Leider, so scheint mir, wurde dieser Bereich strâflich vernachlässigt.
Es hat halt niemand damit gerechnet, daß die vielen vielen privaten Klein- und Kleinstanlagen in Summe so eine Strommenge liefern können. Die Politik denkt da leider meiner Meinung nach viel zu sehr in zentralistischen Großprojekten. Das viele Privatpersonen in Summe den Wandel viel schneller schaffen können, allein schon weil oft keine langwierigen Genehmigungsverfahren notwendig sind, blenden sie vollkommen aus.
Oder einfach ein bisschen Realismus. Wir haben eine Pleitewelle und sind Jobexport-Weltmeister. Wir deindustrialisieren in Rekordtempo.
Realismus? Ok, wenn es um die harten Fakten geht, müssen wir davon ausgehen, dass die Arbeitsplätze, die aktuell verloren gehen, eh nie mehr zurückkommen werden. Entsprechend sind wir gefordert (z.B. durch neue Technologien) neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist also die Frage, ob unsere Gesellschaft gewillt ist die Flucht nach vorn anzutreten.
Kohle ist tot. Selbst wenn wir wollten, wir könnten die Bergwerke nicht innerhalb von 2 Jahren wieder in Betrieb nehmen. Kernspaltung ist ebenso tot. Wir haben gar nicht mehr das Know-How, um so ein Kraftwerk zu bauen. Was uns bleibt sind aktuell die Erneuerbaren und die Hoffnung auf die Kernfusion.
Leider fehlt mir in unserer Gesellschaft der Aufbrauchswille und der Glaube an die Zukunft. Stattdessen will man immer an liebgewordenen Traditionen festhalten, wissend, dass sie eh nie wieder zurück kommen werden. Ich wünsche mir echt die Technikgläubigkeit des frühen 20. Jahrhunderts (vor dem 1. Weltkrieg) und die Entschlossenheit der US amerikanischen Heimatfront im 2. Weltkrieg zurück.