Beiträge von Kiggie

    Am Berufskolleg in NRW gibt es das berufliche Gymnasium und noch diverse andere Schulformen.
    Ich glaube die meisten denken dabei nur an Azubis aus dem Handwerk und assoziieren was Schlechtes. :stumm: Du kannst am BK vielfältige Abschlüsse machen und kannst als Lehrer auch entsprechend eingesetzt werden.
    Da würde es mit deinen Fächern definitiv leichter sein.

    Aber gegen das Versuchen am Gymnasium spricht ja nichts. Und es ist nun einmal so, dass bei OBAS dich eine Schule braucht und es dann entsprechend geregelt wird.

    Ich würde dir auch ganz klar empfehlen erst noch zu arbeiten und dein Deutsch, insbesondere Schriftdeutsch, zu verbessern. Das wird dir den OBAS erleichtern.
    Außerdem braucht man für den OBAS doch Berufserfahrung, dann verkürzt sich doch durch Arbeitszeit im Beruf deine notwendige Zeit als Vertretungslehrer.

    Was ist wenn du nicht verbeamtet wirst? Wirst du dann trotzdem glücklich als Lehrer?

    Gerade im berufsbildenden Bereich ist doch auch häufig ein Austausch nötig.
    Fächer hängen miteinander zusammen und Inhalte müssen verknüpft werden.
    Zeugnisnoten setzen sich aus mehreren Fächern zusammen, so dass man da regelmäßig in Kontakt treten muss.
    Austausch über problematische Schüler
    Konferenzen, Schulentwicklung, Klassenfahrten, Projektwochen etc pp. Da ist es schwer, immer nur für sich zu arbeiten.
    Es gibt solche Personen. Aber ich habe sie bisher nicht als gut aufgehoben bzw. förderlich für eine gute Schule erlebt.

    Im Detail weiß hier aber keiner, wie es genau bei dir ist.
    Seine Ruhe haben zu wollen ist ja was anderes, als gar nicht mit anderen zusammenarbeiten zu wollen.

    Wenn ich das bei dir so lese, wirkt es so, als hättest du den Lehrberuf gewählt, weil du denkst, es wäre das kleinere Übel bezüglich Kontakt.

    Ich habe bereits 3 Praktika im Bereich Lehramt und ein Anerkennungsjahr (wie ein Praktikum) als Sozi wie auch 2 Befristungen als Sozi hinter mir. Das Letzte, das ich jetzt noch machen würde wäre ein Praktikum.


    Na dann, wenn du doch eh alles weißt ... ;)

    (Dass Schulsozialarbeiter bei uns anders gestellt zu sein scheinen ignorierst du weiter geflissentlich, passt ja nicht zu deiner Erfahrung.)

    Meine Haltung ist kritisch, aber realistisch. Im übrigen stellt sich ja die Frage, wenn man vielen eurer Argumentationen folgt und die Lehrer genauso wie die Sozis arbeiten: Wozu braucht man dann Letztere?(Ich stelle die Frage bewusst provokant) Und da kommen wir wieder an einen Punkt, den ich bei meiner Arbeit leider sehr oft erlebt habe.

    Ich sage ja, deine Erfahrung wirkt sehr einseitig. Brennpunktschulen oder Berufskollegs / Berufsbildende Schulen scheinst du nicht zu kennen.
    Das es komische Kollegien gibt bestreitet sicherlich keiner, kannst du als Lehrer auch hin kommen. Gerade im Ref wirst du auch zugeteilt.

    Ansonsten wirst du nach kürzester Zeit ausgebrannt und enttäuscht sein. Ich schätze, dass der pädagogische Anteil an berufsbildenden Schulen ähnlich hoch ist wie in der sekI. Je nach Schwerpunkt sitzen da fast ausschließlich sus, die durch alle schulischen Instanzen geflogen sind und kaum bis kein Vorwissen haben. Da kannst du froh sein, wenn sie a) überhaupt erscheinen und b) sich dabei einigermaßen sozialverträglich verhalten. Da sind dann 90% Beziehungsarbeit und 10% sowas ähnliches wie Wissensvermittlung. Und ja, ich habe auch eine Schülerin neulich überschwänglich gelobt, weil sie es das erste mal in diesem Halbjahr geschafft hat, weder rausgeschmissen zu werden noch sonst negativ aufzufallen. Ich habe sie noch nie so stolz und selbstbewusst gesehen wie über das Lob, dass sie mal positiv aufgefallen ist.

