Beiträge von plattyplus

    Nicht ganz, bei uns sind ja für die verlässliche Grundschule Lehrer und Erzieher zuständig, die alle dem selben Tarifvertrag unterstehen, also kann man da problemlos streiken, ohne das da vorher Lehrer eingesetzt waren, aber ja, weder dürfen die dann angehalten werden das Nachmittagsprogramm zu übernehmen noch den Unterricht, denn nein, für angestellte Lehrer dürfen keine verbeamteten Lehrer während eines Streiks vertreten, die dürfen nur beaufsichtigen.

    Wenn das vorrangige Dienstgeschäft bei diesem Nachmittagsprogramm die Beaufsichtigung und eben nicht der Unterricht ist, dürfen Beamte auch nicht im Rahmen der Beaufsichtigung als Streikbrecher eingesetzt werden, auch nicht für die Notbetreuung. Dann ist nach dem Unterichtsschluß Ende… Bitte alle Kinder sofort abholen.

    *seufz* Aber sich über den Bahnstreik, die Klimakleber und die protestierenden Bauern beschweren."

    Ja, ich will auch mal auf der Seite der Sieger stehen.

    Sprichst du von der Lokführergewerkschaft?

    Ich spreche von den Bauernprotesten zur Wiedereinführung der Agrardiesel- Subventionen auf der einen Seite und den Klimaprotestklebern zur Verteuerung der fossilen Energieträger auf der anderen Seite.

    Beide haben sie konträre Forderungen. Da könnten sie sich doch einfach gegenseitig blockieren und uns als außenstehende Bevölkerung in Ruhe lassen.

    Naja, sie dürfen/müssen die Kinder in der Zeit aber betreuen, damit sind sie keine Streikbrecher, weil kein Unterricht stattfindet,

    Ich denke nicht, dass in einem solchen Fall Beamte eingesetzt werden dürfen. Also wenn man z.B. in der „verlässlichen Grundschule“ ganz gezielt die Nachmittagsaufsicht von 13-13.30 Uhr bestreiken würde, dürften die Beamten nicht die Aufsicht übernehmen und alle Eltern müssten die Kinder abholen.

    Bei den älteren Schülern bestreikt man dann ganz gezielt die Abschlußprüfungen.

    Zitat

    Zu der häufig gestellten Frage nach dem Einsatz von Beamten auf bestreikten Dienstposten hat das Bundesverfassungsgericht in einer grundlegenden Entscheidung vom 2. März 1993 festgestellt, dass der Einsatz von Beamten auf bestreikten Dienstposten nicht angeordnet werden darf, solange hierfür keine ausdrückliche gesetzliche Regelung vorliegt. Eine solche gesetzliche Grundlage besteht bisher weder im Bund noch in den Ländern.

    Quelle: https://www.dbb.de/lexikon/themen…und-beamte.html

    Ich hoffe, das wird dann an eurer Schule von sämtlichen Männern in Beförderungsämtern oder mit Ambitionen darauf brav eingehalten, dass sie gefälligst kinderlos zu bleiben haben.

    Also alle, die wir so in den Beförderungsämtern haben (egal ob männlich oder weiblich), sind erst nach den Kindern in der Karriere durchgestartet.

    Und ja, ich merke auch, daß wir im Lehrerjob wesentlich besser Kinder und Arbeit unter einen Hut bekommen können, als dies in der „freien Wirtschaft“ der Fall ist. Und ich merke auch, daß es gesellschaftlich anscheinend immer noch die totale Ausnahme ist, wenn ich die Stiefkinder zu Terminen bringe, damit meine Frau in Vollzeit arbeiten kann.

    Naja… ob es eine Ausrede ist, dass die Kita nicht vor 7h öffnet…du darfst gerne 2 Minis täglich fertig machen so dass alles läuft ..


    Da merkt man tatsächlich direkt wer Kinder hat und wer nicht …

    Wir hatten vor einigen Jahren bei uns an der Schule das gleiche Problem. Für das eine Fach, das an dem festgelegten Termin unterrichtet werden musste, gab es zwei Lehrer, die in Frage gekommen sind.

    Konkret mußte am Donnerstagabend die Abendschule bis 21 Uhr abgedeckt werden und am Freitag die ersten beiden Stunden ab 7:30 Uhr.

