Beiträge von Caro07

    Nr. 44

    44 + 44= 88

    Heute meinen viele, dass scheinbar und anscheinend dieselbe Bedeutung hat.

    Ist in der Sprache wohl ein Trugschluss, in der Mathematik ist es eindeutiger in diesem Fall: zweimal dieselben Zahlen stellen die Waage beim richtigen Ergebnis auf die gleiche Ebene. :aufgepasst:

    Deshalb meine Frage mit genau 88 Zeichen:

    Welcher Lehrer von heute kennt eigentlich noch so den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar?

    Es ist die Frage, was du mit den digitalen Angeboten meinst. Ich habe die Lehrermaterialien mit einigen editierbaren ABs auf einer CD und die ganzen gedruckten Bild- und Wortkarten, die Spielbox und die Filme. Das meinst du sicher nicht.

    Das Schülerarbeitsheft kann man auch mit interaktiven Übungen haben. Die App kenne ich nicht. Den Unterrichtsmanager kenne ich auch nicht.

    Um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass das alles so ausgereift digitalisiert ist, auf der CD- Rom zu den Lehrermaterialien ist nicht viel. Da gibt es Gedrucktes mehr.

    Vielleicht bietet der Unterrichtsmanager mehr? Das weiß ich leider nicht.

    Um ehrlich zu sein, würde ich mich für Förderschüler noch weiter umsehen. Ich weiß nicht, ob Sally so optimal ist, mir erscheint es öfter doch zu anspruchsvoll für schwächere Schüler. Meine Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf kommen da nur leidlich mit. Ich kenne allerdings nur die bayerische Ausgabe.

    Es sei denn, du guckst einmal in den Bundesländern, wo Englisch mit der 1. Klasse beginnt, da gibt es ja auch etwas von Sally.

    Also das, was Bayern immer schon und nach wie vor macht.

    Vielleicht ist das das Problem. Die Bundesländer, die die Endnote nicht nach dem arithmetischen Mittel vergeben müssen und einen größeren Spielraum haben, können wahrscheinlich besser mit 6 Noten auskommen. Die Endleistung wird da anders gesehen.

    Ich kenne mich dort zu wenig aus, aber unterliegen nicht dann, wenn man, obwohl der Schnitt auf anderes hinweist, in der Endnote variieren kann, die Noten verstärkt einem subjektiven Eindruck?

    In Bayern zählt der Durchschnitt, der aus ganzen Noten, die erteilt wurden, errechnet wird. Der macht ohne Wenn oder Aber dann die Zeugnisnote aus. Mündliche und praktische Noten werden mit in den Durchschnitt je nach Gewichtung mit einberechnet. Das einzige, was man machen kann, ist die Noten unterschiedlich gewichten. Dennoch muss die Gewichtung für die ganze Klasse natürlich gleich gehandhabt werden, sofern niemand zieldifferent unterrichtet wird.

    Früher war es in Ba-Wü auch so. Da war ich echt froh, dass ich eine größere Bandbreite der Notenvergabe hatte, die sich dann auch in den entsprechenden Berechnungen (1- = 1,25 1-2 = 1,5 2+ = 1,75 2= 2,0) niederschlug.

    Ich bin auch in Baden-Württemberg mit den Viertelnoten aufgewachsen und habe so in Ba- Wü über ein Jahrzehnt unterrichtet, auch in der Hauptschule. Jetzt unterrichte ich in Bayern schon lange zwangsweise mit ganzen Noten. Ich kenne also beide Systeme.

    Ich finde das System von Baden-Württemberg besser, weil man die Möglichkeit hat, sich in Zweifelsfällen für eine Zwischennote zu entscheiden. Das System in Ba-Wü empfinde ich als gerechter und genauer, wenn man schon benoten muss. Besonders bei mündlichen Noten, praktischen Leistungen und Aufsätzen hadere ich richtig damit, dass ich mich für eine glatte Note entscheiden muss. Bei Proben (Arbeiten) entscheiden es die Punkte, ich finde es dennoch ungerecht, wenn ein halber oder ganzer Punkt eine ganze Note ausmacht, was nie die tatsächliche Leistung widerspiegelt. In Ba- Wü hatte ich eher das Gefühl, dass ich leistungsgerechter benotet habe.

