Beiträge von O. Meier

    ist es angeblich nicht möglich, auf das wie auch immer genannte "Städtische Schulkonto" zu überweisen.

    Aber auf das Konto eines Reiseveranstalters darf das Geld auch nicht direkt, tja. Und nu?

    Nu gibt’s keine Klassenfahrten. Waren wir nicht schon an der Stelle der Diskussion?

    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn andere Menschen religiös sind und wenn Religion und Glauben für sie eine wichtige Rolle spielen. Das muss jeder für sich ausmachen.

    Ja, und damit könnte die Geschichte erledigt sein. Dazu müssten dann aber auch die religiösen Menschen damit einverstanden sein, es nur mit sich auszumachen. Sie müssten darauf verzichten, andere an ihren Ideen teilhaben zu lassen, indem sie Einfluss auf die weltliche Gesetzgebung nehmen. Sie müssten auf den Einfluss auf die Erziehung verzichten, also sich insbesondere aus Kitas und Schulen heraushalten.

    Und sie müssten auch darauf verzichten anderen ihre Märchen als Wahrheiten zu verkaufen. Da wird es schwierig. In der Regel halten es Eltern für selbstverständlich, dass ihre Kinder die gleiche Religion haben wie sie selbst. Das fängt mit der Säuglingstaufe an. Kinder, zumal kleinere, haben noch nicht die Chance zu erkennen, was real und was Märchen ist. Sie jung zu indoktrinieren, ist nicht fair - aber erfolgreich.

    Wir sind weit weg davon, das Religion die Angelegenheit der Einzelnen oder der betreffenden Gruppen ist. Insofern müssen wir immer wieder darauf hinweisen, wo die Grenzen sind.

    Ich möchte mir z. B. nicht sagen lassen, ich müsse wissen, welche Bedeutung ein Feiertag habe, wenn ich weiß, dass er keine Bedeutung jenseits der Feiertagseigenschaft hat. Wenn für jemanden wichtig ist, dass Weihnachten daraus entstanden ist, dass jemand das antik-römische Wintersonnenwendfest uminterpretiert hat, dann möge sie sich damit beschäftigen und mich bitte in Ruhe lassen.

    Ich bin für eine deutlich stärkere Trennung von Kirche und Staat, als wir sie jetzt haben,

    Ja, ich auch. Nicht nur weil mir die Sonderstellung der Kirchen als Atheisten auf den Keks geht. Ich glaube auch, dass wir ohne Bevorzugung bestimmter Glauengemeinschaften dichter an der Glaubenfreiheit wären.

    Und. Die Religionsgemeinschaften hätten vielleicht auch weniger Stress, wenn sie ihre Sachen für sich machten und nicht ständig auf Macht und Einfluss in der Gesellschaft schielen müssten.

    Aber wer jahrtausendenlang als Machtstruktur unterwegs war, kann sich vielleicht nicht so leicht davon lösen.

    Man hätte den Satz auch einfach unkommentiert so stehen lassen können.

    Man kann alles unkommentiert stehen lassen. Einfach nur konsumieren und zu nichts etwas sagen. Aber das erscheint mir unpassend für ein Forum. Hier tauscht man sich aus, dafür sind wir hier. Eine sagt etwas, die andere antwortet etwas darauf. So entsteht ein Dialog.

    Wenn jemand etwas äußert, muss sie damit rechnen, dass es kommentiert wird. Wer das nicht möchte, soll einen Blog schreiben.

    Ja, vielleicht ist es auch nicht wichtig. Mit einem Vorwurf rumgeworfen ist leicht, der Begründung weicht man aber gerne aus.

    Im Übrigen habe ich nicht darum gebeten, gesetzliche Feiertage auf bestimmte Termine zu legen. Wer diese mit bestimmten „Inhalten“ füllen möchte, soll das doch tun. Für alle anderen, ist das nicht wichtig. Es bringt weder die Einzelne noch unsere Gesellschaft weiter, wenn man weiß, was die anderen da feiern.

    Gerade wenn bei euch in der Gegend Religion (also Religion im klassischen Sinne; manch eine Jugendbewegung weißt ja durchaus einige Schnittstellen mit Glaubensgemeinschaften auf) keine große Rolle spielt, ist es doch umso wichtiger, dass junge Menschen die Gelegenheit erhalten, hiermit wieder in Berührung zu kommen, oder etwa nicht?

    Nein. Warum sollte man Kinder, die das Glück haben davon verschont zu bleiben, damit belästigen?

    Ich frage mich ja nebenbei auch, ob Pädagogik eine Wissenschaft ist. So oft, wie sich der Wind dort ändert und Vergangenes als überholt betrachtet wird, habe ich manchmal arge Zweifel.

    Mit Pädagogik bezeichnet man i. a. das parktische Handeln. Die zu Grunde liegende Wissenschaft nennt sich Erziehungswissenschaft bzw. Erziehungswissenschaften. So wurd's mir mal erklärt.

    Dass sich Erkenntnisse ändern bzw. genauer formuliert werden, ist nicht unwissenschaftlich. Passiert in der Physik etwa alle sieben Minuten. Bekommt nur keine mit.

    Neue Trends in der Pädagogik, neue Ideen, müssen nicht unbedingt neuen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen geschuldet sein. Womöglich sind sie gar nicht wissenschaftlich abgesichert. Nicht alle verstehen wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht alle können sie umsetzen.

    Zum ersten Absatz: Zwinkersmiley

    Schön, wenn du das für dich definierst, dann hast du für dich eine einzelgültige Definition.

    Ich habe gar nichts definiert. Ich habe etwas festgestellt. Aus der Wichtigkeit der Ethik habe ich geschlossen, dass die schulische Behandlung dieser in allgemein zugänglichem Unterricht stattfinden sollte. Möchtest du, dass nicht alle jungen Menschen Ethik-Unterricht erhalten?

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