    Meine Kollegin verwies auf die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten früh morgens und spät abends, weshalb sie an keinem der beiden Termine eingesetzt werden könne, so dass ich in Folge beide Termine im Dienstplan hatte und regelmäßig am Freitag im späteren Verlauf vor der Klasse auf dem Pult eingepennt bin. Die gesetzliche Mindestruhezeit gilt für uns verbeamtete Lehrkräfte ja leider nicht. Als damals kinderloser Single hatte ich halt alle Kröten zu schlucken. Das ging dann so lange, bis die Betriebe der Azubis sich beschwert haben. Ich hatte bei den Azubis um Verständnis gebeten und mich als warnendes Beispiel präsentiert was passiert, wenn man die gesetzlichen Mindestruhezeiten, die wir als Unterrichtsthema hatten, unterschreitet.

    Da finde ich es wenigstens ehrlich, dass sogar unsere Gleichstellungsbeauftragte zum Ausdruck bringt, dass Beförderungsstellen inoffiziell an eine Vollzeittätigkeit gebunden sind und man sich zwischen Kindern und Karriere entscheiden muss. Denn ja, letztendlich läuft es wirklich darauf hinaus. Will man Kinder, sind in der Karriere erst einmal 15 Jahre Pause angesagt. Teilzeit-Schulleiter im Homeoffice funktioniert nicht.

    Wenn du ein gerade einjähriges Kind und das andere auch noch keine zwei täglich so fertig haben musst, dass du sie um Punkt 7 in der Kita hast.. sie dann umgezogen und tschüßbereit bekommen musst

    Bei etwas älteren Kindern hilft da mitunter ein sportlicher Wettkampf, um die Kinder zügig fertig zu bekommen.

    Disziplin: Wer schafft es morgens als Erster mit angezogener Jacke und Schultasche auf dem Rücken an die Haustür?

    Was meint ihr wie schnell die Kinder da werden können. :staun:

    Es wäre ein interessantes Gedankenspiel, ob bei uns mehr Absolventen Medizin studieren würden, wenn es keinen NC hierauf gäbe, oder ob der hohe NC überhaupt erst dazu führt, dass der Studiengang so beliebt ist und bei Entfall diese Beliebtheit nicht mehr in dem aktuellen Maße vorhanden wäre.

    Es wäre ein interessantes Gedankenspiel, wenn die Unis einfach alle Medizinstudenten aufnehmen würden, egal mit welchem Schulabschluss und welcher Note sie kommen, um dann in den ersten beiden Semestern selber zu selektieren. Würde dies bessere Mediziner hervorbringen?

    So, wie es bei uns z.Z. mit dem NC läuft, entscheidet die Religionsnote am Ende darüber, ob man Medizin studieren darf und eben nicht die handwerklichen Fähigkeiten, die einem Chirurgen später im Beruf abverlangt werden.

    Ich glaube, ihr vergebt einfach die besseren Noten, weil das System einen NC für sehr viele Studienfächer verlangt.

    Das denke ich auch.

    Im Studium war es ja auch nicht anders. Die Veranstaltung „Experimentalphysik für E-Techniker und Informatiker“ mit der Note 4,0 zu bestehen war eine Qualitätsaussage, weil das nur 10% geschafft haben.

    Zwei Stunden später saß man dann in der Pädagogik zusammen mit angehenden Grundschullehrern in einer Veranstaltung und es hieß: „Ich brauche eine 1,0, weil man mit 1,3 eh keine Chance auf Referendariat und Planstelle hat.“

    Ja, man kann im Kreis Mettmann arbeiten und trotzdem mehr als 10-20 km zu fahren haben. Auch mehr als 30. Kenne ich mehrere Beispiele von.

    Wobei die Strecke heute fast schon unerheblich ist. Wichtiger ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke. Das veränderte sich die Fahrzeit sehr vieler KuK bei uns ganz wesentlich als hier flächendeckend ein Tempolimit von 30km/h wegen Lärmschutz eingeführt wurde. Den meisten KuK ist das zu langsam.

    So raten mir diverse Kollegen immer wieder doch näher an die Schule zu ziehen, weil 120km ja Wahnsinn wären. Einer der Kollegen wohnt 25km von der Schule entfernt und benötigt jetzt für die Strecke ziemlich genau 60 Minuten, weil in der ganzen Stadt „30km/h Lärmschutz“ ausgeschildert ist. Ich brauche für meine 120km 65 Minuten, also nur 5 Minuten mehr.

    Das untere Ende fällt natürlich ab: Hauptschüler können weder einem Erklärvideo folgen (wenn sie der Lehrer nicht hindurchführt) noch einer Screenshot-Anweisung. Sie können auch nicht im Ernst irgend etwas bei Google recherchieren. Weder wissen sie eine erfolgversprechende Frage noch haben sie die Lesegeschwindigkeit und das Leseverständnis, die Ergebnisse auszuwerten.

