Beiträge von BlackandGold

    Ich komme aus NRW. Bei uns mussten wir uns selbst um Praktikumsplätze kümmern. Das Praktikum mussten wir am Anfang des Bachelors für 4 Wochen ohne Begleitung o.ä. absolvieren. Also man war in einem Begleitseminar, aber das war eher ein Text-lesen-Fragen-beantworten-per-Mail-senden-Seminar, wenn ihr versteht was ich meine. Die Seminarleitung hat also praktisch nichts gemacht außer die Hausaufgaben zu kontrollieren und am Ende das Portfolio. Sie war also nicht wirklich eine Ansprechperson, da ich sie nie gesehen habe, da wie gesagt damals alles über Mail und Moodle (Onlineplatform) ablief.

    Aber das sollte trotzdem nicht so wie bei dir beschrieben laufen. Da ist massiv was falsch gelaufen.

    Noch ein Nachtrag zur Sache:

    Der Amtsarzt darf ohne Einwilligung gar keine Daten an jemanden übermitteln. Ich habe keine Ahnung, was wirklich passiert, wenn man diese Einwilligung verweigert, aber das kann man ja im Hinterkopf behalten. (Ich habe damals meinen Amtsarzt gefragt und der wusste auch nicht, was die Schulleitung bzw. Bezirksregierung dann macht.)

    Das müsste in der ADO vom Grundsatz her geregelt sein. Was die Polizei und Anzeigen angeht, so kannst Du Delikte gegen Dich jederzeit anzeigen. Was Delikte in der Schule angeht, so denke ich, dass das nach § 59 SchulG sowie insbesondere nach § 20ff. ADO - hier vor allem § 29 in Verbindung mit BASS 18-03 Nr. 1 - in den Hoheitsbereich der Schulleitung fällt.

    Interessant, danke.

    Aus der BASS ergibt sich aber auch relativ genau, wann die Schulleitung die Polizei informieren muss:

    "ob wegen der Schwere der Tat eine Benachrichtigung der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erforderlich ist. Dies ist regelmäßig der Fall bei
    – gefährlichen Körperverletzungen,
    – Einbruchsdiebstählen,
    – Verstößen gegen das Waffengesetz,
    – Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz
    – gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr,
    – erheblichen Fällen von Bedrohung, Sachbeschädigung oder Nötigung

    sowie
    – politisch motivierten Straftaten."

    Du setzt dich nicht nicht über die SL hinweg, wenn du die Delinquenten bei der Polizei anzeigst. Thema wäre in etwa: Morddrohung & schwere Körperverletzung

    Und ja, ich würde es sofort anzeigen, allein schon, weil ich mir nicht eine Strafvereitelung im Amt vorwerfen lassen will. Sowas ist nichts für eine Klassenkonferenz, sowas ist Thema für die Staatsanwaltschaft und den Jugendrichter, zumal davon auszugehen ist, daß die Schüler in der 8. Klasse das 14. Lebensjahr bereits erreicht haben und damit strafmündig sind.

    Ich grabe das nochmal aus: Gibt es rechtliche Grundlagen (für NRW), wie sich der Dienstweg auf eventuelle Kommunikation mit der Polizei auswirkt? Darf die Schulleitung überhaupt untersagen, die Polizei zu rufen oder eine Anzeige zu stellen?

    chemikus08

    Ich mußte halt an meine Knochenmarkspende vor einigen Jahren zurückdenken. Da habe ich mich als Spender eigentlich nur noch als Fußabtreter gefühlt. „Halten sie sich für die Spende für die nächsten 6-9 Monate bereit… Näheres dürfen wir ihnen aufgrund des Datenschutzes nicht sagen.“

    Damals habe ich am Ende auch auf dieses „Bereithalten“ gesch****, schließlich habe ich auch noch ein eigenes Leben, und dann war ich halt in Neuseeland, als es ernst wurde.

