Beiträge von Caro07

    Warum sollte man auch nicht in Teilzeit arbeiten? Nur weil irgendjemand definiert hat, dass "Vollzeit" 41h/Woche bei Bezahlung Y bedeutet, heißt das doch nicht, dass dies das richtige Maß an Arbeit für jeden Menschen sein muss. Wenn ich weniger Bezahlung benötige für mein Leben, dafür aber gern mehr Freizeit möchte, wüsste ich nicht, was ehrenrüchtig daran sein sollte, weniger von meiner Arbeitskraft zu verkaufen.


    Mein Mann und ich arbeiten beide nicht in Vollzeit. Er hat etwas stärker reduziert als ich. Wir haben keine Kinder und benötigen das zusätzliche Geld nicht. Dafür fühlen wir uns beide mit der gewonnenen Freizeit gesünder und wohler, als wir es vorher taten.

    Die zeitliche/psychische Belastung im Lehrerberuf ist so oder so zu hoch. Die Deputatsstunden, die schon ewig im Verhältnis zum Arbeitsaufwand festgelegt wurden, passen nicht mehr zum heutigen Arbeitsaufwand.

    Bei Teilzeit muss man allerdings bedenken, dass sich das auf die Rente/Pension auswirkt. Die richtet sich nämlich danach, was man wirklich gearbeitet hat.

    Wenn man - um ein einfaches Beispiel zu machen - 10 Jahre 50 Prozent gearbeitet hat, erhält man die Rente/Pension für 5 Jahre Vollzeit.

    Vielen Dank für den Film und danke an den Lehrer (und die Schüler), dass er sich so ungestellt filmen ließ.

    Der Film trifft es gut in meinen Augen. Ich finde mich in vielen Aussagen bzw. in dem gezeigten Umfeld wieder, obwohl ich an einer (großen) Grundschule war - das ständige Präsent sein, Streit schlichten, keine Pausen haben, Unterricht spontan umplanen, weil die Planung nicht funktioniert, sich mit Diszplinierungstechniken beschäftigen, weil es notwendig ist, Differenzierung, sich mit einzelnen befassen, ermutigen usw., spontan angesagte Dienstbesprechungen....

    Der Film bildet nicht alles ab, es kommt noch mehr dazu, es zeigt dennoch einen realistischen Ausschnitt. Fächer bzw. Themen, die ich schon oft unterrichtete, brauchten nicht mehr so viel Vorbereitung, aber mir ging es bis zum Schluss genauso, wie es Daniel schilderte: Wenn man sich in etwas neues, Fachfremdes einarbeitete und es richtig machen wollte, braucht das viel Zeit, egal wie lange man den Beruf schon macht. Ich muss gestehen, dass mir die Vorbereitung dennoch zum größten Teil Spaß gemacht hat, wenn ich nicht in Zeitnot kam. Ich habe ebenso lieber etwas reduziert um die Gesamtheit der Aufgaben mit weniger Zeitnot und deshalb mit weniger Stress bewältigen zu können. Da sparte jede Unterrichtsstunde, die ich weniger unterrichten musste, Energie. Mir haben 4-5 reduzierte Stunden von 28 schon etwas gebracht.

    Ich unterstütze den Gedanken von MrsPace sehr, dass man das gemobbte Kind am Erarbeiten des Selbstbewusstseins unterstützt. Meim Sohn wollte irgendwann nicht mehr, dass ich mich einmische, denn ihm ging es genauso wie MrsPace schildert, dass es anscheinend bei Einmischung von Eltern schlimmer wurde.

    Aus dieser Erfahrung heraus, würde ich sagen, dass ein Offenlegen des Mobbings (was ich laleona in deinem Fall unbedingt wichtig finde) nicht genügt, vor allem dann, wenn die Eltern der "Gegenseite" hinter ihrem Kind stehen. Das eigene Kind muss unbedingt wehrhafter werden und zwar glaubwürdig wehrhafter und eine souveräne Ausstrahlung gewinnen. Deswegen habe ich die Erlebnisse im Beitrag 85 geschildert um das zu untermauern.