    @ samu

    Ich gebe dir im extremen Fall recht. Am Anfang eines Mobbings können dennoch ungelöste Konflikte, mangelnde Empathie und unterschiedliche Befindlichkeiten stehen.

    @ altuweise

    Schreien ist ein Zeichen von Schwäche. Das zeigt, dass auch der Schulleiter von dieser Situation völlig überfordert war (und falsch an dieser Stelle ist). Gibt es im Kollegium Leute, die sich neutral verhalten?

    Ich habe nochmals deinen Eingangsbeitrag gelesen. Diskrepanzen aufgrund eigenem Engagement kenne ich, erlebt an besagter Grundschule. Ein harmloser Einstieg war: "Geh bloß nicht ins Schullandheim, sonst müssen wir auch." Als ich dann noch so bestimmte eingebürgerte Missstände ansprach, die ich nicht mit meinem pädagogischen Gewissen vereinbaren konnte, gab es die nächste Steigerung. Das Probleme bei solchen Dingen ist, wenn man alleine mit seiner Meinung steht und die Leute, die vielleicht ähnlich denken, zu feige sind, etwas zu sagen, weil sie Angst haben, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Mit einer schwachen Schulleitung und bestimmten Leuten, die gerne mit Haaren auf den Zähnen das Wort ergreifen, steht man dann, wenn man keine Unterstützung hat, alleine da. Mir hat eine Freundin, die das ganze Drama mitbekommen hat, gesagt, ich habe halt ihre erarbeiteten Pfründe in Frage gestellt. Wobei ich selbst damals von der Eigendynamik, die sich dann mit mir dort entwickelte, überrascht war. Der Höhepunkt war ein Mobbingtribunal, wo sie versuchten mich fertig zu machen. Da hat mich gewundert, wer plötzlich mit den Wölfen heulte. Die letzte Unterstützung fiel weg.

    Die Leute, die damals in dieser Geschichte mit involviert waren, begegnen mir inzwischen sehr freundlich und tun, wie nie etwas gewesen wäre. Ich denke, das ist das schlechte Gewissen.

    @ altuweise

    Nachdem du nach Ratschlägen gefragt hast, versuche ich hier einige Punkte, die ich aus Supervisionen und eigenen "Erkenntnissen" mitgenommen habe, aufzuzählen. Vielleicht hilft dir der eine oder andere Gedanke:

    In Kollegien entwickeln bestimmte Konflikte eine Eigendynamik. Allein dieser Gedanke hat mir oft schon geholfen, Konflikte objektiv zu betrachten. Diese Eigendynamik wird gespeist von den verschiedenen Charakteren, die daran beteiligt sind. Wenn man eine Dynamik erkennt, dann muss man sich überlegen, welche Verhaltensweise für einen selbst am besten ist. Wenn irgendetwas aufkommt, habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt, zu überlegen, ob ich eher etwas sage und klare Kante zeige, ein vernünftiges Gespräch suche oder mich besser zurückziehe. Das ist immer abhängig von der Person gegenüber. Wenn viele Personen an dieser Dynamik beteiligt sind, kann die natürlich heftig sein. Einmal habe ich so etwas an einer eingefahrenden kleinen Grundschule als Neuling erlebt.

    In der Supervision war die Rückmeldung, dass nachträgliche vernünftige Gespräche mit demjenigen, mit dem man es zu tun hatte, oft die Situation verbesserten.

    Allerdings gibt es auch das Gegenteil: Ein Coach hat einmal gesagt, überall gibt es "Spaltpilze". Denen geht man am besten aus dem Weg, denn da kann man nichts bewirken. Diese Art von Menschentyp gibt es in allen Positionen.

