Beiträge von O. Meier

    Dann sollte man die Stunden, die für Religion oder Ethik als Alternative gesetzt sind, nicht als erlässlich darstellen,

    Religion ist braucht's nicht. Ethik ist wichtig. Das wäre schon mal ein Unterschied.

    Die Zeit fürs Lesen woanders abzuknapsen, wo die jungen Menschen etwas lernen sollen, halte ich auch für schwierig. Also läuft's auf zusätzlichen Unterricht hinaus. Der müsste von jemandem gehalten werden und die muss da Geld für bekommen. Also wird's nichts. Schade.

    Im Religionsunterricht geht es ja nicht darum, zu sagen "Entweder ihr glaubt jetzt alle an Leben nach dem Tod oder ihr bekommt alle eine 6!".

    Hat so etwas jemand behauptet? Beliebte Strohfrau, Aussagen zu widerlegen, die niemand so getätigt hat.

    Es kann nicht 100% wissenschaftlich geprüft werden, ob es Gott gibt oder nicht.

    Wie bereits erwähnt, entziehen sich Thesen, die niemand aufstellt, vollständig einer wissenschaftlichen Betrachtung. Die Andeutung, die hier gemacht werden soll, dass es unterhalb der 100% doch irgendwie einen Anlass geben könnte, sich mit der Frage nach der Existenz einer Göttin zu beschäftigen, ist auch nicht zu halten. Diese Frage ist wissenschaftlich zu 0% relevant.

    Ethik (oder wie man das Fach benennen will) wäre dann im selben Band aber auch gestrichen, da man die Zeit ja zum Lesen benötigen will.

    Hat sich hier irgendjemand gegen Ethik geäußert? Muss ich überlesen haben. Was meinst du? Sollten Grundschulkinder Ethik-Unterricht erhalten?

    Eine Abwägung „Entweder lesen oder Ethik“ fände ich fatal. Es muss beides gehen.

    Ich habe daher nun ein extra Konto privat auf meinen Namen eröffnet.

    Was spricht dagegen, sich an Recht und Gesetz zu halten? Mach's bitte nicht. Kündige das Konto wieder. Fordere bitte keine Eltern auf, dir privat Geld zu überweisen.

    Nicht immer können Veranstalter/Jugendherbergen Rechnungen für die einzelnen Eltern ausstellen.

    Sie können schon. Aber warum sollten sie den zusätzlichen Aufwand betreiben? Es gibt Anbieterinnen, die sich das Einzelinkasso vergüten lassen. Dann zahlen halt die Eltern, weil die Schulträgerin etwas sparen möchte.

    die angenommene Nicht-Existenz von Gott herauszustellen

    Einer solchen Annahme bedarf es nicht. Die Frage der Existenz von Göttinnen stellt sich naturwissenschaftlich gar nicht. Eine (natur)-wissenschaftliche Auseinandersetzung bedarf schon einer halbwegs klar formulierten These. Die gibt es aber nicht. Geschwurbel reicht nicht.

    Es ist überhaupt nicht klar, was so eine Göttin überhaupt sein soll. Insofern gibt es weder etwas zu be- noch zu widerlegen.

    Mangelnde Falsifizierbarkeit wurde schon erwähnt? Oder anders ausgedrückt „Not even wrong!“

    Die naturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Religionen ist eh langweilig. Die Diagnose kommt über „Ihr habt nichts.“ nicht hinaus.

    Z. B. soziologische, historische oder züchologische Fragestellung sind da schon interessanter. Warum z. B. lassen sich Menschen von Lügen und Märchen trösten? Warum sind ihnen Fakten so zu wieder?

    ist es angeblich nicht möglich, auf das wie auch immer genannte "Städtische Schulkonto" zu überweisen.

    Aber auf das Konto eines Reiseveranstalters darf das Geld auch nicht direkt, tja. Und nu?

    Nu gibt’s keine Klassenfahrten. Waren wir nicht schon an der Stelle der Diskussion?

    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn andere Menschen religiös sind und wenn Religion und Glauben für sie eine wichtige Rolle spielen. Das muss jeder für sich ausmachen.

    Ja, und damit könnte die Geschichte erledigt sein. Dazu müssten dann aber auch die religiösen Menschen damit einverstanden sein, es nur mit sich auszumachen. Sie müssten darauf verzichten, andere an ihren Ideen teilhaben zu lassen, indem sie Einfluss auf die weltliche Gesetzgebung nehmen. Sie müssten auf den Einfluss auf die Erziehung verzichten, also sich insbesondere aus Kitas und Schulen heraushalten.

    Und sie müssten auch darauf verzichten anderen ihre Märchen als Wahrheiten zu verkaufen. Da wird es schwierig. In der Regel halten es Eltern für selbstverständlich, dass ihre Kinder die gleiche Religion haben wie sie selbst. Das fängt mit der Säuglingstaufe an. Kinder, zumal kleinere, haben noch nicht die Chance zu erkennen, was real und was Märchen ist. Sie jung zu indoktrinieren, ist nicht fair - aber erfolgreich.

    Wir sind weit weg davon, das Religion die Angelegenheit der Einzelnen oder der betreffenden Gruppen ist. Insofern müssen wir immer wieder darauf hinweisen, wo die Grenzen sind.

    Ich möchte mir z. B. nicht sagen lassen, ich müsse wissen, welche Bedeutung ein Feiertag habe, wenn ich weiß, dass er keine Bedeutung jenseits der Feiertagseigenschaft hat. Wenn für jemanden wichtig ist, dass Weihnachten daraus entstanden ist, dass jemand das antik-römische Wintersonnenwendfest uminterpretiert hat, dann möge sie sich damit beschäftigen und mich bitte in Ruhe lassen.

    Ich bin für eine deutlich stärkere Trennung von Kirche und Staat, als wir sie jetzt haben,

    Ja, ich auch. Nicht nur weil mir die Sonderstellung der Kirchen als Atheisten auf den Keks geht. Ich glaube auch, dass wir ohne Bevorzugung bestimmter Glauengemeinschaften dichter an der Glaubenfreiheit wären.

    Und. Die Religionsgemeinschaften hätten vielleicht auch weniger Stress, wenn sie ihre Sachen für sich machten und nicht ständig auf Macht und Einfluss in der Gesellschaft schielen müssten.

    Aber wer jahrtausendenlang als Machtstruktur unterwegs war, kann sich vielleicht nicht so leicht davon lösen.

    Man hätte den Satz auch einfach unkommentiert so stehen lassen können.

    Man kann alles unkommentiert stehen lassen. Einfach nur konsumieren und zu nichts etwas sagen. Aber das erscheint mir unpassend für ein Forum. Hier tauscht man sich aus, dafür sind wir hier. Eine sagt etwas, die andere antwortet etwas darauf. So entsteht ein Dialog.

    Wenn jemand etwas äußert, muss sie damit rechnen, dass es kommentiert wird. Wer das nicht möchte, soll einen Blog schreiben.

    Ja, vielleicht ist es auch nicht wichtig. Mit einem Vorwurf rumgeworfen ist leicht, der Begründung weicht man aber gerne aus.

    Im Übrigen habe ich nicht darum gebeten, gesetzliche Feiertage auf bestimmte Termine zu legen. Wer diese mit bestimmten „Inhalten“ füllen möchte, soll das doch tun. Für alle anderen, ist das nicht wichtig. Es bringt weder die Einzelne noch unsere Gesellschaft weiter, wenn man weiß, was die anderen da feiern.

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