    Erfahrungen:

    Mein Sohn wurde in der Grundschule unter der Rädelsführung eines Nachbarkindes gemobbt. In meinen Augen war da viel Eifersucht im Spiel. Jedes Mal, wenn mein Sohn einen neuen Kontakt hatte, grätschte das Nachbarskind dazwischen. Mit den Eltern hatte ich mich zuerst gut verstanden, nach der Mobbinggeschichte ist der Kontakt eingeschlafen, denn die Eltern hatten einen ganz anderen Blick darauf. Die Mutter, auch in einem pädagogischen Beruf, verteidigte ihren Sohn bis zum Letzten als ich ein Gespräch darüber suchte. Das Mobbing ging einige Jahre weiter, auch in der weiterführenden Schule, wo die beiden zusammen in der Klasse waren, bis letztendlich das andere Kind nach 2 Jahren auf eine andere Schule wechselte. Mein Sohn wich dem anderen Kind aus, der Kontakt zu den Eltern wurde beiderseitig nicht mehr gepflegt. Mein Sohn war nicht der einzige, den die Clique um dieses Kind, die in der Pubertät weiter bestand und die Gegend unsicher machte, ärgerte.

    Ich selbst hatte in der Schulzeit eine Erzfeindin - es war zuerst eine freundschaftliche Dreierbeziehung - wo besagtes Mädchen eifersüchtig war, plötzlich nicht mehr mit mir redete, was mich sehr ärgerte. Letztendlich gipfelte die Sache darin, dass wir uns vor versammelter Klasse im 6. Schuljahr diverse Ohrfeigen gaben. Es hat sich niemand eingemischt, danach redeten wir weiter nicht miteinander.

    Auch habe ich mich einmal körperlich (Tritt gegen das Schienbein) gegen einen mich ärgenden Mitschüler gewehrt. Aus beiden Vorfällen entstand kein Mobbing.

    Als Lehrerin habe ich das anders erlebt. Ich erinnere mich noch gut an zwei schwierige Mädchen, die immer aneinandergerieten und versuchten, die anderen Mädchen auf ihre Seite zu ziehen, was teilweise gelang, dass sich andere einmischten. Da musste ich immer wieder eingreifen.

    Meinen gemobbten Sohn habe ich so erzogen, dass er sich in (sachlichen) Worten wehren soll. Im Nachhinein bin ich mir nicht so sicher, ob das der richtige Weg war. Es wäre vielleicht besser gewesen, ich hätte versucht, dass er einen Kampfsport macht, wo man zusätzlich Selbstbewusstein lernt.

    Den Thread verfolge ich mit Interesse. Ich ging zu der Zeit in die Schule als man noch mit dem Rechenschieber arbeitete. Die Oberstufenreform kam erst in den Jahrgängen nach mir. D.h. ich habe ganz normal das Abitur in Mathematik gemacht. Mittelmäßig in Mathe mit viel Fleiß, aber ich habe es geschafft.

    Wenn ich im Nachhinein schaue, was bei mir von der Schulzeit hängengeblieben ist, dann muss ich für Mathematik sagen, dass ich von der Oberstufen- und vielleicht auch von Teilen der Mittelstufenmathematik am allerwenigsten weiß. Ich könnte ohne mich ganz tief einzulesen nichts mehr mit den Formeln (bis auf das, was man in der Unterstufe macht - Brüche umformen kann ich noch oder mit Unbekannten operieren...) anfangen. Die hier im Thread gezeigten Formeln sind erstmal für mich spanische Dörfer, obwohl ich sicher so etwas in der Schule (Ba-Wü) gemacht habe. Kurvendiskussion habe ich damals, so weit ich mich erinnern kann, verstanden, aber heute weiß ich nur noch, dass es sie gibt.