    Vielleicht findest du jemanden, der Aufstellungen macht. Aufstellungen kann man auch mit beteiligten Personen oder beteiligten Gefühlen machen. Diese Methode ist bei emotionaler Betroffenheit oft eine Möglichkeit, sich wieder von der Sache zu distanzieren.

    Wenn du niemanden sofort findest, der dir professionell helfen kann: Inzwischen gibt es auch Heilpraktiker, die psychotherapeutische Hilfe etc. anbieten. Das ist besser als nichts.

    Zu deiner Frage:

    Zu normalen Zeiten würde ich in der Grundschule nie das Leseverstehen in den Mittelpunkt rücken (höchstens einbauen als Hilfe, Übung oder Kontrolle), weil es in der Grundschule eher um das Hörverstehen und Sprechen geht.Ich kenne allerdings die Corona- Auflagen in deinem Bundesland nicht. in meinem Bundesland liest man den Text erst dann, wenn er eingeführt ist.

    1. Möglichkeit:

    Wenn du einen Sitzkreis machen darfst, dann kann du dort Sprechübungen machen.

    Letztendlich würde ich eine andere Stelle des Themas als Prüfungsstunde auswählen, nämlich dort, wo du die Wegbeschreibung einführst und damit mündliche und evtl. schriftliche Übungen machst.

    2. Möglichkeit

    Wenn du die Prüfungsstunde als Hörverstehensstunde umwandeln könntest mit unterschiedlichen Texten und danach evtl. selbst eine kleine Wegbeschreibung erstellen lässt, das wäre für mich auch noch eine Möglichkeit.

    Hier noch ein paar Erfahrungen:

    In dem Buch, das ich benutze (Sally, in Bayern 2 Englischjahre) haben sie im Viertklässlerbuch die Wegbeschreibung im Vergleich zum Vorgängerbuch sehr vereinfacht. Dort geht es um den Londoner Stadtplan. Jetzt geht es nur noch um die Frage (How can I get to....) und dann, welche(s) Verkehrsmittel man nehmen soll. (Take the....) mit entsprechenden Hörbeispielen. Vom Sprechen her haben das alle hingekriegt.

    Schwierig war die Vorgängerversion, wo man nach Plan irgendwo hinlaufen sollte und dann rechts, links, geradeaus, über die Kreuzung, bis zum Kreisverkehr gehen sollte. Vor allem mussten die Schüler immer verbalisieren, bis zu welcher Straße man gehen sollte. Rechts, links, geradeaus hat noch gut geklappt, aber wenn man noch den Satz mit der Straße sagen musste, wurde es für einige schwierig. Mühsam war für einige Schüler, dass sie noch in der Umkehrung denken mussten, je nachdem, auf welcher Position man sich auf dem Plan befand. Das gelingt auch im Deutschen nicht allen auf Anhieb.

    Die Ausbildung zur Erzieherin ist lang und und die Arbeit schlecht bezahlt. In meinem Verwandtenkreis waren zwei Erzieherinnen mit Abitur, beide haben dann nochmals studiert, u.a. weil sie die Bezahlung bescheiden fanden. Eine wurde Lehrerin, die andere ist nun Ingenieurin.

    Ich finde die Schweizer Lösung wirklich gut. Zumindest der Erzieherberuf gehört akademisiert. Bei uns arbeiten in den Gruppen auch noch Kinderpflegerinnen, die haben nicht so viele Verantwortungsbereiche und sind noch geringer bezahlt.

    Erzieherinnen leisten eine sehr wertvolle Arbeit! Es ist eine wertvolle Grundlagenarbeit. Außerdem sind die erzieherischen Herausforderungen enorm! Unserer Schule ist ein Kindergarten angegliedert, da kann ich das öfter beobachten.

    Das merkt man, wenn Kinder eingeschult werden, die noch nie einen Kindergarten von innen gesehen haben oder dort nur ein Jahr waren.

