Beiträge von Caro07

    Deutsch ist mit Sicherheit das Fach, das den noch höheren Korrekturaufwand bedeutet als Englisch....

    Ich kannte eine Deutschlehrerin am Gymnasium, die zu mir sagte, sie wäre froh, dass sie jetzt in Pension ginge, denn sie hatte wirklich genug von den vielen zeitaufwändigen Korrekturen und dem vielen fremden Gedanken lesen in Deutsch. Ich glaube, wenn man Deutsch am Gymnasium machen will, muss man sich darüber klar sein, dass der Korrekturaufwand viel Zeit in Anspruch nimmt und man bereit und vielleicht auch ein bisschen motiviert sein muss, das zu machen und jahrelang durchzuhalten. Ich für meinen Teil habe mich im Lauf der Jahre in der Grundschule immer mehr durch die Aufsätze "gequält". Wenn auch einige Geschichten spannend zu lesen waren, gab es auch viele andere, wo ich viel anmerken/verbessern musste. Da ich viele andere Aufgaben hatte, haben mir diese verhältnismäßig viel Zeit "geraubt". Andere Deutschproben (Rechtschreibung, Grammatik, Lesen, Zuhören) waren viel schneller korrigiert.

    Wo gibt es denn Seilbahnen am Hang?

    Quer verstreut in Deutschland, wo es Berge gibt ... Selbst Freiburg hat eine Seilbahn auf den Schlossberg, ist aber nicht Freiburg. ;)

    Ich habe den Ort durch Recherchieren gefunden, war leider aber noch nie dort, sondern nur in der Nachbarschaft.

    @Markus40: Ich denke es geht um das 1. Staatsexamen. In Bayern werden studentische Hilfskräfte auf Zeit eingestellt.

    Grogon: An der Schule erreichst du erst wieder jemanden in der letzten Ferienwoche. Das Schulamt wird jetzt mitten in den Ferien auch nur minimal besetzt sein. Schulämter sind telefonisch zu erreichen, falls überhaupt jetzt jemand da ist. Nicht die Geduld verlieren. Deswegen würde ich hierüber versuchen Klarheit zu schaffen.

    Ich finde, dass es schon hart ist, an der Schule zu arbeiten und gleichzeitig an der Uni ein Staatsexamen zu machen. Ein Job an der Schule scheint wohl finanziell ganz gut zu sein, aber auch viele Kräfte zu binden, wie ich von den Studenten an meiner Schule erfahren habe. Manche Studenten schaffen die Doppelbelastung nicht, geben die Schule wieder auf und suchen sich etwas anderes zum Geld verdienen.

    Ich denke mir gefällt es auch, dass man relativ frei ist. Na klar hat man den Lehrplan und muss den Kindern die Inhalte vermitteln, aber trotzdem kann man auch mal z.B. eine Erzählrunde vom Wochenende machen oder ähnliches.

    Hmmm... so frei empfinde ich das nicht. Alles läuft unter der Prämisse, dass das, was man macht, einen Sinn ergibt. Z.B. wenn man die Kinder vom Wochenende erzählen lässt, dann fördert das das freie Sprechen und das wird im Lehrplan gefordert. Man muss sich immer im Rahmen der Lehrplanabsichten bewegen und möglichst alle Ziele am Ende eines gewissen Zeitraums abdecken. Dieselben Kompetenzen kann man an unterschiedlichen Themen üben. Auf der anderen Seite muss man aber auch bestimmte Themen unbedingt zum Inhalt eines Unterrichts machen. Ich denke, auch in den weiterführenden Schulen hat man bestimmte Spielräume.

    Zum Ganztag: Auch wenn du im Ganztag eingesetzt wirst, bleibt dein Deputat dennoch gleich. Du hast quasi nur andere Unterrichtszeiten. Unsere Ganztagslehrer hatten z.B. auch mal Vormittags frei und kamen erst am Nachmittag. D.h., sie machten dann ihre Unterrichtsvorbereitungen am Vormittag. Beim Einsatz im Nachmittagsunterricht muss man flexibel die unterrichtsfreien Zeiten nutzen. Früher gab es auch an Halbtags- Grundschulen Nachmittagunterricht. Das war wahrscheinlich vor der Zeit der "verlässlichen Grundschulen". Als ich anfing, hatte ich z.B. einmal in einer Grundschulklasse 2 Stunden Nachmittagsunterricht und meine jetztige Schule musste vor dem Turnhallenbau einige Sportstunden auf den Nachmittag legen. Auch war es immer mal wieder üblich, Religion und Ethik (und eben auch Sport wegen der Turnhallenknappheit) auf den Nachmittag zu legen. In Hauptschulen gibt es so oder so Nachmittagsunterricht.

