Wie schmeckt Selbstdarstellung denn
Der einen furchtbar süß, der anderen eher ekelig, abgestanden, bitter. Manchmal muss man auch sauer aufstoßen.
Wie schmeckt Selbstdarstellung denn
Der einen furchtbar süß, der anderen eher ekelig, abgestanden, bitter. Manchmal muss man auch sauer aufstoßen.
Ohne Flax: Heute hab' ich im Supermarkt die ersten Lebkuchen und Spekulatius gesehen.
Lebkuchen schmeckt am besten, ...
..., wenn man ihn ist. Ihn anzusehen halte ich für wenig effektiv. Ich habe schon die erste Tüte weg. Eine Konnotation mit den Wintersaturnalien braucht's dazu nicht.
dass man sich darin keine Notizen machen darf
Dann macht man halt keine.
(stattdessen kann man mit (selbstangeschafften...) Post-its arbeiten).
Nein, auch Post-its schaffe ich nicht selbst an.
Solange das keiner tut, werden wir diese Ausgaben wohl selber tragen müssen.
Nein, müssen „wir“ nicht. Entweder, es gibt den Lehrerinnenband zur dienstlichen Verwendung oder „wir“ haben eben keinen. Wenn Dienstherrin und Schulträgerin der Ansicht sind, dass die Ausgaben dafür nicht durch die Unterrichtsqualität gerechtfertigt sind, mache ich meinen Unterricht gerne ohne. Ich werde den Fachleuten da nicht widersprechen.
Wie schon erwähnt, im Referenadrait kann man sich durchaus überlegen, ob ein solcher Band oder weitere Literatur dergestalt zum Gelingen der eigenen Ausbildung beiträgt, dass sich der Erwerb dafür lohnt.
Sonst, nö.
Und dann übertragen Schulträger ihre eigenen Erfahrungen (Vergehen) auf die Schule und unterstellen, dass dort durch Lehrer (aka "faule Säcke") alles abgegriffen wird
Eben, das ist eine Unterstellung.
Ich frage hier nach, weil ich wissen will, wonach ich fragen "darf", ohne als zu fordernd oder knausrig zu wirken.
Je nach Kollegium, das merkst du schon hier, muss man shcon froh sein, wenn man keine Miete für den Klassenraum bezahlen muss. Insofern ist deine Sorge nicht unberechtigt.
Im Referendariat geht es ja auch um deine Ausbildung, da ist man vielleicht eher bereit, etwas beizutragen. Und man möchte nicht unangenehm auffallen. Das Problem ist, dass man in manchen Kollegien unangenehm auffallen kann, wenn man Selbstverständlichkeiten einfordet. Das ist schon ein gruseliger Beruf, den du dir da ausgesucht hast.
Vielleicht hilft es als Strategie, nicht nach Konkretem zu fragen, sondern abstrakt danach, was es so gibt. Frage am besten jemandenn, die für die zuständig ist. Ausbildungslehrerin, Ausbildungskoordinatorin. Sonst auch den Lehrerrat.
Dann lavierst du dich unterm Radar durch mit dem, was du kriegst, und dem, was du im Hinblick auf die eigene Ausbildung zuzusteuern bereit bist. Du darfst halt nur nicht vergessen, nach dem Referendariat — spätestens nach der Lebenszeitverbeamtung — auf Fordern umzuschalten.
Der Rest ist dein eigenes Vergnügen
Nein. Es geht nicht Vergnügen, erst recht nicht um Privatvergnügen. Es ist Arbeit.
auf die Idee, nach Stiften und Papier zu fragen, bin ich aber noch nie gekommen
Das ist genau das Problem. Kolleginnen, die auf naheliegende Ideen nicht kommen.
Klar können wir unsere Wirtschaft komplett an die Wand fahren,
Nee, das wäre Quatsch. Ich schlage vor, dass wir statt dessen unsere Lebensgrundlagen an die Wand fahren.
Stifte, Blöcke, Ordner
Hole ich mir alles im Büro. Manchmal muss man etwas einfordern, damit man es bekommt. Als Referendarin hat man aber womöglich andere Probleme. Wäge ab, ob eine Packung Fineliner vom Discounter eine Diskussion wert ist.
Aber schön, dass du die Frage stellst. „Ich bringe alles mit“ ist vielleicht doch nicht mehr selbstverständlich.
Und dieses naturgegebene Ensemble benötigt ein wenig Platz
Eben. Ein wenig Platz. Eher sogar sehr wenig. Mann verschätzt dich da gerne bei der Größe und der Bedeutung.
Wie auch immer. Digital geht alles besser. Ist doch klar.
Mach’ doch digital. Alles iPad.
Also, nee. Prüflingen hält man doch den Rücken frei.
Gibt es denn da keine Ausbildungskoordinatorinnen oder Ausbildungslehrerinnen, die mal ein professionelles Wort mit der Schulleiterin sprechen können?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der passende Maßstab ist
Es ging darum, dass man Mitarbeiterinnen motivieren kann, indem man sie anständig behandelt.
Das ist in Hessen bereits bei einem Kriminalbeamten A12 schief gegangen.
Ab A13 ist dann höherer Dienst. Ich weiß nicht, ob das einen Unterschied macht. Ich mein, A13, das wäre mal eben ’ne Korvettenkap’tänin. Das ist der Dienstgrad von James Bond. Dem zahlt die Krone das Doppelzimmer nicht zum Teilen mit Kolleginnen, sondern zur Unterbringung betriebsfremder Personen. Und Beluga-Kaviar zum Frühstück.
AKWs hatten schon lange keinen nennenswerten Anteil mehr an unserer Energieversorgung.
AKWe hatten nie einen Anteil an irgendetwas, Kernkraftwerke schon eher.
Ja, möglich. Auch möglich, dass sie jetzt mit etwas Schadenfreude auf die Schule schaut, die Probleme haben wird, den Unterricht abzudecken.
Die Message ans Land ist klar, aber sie wird nicht verstanden werden.
Insofern möchte ich anraten chemikus08 s Tipps zu befolgen. Vielen Dank dafür.
Als solche sind sie natürlich rechtskonform auch anweisbar
Dann muss sie aber halt auch jemand anweisen. Häufig läuft es aber so, dass man darauf hofft, dass das Opfer ohne formales Brimborium einfach klein bei gibt.
Das ist Trickserei, um hinterher vortäuschen zu können, dass es keinen Dissenz gäbe.
Wenn man sich rechtlich abgesichert glaubt, kann man so etwas auch aufschreiben.
Dienstpflicht
Den Passus möchte die bitte jemand in den Vorschriften zeigen. Im so-called Wandererlass steht lediglich „dienstliche Aufgaben“. Damit greift aber insbesondere auch die Fürsorgepflicht der Dienstherrin. Erinnere mal die Leitenden daran.
Es wäre schön, wenn du durchziehst. Danach ist nämlich an eurer Schule Ruhe mit so einem Unfug.
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