    Die Zeiten, dass Lehrer in erster Linie Wissen vermitteln, sind in weiten Teilen vorbei. An den meisten Tagen fühle ich mich als Berufskolleg'ler mehr wie ein Sozialarbeiter als wie ein Lehrer, weil die vielen wehwehchen der SuS unglaublich viel Raum einnehmen. Und nein, als selbstverständlich sehe ich gar nichts. Weder Anwesenheit, noch sozialverträglichkeit oder gar Körperpflege.

    Kann ich nur unterstreichen!
    Bei mir fehlten heute in einer Klasse fast 40 % der Schüler und wir reden hier von Sek II, aber eben am BK, auch da hat es was von "Auffangbecken".

    . Ich kenne übrigens vom Berufskolleg ausschließlich sehr zufriedene, für ihre Arbeit wertgeschätzte schulsozialarbeiter, die auch bei den SuS sehr beliebt sind.


    Ich auch, schrieb ich ja schon, da wurde nicht wirklich drauf eingegangen.


    Ich würde dir empfehlen erst einmal noch mehr Erfahrung als Schulsozialarbeiter oder auch potentiell als Lehrer zu sammeln. Also Praktika auch in verschiedenen Bereichen / Schulen zu machen.
    Aber wenn du es unbedingt machen willst, dann mach es, aber an deiner Einstellung solltest du hier und da arbeiten. Es wirkt sehr allwissend und zum Teil besserwisserisch.

    Und glaub mir als BK-Lehrer mit E-Technik und Chemie habe ich mir den Job bestimmt nicht wegen des Gehalts ausgesucht

    Also bei uns war das Aufgabe der Schüler. Zu Recht auch! Da lernen sie etwas fürs Leben. Und das was sie selbst organisiert haben genießt man doch noch ganz anders.


    Zitat

    Da der Verein sich natürlich nicht mit den Gegebenheiten einer bestimmten Schule auskennt, müssen viel mehr Absprachen getroffen werden.

    Noch ein Grund der dagegen spricht.

    Ich hab viele Convertibles mit Stift ausprobiert, keines hat mich so zufriedengestellt wie das Surface.


    Ach und deswegen ist alles andere direkt ein Kompromiss?
    Interessante Denkweise. Ich habe auch einige ausprobiert und eben auch Pro und Contra abgewogen. Beim Surface ist das Contra der Preis. Und großartig mehr Pro, was das rechtfertigt habe ich nicht gefunden.

    Bevor du jetzt ein neues Gerät kaufst, würde ich einen Moment abwarten und schauen welche Gegebenheiten an der Schule herschen. Nachher hast du 1000€ ausgegeben, nur um festzustellen, dass du die Beamer in der Schule nicht nutzen kannst, weil dein Gerät gerade die Schnittstelle (AppleTV, MicaCast, HDMI, VGA, ...), welche an deiner Schule im schlimmsten fall ausschließlich angeboten wird, nicht oder nur mit mehreren Adaptern und Kabel (statt per Funk), nutzen kannst.


    Das kann ich auch nur empfehlen. Habe mir mein Gerät nun erst zur vollen Stelle geholt, vorher noch mit meinem Uni-Laptop gearbeitet.

    Ein Tipp:

    Mach in deiner Freizeit mal ein Praktikum an einer Schule ;) Dann kannst du feststellen, ob deine Vorstellung des IT Lehrers mit der Realität übereinstimmen.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die beiden Dinge nicht sonderlich viel miteinander zu tun haben.


    Kommt aber sicherlich auch auf den Bereich an.
    Gibt ja auch Berufsschule und Auszubildende.

