Beiträge von Caro07

    Meine anekdotische Erfahrung, ich hatte (erst) einen Sinti-und-Roma-Jungen ein Jahr lang in meiner Klasse, danach ist er umgezogen. Er hat sehr oft gefehlt, war aber kein schlechter Schüler. Was mir hauptsächlich in Erinnerung geblieben ist:


    Der Vater hat alle unsere Wandertage und Unterrichtsgänge begleitet, dabei oft seinen Jungen an der Hand gehalten. Er hat das damit erklärt, dass im Dritten Reich Sinti-und-Roma-Kinder aus den Schulen verschleppt worden seien und er seinen Jungen sozusagen zur Mahnung und Aufrechterhaltung der Erinnerung daran begleite. Sinti-und-Roma-Eltern hätten ausdrücklich das Recht dazu. Ich habe das in Absprache mit der damaligen Schulleiterin nicht weiter nachgeprüft und ihn immer mitgehen lassen, obwohl wir nichts dazu gefunden haben. Um die anderen Kinder hat der Vater sich auf den Ausflügen nicht gekümmert, was man durchaus verstehen kann. Die anderen Kinder kannten auch nicht den Grund, warum er immer mitkam.


    Hatte hier jemand schon einen ähnlichen Fall, oder habt ihr schon davon gehört, dass es so ein Recht oder einer Vereinbarung zwischen Staat und Sinti-und-Roma-Verband oder ähnliches gibt?

    Ich hatte schon öfter Kinder ( sogar 2 Generationen) einer ansässigen Sinti oder Roma Großfamilie. Vor 20 Jahren haben die Kinder dieser Familien häufig gefehlt, waren aber nicht unbegabt. Man konnte damit rechnen, dass am Ende des Schuljahrs und auch am Anfang das Kind fehlte. Ein Schulleiter versuchte es einmal mit Bußgeld, doch das hat keine Einsicht gebracht.

    Aufgrund der entstandenen Lücken hatten zu meinem Bedauern die meisten keine Chance auf eine weiterführende Schule. Das Reden mit den Müttern hat nichts genutzt, auch wenn sie es gerne anders gehabt hätten - sie waren den Regeln des Clans unterworfen. Zu Tagesausflügen durften die Kinder mitfahren, bei Schullandheimen nicht. Es war keine Geldfrage. Besuche von Klassenkameraden waren zuhause nicht erwünscht, so weit ich weiß auch umgekehrt nicht. Die Kinder - vor allem die Mädchen - fielen in der Schule durch große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auf.

    In den letzten fünf Jahren hat sich das bei manchen Familien etwas geändert. Der Schulbesuch wurde regelmäßiger (ich würde einmal sagen, das war der Generationenwechsel) und manch einer hatte jetzt doch eine Chance auf eine weiterführende Schule. In einer meiner letzten Klassen war es für die anderen Eltern ungewöhnlich und sie haben sich gefreut, dass auch einmal eine Familie am Klassenfest teilnahm. Allerdings war es immer noch nicht möglich, dass man die Kinder bei Schullandheimaufenthalten mitschickte.

    Diese Begründung, die dir Herr Bernd genannt wurde, kenne ich nicht. Wegen des Schullandheimaufenthaltes erhielt ich keine Begründung. Aber bei uns in der Schule war schon bekannt, dass die Angst um ihre Kinder eine Rolle spielt.

    Ich stand da an der Quelle, dachte mir, wie sehr sich die Wassertropfen auf den Weg zum Schwarzen Meer freuen... ubd überlegte mir, dass sie bestimmt sehr enttäuscht sind, wenn sie dann nach 25 km ALLE !!! Versickern und plötzlich in der Nordsee / Atlantik landen.

    Ich habe den Weg des Wassers mal nachgelesen. Letztendlich mündet nur das Oberflächenwasser ins schwarze Meer. Interessante Geschichte!

    Pustebluemchen

    Bei Milk&Sugar 's Link sind 2 Telefonnummern in München angegeben. Dort würde ich mal anrufen. Deines ist doch ein sehr spezieller Fall, da du schon als Quereinsteigerin am Gymnasium das Ref. machst.

    An meiner Schule haben wir übers Schulamt angestellte Lehrkräfte in Musik und im DAZ- Bereich. Diese haben kein spezielles Grundschulehrerexamen. An Seiteneinsteigern hatten wir bisher nur eine voll ausgebildete Gymnasiallehrerin, die nach dem Ref dann umgestiegen ist. Sie hatte allerdings die ganz normale Ausbildung gemacht.

    Ich kann jetzt nur für 3/4 schreiben. An meiner alten Schule wurde bis vor ca. 10-12 Jahren die alte Bausteine Ausgabe benutzt. Das Argument für die damalige Anschaffung war, dass man die ganzen Werke übergreifend einsetzen könne (auch das HSU - Buch) und alles aufeinander abgestimmt sei. Ich selbst war vom Inhalt her nur fürs Lesebuch, Sprach- und HSU- Bücher gab es auch schon damals bessere.

    Es sah dann so aus, dass wir merkten, dass man das Lesebuch ganz gut verwenden konnte, das Sprachbuch nur ausschnittsweise und das HSU- Buch etwas mehr als 50 Prozent, wenn man versuchte möglichst vieles herauszuholen. Das Lesebuch hat mir am besten gefallen.

