ganze natürlich mit dokumentenechter Tusche nach DIN EN ISO 12757-2.

    Schandtaten aus unserer Schulzeit?

    • Spitzen-BH lag auf einmal auf dem Pult, als der Lehrer (hier extra die männliche Form) reinkam. Hat er einfach gar nicht beachtet.
    • Am letzten Schultag der Abiturienten mit einem halbvollen Bierglas in den Unterricht gekommen (wir hatten erst 2 Jahre später Abi).
    • Spraydosen als Flammenwerfer mißbraucht (so Klasse 7 oder8); am besten fackelte Odol Mundspray.
    • Im Physikraum den Bandgenerator von hinten an die Türklinke gehängt, über die Pause laufen lassen und als der Pauker nach der Pause die Metallklinke anfaßte, um aufzuschließen...
    • Im Informatik-Unterricht Snoopy-Tapete gedruckt. Es war Freitag, letzte Stunde und unsere Computer waren so langsam, daß es so grob 5 Minuten brauchte, bis der Netzwerk-Nadeldrucker anfing zu rattern. Also kurz vor Ende den Druckauftrag rausgejagd und den Rechner ausgeschaltet. Als der Pauker mit uns draußen war, fing der Nadeldrucker übers komplette Wochenende an zu rattern. Und dank 1.000 Blatt Endlospapier hinten dran, ratterte der am Montag immer noch. Nur das Farbband hatte er inzw. zerlegt und das Papier flog durch den Info-Vorbereitungsraum.
    • Damals hatten wir ein Fax-Gerät im EDV-Raum. Angespornt von der Snoopy-Tapete hat unser Pauker dann damals die Technik selber noch verfeinert. Da kam immer irgendeine Werbung von Schulbuchverlagen per Fax an. Irgendwann hatte der Pauker die Schnautze voll, hat drei Zettel genommen, groß mit Edding "Laß das Fax platzen!" draufgeschrieben, die drei Zettel zu einem langen Streifen aneinander geklebt, den Streifen manuell ins Faxgerät eingezogen und dann die beiden Enden zusammengeklebt, so daß ein Papier-Endlos-Streifen entstand. Das Faxgerät haben wir dann mal eine Nacht so laufen lassen. :pirat:
      Der Verlag hat uns nie wieder Werbung geschickt.
    • In der Grundschule in der 4. Klasse Alufolie aus Schokoladen-Verpackungen in die Fassungen der Deckenlampen geschraubt. Und ja, man kann aus übereinander gestapelten Tischen hervorragende Gerüste unter Deckenlampen bauen. Als dann im Winter die Lehrerin zur ersten Stunde das Licht angemacht hat, flog mal gleich die Sicherung... Unterricht fürs Erste beendet.

    So, jetzt seid Ihr dran. :)

    Eine andere Erklärung wäre Naivität. Man denke nur an den Umgang mit schulischer Gewalt... von wegen Stuhlkreise und so. ;)

    Was die Naivität angeht, habe ich meine Einstellung nach dem Abschuß des Malaysia Airlines Flug über der Ukraine entsprechend verfestigt. Da war eine Damenrunde komplett fertig, wie man denn ein Verkehrsflugzeug abschießen könne. Mein Einwand, daß ich die Airline selber als Hauptschuldige sehe: "Wie kann man nur ein Kriegsgebiet überfliegen?" stieß auf komplettes Unverständnis. Krieg ist nunmal kein Videospiel und hat auch mit Sandkasten-Streitereien nichts zutun. Wie in dem Bericht oben geschildert zeichnet sich in Nicaragua wohl auch ein Bürgerkrieg ab. :(

    Die meisten dualen Ausbildungen dauern 3 Jahre. In Handwerk/Technik gibt es ein paar, die 3,5 Jahre dauern, das ist aber eher die Ausnahme.
    Warum Schulen das nicht anbieten? Weil es dazu Betriebe braucht, die einstellen, und das passiert in der Regel ein mal im Jahr.

    Und wenn man an einem technischen Berufskolleg arbeitet, dann wird diese 3,5 jährige Ausnahme zur Regel. ;)

    Warum die Ausbildungen nicht auch zum 2. Halbjahr im Februar anfangen können? Frag die Betriebe und die IHK. Die setzen die Termine und wir haben uns denen anzupassen. Wobei man bei zusätzlichen Startterminen natürlich auch wieder ein Problem bekommt, weil die Klassenstärken dann noch weiter zurückgehen. Wir haben ja jetzt schon das Problem, daß wir den Schlüssel von 19,5 Schülern/Lehrerstelle kaum halten können, weil es zu viele zu kleine Klassen gibt. Für jeden Ausbildungsberuf muß eine extra Klasse vorgehalten werden, auch wenn die Betriebe dann in einem Jahr nur 3 oder 4 Azubis bei uns anmelden, muß die Klasse eingerichtet werden. Diese Mini-Klassen machen uns den Schnitt kaputt. Gibt ja nicht umsonst schon Landesfachklassen, es gibt also nur eine Berufsschule für diesen Ausbildungsberuf in ganz NRW bei uns. Diese Klassen müssen wir anbieten, hat das Kultusministerium so beschlossen, gleichzeitig werden uns die Schülerzahlen in den Klassen voll auf den Klassenschnitt von 19,5 angerechnet. Der nächste Schritt wären dann Bundesfachklassen (z.B. Hörgeräteakustiker in Flensburg oder Steinmetze in Mainz). Da läuft die Berufsschulausbildung dann aber nur noch im Blockunterricht und Internatsbetrieb.

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