Beiträge von plattyplus

    Ich unterrichte Maschinenbau und hab neulich eine 40kg-Ritzelwelle ins die Schule gefahren.

    Ich sollte schon gespendete IT-Hardware abholen und habe dies mit der Begründung: „Wenn ich jetzt fahre, bekomme ich bei der Rückkehr keinen Parkplatz mehr“, verweigert.

    Wir haben zwar einen Lehrerparkplatz, aber da der keine Schranke hat sondern nur ein Schild dort steht, ist er regelmäßig mit Schüler-PKWs dermaßen überfüllt, dass sogar die Feuerwehrzufahrten zugeparkt sind. Entsprechend werde ich den Parkplatz auch nicht opfern, um da irgendwelche Klamotten zu holen.

    Die Sozialleistungen steigen doch aber gar nicht wesentlich:

    Also ich entnehme der Grafik, dass in den 1960ern und 70ern, als die Autobahnen bei uns in Deutschland in großem Stil gebaut wurden, die Sozialausgaben ca. 20% des BIPs ausgemacht haben. Aktuell liegen wir bei über 30%. Das soll keine wesentliche Steigerung sein? Eben wegen der geringeren Sozialausgaben hatte die damalige Bundesregierung überhaupt die Mittel zur Verfügung, um diese in die Infrastruktur zu investieren.

    Leider vergessen hier viele eine ganz wesentliche Stellschraube bei den Sozialausgaben, nämlich die Anzahl der Arbeitslosen. Gelingt es uns wieder ähnlich hohe Beschäftigungsraten zu erzielen wie in den 1960ern, die Sozialausgaben würden automatisch extrem sinken, weil die Anzahl der Empfänger sinkt und gleichzeitig die Anzahl der Einzahler ansteigt. Da hätten wir dann auch wiede genug Geld für die Infrastruktur, für die Bundeswehr, ...

    So, wo ist jetzt das Programm zur Förderung der Wirtschaft, auf das wir wieder von einer Vollbeschäftigung sprechen können?

    Kosten des AKWs liegen laut Wikipedia bei Vollkosten von 11-12 ct/kWh. Das liegt weiter unter dem Garantiepreis, den wir unseren Solar-Betreibern zahlen. Dieser lag 2022 bei 21,3 ct/kWh.

    Der hohe Durchschnitt liegt aber ausschließlich an den Altanlagen. Im Solarbereich wird die Einspeisevergütung ja für 20 Jahre garantiert, damit es eine gewisse Planungssicherheit gibt und die Bürger eher gewillt sind Kredite für PV-Anlagen aufzunehmen. Aktuell bekommen PV-Neuanlagen eine Einspeisevergütung von 8ct/kWh.

    Was mich mehr ärgert bei der PV-Geschichte ist die Tatsache, dass man inzw. Batterien bei den Netzbetreibern anmelden und ggf. genehmigen lassen muss. Früher wurde generell unterstellt, dass man die Akkus im Keller tagsüber mit dem Strom aus der PV-Anlage lädt und über Nacht dann den Strom verbraucht. Damit wären die Batteriezellen dann netzdienlich, weil sie die Last aus dem Stromnetz nehmen. Heute ist es so, dass einem die Netzbetreiber unterstellen, dass man dank negativer Strompreise ja ggf. auch tagsüber die Akkus aus dem Netz laden könnte, weswegen die Batteriezellen nicht mehr als netzdienlich sondern als netzschädlich eingestuft werden. Durch das Laden aus dem Netz würden sie die Spitzenlast noch erhöhen anstatt diese zu senken.

    Falscher Artikel?

    Alexander von Humboldt war ein Mann, also „der“. Es heißt „das“ Segelschiff.

    Aber wenn man jetzt den Großsegler mit den grünen Segeln meint, heißt es „die“ Alexander von Humboldt.

    Ist irgendwie kompliziert. 🤔

    Wird sowas eigentlich in der Grammatik für Deutsch als Fremdsprache irgendwie in Regeln gegossen oder muss wie im Lateinischen der Artikel stur dazu gelernt werden?

    Es stellt sich für mich die Frage, wie legitim ein Anspruch darauf ist, kostenlos nahe an der Schule parken zu können. Das grenzt schon ein bisschen an "entitlement".

    Wie reagierst Du, wenn beim Bewerbungsgespräch zukünftige KuK nach kostenlosen Parkplätzen fragen, dies verneint wird und die KuK daraufhin die angebotene Stelle genau mit der Begründung nicht antreten wollen? So läuft das nämlich aktuell bei uns.

    Man muss Geflüchtete schneller arbeiten lassen, ihre Qualifikationen schneller anerkennen. Diejenigen, die wollen, müssen viel eher dürfen.