    Bevor ich mich zum Lehramtsstudium entschloss, hatte ich ab dem Alter von 15, Erfahrungen im Umgang mit Kinder- und Jugendlichen, da ich ehrenamtliche Jugendarbeit machte (Leitung von Gruppen) und ab 16 entsprechende Schulungen. In den Ferien und nach dem Abi habe ich Praktika in Sozialeinrichtungen gemacht, um meine Berufsrichtung herauszubekommen. Denn oft unterscheiden sich Wunsch, Idealismus und Wirklichkeit. Ich empfehle dir wirklich dringend, irgendwo mitzuarbeiten, wo du mit Kinder und Jugendlichen in guten Kontakt kommst, wenn es auch die Nachhilfe ist. Bei der Nachhilfe kannst du vielleicht erfahren, ob es dir liegt, jemandem etwas beizubringen und die nötige Geduld aufzubringen. Ansonsten würde ich versuchen irgendwo mitzuarbeiten, wo größere Gruppen von Kindern zusammen sind (z.B. Ferienbetreuung) um zu sehen, wie die soziale Interaktion ist.

    Du musst im Lehrerberuf psychisch robust sein, sonst haut dich jeder kleinste Konflikt schon aus den Socken. Lockerheit, Resilienz, psychische Stabilität, Freude am Leben, gute private zwischenmenschliche Beziehungen - all das sind wichtige Faktoren, um ein guter Lehrer zu sein.

    Alle die von dir aufgelisteten Eigenschaften wären natürlich ideal, aber ich hätte bei diesem Raster am Anfang meines Berufes bei einigen Kriterien schlecht abgeschnitten. Und dennoch glaube ich, dass ich im Laufe der Zeit eine insgesamt normal kompetente Lehrerin ;) geworden bin. Voraussetzung war, dass ich bereit war, ständig an mir zu arbeiten. Man merkt ja selbst, wenn etwas nicht passt und sucht dann die richtigen Lösungen.

    Ich habe mir einmal den Lehrplan des MNT - Faches angeschaut. Das ist, wie schon erwähnt, eine Weiterführung des Sachunterrichts. Da werden z.B. experimentelle Kompetenzen weiter ausgebaut. Ich finde das Fach sehr interessant und hätte Spaß daran, mich da einzuarbeiten.

    https://www.schulportal-thueringen.de/tip/resources/…_24_02_2015.pdf

    Was ich dennoch schwierig finde, wenn man als Seiteneinsteiger ohne didaktische Fortbildung über das Wesen des Faches hineingeworfen wird. Was das Fach will und wieso man bestimmte Kompetenzen vermitteln bzw. bei den Schülern erwecken soll, das wird einem doch erst durch Fortbildungen (oder durchs pädagogisch- didaktische) Studium bewusst. Dann sieht man das Ganze nicht als reine Wissensvermittlung, sondern auch als Anbahnung von Kompetenzen. Wichtig sind in diesem Fach, wie auch in Sachkunde, die Anbahnung von methodischem Vorgehen, die sogenannte Methodenkompetenz und die Sozialkompetenz. In vielen Themen kann man experimentieren, beobachten, forschen, Schlüsse ziehen - oft im Team - bei anderen Themen wiederum kann man sich bewusst alltagsbezogen auseinandersetzen.

    Übrigens kann man gewisse Sachen im Sachunterricht und ich denke auch im MNT- Fach von Externen machen lassen. An meiner Schule haben wir die Sexualkunde an pro familia abgegeben oder machen auch einmal eine Exkursion um ein Thema abzudecken (Stichwort: außerschulischer Lernort).

    Aber bisher hat sich ja niemand aus einer Grundschule in Bayern gefunden, bei dem das professioneller geregelt ist. Was machen denn die anderen Grundschullehrer?

    Wenn ich das früher gelesen hätte: Wir geben die Proben und andere Dokumente, die geschreddert werden müssen, ab und der Hausmeister bringt sie an eine zentrale Stelle, wo solche Dinge geschreddert werden.

    Ich würde die Sache so angehen und mir überlegen, was mich am Beruf der Grundschullehrkraft reizt. Wo sind die Felder, die dir Spaß machen?