    Dass ich nur bis zu einer bestimmten Stundenanzahl arbeiten kann, gilt fürs Zweitstudium nicht oder? Bin ja eh nicht mehr studentiv KV versichert.

    Jup das gilt für die studentische Krankenkasse.
    Ich würde an deiner Stelle versuchen einen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden, eben Teilzeit mit 20 Stunden.
    Vielleicht gerade im Bereich Sozialarbeit auch am Wochenende.

    Die einzige Chance, die ich sehe wäre, umzuziehen, halbe Tage als Sozi zu arbeiten und nebenher Lehramt an der Uni zu studieren? Allerdings gibt es in Sachen Lehramt wohl knallharte Anwesenheitspflicht.

    Kann ich nicht bestätigen. Offiziell ist das auch nicht erlaubt. Zumindest in Wuppertal, da habe ich studiert.
    Vorlesungen sind eh ohne Kontrolle. Seminare musste man was erarbeiten, wenn man häufiger gefehlt hat. 2x war aber immer frei.
    Dann kommt es natürlich noch auf die Fächer an. Ich hatte einiges an Praxis (Labore), da muss man natürlich anwesend sein.

    Ich habe immer ohne Probleme nebenher gearbeitet, 20 h pro Woche und in den Ferien auch mal mehr. Bin damit gut über die Runden gekommen. Hatte teilweise auch mehrere Jobs (Büro und Kneipe sowie Sportkurse).

    Als Schulsozialarbeiter ist man der Fußabtreter der Nation. Und das für 2200 Euro brutto ohne Aufstiegsmöglichkeiten.

    Das betrifft nicht mal die pädagogische Arbeit, sondern den Ansatz. Schulverweigerer loben, dass sie zur Schule kommen (was selbstverständlich sein sollte) und immer diese Kuschelpädagogik Nummer, dass man die Schwächen wegredet und sich den ganzen Tag freut, dass die Kinder selbstverständliche Dinge machen.
    "Schön, dass du da bist und nicht zu Hause zockst, anstatt zur Schule zu gehen" "Schön, dass du schon die binomischen Formeln kannst (obwohl wir eigentlich schon bei Stochastik sind)

    Kann ich auch nicht bestätigen. Ich arbeite sehr gerne mit unseren Schulsozialarbeitern zusammen und es ist überall sehr konstruktiv und die sind gut bei uns eingebunden. Zum Verdienst keine Ahnung, aber der Rest ist nicht allgemein gültig.

    Also entweder du willst es, dann ist dir auch das Alter egal und wirst mit jobben das auch packen. Aber wenn ich manche Dinge von dir lese, habe ich das Gefühl, dass du eine sehr einseitige Sicht hast und bin mir nicht sicher ob das dann der richtige Weg für dich ist.

    Nur weil Kinder dich lieben heißt das nicht, dass du ein guter Lehrer bist ;)

    Ich habe so eine Sammlung bei mir an der Schule auch aufgemacht. Bzw bin mit gutem Beispiel voran und habe meine Entwürfe in einer Dropbox zur Verfügung gestellt, andere haben sich dann angeschlossen.
    Bei uns an der Schule sind aber OBAS und Refs von 4 verschiedenen Seminaren und jedes Seminar hat andere Vorgaben...

    Ich habe Lehramt studiert, aber einen Stundentwurf hatte ich da auch nie. Alles was Unterrichtsplanung angeht habe ich erst im Ref gelernt.
    Es gibt von den ZfsLs in der Regel Vorlagen und da muss man sich reinarbeiten.

    Gibt auch Literatur dazu (Der Unterrichtsentwurf und andere einschlägige Didaktik zur Stundenplanung)

    Erwartet von den Gehaltsteigerungen nicht zu viel, schon gar nicht bei den Beamten. Inklusive der diversen Nullrunden und nach Steuern schätze ich die realen Gehaltssteigerungen in den letzen zehn bis 15 Jahren auf weniger als 1,5% pro Jahr. Zum Vergleich: Die Kosten für die PKV sind ca. um 3,5% pro Jahr gestiegen.
    Und die "Altersrückstellungen" leiden seit der Finanzkrise unter den Niedrigzinsen. Jer länger die andauert, umso schlimmer wird die Situation. Zudem decken sie NICHT den medizinischen Fortschritt und die steigende Lebenserwartung ab.