    Dagegen sind mir die sprachlastigen Fächer viel präsenter, abstrakte Gedanken und Philosophien sowie die Grammatik war durch die drei Sprachen, die ich lernte, viel nachhaltiger. Da ist vieles noch da.

    Aber ganz losgelöst in Formeln zu denken (wie man es dann in der Mathematik macht) war wohl trotz Abitur und guten Mathematiklehrern, bei denen es Spaß gemacht hat, bei mir nicht nachhaltig genug. Die grundsätzlichen Physikformeln würde ich wahrscheinlich noch eher verstehen, weil ich mich da an die Versuche erinnern würde.

    Die Frage wäre, was will man mit Mathematik erreichen? Studierfähigkeit? Erweiterung des Wissens? Abstraktionsfähigkeit? (Ich habe die Abstraktionsfähigkeit eher über den sprachlichen Weg, die Philosophie, gelernt.)

    Eine weitere Frage wäre - und so hat man uns das Sprachliche in der Grundschulmathematik begründet - ob man durch die Höherwertung des Sprachlichen in der Mathematik nicht das Verständnis fördert und dadurch (indem man vieles verbalisieren muss) mehr Zugang zum Abstrakten schafft.

    Et la recette, s`il te plait?

    Ich habe diese Variante genommen. Allerdings habe ich den Zucker zur Hälfte mit Birkenzucker ersetzt wegen der Kalorien. Die Zitronenschale habe ich nicht abgerieben, sondern ein gekauftes halbes Päckchen Zitronenschalen genommen. Für den "Tarte au citron" gibt es jede Menge von Rezepten, ich wollte eines mit Baiser - das waren in Frankreich immer meine Lieblingskuchenstücke bzw. -törtchen.

    Einzelabfrage vor der Klasse finde ich schwierig. Bei Ausfragesituationen vor der Klasse spielt bei vielen eine Menge Aufregung mit und man bekommt bei einigen keine richtige Leistungsnote. (Als ich noch in Ba-Wü zur Schule ging, war die mündliche Ausfrage von einzelnen an der Tafel gang und gäbe. Es war genauso wie Friesin schildert. Glücklich war der, der die Ausfrage schon früh hinter sich hatte. Viele waren unnötig aufgeregt. Die Coolen, die vielleicht weniger wussten, hatten bessere Karten, da sie sich besser verkauften.)

    Aber eine gemeinsame Abfrage der Klasse finde ich bei gewissen Lernthemen wie eben Vokabeln in weiterführenden Schulen wichtig und man kann sie so gestalten, dass sie mit wenig bzw. vertretbarem Ausfragestress verbunden ist. Z.B. kommen wir an meiner Grundschule zu einer Kopfrechennote, indem wir die Aufgabe sagen und kurz einblenden und alle Schüler das Ergebnis auf ein nummeriertes Blatt schreiben.

    Ansonsten kommt man neben den großen Arbeiten durch das Benoten anderer Kompetenzen in den verschiedenen Fächern zu weiteren Noten. Da gibt es - zumindest im Grundschulbereich - einige Ideen dazu.

    Im Lauf der Zeit musste ich feststellen, dass Dinge erst dann richtig ernst genommen werden, wenn es darauf Noten gibt, z.B. Gedichte auswendig lernen, Lesehausaufgaben machen, 1x1 lernen usw.

    In Englisch z.B. gibt es in der Grundschule keine Noten. Wir schreiben aber Tests. Die Vorbereitung dazu ist in der Folge bei den Schülern unterschiedlich: Wer Englisch gern lernt, ein Erfolgserlebnis will, die Eltern sich drum kümmern, es als Grundlage für die weiterführenden Schulen sieht oder wer Lernen als selbstverständlich ansieht, der bereitet sich vor, der Rest nicht.

