Beiträge von plattyplus

    Falls Du die Daten für Dein Haus brauchst: Die Kostenberechnung des Architekten ist Teil der Bauakte, bis 90 zumindest in Westdeutschland).

    Bauakte? Wo finde ich die? :ohh:

    Habe vor 3 Jahren den "roten Punkt" wiedergefunden, als ich die Scheune entrümpelt habe. Aber weitere Akten habe ich nicht. Jedenfalls war auch in der Tasche mit den Bauzeichnungen und -rissen nirgendwo eine Kostenaufstellung zu finden.

    Wenn es um günstige Laserdrucker geht, fallen mir auch nur die Hersteller Brother oder Kyocera ein. Wobei die Kyocera-Laserdrucker Trommeln aus Keramik haben (üblich ist Stahl), die so lange halten sollen, daß der komplette Drucker eher die Grätsche macht als die Trommel. Daher auch Conni' und ihr "der hat keine Trommel". ;)

    Ich habe hier auch einen Kyocera stehen, allerdings als Netzwerkdrucker. Mit dem Drucker im Lagerraum unter der Treppe ist das mit dem Feinstaub dann auch nicht mehr so wild.

    @Volker_D: Ich habe zwei Steuerberater vor einigen Jahren gefragt, als ich verbeamtet wurde. Beide haben nur abgewunken beim Thema Arbeitszimmer, als sie meine Konstellation gehört haben. Sie meinten, daß die Schätzung und die jährlich zu erstellenden Abrechnungen so teuer wären, daß das in keinem Verhältnis zur Steuersparnis steht.

    Was bei mir den Kohl fett macht: 120km Arbeitsweg, einfache Strecke...
    Und ja, da wollte das Finanzamt auch schon Werkstattrechnungen sehen, weil da ja auch immer km-Stände drauf vermerkt sind; ob das Fahrzeug wirklich so viele km gemacht hat in der Zeit.

    Heizung, Strom, Wasser, Müll etc. sollte man ja kennen.

    • Heizung: Klar weiß ich da wieviel m³ Gas wir jedes Jahr verbrauchen. Allerdings ist das die Gesamtmenge für das komplette 2-Familien-Haus. Da müßte ich erstmal noch ausrechnen, wie viel auf meine Wohnung und wie viel auf die Wohnung meiner Eltern unten entfällt. Konkret bräuchten sämtliche Heizkörper dafür Verdampfer, um festzustellen wieviel Wärme sie abgegeben haben. Hat bisher niemanden interessiert. Die Gasrechnung wurde bezahlt und fertig. Einfach die Gesamtheizleistung auf die Gesamtquadratmeter umlegen ist seit den 1980ern ja verboten. Allein die laufenden Kosten dafür würde den Posten "Absetzen des Arbeitszimmers" mehr als auffressen.
    • Strom: Könnte ich machen, wir haben zwei getrennte Stromzähler.
    • Wasser: Es gibt nur eine Wasseruhr. Aber könnte man bestimmt noch irgendwie ausrechnen. Geht das dann eigentlich nach m² oder nach Personen und wie ist das mit dem Wasser, das im Garten verbraucht wird?
    • Müll: Wir haben nur eine 120L Restmüll-Tonne, die alle 2 Wochen geleert wird. Kleiner bzw. noch weniger geht hier am Ort nicht. Wie soll ich da jetzt anteilig die Müllkosten für mich alleine ansetzen, nach Personen oder nach m²?

    Wie gesagt, bisher hat das niemanden interssiert, die Rechnungen wurden einfach bezahlt und fertig. Schränke, Computer, Kopierer, Schreibtisch, Bürostuhl, ... setz ich alles auf die Steuererklärung, aber das Arbeitszimmer selber, ist mir da dann doch zuviel Aufwand das auszurechnen. Zumal Kreditzinsen bei mir derweil glücklicherweise auch kein Thema sind. Ich saniere mich hier halt durchs Gebäude und haue da jedes Jahr so grob 10.000,- € rein, allerdings ohne einen Kredit aufzunehmen, sonst wäre es ja wirklich einfach.

    Mach ich da was falsch?

    Du machst nichts falsch. :)

    Aber Du hast auch eine Mietwohnung, wo du jedes Jahr eine Abrechnung (Mietkosten) sowie eine Nebenkostenabrechnung bekommst. Davon das prozentual auszurechnen ist ein Kinderspiel. Aber stell dir mal vor es wäre Eigentum, ggf. noch geerbt, und du müßtest sämtliche Abrechnungen erstmal selber machen, um davon dann den prozentualen Anteil des Arbeitszimmers errechnen zu können. Da sitzt der Arbeitsaufwand, zumal das Gebäude alle paar Jahre hier und da mal renoviert wurde. Hier eine neue Heizung, dort neue Fenster, ...

    Woher soll ich denn wissen, wieviel meine Vorfahren für das alles hier mal investiert haben? Wie setze ich meine Renovierungskosten da rein? Das Grundstück ist seit dem Jahr 1905 in Familienbesitz, das Wohnhaus ist aus den späten 1970ern. Quittungen gibt es da schon lange nicht mehr und wenn doch, wie ist das dann mit der Inflation über 113 Jahre?

    Gehe zu einem Steuerberater oder einem Steuerhilfeverein.

    Würde ich auch sagen, allein schon deswegen weil das, was hier gerade läuft, eine Steuerberatung ist und damit dem Steuerberatungsgesetz zuwiderläuft.