    Wer in die PKV geht, sollte sich klar machen, dass man die in jüngeren Jahren gesparten Beiträge im Vergleich zur GKV im Alter für die dann deutlich höheren Beiträge braucht.

    Gruß !

    Nichts anderes schrieb ich oben ...

    Wie sieht es bei Euch mit Beihilfe aus?

    Bei mir sind es nun insgesamt knapp 300 € Beitrag, da ist aber auch Pflege und Auslandsreise mit drin. Bin bei 50 % Beihilfe.


    Allerdings ist fraglich, ob diese Angaben repräsentativ für die Branche sind. Das räumt Laue auch indirekt ein, indem er auf die Gründe für die stabilen Beiträge hinweist. Diese seien Resultat eines nachhaltigen Aufbaus von Alterungsrückstellungen, einer Konzentration auf nur ein Tarifwerk sowie einer konsequenten Ausrichtung auf die Kundeninteressen. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sei die Debeka ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet. Mit der Folge: Überschüsse bleiben im System und kommen den Versicherten zugute.


    Ich bin bei der Alten Oldenburger und da gibt es auch die Altersrückstellungen, wodurch der Beitrag relativ stabil bleibt. In den letzten 10 Jahren gab es zwei größere Beitragssteigerungen, wurde mir von der Versicherung mit vorgelegt. Auch wenn dies natürlich nichts über die Zukunft sagt.

    Meine Vorerkrankung ist chronisch ohne Besserungsmöglichkeit, dass fällt also weg bei mir.

    Du sagst, dass du nur 20% Zuschlag hast und nur in einem bestimmten Bereich - gibt es für mich eine Möglichkeit herauszufinden, welche PKV wie viel Zuschlag von mir verlangt? Ist ja schon ein Unterschied, ob ich lebenslänglich 20% oder 30% mehr bezahle! Bis jetzt habe ich nur die anonyme Risikovoranfrage gemacht (und wurde bei allen abgelehnt).


    Ich hatte Anfragen bei 19 Versicherungen, 16 haben direkt abgelehnt und 3 haben dann Rückfragen gestellt, bzw dann Bedingungen genannt. Eben, dass 20 % Zuschlag auf den Grundtarif erhoben werden. Die PKV hat mir das also bei der Anfrage mitgeteilt, ich bin nicht über die Öffnungsklausel rein.
    Da es bei mir nichts chronisches ist, hege ich eben auch die Hoffnung, dass es irgendwann weg fällt.

    Zitat

    Die 3% liest man jetzt aktuell überall als schätzungsweise durchschnittliche Steigerung aufgrund der steigenden Altersgrenze und neuen medizinischen Möglichkeiten.

    Man liest so viel ... ob es kommt oder nicht und wie kontinuierlich kann letztlich keiner wissen. Man kann ja durchaus Erkundigungen über seine PKV heranziehen, wie oft wurde erhöht, wie sehen aktuell die Rücklagen aus. Mein Makler hatte mich darüber aufgeklärt.

    Zitat

    Nein, dass sich die GKV nicht rechnet, ist klar. Mir bleibt die Frage, ob ich einfach im öff. Dienst bleibe und die Verbeamtung aufgrund der Sachlage mit der PKV saußen lasse. Ich käme dann auf 1000€ Beitrag vielleicht mal in 30 Jahren - das kann sich nie und nimmer lohnen, oder? Ich bin so unsicher was das betrifft.


    Da besteht ja noch die Frage, was du wo verdienst. Als Angestellter in NRW sind es so 400-700 € glaube ich, die man pro Monat weniger hat im Vergleich zum Beamten. Fängt also möglicherweise den Mehrbetrag schon auf.
    Und auch das Gehalt steigt ja. Nicht so oft und nicht so extrem, aber du darfst jetzt nicht bei höheren PKV-Kosten ausgehen, aber keine Gehaltserhöhungen und sei es nur die Inflationsanpassung.

Werbung