    Zumindest im Elektrohandwerk ist das mit der Anerkennung eigentlich kein Problem mehr, weil es da die Externen Prüfungen gibt. Dabei handelt es sich um die Lehrabschlussprüfung, ohne das man vorab 3,5 Lehre abgeleistet haben muss. Es kann sich also jeder zur Gesellenprüfung anmelden. Besteht er die Prüfung, darf er als Elektriker tätig werden. Das System hat den Vorteil, dass man sich keine Gedanken über Lehrinhalte in den unterschiedlichsten Ländern und Dokumentenfälschungen machen muss. Wer die zweitägige Prüfung besteht, der kann es offensichtlich. Das Verfahren ist weitaus effizienter als Anerkennungsverfahren inkl. beglaubigten Übersetzungen, die Recherche nach turkmenischen Lehrplänen, …

    tibo

    Bei der normalen Kapitalertragssteuer bzw. den Sozialabgaben auf Kapitalerträge gehe ich mit. Ich sehe aber ein Problem bei den selbstbewohnten Immobilien. Diese erwirtschaften keine Zinsen, die man als Eigentümer an den Staat abführen könnte. So eine Immobilie ist einfach ein großer Klumpen mit enormem Wert. Man kann sie im Gegensatz zu Aktien etc. nicht teilweise veräußern, um damit die Steuer- bzw. Sozialabgabenschuld zu bezahlen.

    Bsp.: Jemand hat sich in den 1970ern für damals 300.000 DM (150.000€) ein selbstbewohntes Haus gekauft. Dieses Haus ist inzw. aufgrund steigender Immobilienpreise 400.000€ wert. Er hat in der Zeit also einen Gewinn von 250.000€ eingefahren, diesen aber nie realisiert, eben weil er das Haus selber bewohnt und gar nicht daran denkt es zu veräußern. Soll der jetzt 40% von 250.000€ = 100.000€ Sozialbeiträge zahlen? Woher soll er das Geld nehmen?

    Sollte Habeck diese Personengruppe gemeint haben, dann hat er tatsächlich eine wirklich große Baustelle aufgemacht, denn wenn diese künftig sozialversicherungspflichtig mit ihren Kapitalerträgen sind, dann müssen sie auch Leistungen beziehen können. Und das wird ein Bürokratiemonster.

    Oder er holt gleich den ganz großen Hammer raus und versichert alle Beamten in der GKV bzw. verbietet die PKV. Dann braucht man auch keine unterschiedliche Bürokratie mehr.

    Gleichwohl zeigt das hier gepostete Diagramm sehr deutlich, dass eine solche Koalition keine Mehrheit im Bundestag hätte.

    Doch, schwarz/grün hätte eine Mehrheit. Ich habe mit meinen Schülern gerade gestern alle möglichen Koalitionen auf Basis der Wahlprognose durchgerechnet. Man muss dabei bedenken, dass die Stimmen für die Parteien, die unter der 5%-Hürde landen, wegfallen.

    Wir sind da zu dem Ergebnis gekommen, dass Schwarz/grün 45% der Stimmen hätte, aber da insg. 15% der Stimmen wegen der 5%-Hürde wegfallen , hätten sie 53% der Sitze im Bundestag.

    Bolzbold

    Hört sich für mich nach einer schwarz grünen Koalition an.

    Die Abstimmungen im Bundestag in der letzten Wiche haben jedenfalls gezeigt, dass sich die CDU/CSU und die FDP für eine Begrenzung der Migration einsetzen, während die SPD, die Grünen und die Linke dies nicht wollen. Je nach persönlicher Einstellung zu dem Thema waren die öffentlichen Abstimmungen im Bundestag also eine Hilfe bei der Wahlentscheidung am 23. Februar also das Kreuzchen bei dem einen oder dem anderen Lager zu setzen.

    Ich frage mich, was du darunter verstehst.

    Personen, die in Mathe, Politik, Wirtschaft, … reihenweise 5er und 6er in den Klausuren abliefern, weil sie die Aufgaben nicht lesen können, dies auch offen mit sagen und im Unterricht eher bei 2-3 stehen, eben weil sie da direkt angesprochen werden und nicht exakt lesen müssen.

    Bei uns an der Schule gibt es inzw. ausschließlich Förderunterricht in Deutsch. Mathe, Englisch etc. wurden zugunsten von Deutsch abgeschafft, weil die Deutschkenntnisse so rudimentär sind, dass manche Schüler deswegen auch in allen anderen Fächern scheitern.

    Das verstehe ich unter Analphabetismus.

    Die SPD hat jahrelang verweigert, mit der PDS zusammenzuarbeiten, weil in dieser etliche SED Mitglieder waren.

    Sie macht es aber JETZT nicht!

    Da davon auszugehen ist, dass die SPD auch mit der Linken koalieren wird, wenn sie dadurch an die Fleischtöpfe der Macht kommt, ist sie eher noch schlechter aufgestellt als die CDU, die immerhin das Versprechen abgegeben hat mit der AfD nicht zu koalieren.

    So gesehen ist die CDU die Wahl des kleineren Übels.

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