    Ich selbst habe meine aktive Zeit als Lehrerin seit kurzem hinter mir. Als ich studierte, war nicht unbedingt meine Absicht Lehrerin zu werden, sondern ich hatte einige andere Optionen im Hinterkopf, u.a. Aufbaustudien, die damals noch gingen. Mir haben aber dann das Studium und die Praktika so gut gefallen, dass ich dann schließlich doch Lehrerin geworden bin.

    An der Grundschule fand ich schon immer die Vielfältigkeit der Aufgabenbereiche faszinierend. Ich habe viele Fortbildungen gemacht - gerade was die Heterogenität, Pädagogik und Psychologie betrifft. Das fand ich bis zum Schluss interessant. Ich bin jemand, der sich immer wieder gerne in neue Sachen einarbeitet, (im Urlaub gehe ich immer gerne in Gegenden, wo ich noch nie war) was für meinen Beruf von Vorteil war. Deswegen ist mir auch nie langweilig geworden. Nervig fand ich hauptsächlich die Korrektur der Hausaufgaben, was in Bayern erwartet wird und das ständige Entwerfen von Leistungskontrollen (war perfektionistisch) und die Korrektur derselben.

    Es wurde angemerkt, dass es in der Grundschule immer dasselbe ist. Bei mir war es so - ich habe viele Fächer in meiner Klasse gehabt und immer mal wieder bis zum Schluss meiner Dienstzeit eine neue Methode ausprobiert, langweilig wurde es mir nicht. Das kann man natürlich nicht in jedem Fach machen, sonst wird man mit der Vorbereitung nicht fertig. Da war ich froh, dass ich in manchen Fächern mal auf etwas schon Gemachtes zurückgreifen konnte. Da die Lehrpläne sich immer wieder ändern und damit auch viele methodische Ansätze, kann ich zumindest sagen, dass sich alle paar Jahre der Unterricht ändert. Außerdem hat man mehrere Möglichkeiten ein Thema anzugehen.

    Vielleicht denkt man mit Anfang 30, die Alten sind vom alten Eisen und haben keinen Zugang zu den Schülern, aber das ist wirklich nicht so. Was wir voraus haben, ist eine gewisse Erfahrung im Umgang mit den Schülern und Eltern. Also ich habe immer mehr Gelassenheit gewonnen, habe aber auch etwas dafür getan, indem ich diesbezügliche Fortbildungen machte um mich zu professionalisieren.

    Mein Referendariat war super, ich hatte von oben her keinen Stress, eher Stress mit den Schülern durch meine Unerfahrenheit - damals konnte ich mich kaum durchsetzen. Das ist aber schon lange her. Das Referendariat geht vorbei und es kommen andere Zeiten. Deswegen würde ich eine Entscheidung nicht am Referendariat festmachen.

    Zum Differenzieren: Da habe ich von unseren Refis gehört, dass da großer Wert drauf gelegt wird. Da gibt es inzwischen ja einige Ansätze, die man ausprobieren kann, z.B. mit Arbeitsheften. Das würde mich jetzt nicht schrecken. Ich selbst war davon nicht so angetan und habe auf meine Art differenziert, aber das war einfach ein anderer Ansatz. Man muss mit der Klasse daran arbeiten, dass eine gewisse Arbeitsruhe herrscht. Das lernt man mit der Zeit. Ich habe nur so viel im Vorfeld differenziert, wie ich es noch gut zeitlich geschafft habe.

    Zum Umfeld: Ich glaube tatsächlich, dass die Schule, an die man gelangt, ziemlich beeinflusst, wie man sich fühlt. Da kann man an ein zickiges oder nettes Kollegium kommen, dann kann man eine akzeptable oder schwierige Schulleitung haben. Ich habe alles erlebt, habe aber meine Nischen gefunden, wo es mal nicht so gut war oder versucht etwas zu ändern. Versetzung ist auch eine Option. Einzelkämpferin war ich in keinem Kollegium, es war an jeder Schule ein Miteinander zumindest unter ein paar Leuten. Ich finde es eher selten, dass man in einer Grund- und auch Hauptschule Einzelkämpfer ist.

    Insgesamt sind die Rahmenbedingungen gerade bzw. weiterhin auf dem absteigenden Ast. Wegen Lehrermangels steigende Klassengrößen, mehr Sprach- und Verhaltensprobleme. Auf der anderen Seite wurde auch reagiert mit der Einstellung von Sozialarbeitern, vor 20 Jahren noch undenkbar. In den 90igern war ich an einer Stuttgarter Brennpunktschule (damals gab es den Begriff noch nicht) - da hatten wir null Unterstützung im Schulalltag, höchstens konnte man sich den Rat eines Sonderpädagogen holen. Die Klassengrößen sind ungefähr gleich geblieben - in Stuttgart hatte meine größte Klasse 27 Schüler, in meiner letzten Schule 28+1 (Ukrainer).