    Vielleicht noch eine Bemerkung zur Einteilung von den Partnern:

    Ich finde, es macht grundsätzlich Sinn, dass man für sich eine Leserangliste macht. Wenn man 24 Schüler hat, und die Nr. 1 der beste Leser und die Nr. 24 der schlechteste Leser ist, ist es so, dass man erstmal Nr. 1 (Trainer) und Nr. 13 (Sportler) zusammennimmt, darauf folgt Nr. 2 - 14 usw. So ist der Niveauunterschied nicht so gravierend und es liest der beste der Trainer mit dem besten der Sportler. Allerdings habe ich mir die Freiheit herausgenommen und Schüler ausgetauscht, je nachdem wie sie harmonierten.

    Die Schüler wussten nicht, nach welchen Kriterien ich die Liste zusammengesetzt habe und sie wussten auch nicht, dass ich für mich eine Rangliste erstellt habe. Ich habe ihnen gesagt, dass jeder mal vorlesen soll und ich mir aufnotiere, wie jeder liest, weil ich Lautlesetandems machen möchte, das ich ihnen dann, wenn es so weit ist, erklären werde, wie es funktioniert. Letztendlich war es klar, dass die besseren Leser die Trainer sind und die schlechteren die Sportler. So ein mancher mittelmäßiger Leser hat sich sicher gewundert, dass er Trainer war. Trainer Nr. 12 und Sportler Nr. 13 haben z.B. ein ähnliches Leseniveau. (Ihre Ranglistennummern kennen die Schüler nicht.)

    Vielen, vielen Dank dafür. Wenn du mir die Anleitungsblätter schickst wäre ich ich dir sehr dankbar.

    Hast du den Kindern denn gesagt, dass es einen Trainer und einen Sportler gibt oder hast du nur gesagt, dass die kinder den Satz von vorne lesen müssen, wenn sie ein Wort falsch gelesen haben?

    Du hast eine pn (siehe Konversationen). Die Antworten deiner Fragen ergeben sich aus dem Material, was ich dir geschickt habe.

    Die Lautlesetandems sind gar nicht so kompliziert. Man kann die "Urform" abwandeln. Wichtig finde ich, dass man bei dem gleichzeitigen, halblauten Lesen zu zweit bleibt (also wenn der Sportler noch unsicher ist), den Fehler verbessert und den Satz nochmals liest. Außerdem sollte der Text mehrmals gelesen werden, damit der Text flüssiger wird. Damit das fünfmalige Lesen desselben Textes nicht zu langweilig wird, habe ich den Text beim ersten Mal den Trainer erstmal vorlesen lassen und beim letzten Mal die Rollen vertauscht. Ein Arbeitsblatt dokumentiert die gemachten Leserunden und die können jederzeit unterbrochen und an einem anderen Tag weitergeführt werden. Wenn einer krank war, habe ich bei gerader Zahl diejenigen, die keinen Partner hatten, zusammen machen lassen oder zu dritt ging im Notfall auch einmal.

    Für mich sind die Lautlesetandems der beste Weg in der Schule Lesefortschritte zu erreichen. Außerdem ist diese Art für die Schüler motivierend.

    Mit dem Tandemlesen habe ich nur gute Erfahrungen. Die befürchteten Probleme, die oben geschildert sind, sind nie aufgetreten. Die Partner habe ich nicht streng nach den Regeln eingeteilt, sondern darauf geschaut, dass sie gut zusammen harmonieren. Beim "Eingangstest" habe ich nicht die Lesefehler gezählt, sondern für mich eine differenzierte Tendenznote gemacht, wie der Schüler insgesamt gelesen hat, die aber nicht gezählt. Danach habe ich die Partner eingeteilt.