    Habe ich arge Schwierigkeiten mit. Ein Freund von mir ist im ersten Coronajahr an Leukämie verstorben, nachdem Spender Nr. 2 und 3 beide aus verschiedenen Gründen nicht mehr verfügbar waren (Spender Nr. 1 wurde abgestoßen).
    Ich verstehe, dass das Bereithalten doof ist, aber leider ist das manchmal so ungenau.

    plattyplus

    Keep calm! Auch bei Gericht arbeiten Menschen. Einen Urlaub kann man voranmelden, so dass man für einen evtl.neuen Prozess ausgeplant wird. Lediglich bei laufenden Verfahren ist das komplizierter und im ungünstigsten Fall entstehen dann diese Kosten, das kratzt aber bei Gericht genauso wenig, als wenn Zeugen aus Timbuktu eingeflogen werden. Wenn es der Wahrheitsfindung entstehen hält diese Kosten🤷

    BTW, ich habe bereits Fahrtkosten von 100€ in Rechnung gestellt, weil ich auf einer Veranstaltung war und man mich während dieser als Schöffe lud.

    Ich möchte übrigens anmerken, dass Unterrichtsstunden in Vertretung bei uns bezahlt werden. Zumindestens bekam ich eine überraschende Info für 5 U-Stunden, die ich über mein Deputat haben sollte, die für lockere gut 30 € mir versilbert wurden.

    Und solange ich die wirklich lächerlichen AUs mancher SuS akzeptieren soll, sind mir die Kolleg:innen egal. Die SuS sind nämlich so "klug", dass sie mir manchmal die Diagnosen mitgeben und man kann anhand der Diagnose sehr gut feststellen, ob da ein/e Mediziner:in nur Geld von der Krankenkasse wollte.

    Oh je, das tut mir leid für dich.. Ich finde ehrlich gesagt die Kommunikationspraxis der Gerichte auch etwas unglücklich, so etwas nicht schon bei der Ladung für den 1. Tag des Prozesses mitzuteilen, sondern damit so um die Ecke zu kommen..

    Sofern der Prozess geplant wird vom Vorsitzenden, sollte man das eigentlich mit der Einladung bekommen. Ich habe das bisher fast immer korrekt bekommen.

    Das eine Mal nur 12 von 18 Tagen, die übrigen ergaben sich dann in der Verhandlung, die sich aber eh über ein halbes Jahr hinstreckte.

    Das zweite Mal aktuell, weil der Verteidiger das verlangt/erfordert mit seiner Art der Verteidigungsführung.

    Ich hatte im Referendariat einen Kollegen, der an seiner alten Schule war. Der hat den Rollenwechsel nie so richtig hinbekommen und war dort wohl mehr aus Angst vor neuen Dingen. Ob sein nicht erlangtes 2. Staatsexamen damit zusammen hängt, ist mir jedoch unbekannt, es lässt mich nur vorsichtig an die Sache herangehen.

    Grundsätzlich ist der Rollenwechsel sowieso nicht ganz einfach, daher sei vorsichtig.

    Auf der anderen Seite würde ich mich freuen, wenn der Abiturient, den ich jetzt entlasse, tatsächlich erfolgreich mein Fach studiert und in ein paar Jahren als potentieller Kollege da stände. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber es ist halt was Anderes, denn ich habe ihn erst mit 18/19 zu Beginn des Berufsgymnasiums bei uns kennengelernt.

    Ob ich bei einem Kollegen wissen möchte, welche Kapriolen der in der 8. Klasse gemacht hat? Eher nein.

    Ich fühle mich seit mehren Monaten schikaniert, ausgegrenzt, zeitlich massiv eingeschränkt.

    Ich bin es leid mich den Vorschriften weiter beugen zu müssen.

    Bin ich die Einzige, die so denkt?

    Das Merkmal einer freien Gesellschaft ist nicht, dass jede Entscheidung abgefedert wird, sondern dass du trotz deiner Haltung weiter deinen Beruf ausüben kannst, nur halt mit kleineren Einschränkungen.

    Wenn dich das schon so stört, dass dich die Vorschriften so sehr einschränken, dann denke mal darüber nach, wie sehr du durch dein bloßes unterrichtliches Handeln deine dir anvertrauten Schüler:innen einschränkst.