    Dabei muß ich immer an das Thema Wechselschaltung in der Elektrotechnik denken. Also man schaltet unten im Treppenhaus das Licht an, geht die Treppe hoch und schaltet es oben wieder aus.

    Damals in den frühen 1990ern haben sie uns in der 6. Klasse in Physik am Gymnasium zwei Schalter, eine Lampe, eine Batterie und ein paar Laborkabel in die Hand gedrückt und wir sollten im Schülerversuch ohne weitere Infos selber die Schaltung rausbekommen. Das hat damals sogar funktioniert.

    Heute habe ich die 16-17jährigen im Berufsgrundschuljahr Elektrotechnik, man führt ihnen die Schaltung dreimal vor, entwirft im Plenum den Schaltplan und die Schüler sollen die Schaltung einfach nachbauen. Aus einer ganzen Klasse mit 23 Schülern schafft das exakt einer! :autsch:

    Welcher Dödel hat denn da bitte Folien angeschafft, die man nicht einmal in den Kopierer stecken konnte?

    Die Folien hatte die Kollegin privat gekauft, weil es ihr „für die paar Euro“ zu umständlich war ins Sekretariat zu gehen und hitzefeste Folien zu holen.

    Das es da Unterschiede gibt, war ihr angeblich völlig unbekannt. Auch das hinten auf der Packung stand: „Nicht für Laserdrucker geeignet!“ ließ sie nicht stutzen. Schließlich wäre ein Kopierer ja kein Laserdrucker. :autsch:

    Das war aber schon ein Kollegium voller besonderer Meisterinnen und Meister der Allltagstechnik, in dem du im Ref warst. :lach:

    Meine Spezialität, was das Kollegium angeht: Billige OHP-Folien, die nur fürs Beschriften per Filzstift konzipiert und eben nicht hitzefest waren, in den Kopierer gesteckt und damit den Kopierer Schach-Matt gesetzt, weil die Folie im Druckwerk geschmolzen war und alles verklebt hatte. Das war dann ein Totalschaden im fünfstelligen €-Bereich. 🙄

    Mag ja sein, dass das das LBV nicht anders abrechnen konnte, aber etwas veräppelt kam ich mir schon vor.

    Ich mache es auch nicht mehr, eben weil ich mir auch veräppelt vorkam.

    Ich bin bei uns an der Schule mit meinen Fächern der typische Nebenfachlehrer, der durch zieg Klassen (aktuell sind es 16) gejagt wird. Entsprechend fällt mein Unterricht häufig aus, obwohl ich anwesend bin, weil der „Hauptlehrer“, der 6 Stunden in der Azubi-Klasse an dem einen Berufsschultag hat, aus irgendeinem Grund nicht da ist und die Klasse für eine Stunde nicht einbestellt sondern in die Betriebe geschickt wird.

    Ich fand es einfach unfair, dass ich immer Mallusstunden aufgebrummt bekommen habe, wenn die Kollegen nicht da waren, andersrum die Klassen aber nie abbestellt wurden, wenn die eine Stunde bei mir ausgefallen ist, weil ich aus irgendeinem Grund nicht im Haus war.

    Als dann das nächste Mal von Seiten der SL die Frage nach bezahlter Mehrarbeit aufkam, war meine Antwort: „Mache ich nur, wenn mein Unterricht dann auch wirklich stattfindet, auch wenn die Klassen dann für nur eine Stunde bei mir einbestellt werden, auch wenn alle anderen Stunden ausfallen. Werden die Klassen doch wieder abbestellt, bin ich raus.“

    mich interessiert vor allem der Satz davor:" An sich, müssten das dann bei ner halben Stelle mit 13 Wochenstunden etwa 4 x 13 Wochenstunden sein (wegen 4 Wochen/Monat) bis es soweit ist. oder sind es nur 13?" Nämlich, wie wird berechnet, wann das VZ-Debutat erreicht wird?

    Die Mehrarbeit wird immer „pro Monat“ gerechnet. Wenn Du also jede Woche 2 Stunden zusätzlich machst, reden wir da über 8 Mehrarbeitsstunden und eben nicht bloß über 2.

    Was ja insofern von Belang ist, als das bei bis zu 4 Mehrarbeitsstunden (pro Monat, nicht pro Woche) eben gar nicht gezahlt wird.

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