Beiträge von O. Meier

    Es geht doch um Weihnachten in Deutschland hier, wenn wir von den deutschen Schulferien schreiben, nach dem lateinischen Ritus, oder nicht?

    Zur Ergänzung: auch in Deutschland feiern Menschen Weihnachten ohne Bezug auf die Regeln dieser einzelnen Glaubensgemeinschaft. Denen ist das schlicht wurscht, was katholische Theologinnen sich ausdenken, wenn sie mit ihrer Familie bei einem Glas Rotwein einer gegrillten Ziege im Schatten eines geschmückten Nadelgehölz zusammensitzen. Die ignorieren ja sogar die Feuergefahr, die aus der Kombination von Kerzen und trockenen, harzigen Bäumen entsteht. Warum sollten die sich um den „lateinischen Ritus“ kümmern? Womöglich haben sie diesen Begriff noch nie gehört.

    Du darfst gerne deine religiöse Innensicht haben. Aber gestehe bitte anderen zu, dass sie eine andere oder gar keine haben. Religionsfreiheit ist ein Grundrecht.

    Ob jetzt "lateinischer Ritus" oder "viele feiern halt so" als Grundlage genommen wird, macht letztlich keinen wirklichen Unterschied.

    Natürlich nicht. Sich aber hinzustellen und eine Möglichkeit zu feiern, als „korrekt“ zu bezeichnen (und damit sie anderen Möglichkeiten als inkorrekt zu implizieren), ist eben nicht in Ordnung. Nichts davon ist besser oder schlechter als das andere.

    Anstatt froh zu sein, dass man dank der Religionsfreiheit eben so feiern kann, wie man möchte.

    Natürlich. Am Abend. Das ist ja auch völlig korrekt.

    Viele auch schon vorher. Kann doch jede feiern, wie sie möchte. Die Gewohnheiten und Familientraditionen von Menschen, die du nicht mal kennst, als nicht korrekt zu implizieren, finde ich ganz schön übergriffig.

    ass Lehrkräfte in NRW tagsüber am 24.12. noch arbeiten müssen.

    Und wenn schon. Wegen meiner könnten die Jahreswechselferien auch erst am 30. Dezember oder 7. Januar beginnen, so lange es nicht weniger als zwei Wochen sind. Es muss auch nicht immer der Sonntag der freie Tag in der Woche sein. Wenn das ab nächstem Jahr dem Freitag wäre, wäre wenigstens die Semiotik bedient. SCNR.

    Theologisch

    Den Zusatz hast du bisher weggelassen. Dann müssen wir uns gar nicht mehr unterhalten. Ich pflege mich an der Realität zu orientieren.

    Ich wollte wissen, ob es bei dir innerhalb der Schule oder außerhalb der Schule Ansprechpartner:innen gibt und ob diese sich dann kümmern.

    Der First-Level-Support ist eine Kollegin. Die schreibt gegebenenfalls ein Ticket für den kommunalen Eigenbetrieb. Da gibt es aber niemanden, die sich „kümmern“ könnte. Dazu haben die von IT zu wenig Ahnung. Meist werden die Tickets geschlossen, weil die Probleme nicht reproduzierbar seien. Eine Rückmeldung bekomme ich fast nie.

    Und ich wollte besser einschätzen können, ob du es "nur" meldest oder dir eine Änderung erhoffst.

    Nein. Ich hoffe auf gar nichts mehr. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Eigentlich wird es zunehmend schlimmer. Mit der Umstellung der Rechner (samt Server) auf Windows 11 läuft eigentlich gar nichts mehr. Original kaputtkonfiguriert. Usw.

    Die allermeisten Kolleginnen schreiben gar keine Fehlermeldungen mit eben genau der Begründung, dass das eh nichts nütze.


    PS: Bei uns ein elektrisches Klassenbuch zu betreiben, ist, als versuchten wir, analoge Klassenbücher ohne Papier und Stifte zu betreiben.

    Die Zeiterfassung wird zu ganz vielen Problemen führen

    Nö. Die wird Probleme offenbaren, die es schon gibt. Die Zeiterfassung ist aber deren Ursache nicht.

    sofern sie überhaupt annähernd realistische Werte für einzelne Tätigkeiten ausweist.

    Du meinst die Kolleginnen schreiben falsche Zeiten auf? Ja, es steht zu befürchten, dass einige sich ihre Ausbeutung schön rechnen.

    Es läuft dann alles auf zu wenig Personal hinaus, das eben nicht auf Bäumen wächst.

    Wenn man zu wenig Personal hat, hat man zu wenig Personal. Unabhängig davon, ob die Zeiterfassung das offenbart. Indizien dafür gibt es übrigens jetzt schon.

    Also muss dann getrickst werden, dass das Ganze trotz Zeiterfassung wieder passt.

    Nein. Erstens muss nicht getrickst werden und zweitens darf es das gar nicht. Dass so eine Idee von Seiten einer Schulleitung kommt, ist bezeichnend. Eigentlich sollte eine solche dafür sorgen, dass Gesetze und Vorschriften eingehalten werden, dass die Zahlen stimmen.

    Eine Erhebung von Daten sollte genau das sein. Etwas „passend“ machen zu wollen, bedeuten lügen.

    passt. Es wird dann Pauschalen für einzelne Tätigkeiten geben, die lächerlich gering bemessen sein werden.

    Das widerspricht der Idee der Zeiterfassung.

    Das Ganze wird vielen derjenigen, die noch

    Nö. Wie immer weise ich darauf hin, dass sich als erstes jede um sich selbst kümmern muss. Ob nun ein braves Schaf oder eine durchschnittliche Kollegin, muss jede daselbst „Nein!“ sagen BEVOR es zu viel wird.

    Und ja, wenn bestimmte Dinge eine bestimmte Zeit brauchen, bleibt für alles andere nichts mehr übrig.

    sind wir gehalten, die Eintragungen später - also daheim, von privatem Gerät und in der Freizeit

    Was mag das bedeuten, dass man „gehalten“ sei? Gibt es eine entsprechende Weisung? Die sollte man vielleicht remonstrieren. Auf Privatgeräten haben derlei personenbezogene Daten nichts verloren. Hauptpunkt ist aber, dass Schulleiterinnen u. ä. keine Verfügungsgewalt über meine Geräte und mein Zuhause haben.

    Vielmehr haben sich jene darum zu kümmern, dass die dienstliche Infrastruktur läuft.

    Und natürlich ist derlei Tätigkeit Dienstzeit.

    rein sprachlich gesehen, sondern natürlich jede Form von Gottesvorstellung mit umfasst, gleich wie diese benannt werden.

    Nein. Letztendlich ist es eine leere Worthülse — wie eigentlich alles, was Religionen zu bieten haben. Solange man nicht sagen kann, was es sein soll, erübrigt sich alles weitere.

    Insofern ist sollte man derartige Floskeln in den Schulgesetzen ignorieren, wenn man sich an der Vernuft orientieren will.

    Rein sprachlich schließt die Nennung im Singular ohne Artikel polytheistische Göttinnenbilder mal sicher aus. Nur als Beispiel.

    Natürlich stand die christliche Göttin bei diesen Formulierungen Patin. Das ist das Problem bei Religionen: sie versuchen die eigenen Innenansichten anderen überzustülpen oder sie zum „Normalfall“ zu deklarieren. Einfach mal glauben und andere in Ruhe lassen, können sie in ihrer Verblendung nicht.

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