    Außerdem habe ich beim letzten Durchgang des Partnerlesens die Rollen umdrehen lassen. Die Partner mussten nach Abschluss der Leserunden einzeln zur mir kommen und ihre Ergebnisse ausschnittsweise vorlesen. Ich habe dann den Trainer gelobt, wenn er gut gearbeitet hat und den Sportler, wenn er gute Fortschritte gemacht hat. Den Trainer fällt eine verantwortungsvolle Aufgabe zu, die haben die Kinder auch so wahrgenommen. Die Sportler haben sich gefreut, wenn sie Fortschritte gemacht haben.

    Fürs Tandemlesen arbeitete ich mit einem ausgemusterten Lesebuch, wo wir noch genügend Exemplare aufgehoben haben.Wenn du willst, schicke ich dir per pn die Anleitungsblätter für die Schüler.

    Zum Eingangsbetrag:

    ich würde interessieren, wie ihr Unterricht vorbereitet. Also z.B. wenn was Neues auf dem Plan steht oder ihr Lust habt, ein Thema variiert durchzugehen, zum Beispiel in Bezug auf ein gesellschaftlich aktuelles Thema.


    Ich muss immer wieder fachfremd unterrichten und verzettele mich dann in der Vorbereitung. Ich lese mich ins Thema ein und suche nach Methoden und fachdidaktischen Hinweisen, um möglichst wenig Blödsinn zu verzapfen. Oft kaufe ich auch fertiges Material, das ich an die Bedürfnisse der Förderschüler*innen anpasse. Allerdings gerate ich dabei manches Mal bei der Suche vom Hundertsten ins Tausendste, sammle ganz viel und kann mich nicht entscheiden, was ich genau wie machen soll. Oder mir fehlt es an Ideen, aus einem passenden Lesetext eine ganze Stunde zu gestalten.

    Oder mir fehlt es an Ideen, aus einem passenden Lesetext eine ganze Stunde zu gestalten.

    Fallen euch spontan ein paar bewährte Methoden für gesellschaftswissenschaftliche Fächer ein, die man mit schwachen (7./8./9.) Klassen machen kann, um sie in Themen einzubeziehen? Wie kann man aus z.B. einer Bildquelle mehr machen als nur angucken und ein paar Fragen dazu überlegen? Wie aus einem Text mehr als eine Lese-Redestunde machen?


    Ich stehe gerade auf dem Schlauch, weil ich wieder mal neue Klassen und Fächer habe und nichts, was ich gelernt habe, unterrichten und nichts, was ich im Schrank habe, nutzen kann. Und mich statt 'leckt mich doch alle mal' selbst unter Druck setze, es allen Recht zu machen und schon wieder laminiere und in Stress gerate, wie vor einer Lehrprobe :hammer:

    Wenn etwas Neues anstand, habe ich es so wie du gemacht, sofern es die Zeit zuließ. Ich habe es immer so gesehen: Zuerst mache ich die Pflicht, danach kommt die Kür, so lange es die Zeit noch hergab. Allerdings musste ich in der Grundschule nicht so extrem Material anpassen. Lieber habe ich, wenn ich etwas Neues machte, länger gesucht, bis ich etwas fand, was ich wirklich verwenden konnte.

    Man könnte sich auch vornehmen, am Tag eine Stunde mal so richtig gut vozubereiten, so haben das manche bei uns an der Schule gemacht, die noch nicht so gut eingearbeitet waren. An Methoden habe ich, wenn ich nicht viel Zeit hatte zum Vorbereiten, erstmal die genommen, die ich gewohnt war. Zu viel Neues auf einmal im Unterricht zu verwirklichen finde ich anstrengend.

    In den Vorbereitung fand ich es wichtig den Zeitpunkt zu erkennen, wo es zu viel wird, wo man sagt, ist jetzt egal, ich mache es einfach so, ich kann mir nicht stundenlang etwas überlegen und komme nicht zum Ende. Jetzt mache ich reduziert, da die Zeit fehlt. Es gibt noch mehr Zyklen, wo man sich wieder Gedanken darüber machen und das Thema ausgefeilter angehen kann.