    Es gab immer wieder Eltern, die versucht haben, einer Grundschullehrkraft reinzureden, das gab es schon zu meiner Anfangszeit als unerfahrene Lehrerin. Früher waren es aber deutlich weniger und die Argumente waren früher noch nachvollziehbarer als die, die man heute hört. Je älter ich wurde, je länger ich an meiner letzten Schule war, desto weniger hatte ich Probleme mit Eltern.

    Bei mir haben die für mich guten Seiten überwogen; mit Herausforderungen habe ich versucht umzugehen, indem ich entsprechende Fortbildungen gemacht habe. Arbeit hatte ich unterm Strich viel, aber das war auch dem geschuldet, dass ich selten mit halbgaren Sachen zufrieden war. Ich selbst habe für mich etwas mitgenommen, denn es hat mich gefreut, wenn etwas gut geklappt hat und die Ergebnisse "faszinierend" waren, z. B. in künstlerischen Fächern oder auch mal bei kreativen und Entdeckeraufgaben oder man gesehen hat, mit welchem Eifer Schüler bei Aufgaben dabei waren. Im Lauf meines Lehrerberufs habe ich viel dazugelernt, deswegen kann ich auch zufrieden zurückblicken.

    Wohin das große Schiff "Schule" steuert, weiß keiner, die Zeiten werden schwieriger. Die Stimmen der Politik gegenüber werden lauter, etwas für die Schule und den Respekt Lehrern gegenüber zu tun. Sicherheit hat man nicht, man weiß nicht wohin die Reise geht. Ich finde insgesamt, dass die Kinder "unerzogener" geworden sind und man Sachen bei Aufsichten sieht, die man vor 10 Jahren noch nicht so häufig gesehen hat - vor allem sehr individuelles Verhalten.

    Ich würde dir dringend raten, nochmals Praktika zu machen oder irgendwo in einer Mittagsbetreuung mitzuhelfen, damit du einen Eindruck bekommst, wie einige Kids heute so drauf sind und ob du damit klar kommst.

    Grumpy, meinst du den offenen oder den gebundenen Ganztag?

    Welches Bundesland (du schreibst vom Süden) ?

    An meiner Grundschule (Bayern) wird der offene Ganztag am Nachmittag (Essen, Aufsichten, Hausaufgabenbetreuung, Spielzeit, viele AGs) nur von Externen gestemmt. Die Externen werden in der Regel dafür bezahlt - es sei denn sie kommen von einem Verein und wollen es unbedingt anbieten. Dafür verantwortlich ist ein Hauptträger und - so weit ich weiß ist auch der Förderverein irgendwie beteiligt.

    Der gebundene Ganztag, den wir auch haben, wird vom Unterricht her am Nachmittag von Lehrern getragen.

    Insgesamt sind ein paar wenige Lehrkräfte ins AG- Angebot für beide Ganztagesformen eingebunden, den Rest machen Externe. Als Problem hat sich bei Externen herausgestellt, die gerne einmal ihr Hobby den Schülern beibringen wollten, dass sie mit ziemlichen Disziplinproblemen zu kämpfen hatten - kein Wunder, wenn man das nicht gewohnt ist.

    Aufsicht macht keine Lehrkraft am Nachmittag oder während der Mittagsschiene, wir, also die Lehrkräfte, haben vormittags eine begrenzte Morgenaufsicht und Pausenaufsicht, dazu die in Bayern an den Grundschulen üblichen Vorviertelstunden, die wie üblich zu den Dienstpflichten gehören und nicht aufs Deputat angerechnet werden.

    An deiner Vermutung ist sicher etwas dran mit der Betreuung. An unserer Schule sind die ganzen Schienen mit einem großen Verwaltungsaufwand verbunden. Die Schulleitung stellt manchmal auch dafür selbst Personal ein. Außerdem müssen Disziplinmaßnahmen Vor- und Nachmittags abgesprochen werden - das ist manchmal ganz schön schwierig, da man nicht unbedingt gelerntes Personal bekommt. An Absprachen arbeitet meine Schule schon jahrelang und inzwischen gibt es dafür extra gemeinsame Konferenzen.