    Allerdings war es schon immer so: Es gibt Unterschiede zwischen den Kindergärten in Bezug auf den Schwerpunkt, den sie hauptsächlich verfolgen. Mit diesen Schwerpunkten oder nicht gemachten Schwerpunkten kommen die Kinder dann in die Schule. Wir haben fünf Kindergärten im Einzugsgebiet, bestimmte Schwierigkeiten kann man mehrheitlich bestimmten Kindergärten zuordnen. Man sollte eigentlich meinen, dass durch die Kooperationsteams Kindergarten- Schule die Unterschiede nivelliert werden, scheint aber nicht ganz so.

    Zur Lehrerin: Sie ist erst neu in dem Beruf. Ich denke, dass man im Studium ein nicht ganz authentisches Bild von den Grundschülern bekommt. Wir hatten eine Referendarin, die aufgegeben hat, weil bis nach dem Studium das Bild der leicht handelbaren Kleinen vorhanden war. Das ist eben nicht so.

    Allgemein sinkt bei einer zunehmenden Anzahl der Schulanfänger so oder so das Niveau, mit dem sie einsteigen. Es fehlen immer mehr basale Fähigkeiten. Das sind meistens Kinder, die nicht genügend Anregungen bekommen, die für eine frühe (auch mal unbewusste) Förderung sinnvoll wären.

    Vielen Dank für den Tipp paxson.

    Also ich habe nach meiner Anfrage keine Lösung gefunden und mit dem Schulkopierer dann sw Folien kopiert.

    Es gibt Inkjetfolien mit Sensorstreifen, aber ich weiß nicht, ob diese bei den Epson EcoTankmodellen funktionieren. Sensorstreifen sollen für Geräte mit "optischer Durchlaufkontrolle" geeignet sein. Für Drucker sind sie meistens auf der kurzen Seite.

    Hat jemand schon einmal die Folien mit Sensorstreifen auf der kurzen Seite bei den EcoTankmodellen probiert?

    Nitram

    Ja, hier auch. Ich vergaß, dass wir unter Coronabedingungen schreiben.

    Im Augenblick geht das natürlich nicht. Das Kontrollieren an der Tafel bzw. an verschiedenen Stellen der Klasse halte ich unter Coronabedingungen wegen der Abstände sogar noch fragwürdiger.

    Würde ich jetzt gerade auch nicht anbieten. Im Augenblick bleibt nur noch der OH- Projektor, die digitale Tafel, falls vorhanden oder jedem ein Lösungsblatt erstellen.

    Wenn man einmal kurzfristig im Unterricht umplant bzw./oder kein Lösungsblatt erstellt hat:

    Die ersten Schüler in Partnerarbeit die Lösungen vergleichen lassen, selbst drüberschauen und dann die Blätter der Schüler verteilt an die Tafel hängen. Dann können 5-6 Kinder parallel die Lösungen vergleichen. Die fertigen Blätter abgeben lassen. Wer viele falsch hat, nimmt ein kontrolliertes Blatt mit an den Platz. Bei dieser Methode sollte man die Lösungen im Blick haben, damit sich keine Fehler einschleichen.

    Ähnlich bei wenigen Lösungsblättern: Kontrollierte Lösungen dann allmählich mit zur Verfügung stellen. Da stehen in den anderen Beiträgen gute Lösungen.

    Ansonsten mache ich tatsächlich ausreichend viele Lösungskopien (so ca. 1/3) - gerade in Deutsch - und bewahre diese für die nächste Klasse auf. Denn je nach Aufgabe muss man schon das Lösungsblatt neben sich liegen haben. Die Lösungskopien werden von den Schülern geholt und es wird am Platz kontrolliert. Danach werden sie wieder zurückgelegt.

    Wenn das Kind während des Englischunterrichts englische Bücher liest, ist das Stillbeschäftigung, aber keine Differenzierung.

    Eine Differenzierung wäre z.B. etwas Anspruchsvolleres zum gleichen Themengebiet zu machen. So weit ich verstanden habe, ist das ein deutsches Kind, das länger in England gelebt hat.

    Vielleicht sollte man sie eher dann Deutsch machen lassen? Ich könnte vorstellen, dass sie da Defizite hat, wenn sie frisch aus England kommt.

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