    Methoden zu Lesetexten (keine Ahnung, ob das für deine Schüler passt ), die ich so gemacht habe:

    Zu dem, was schon geschrieben wurde: (Lesestrategien anwenden)

    - wichtige Stichpunkte markieren

    - Stichpunkte herausschreiben

    - unbekannte Wörter unterstreichen

    - einem Textabschnitt eine Überschrift geben

    - mündlich Textabschnitte zusammenfassen (mit oder ohne Stichpunkt, evtl. diverse Textabschnitte diversen Partnergruppen zuweisen)

    - pro Textabschnitt eine Frage stellen

    - W- Fragen stellen

    - Schüler schreiben Fragen und Antworten zu dem Leseabschnitt auf und stellen die dann anderen als eine Art Quiz

    - AB vorbereiten: Schüler sollen pro Textabschnitt eine Frage aufschreiben, dann Abs in der Klasse verteilen oder dem Nachbar geben und jeder schreibt die Antwort zu den Fragen

    - Überschrift präsentieren oder Textanfang präsentieren (oder Bild) und Schüler vermuten, was in dem Text steht (Leseerwartung)

    - Schaubild o.ä. zum Text entwerfen, falls der Text das hergibt

    - Comics, Bilderfolge zum Text malen

    - traditionelles Arbeitsblatt mit diversen Aufgaben: Fragen, Ankreuzaufgaben, Zuordnungsaufgaben usw.

    Sind Mittelschulen in Bayern nicht Haupt- und Realschule?

    Nein, die Mittelschule hieß früher Hauptschule und wurde in den vermeintlich attraktiveren Begriff umbenannt.

    Realschule ist eine extra Schulart.

    An der Mittelschule erreicht man durch diverse "Züge" folgende Abschlüsse:

    - bis zur 9. Klasse: den Mittelschulabschluss (früher Hauptschulabschluss)

    - bis zur 9. Klasse: den qualifizierten Mittelschulabschluss (früher qualifizierter Hauptschulabschluss)

    - bis zur 10. Klasse (M- Zweig): den mittleren Schulabschluss (ist ein mittlerer Schulabschluss, aber etwas anders als der Realschulabschluss, etwas mehr praxisorientiert, berechtigt aber wie der Realschulabschluss zum Übertritt in Schularten, die die Schullaufbahn fortführen)

    - schwächere Schüler können die Praxisklassen besuchen und gehen dann nach Vollendung der Schulpflicht, so weit ich weiß, ohne Prüfung von der Schule

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    In der Praxis sieht es so aus, dass Schüler, die den Übertritt an die Realschule knapp verpasst haben bzw. nicht zu schlecht waren, auf dem M-Zweig ab der 7. Klasse wiederzufinden sind. Aber auch Schüler, die auf der Realschule aus diversen Gründen Probleme haben, wechseln erstmal in den M-Zweig mit wechselndem Erfolg, aber es ist eher eine Chance, die mehr als die Hälfte positiv nutzen. So entnehme ich das aus Gesprächen und Rückmeldungen.

    P.S.: Manche Aussagen überschneiden sich, da ich gleichzeitig geschrieben habe.

    P.P.S.: Es stimmt, die Prüfungen sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Man hat auch noch die 3. Möglichkeit, auf der Wirtschaftsschule einen mittleren Abschluss zu bekommen. Dennoch kann man mit dem mittleren Abschluss weitermachen, z.B. auf die FOS gehen oder sonst anschließen. So weit ich weiß, kann es bei der Bewerbung zur Berufsausbildung schon mal einen Unterschied geben, klassische Berufe nach der Realschule sind eher Bürojobs.

    Mhhhh ja es scheint wohl so, dass man tatsächlich auch mit den gesetzlichen Grundlagen nicht umhin kommt, mal direkt dort anzurufen...