    Dasselbe gilt für Einkäufe und Quarantäne. Viele Bekannte sind trotz Corona zum Supermarkt gefahren, einige haben sich sogar noch nicht einmal nach einem positiven Selbsttest öffentlich testen lassen. Nur, um nicht in Quarantäne zu gelangen.

    Für die allermeisten Bekannten war das ein leichter Schnupfen, nur wenige haben mit Fieber 2 Tage im Bett gelegen.

    Deine Bekannten gehören bestraft.

    Der Krieg Russlands ist ein Krieg gegen die westlichen Werte. Dafür muss man keine ausführlichen Kommentare in deutschen Tageszeitungen lesen, sondern man kann einfach mal zuhören, wenn Putin redet.

    Oder, wenn man es ungefilterter und direkter haben will, schaut man sich an, was der oberste Kirchenmann in Moskau verkündet. Habe gerade die Primärquelle nicht in übersetzter Version gefunden, aber hier eine (seriöse) Sekundärquelle dazu: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2…ne-politik.html

    In meinen religiösen Netzwerken ist selbst bei den sonst so Konservativen das Entsetzen groß. Bis auf einen kleinen Teil von Menschen, die Gleichberechtigung u.ä. eh ablehnen, die feiern die Russen aber eh.

    Das sehe ich genauso Moebius !

    Ich drücke mich mal freundlich aus, was ich beim Lesen der Texte gedacht habe:

    • Der Kluge gibt so lange nach, bis er selber der Dumme ist.
    • Befolgt man die Lebensweisheiten der Autoren, wird die Welt von den größten Narzissten geführt. Scheiße schwimmt immer oben!

    Da bin ich doch ganz klar Verfechter der Linie von Helmut Schmidt: „Mit Terroristen wird nicht verhandelt.“ Er hatte im Deutschen Herbst im Jahr 1977 ja sogar mit seiner Frau ausgemacht, daß diese Linie auch gilt, sollte er selber von der RAF als Geisel genommen werden.

    In der aktuellen Situation sollten wir als Deutsche unsere Durchhaltefähigkeit untersuchen, also wie viele Jahre wir welche Sanktionen durchhalten können, und dann entschieden handeln. So könnte z.B. die EU sämtliche russischen Staatsbürger zu unerwünschten Personen erklären, ihnen Visaverlängerungen verweigern und sie so zur Ausreise nach Russland zwingen. Mal gucken was innenpolitisch in Russland passiert, wenn die auf einmal alle heimkehren müssen und daheim Stimmung machen.

    Naja, man darf durchaus zu Recht fragen, welche Werte wieviele Leben wert sind. Ich habe diese Frage für mich bisher nicht beantwortet. Aber daher bin auch ein Freund von "Speak softly and carry a big stick", denn die Länder mit großem Stock werden selten angegriffen.

    Reine Neugier als Teil-Maulwurf: Was haben Augen-OPs mit der Steuererklärung zu tun?

    Die Kosten für eine Laser-OP (oder wie bei mir, einer ICL-OP, weil Laser nicht ausreichte) kann man als außergewöhnliche Belastung angeben. Bei mir wären es gut 1500€, die vertretbar sind, die darüber hinausgehenden Kosten sind "außergewöhnlich" und reduzieren das Einkommen. Eine ICL-OP wie bei mir kostet knapp 6000€, das lohnt sich also.

    Siehe auch hier: https://www.augen-lasern-vergleich.de/ratgeber/koste…teuer-absetzen/

    Auch die Kritik des Schülers, dass wir eine Doppelmoral hätten bezüglich Flüchtlinge aus dem Mittelmeer und der Ukraine, ist nicht differenziert. Bei der Ukraine handelt es sich um echte Kriegsflüchtlinge aus Europa

    Wir vielleicht nicht, andere schon. Es sei denn man nimmt an, dass ein Bürgerkrieg in Syrien weniger schlimm ist als ein Invasionskrieg in der Ukraine. Dann kann man natürlich in "echte" und "unechte" Kriegsflüchtlinge unterscheiden. Das verachte ich allerdings zutiefst.

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