    Wenn die Tafel einen USB- Anschluss hat, könnte man daran einen externen DVD-Player anschließen, mit dem man selbstverständlich auch CDs abspielen kann. So wird das an meiner Schule gemacht, das geht problemlos, wenn man nicht alles vorher auf Stick ziehen möchte. DVD- Player als externes Gerät kosten nicht die Welt, das könnte die Schule anschaffen. Ich würde also auch diese Option mir überlegen.

    An meiner Schule haben wir Fidelio als Lehrwerk. Das ist sehr praxisorientiert. Duett und Kolibri finde ich auch ganz gut, wenn es um ein Lehrwerk gehen soll, könntest du dir noch Rondo vom Mildenberger Verlag anschauen. Die aktuelle Ausgabe kenne ich nicht, früher waren die Lehrerbände sehr ausführlich und hilfreich. Zu allen Lehrwerken gibt es Lehrerbände mit Tipps und Verlaufsvorschlägen und manchmal auch Kopiervorlagen dazu, die für einen Fachfremden hilfreich sein könnten.

    ich habe mich ehrlich gesagt auch gewundert...

    Ich empfand diese Art als Bloßstellung derjenigen Schüler, die man versucht hat mit ihren negativen Ergebnissen moralisch zu beeinflussen. Erschwerend finde ich, dass diese Ansage noch einer breiteren Öffentlichkeit per Film zugänglich gemacht wurde. Mir wäre das peinlich und ich wäre beschämt. An die eventuellen psychischen Folgen hat da wohl niemand gedacht. Vielleicht erweckt der Film auch den falschen Eindruck und man hat die positiven Rückmeldungen des Lehrers herausgeschnitten.

    Selbst in der Grundschule habe ich nie mit den Schülern über ihre Zeugnisse vor der ganzen Klasse gesprochen, sondern einzeln und immer versucht, das Positive und die guten Fächer hervorzuheben und das, an dem man noch arbeiten muss, sachlich darzustellen bzw. zu besprechen. Die Schüler kommen über positive Rückmeldungen und mit der sinngemäßen Aussage - ich traue es dir zu, dass es das nächste Mal besser klappt, wenn du bereit bist, mehr dafür zu tun - eher zur Motivation. (was teilweise der Lehrer auch gemacht hat).

    Vorschlag für eine zweite lebendige Fremdsprache: spanisch. (Ich bin allerdings für mindestens 4 Jahre Latein als allgemeine Grundlage.)

    Sie steht hinter englisch, chinesisch, hindi auf Platz 4 der meist gesprochenen Sprachen in der Welt, ist eine romanische und europäische Sprache und für Deutsche leicht zu erlernen. Die Rechtschreibung macht im Spanischen kaum Probleme. (Allerdings muss man sich reinhören, was das gesprochene Spanisch betrifft, weil es sehr schnell gesprochen wird.) Außerdem kann man von spanisch schnell auf italienisch und sogar auf französisch schließen. Ich habe einmal einen Artikel gelesen, dass für Franzosen spanisch leicht zu erlernen ist, weil viele Wörter korrespondieren.

    https://de.babbel.com/de/magazine/di…rachen-der-welt

    https://de.babbel.com/de/magazine/wi…rechen-spanisch

    Es geht in der Debatte auch gar nicht darum, das Erlernen von Fremdsprachen ganz abzuschaffen, sondern darum, dass bestimmte "neue" Inhalte unbedingt in Schule aufgenommen werden sollten, um auch in Zukunft als Land wettbewerbsfähig zu sein und zu überlegen, wie man die Verteilung der zugehörigen Lernzeiten anders gestalten kann.

    Nicht zu vergessen: Wir reden hier nur vom gymnasialen Weg. Alle anderen Schulen des mittleren Bildungsweges haben nur eine Fremdsprache als Pflicht. Welches andere Fach am Gymnasium schlagen denn die Befürworter einer Fremdsprache stattdessen vor?

    @ Dejana: Zu Deutsch und Mathe:

    Wir haben im Stundenplan in der dritten Klasse 6 Stunden Deutsch und 5 Stunde Mathematik verankert, dazu noch eine Förderstunde. Die Stunden brauchte ich auf jeden Fall, Hausaufgaben waren in beiden Fächern notwendig, weil die vertiefenden Übungen in der Schule zeitlich nicht möglich waren. Manchmal musste auch mal ein anderes Fach gekürzt werden um irgendetwas fertig zu bekommen. Immer mal wieder haben wir in der 3. Klasse Themen ins nächste Schuljahr reingezogen und zusammenfassender gemacht. Richtig fertig geworden bin ich selten. Im Vergleich dauert im 3. Schuljahr alles viel länger als im 4. Schuljahr, da die Schüler noch nicht so weit sind.