    Hab ja schon genug Theater, daß ich in meinem Unterricht den Azubis beibringe, wie man anhand eines Beispielfalls eine Steuererklärung ausfüllt. Konkrete Fälle darf ich nicht hernehmen (§4, Absatz 3)

    Also bevor ihr Tipps gebt, guckt mal hier: https://www.gesetze-im-internet.de/stberg/

    Ach ja: Ich setze mein Arbeitszimmer nicht ab, weil mir das viel zuviel Aufwand ist da alles abzurechnen. Fängt schon mit dem Herstellungspreis des Hauses an. Das wurde Ende der 1970er gebaut und zwischendrin mehrfach an verschiedenen Ecken renoviert. Was soll ich da ansetzen? Die m² sind kein Problem, aber mit der Nebenkostenabrechnung geht es weiter. Ich habe ja keine Abrechnung vom Vermieter bzw. von der Hausverwaltung und müßte die vorab auch noch selber erstellen. Da ist mir die Freizeit lieber als da über zieg Tage alles zusammenzuzählen, so dies überhaupt noch möglich ist. Quittungen aus den 1970ern gibt es nicht mehr.

    Aber Fahrzeit ist keine Arbeitszeit.

    Wie kommst Du denn auf das schiefe Brett? Natürlich ist die Fahrzeit Arbeitszeit, wenn es sich um eine Dienstreise handelt! Bei meinem alten Arbeitgeber war es so, daß wir da zumeist mit einem Dienstwagen mit mehreren Personen losgefahren sind. Jetzt erklär mir mal, daß Autofahren keine Arbeit ist und ich nebenbei noch Klausuren korrigieren kann. :sterne:

    Gestern hab ich z.B. meiner 9. gesagt, dass ich die Zeugnisse am Ende der Stunde

    Ihr habt es gut, daßes Halbjahrszeugnisse aufgrund der späten Sommerferien immer Ende Februar gibt. Bei uns gibt es die Ende Januar und da müssen entsprechend direkt vor Weihnachten alle Klasusuren geschrieben werden, um in den 2 Wochen nach den Ferien noch die Nachschreiber verarzten zu können. Weihnachten fängt da entsprechend erst wirklich für die Kiddies zu Ferienbeginn an, weil vorher die stressigste Zeit im ganzen Jahr ist.

    Nachhaltig scheinen diese Maßnahmen aber nicht zu sein, wenn ich erlebe, dass die Kids die zu uns aus der Grundschule an die Sek. I kommen immer schwieriger werden.

    Bei uns ist es genau das gleiche Spiel, wenn die Kiddies aus der Sek 1 kommen und bei uns in der Sek 2 landen. Erfolge sind da nicht sichtbar.

    Wobei ich mich schon frage, ob Trainingsräume, Termine beim Sozialarbeiter, runde Tische und was auch immer nicht evtl. doch kontraproduktiv sind. Führen alle diese Maßnahmen doch dazu, daß der Schüler sein Ziel erreicht, nämlich dem regulären Unterricht fernzubleiben. Während er im Trainingsraum ist, hat er ja de facto Pause. Gleiches gilt für alle sonstigen Maßnahmen, die sich heute so ausgedacht werden.

    Dabei sollte es man gerade diesen Schülern so unbequem wie nur möglich machen. Auf das ihnen ihr eigenes Verhalten irgendwann lästig wird. Also klassische Erziehung mit Nachsitzen und generell ganz unbequemen Terminen. Also nachsitzen abends ab 18 Uhr bis an die Grenze der Zulässigkeit (sie haben als Minderjährige Anspruch auf 12 Stunden Nachtruhe, als Volljährige 11 Stunden), also abends bis 19.30 Uhr, wenn am nächsten Morgen um 7.30 Uhr der Unterricht beginnt.
    Das hatte ich gerade gestern Abend wieder, weil ein Azubi zwei Tage zuvor meinte unserer Praktikantin blöd kommen zu müssen. Wobei "blöd" noch sehr zuvorkommend geschrieben ist, es war echt unterste Schublade. Als er seine Sprüche rausgehauen hatte, grinste er mich nur noch an und sagte: "Jetzt müssen sie mich ja rausschmeißen." Meine Antwort war nur noch: "Was? In Urlaub soll ich Dich dafür auch noch schicken? Nach 6 Stunden Berufsschultag gehst (aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen) doch eh nicht mehr in den Betrieb." Hab dann vor versammelter Klasse seinen Chef angerufen und gefragt, wann er am Donnerstag Feierabend hat und ihn gefragt, ob er damit einverstanden wäre, wenn sein Azubi nach Feierabend nochmal bei mir vorbei kommt. Am Abend gabs dann noch einen entsprechenden Arbeitsauftrag für ihn mit dem Hinweis: Du darfst so lange donnerstabends anrücken, bis das zur Zufriedenheit erledigt ist. Die übrigen Techniker in dem Raum haben dann noch etwas abgelästert welchen Vogel ich denn jetzt wieder zum Nachsitzen angeschleppt hätte...

    Nicht umsonst ist inzw. der überweigende Teil im Kollegium der Meinung, daß wir ganz dringend die generelle Wehrpflicht wieder einführen sollten und zwar wirklich für alle, also unabhängig von Geschlecht, etwaiger Tauglichkeit oder Staatsbürgerschaft. Da lernen sie ein geregeltes Leben kennen, ohne sich dem entziehen zu können.

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