Betreiber informieren. Reinigungsfirma kommen lassen. Rechnung am besten aus der Klassenkasse bezahlen. Wenn das rechtlich nicht möglich ist, aus dem Schuletat. Eltern informieren und darauf hinweisen, dass das Geld nun für andere Aktivitäten nicht zur Verfügung steht. Gleiche Info an die Schüler:innen.
Also wenn das gemeinsame Reinigen eine Kollektivstrafe ist, dann ist es der Griff in die Klassenkasse bzw. gar der Rückgriff auf den Schuletat erst recht. Schließlich wird die Gruppe der Bestraften so immer größer. Aus der Tatsache, dass die Lehrerin die Jungs mitgenommen hat, schließe ich, dass es auf der Herren-Toilette stattgefunden hat. Greift man jetzt in die Klassenkasse, bestraft man so auch alle Mädchen. Greift man auf den Schuletat zurück, bestraft man alle Schüler der ganzen Schule.
Nein! So, wie es gelaufen ist, war es im Sinne des Erziehungsauftrags korrekt. Allein schon, damit die Mitschüler, vor denen der Verursacher ggf. mit seiner Tat geprahlt hat, sehen, dass es Sinn macht so etwas nicht schweigend mitzutragen, weil man dann selber ebenfalls für die Wiederherstellung des ordnungsmgeäßen Zustands herangezogen wird. Leute, so funktioniert autoritäre Erziehung. Nur wird sowas in unserer weichgespülten Welt nicht mehr im Studium und im Studienseminar gelehrt.
Ich muss gerade an meine Urlaubserfahrungen denken. Als da in Australien ein Lehrer einen 8jähirgen Grundschüler auf der Klassenfahrt nach Hause geschickt hat, weil der Knirps im Park über den Rasen gelaufen ist. Oder das Kindergartenkind, das einen Anschiß kassiert hat, weil sie am Mahnmal für den unbekannten Soldaten zum Planschen in den Springbrunnen gesprungen ist. Oder an eine meiner eigenen Klassenfahrten, als ein paar Schüler unbedingt in der Jugendherberge rauchen wollten, deshalb die Feuermelder von der Decke gerissen haben, woraufhin wir aus der Jugendherberge geflogen sind und die Klassenfahrt abgebrochen werden mußte. Im Nachgang wollten dann die Eltern anteilig die Fahrtkosten erstattet haben, weil die 5tägige Klassenfahrt ja nur 3 Tage gedauert hat. Unsere Antwort war nur: "Selbstverständlich bekommen sie ihr Geld zurück, allerdings nicht von uns sondern vom Verursacher. Finden sie raus wer es war, vielleicht wars ihr eigener Sohn."