    Wenige Aktionen sind okay, aber wenn es zu viele werden, dann fällt natürlich mehr Unterricht aus und das kann man dann nicht mehr kompensieren.

    Ich habe Englisch, Latein und Französisch in der Schule gelernt. Englisch wird überall gesprochen, vieles steht auf Englisch geschrieben - deswegen finde ich gut, dass an allen Schularten Englisch die erste Fremdsprache ist.

    Ich habe gemacht bzw. mache VHS- Kurse in italienisch und spanisch. Ich bin heilfroh, dass mir zumindest in der Schule das Grundprinzip einer romanischen Sprache beigebracht wurde. Im Gegensatz zu den Lernenden, die keine Vorkenntnisse in einer romanischen Sprache haben, bin ich diesen gegenüber im Vorteil, vor allem, was das grundsätzliches grammatikalische Verständnis betrifft. Ältere Erwachsene tun sich grundsätzlich schwerer beim Sprachlernen, das sehe ich immer wieder.

    Latein legte bei mir die Grundlagen für ein Grammatikverständnis, auch für Deutsch. Für das Fremdwörter- und Querverständnis von Wörtern in verschiedenen romanischen Sprachen ist es gut, wenn man eine romanische Sprache länger gelernt hat, so meine Meinung und Erfahrung.

    Bei russisch kann ich nicht mitreden, aber ich könnte mir denken, dass auch die slawischen Sprachen Ähnlichkeiten aufweisen und deshalb später leichter zu erlernen sind, wenn man schon eine davon kann.

    Wenn ich etwas Ahnung von einer Sprache habe und dann ein Übersetzungsprogramm benutze, finde ich es besser wie wenn ich spanische Dörfer vor mir habe und Null damit anfangen kann.

    Also erstmal finde ich das Argument der Praxis komisch. Wenn ich Doppelttermine habe, stehen sie auch so auf der Rechnung mit echten Daten und ich habe keine Probleme bei der Erstattung, weder bei der Beihilfe noch bei der Debeka.

    Wenn etwas ausfällt oder ich absagen muss, dann wird selbstverständlich ein weiterer Termin gesucht bzw. hinten angehängt.

    Hast du mit der Inhaberin gesprochen oder nur der Empfangsdame? Mit manchen Damen beim Empfang habe ich schon entsprechende Erfahrungen gemacht. Ich würde mich auf jeden Fall an die Inhaberin der Praxis wenden.

    Schmidts Vorschlag finde ich gut.

    Du könntest ihnen ja noch als Kompromiss vorschlagen, dass sie die Termine nachholen, auch die Wärme, sodass alles auf der Rechnung von den Leistungen her abgedeckt ist.

    Ansonsten würde ich nur die tatsächlichen Leistungen bezahlen mit Ausnahme deines abgesagten Termins, falls du etwas diesbezüglich unterschrieben hast wegen der Ausfallkosten. Wenn das von der anderen Seite eingefordert wird und du nicht zahlst, dann geht das so oder so vor Gericht und dann kommt die ganze Sache heraus.

    Wenn Rechnungen nicht passen, redet man meistens mit dem Ersteller und es kann sich ja mal als Missverständnis herausstellen.(Wobei die meisten immer erstmal beleidigt reagieren.) Vor Jahren hatte ich mich nach einem erfolglosen Gespräch mit einem Arzt einmal geweigert, einen ungerechtfertigten Teil einer Rechnung zu zahlen. Der Arzt war so oder so ein Sonderfall und es ging vor Gericht, wo ich mit Hilfe eines Anwaltes Recht bekam. Der Arzt war näm lich wegen ähnlicher Fälle schon vor Gericht bekannt. Allerdings hat es mich Zeit und etwas Nerven gekostet - von der KK und Beihilfe bekam ich da keine Unterstützung, die sagten, das wäre meine Sache, weil die Rechnung an mich ging. Das fand ich traurig. Für die geht es offensichtlich nur darum, dass die Abrechnungsziffern aufeinander passen. Bei anderen Sachen, die gerechtfertigt sind, bekommt man wieder Schwierigkeiten, weil eben nicht der Form nach abgerechnet wurde.

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