    Das wäre vielleicht das Beste, um kompetente Auskunft zu erhalten. Die Nummer findet man leicht übers Internet heraus.

    Mir haben Kollegen gesagt, dass man sich einmal seine Pension von Ansbach ausrechnen lassen kann. Das macht aber erst in den letzten Berufsjahren Sinn, wenn es um Entscheidungen geht. Das machen manche, wenn es darum geht, ob man in den vorzeitigen Ruhestand gehen will, die Altersteilzeit nutzen oder bis zum Schluss machen will. Ich habe mir so ca. 10 Jahre vor dem Eintritt in den Ruhestand vom BLLV die verschiedenen Varianten ausrechnen lassen. Das war für Mitglieder kostenlos.

    Nur weil man weniger Deputatsstunden an der Schule hat als fertig ausgebildete Lehrer, kann das doch nicht nur als Teilzeitbeschäftigung anerkannt werden (falls du das so gemeint hast)?!

    Doch, wurde leider so berechnet. Es wurden genau die Stunden im Verhältnis zum Volldeputat gesehen, deswegen kam ich da nur auf ein Jahr und ein paar zerquetschte Tage, weil ich nur 16 Stunden in der Woche Unterricht hatte. Das war nicht eine beantragte Teilzeit, sondern wir Referendare hatten nur 16 Stunden Unterricht zu leisten.

    Interessant ist, was Zauberwald schreibt. Ich machte 2 Jahre das Referendariat, wir unterrichteten natürlich keine 28 Stunden, sondern weniger, aber es wurden nur die Deputatsstunden verrechnet. Vielleicht rechnen Bayern und Ba-Wü anders.

    Was wäre mit angestelltem Lehrer und Unidozent? Das würde ja 0 Logik ergeben, wenn dies nicht anerkannt würde.

    Das weiß ich nicht. Während der Zeit, wo wir alle angestellt waren, wurde vom Arbeitgeber in die Rentenkasse eingezahlt, das ist ein anderes Instistut. Dieses Geld haben wir dann wieder ausgezahlt bekommen - das Angestelltenverhältnis war nur sehr kurz, ich glaube ein halbes Jahr. Ansonsten würde es mir jetzt als zusätzliche Rente ausgezahlt, zumindest entnehme ich das der Äußerung einer Kollegin, die vorher in einem anderen Beruf gearbeitet hat. Dort hat sie sich eine geringe Rente angespaart.

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    Vielleicht wird, wenn die heutigen jungen Lehrer in den Ruhestand gehen, wieder anders berechnet.

    Als ich eingestiegen bin, war die Pensionsberechnung noch anders als sie jetzt ist.

    Man kann von heute nicht darauf schließen, wie sich in einigen Jahren die Gesetzeslage ändert.

    Ein paar Punkte (aus eigener Erfahrung):

    - Es gibt einen Unterschied zwischen Jubiläumsdienstalter und Jahre, die für die Pension gezählt werden. Das Jubiläumsdienstalter von 25 Jahren erreicht man früher. (Habe ich einmal bei der Berechnung des Schulamts gesehen.)

    - Bei der Berechnung zur Pension (also dem Ruhegehalt) gilt: Teilzeit wird in Jahre umgerechnet, also wenn du Teilzeit gemacht hast, kommst du nicht auf deine Pensions-Prozente (man erhält als Pension soundsoviel Prozent seines Gehaltes, was man als aktive Lehrkraft verdienen würde), die du bei der Vollzeit hättest. (Bei 2 Jahren halbes Deputat wäre dann nur ein Jahr für die Pension anerkannt.)

    - Das Studium wurde bei mir nur 3 Jahre anerkannt, obwohl ich länger studiert habe. In der Bemerkung steht, dass das Studium nur bis max. 3 Jahre anerkannt wird.

    - Der Vorbereitungdienst wurde anerkannt, aber eben nur die Teilzeit, die man da gemacht hat, also kommt man da nicht auf 2 Jahre Vollzeit.

