Beiträge von O. Meier

    Jedoch sind die Kompetenzen, die beispielsweise das KC im Fach Sachunterricht an der GS in Nds aufführt, größtenteils auch gut mit dem Internet / digitalen Medien zu verbinden und zu erreichen:

    Also wenn die das in er Grundschule schon lernen, müssten sie's ja in der SekII können. Leider ist das genau so zappenduster wie bei Rechtschreibung und Grundrechenarten.

    Ist das Thema nicht mittlerweile auch im Lehrplan verankert? Bei uns ist es das jedenfalls:

    Sorry, was euer Ministerium dazu schreibt, ist größtenteils Gewäsch. Vermutlich hat auch in NRW im Ministerium jemand den Phrasomaten angeworfen und solche Allgemeinplätze zu Papier gebracht. Der Bezug zum unterrichtlichen Alltag ist eher überschaubar.


    Und die Beispiele aus dem Sachunterricht sind vielleicht auch was für'n Display mit anständiger Größe.

    Hm, komisch, jetzt machst du eine Feminismusdebatte daraus?

    Nein. Ich mache da ger keine Debatte draus. Ich nehme nur deine Sichtweise zur Kenntnis. Zum Glück hält diese aber Schwangere nicht davon ab, weoter so zu handeln.

    Es ging um etwas ganz anderes. Aber das scheint dich ja nicht so zu interessieren.

    Gut beobachtet. Wie so oft, finde ich nicht relevant, was du zu sagen hast.



    Hauptsache, du kannst etwas DAGEGEN sagen, nicht wahr?!

    Nö. Muss nicht. Deine Aussagen sprechen für sich.

    Aber du brauchst dich natürlich nicht wundern, wenn deine Schüler*innen im Internet nur Mist finden. Man muss ihnen auch beibringen, wo man fundierte Informationen findet.

    Kann man gerne. Dann muss man aber auch sagen, was dafür aus dem Lehrplan verschwinden soll. Man muss Geräte anschaffen und die Kollegen fortbilden, damit sie das auch tun können.


    Und auch dann ist eine gezielte Online-Recherche immer noch etwas anderes als "die googlen mal schnell was."

    Ich habe nunmal nicht mehr das Wissensmonopol. Und wo die SuS nun ihre Kenntnisse erlangen, ist mir doch egal. Bereitet sie auch auf die Uni vor.

    Wissen aus dem Internet. Ja, kenne ich. da wird gerne irgendein Mist ausgedruckt. Das Internet ist nicht viel anders als Sperrmüll. Da darf jeder seinen Mist abladen. Dass da gelegentlich auch was Brauchbares mit rumsteht, äbndert nichts daran, dass alles ander Müll ist.


    Ein Monopol auf minimal strukturiertes Wissen haben wir dann doch noch.

    Sensoren, grafische Darstellung und (bspw. mit Wolfram Alpha) CAS Operationen, wogegen die CAS-Möhre von TI echt alt aussieht.

    Da ergeben sich durchaus Möglichkeiten. Die "graphik"fähigen Taschenrechner mit ihren Lego-Pixeln sind Technik aus den Achtzigern. Die haben tatsächlich ausgedient. Statt dessen Smartphones im Unterricht einsetzen, kann man aber nur, wenn jeder Schüler eines hat, dass bestimmte technische Mindestvoraussetzungen erfüllt. Deshalb und wegen des Displaygröße greife ichbdann doch lieber zum iPad-Koffer oder gehe in den Computerraum. Da bin ich denn vielleicht etwas altmodisch.


    Ich habe aber keine Lust mich darum zu kümmern, dass alle Schüler eine geeignete App auf dem Gerät haben. Und selbst, wenn ich das gewährleisten könnte, wüsste ich nicht, ob sie nicht morgen ein anderes Handy haben, weil das bisherige ins Klo gefallen ist.

    rtlnord.de/nachrichten/von-reu…spann-volk-in-soltau.html
    Hier kommentieren die beiden (Mutter/Tochter) das selbst...

    Ich habe zwei Minuten durchgehalten. Die Tochter ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Lehrerhaushalt nicht immer effektive Bildungsnähe garantiert. Erscheint mir so, als seien die Damen bei RTL gut aufgehoben.

    Es gibt keinen gesellschaftlichen Problemkomplex

    Dem gesellschaftlichen Problem Handy stelle ich mich schon gar nicht. Die Schlacht ist verloren. Ich kann und werde niemanden davon abhalten, seine Lebenszeit an ein Dreieinhalb-Zoll-Display zu verschwenden. Hauptsache, es wird keine Pflicht.


    Was die hier angesprochene "sinnvolle" Nutzung der Geräte anbetrifft, so hat diese wenig mit den Unterrichtsstörungen furch Handys zu tun. Die Schüler sollen auch mit einem Stück Kreide auf der Tafel schreiben können. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass man sie im der Pause mit der Kreide rumwerfen lassen sollte.


    Auch ist mir noch nicht klar, was denn eine sinnvolle Nutzung sein könnte. Keine Vokabeln zu lernen oder seinen Taschenrechner[1] nicht mitbringen zu müssen, überzeugt mich noch nicht so. Das sind soch eher Rückfalloptionen.


    Ich kann das vielleicht nicht so gut beurteiolen, da ich kein Smartphone besitze. Insofern werde ich den Schülern auch wenig dazu erklären können, da fehlt dann doch die Erfahrung. Die Diskussion, ob der Dienstherr nicht für dienstliche Geräte und entsprechende Fortbildungen sorgen müsste, mache ich hier lieber nicht auf.


    Ob die Kollegen, die solche Geräte nutzen, den Schülern erheblich weiter helfen können, darf auch bezweifelt werden. So versiert erscheint mir der Umgang nicht, wenn man mal am Rande die "technischen Fachgespräche" mitbekommt.


    Nunja, die zusätzlich Aufgabe "Digitalisierung" zu unterrichten, bedarf zusätzlicher Ressourcen. Da die nicht in Sicht sind, wird's wohl nichts. Gut, da gibt es noch das punktuelle Engagement einzelner Kollegen. Aber trotz aller Mühe und Liebe ist das ja kein Bildungskonzept.


    [1] Mal ganz abgesehen davon, dass das Meiste, was da so wenig inspiriert eingetippt wird, im Kopf schon gerechnet sein könnte, bevor die Rechner-App überhaupt gestartet ist. Bevor ich den Schülern also erkläre, wie man denn "bei der blöden App Brüche eingibt" oder dergleichen, lasse ich sie doch lieber ein Bisschen Kopfrechnen üben.

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