Aber ich muss noch viele Jahre mit dem vorhandenen System, ob rechtmäßig oder nicht, klarkommen.
Eben. Ich halte es nicht für die optimale Strategie, sich als Opfer zu gerieren. Womöglich wird man dann zu einem.
Letztendlich muss ich alleine alle negativen Konsequenzen tragen, wenn ich auf die Einhaltung der Vorschriften bestehe.
Nochmal:
[…] Einhaltung der Vorschriften […]
Du solltest erstmal realisieren, dass du auf der richtigen Seite stehst. Das macht es vielleicht einfacher, konsequent zu handeln.
Zum anderen schätze ich die Folgen viel geringer ein. Ich weiß nicht, ob die Kolleginnen das nachtragen. Wenn, dann nicht lange. Ich habe mich schon oft gegen Stuss gewandt. Das war dann vorher ein riesen Brimborium und hinterher haben die Kolleginnen gemerkt, dass ich für sie kein Problem darstelle, sondern einfach etwas anders mache als sie. Individualität hat bei Lehrerinnen einen hohen Stellenwert, da lässt man den anderen viel durchgehen.
Letztendlich hast du das Problem verschoben. Irgendwann wirst du wieder gefragt, ob du fährst. Dann musst du konsequent sein. Ob das leichter fällt, wenn man schon mal klein beigegeben hat?
Aber dein Verhalten hat auch Rückwirkung auf andere. Du lässt dich klein kriegen, weil alle anderen mitmachen. Jetzt bist du eine mehr, die mitmacht. Und andere, die sich an dem Betrug stören, die so argumentieren wie du, haben einen Grund mehr zu duckmäusern. Irgendwo muss der Kreis durchbrochen werden. Warum nicht bei dir.
Und letztendlich ist es so hier ohne Konfrontation die eigenen Interessen durchzusetzen. Abrechnung einreichen, warten, fertig. Du musst dich gar nicht mit den Kolleginnen absprechen, was sie machen, du stellst den Erstattungsantrag und bist fertig.