    - Es werden nur die Zeiten als Beamter anerkannt (in Ba-Wü waren wir mal kurz angestellt, haben da aber die angesammelte Rente ausgezahlt bekommen), ich war aber nur Lehrerin im Beamtenverhältnis

    - Wenn man beurlaubt ohne Bezüge ist, dann wird das (logischerweise) nicht in die Pension eingerechnet.

    Letztendlich kann man in Bayern im Augenblick nur bei der Erreichung des Pensionseintritts in den Ruhestand (irgendwann 67 Jahre im Schul(halb) jahr), oder in den vorzeitigen Antragsruhestand (1 Jahr vorher im Augenblick) oder über das Altersteilzeitmodell. Beim Antragsruhestand und Altersteilzeitmodell wird finanziell gekürzt im Vergleich zum "normalen" Eintritt. Mir ist niemand bekannt, der rein nach der Berechnung von Dienstjahren in den Ruhestand konnte.

    4 * 26 = 4 * 20 + 4 * 6 = 80 + 24 = 104

    Warum kann das nicht gleich so eingeführt werden?
    Was macht eigentlich das Tausenderfeld?

    Wenn man die Teilrechnungen untereinander stellengerecht aufschreibt, ist es für die schwächeren Schüler nicht so fehlerbehaftet, weil sie da die Stellen eher erkennen. Das nebeneinander Aufschreiben von Rechnungen (also mit verschiedenen = Zeichen) finde ich in der Grundschule grenzwertig, weil die Schüler dazu übergehen, gerne bei Textaufgaben "falsche" Kettenrechnungen zu produzieren und die Rechenschritte einfach nebeneinander hängen.

    Wahrscheinlich bin ich wegen des stellengerechten Aufschreibens vom Malkreuz weggekommen.

    Den guten Schülern wird bei uns im Mathebuch angeboten, nur noch die Ergebnisse der Teilschritte aufzuschreiben.

    Tausenderfeld: Beim dargestellten Auszug aus dem Tausenderbuch muss man sich das so vorstellen, dass eine Farbe immer 100 Punkte bedeutet, die dann wieder 4x25 mit unterbrochenen Linien eingeteilt sind. Hier sieht man eine Darstellung des ganzen Tausenderbuchs. Um die 100er besser zu erkennen, sind sie abwechselnd rot und blau.

    Für die Darstellung der Multiplikation wurden die nicht notwendigen Punkte abgedeckt, also verbleiben von den ersten beiden Hunderterfeldern 4x20 und vom dritten Hunderterfeld 4x6.

    Das Tausenderbuch wird in diesem Fall anders angewendet. Man kann jetzt zwei Argumente vorbringen: Durch die unterschiedliche Nutzung des Tausenderfeldes fördert man das flexible Denken oder die unterschiedliche Nutzung des Tausenderfeldes verwirrt. Mir war immer die Zahlenvorstellung sehr wichtig - ich habe die Methode in Ermangelung einer anderen bildlichen Darstellung bei der Einführung verwendet.

    Die halbschriftliche Multiplikation ist eine Heranführung an die schriftliche Multiplikation.

    Oder anders gesagt: Man kann mit den Schülern bei der Einführung entwickeln, dass die schriftliche Multiplikation eine "Verkürzung" der halbschriftlichen Multiplikation darstellt bzw. eine verkürzte Schreibweise davon ist. Die schriftliche Mulitplikation finde ich nicht so schwer zu vermitteln - die Schüler kapieren den Weg schnell, man muss nur schrittweise aufbauen und darauf achten, dass die Rechenrichtung stimmt. Wenn es bei den Schülern klemmt, dann liegt es an der mangelnden Automatisierung des 1x1. Länger dauern schriftliche Subtraktion (macht man in Klasse 3) und schriftliche Division.

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