Seitdem ich mit meinem Mann zusammen bin, haben wir unsere eigene Weihnachtstradition entwickelt. Da meine Eltern sehr religiös waren, habe ich die sehr christilich geprägte Weihnachtstradition am 24.12. abgelehnt, bin ab da nicht mehr zu meinen Eltern am 24. gefahren und habe deswegen eine Alternative entwickelt.
Wichtig ist bei uns das schöne gemeinsame, etwas aufwändige Essen an Heiligabend, das wir gemeinsam kochen. Manchmal gehen wir vorher auf einen Weihnachtsmarkt oder ins Kino um einen kitschigen Weihnachtsfilm anzuschauen, das fällt aber heuer aus. Auf gegenseitige Geschenke verzichten wir weitgehend, denn für uns ist es viel wichtiger, am Weihnachtstag gemütlich zusammen zu sein. Es sei denn, mein Mann schenkt mir irgendetwas Technisches, wo ich mich nicht so auskenne, z.B. ein neues Handy.
Die Kinder bekommen natürlich etwas.
Als unsere Eltern noch lebten, sind wir dann am 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag 300 km weit zu unseren Eltern gefahren bzw. haben erst die einen, dann die anderen besucht. Das war immer mit leichtem Stress verbunden, weil wir bei meiner Schwiegermutter zum Mittagessen da sein mussten und die Verkehrsverhältnisse unterschiedlich waren. Später, als diese Verpflichtungen nicht mehr da waren, haben wir nach den Weihnachtsfeiertagen (Reisebeginn war oft der 26.12.) Reisen in wärmere Länder gemacht.
Heiligabend verbringen wir dieses Jahr wie immer in der Kernfamilie, die folgenden Feiertage wird uns schon noch was einfallen. Wir können nicht reisen und wollen wegen Corona auch keine Verwandten besuchen, die so oder so 300 km weit weg wohnen. Wir hätten da eine Einladung gehabt.