    Zum Sprachbuch: Wir gingen nicht nach dem Sprachbuch vor, sondern nahmen nur heraus, was man verwenden konnte. Aufsatz und Rechtschreibung machten wir unabhängig - die Grammatik konnte man noch am besten verwenden. Letztendlich war die Planung unabhängig vom Sprachbuch, sondern man hat Einheiten geplant,

    Danach schafften wir in Deutsch die Auerbücher (also Sprach- und Lesebuch) an. Da mir viele Inhalte gefielen, habe ich dann mal probiert, nach diesem Lehrwerk möglichst chronologisch zu arbeiten. Da konnte ich sehr vieles herausnehmen, der Aufbau erschien mir auch logisch. Die Rechtschreibung und 80 Prozent der Grammatik waren durch dieses Buch abgedeckt, ich nahm auch viel für die Aufsatzerziehung heraus. Auch das Mündliche war gut verknüpft - hier wurde ein Bezug zu Texte verfassen geschaffen. Im Lesebuch fanden sich thematisch und von der Textform her ähnliche Dinge. Auch fand ich besonders gut, dass ein gewisser Wortschatz immer wieder in den verschiedenen Bereichen geübt wurde. Zusammenfassung: Die Verknüpfung ist dort einigermaßen gut gelungen und auch der spiralförmige Aufbau war logisch. Alle Sachen hat man nicht gemacht (manches war mir dann doch zu zeitaufwendig in der Aufwand-Nutzenfrage) und nicht geschafft, war aber auch nicht notwendig.

    Fazit: Wenn man ein Lehrwerk findet, das gut gemacht ist, dann kann man auch chronologisch arbeiten, muss aber nicht alles machen, kann bestimmte Inhalte vertiefen. Die alten Bausteine (allen voran das Sprachbuch) haben diese Voraussetzungen nicht erfüllt. Das Lesebuch fand ich von den Bausteinen von den Texten her immer schon als eines der besten.

    Stimmt, wenn man die Hinweise genau liest, kann es eigentlich nur die Donauversickerung sein. Bezgl. der Donauversickerung habe ich jetzt nicht genau das Bild vor Augen wie auf dem Foto, aber das ist schon zu lange her, als ich mir die Versickerung angeschaut habe. Als ich dort war, gab es da irgendwie weniger Gebüsch und Grün, aber ich kann mich auch täuschen.

    Kris24

    Hegau, genau! Jetzt erinnere ich mich an den Begriff der Landschaft. Ich habe in Singen das Referendariat gemacht und wir sind (ich bin) öfter Richtung Bodensee gefahren und dadurch durchs Hegau gekommen. Irgendwie dachte ich wie du auch, dass das Bild nördlich vom Bodensee aufgenommen sein könnte.

    Gerade stolpere ich bei den News4teachers über diesen Artikel bezüglich eines Besuchs einer Schülergruppe im Brandenburger Landtag, wo ein AFD- Abgeordneter - ein ehemaliger Lehrer - nicht altersangemessenes Vokabular vor 9-12 jährigen Schülern gegenüber benutzt und sich nicht bremsen lässt. Da sind wir uns wohl einig, dass das ein Nogo ist.

    Außerdem wird ein Wahlplakat gezeigt, das in Bezug auf den Hitlergruß interpretiert wird. Ist die Nähe zum Nazizeichen Absicht oder ist da zu viel Fantasie dabei? Was meint ihr dazu?

    Ich habe auch einen Epson (allerdings nur DIN A4) mit Nachfülltanks (Multifunktionsgerät mit Scanner und Kopierfunktion) und bin seit Jahren sehr zufrieden. Ich kaufe allerdings die Original Nachfülltinten (Noname habe ich noch nicht probiert), dennoch komme ich bei den Druckertinten (Nachfüllflaschen) viel günstiger weg als mit anderen Marken.

    Wenn es nicht ganz so weit weg ist, könnte es eine Insel von den Seychellen, Malediven oder irgendwo in der Nähe von Madagaskar oder Mauritius sein. Also im Indischen Ozean. Mit dem Tauchen kenne ich mich nicht aus. Ich müsste googeln, ob es dort überall möglich ist.

    Okay, es scheint ein kleinerer See zu sein. Dann bietet sich als kleiner See auf der Strecke als erstes der Schliersee an. Da war ich mal im Winter. An dem See gibt es auch Häuser. Vielleicht wolltest du das Markus Wasmeier Museum besuchen?

    Wenn ich deine Route anschaue und die Seen im Kopf durchgehe, könnte es evtl. der große Alpsee sein. Ich glaube, dass man die anderen Seen, die eher kommen, nicht ohne die Alpen fotografieren kann. Für den Bodensee ist das Bild irgendwie untypisch, ich glaube, dass da nicht auf beiden Seiten so nah Berge sind.

    Vielleicht liege ich aber auch ganz falsch. ;)

    Carrara?

    Richtig! :top:

    Du warst nahe dran, pepe. ;)

    Hier nochmals ein genaues Bild, wollte ich aber nicht posten, weil man das vielleicht zu schnell erkannt hätte:

    Bild 2.jpg

    Die Blöcke werden einzeln auf mittelgroßen LKWs durch enge Tunnels gefahren. Man kann die Steinbrüche mit Hilfe einer abenteuerlichen Jeeptour besichtigen. Es gibt auch einen unterirdischen Marmorabbau, den man auch besichtigen kann. ( So viel zu Reisetipps. :aufgepasst: )

    Platty, du bist dran, falls fossy nichts mehr postet.

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