Beiträge von O. Meier

    Ich zähle dies aber mit. Bei manchen, die hier große Reden schwingen, habe ich das Gefühl, dass sie PC usw. nicht mitzählen.

    Bei Mischnutzung kann man sich leicht reinlegen. Man nutze den Computer ja eh privat etc. Wirklich? Hat man kein Ausstattungsmerkmal für die Schule mitgekauft? Was ist mit dem Strom und der Internetverbindung? Und dem Schreibtisch, auf dem der Rechner steht. Da stellen wir eine Menge zur Verfügung, die sich die Schulträgerin spart. Darf sie das, weil ich die Sachen eh habe?

    Unser Schuletat ist fix, wir können als Kollegium selbst entscheiden, für was wir es ausgeben. Eine Erhöhung gibt es nicht.

    Damit versucht sich die Schulträgerin aus der Verantwortung zu stehlen. Und es scheint ihr zu gelingen. Trotzdem ist die Höhe des Etats ihre Entscheidung. Ebenso ihr Unwille, den Etat am Bedarf zu orientieren.

    Aus gleichem Grund habe ich digitale Bücher gekauft. Jetzt gehe ich nur noch mit leichter Handtasche zur Schule, jogge manchmal sogar. Klar wäre es schön, 2 Geräte inkl. doppelten Büchersatz gestellt zu bekommen.

    Ja, ich habe die meisten Bücher doppelt von der Schule. Da muss ich aber niemanden fragen, ich hole sie mir aus dem Keller. Hätte ich das nicht, schleppte ich aber auch keine Bücher hin und her. Dann könnte ich sie mir entweder zu Hause oder in der Schule benutzen. Wäre wenig effizient.

    Materialien kann man auch für kostnix oder billig ergattern. Magnetstreifen hab' ich meterweise auf dem Recyclinghof aus den Dichtungen der Kühlschränke gezogen.

    Kann die Landrätin ja machen, wenn sie damit den Kreishaushalt aufpolieren möchte. Sie möchte aber bei der Kalkulation ihren eigenen Stundenlohn nicht vergessen. Ich wühle jedenfalls nicht dienstlich im Müll.

    Meine Werbungskosten für Ausgaben, die ich für die Schule getätigt habe, lagen jedoch trotzdem bei mindestens 500 € im Jahr.

    Hm, ich komme mit 0 € gut hin.

    Isshaltso in GS und HS.

    Nein, nichts ist einfach so. Alles ist Ergebnis von Entscheidungen. Wenn du dich entscheidest Geld für etwas auszugeben, hast fu das entschieden.

    Forderungen rigoros abbürsten und dem Fordernden zeigen, wo der Hammer hängt.

    In der Schule hängt schon mal kein Hammer, da ist kein Geld für da. Und ansonsten ist es keine Forderung, dass wir das Material, das wir zum Arbeiten benötigen, bekommen, sondern eine Selbstverständlichkeit. Wenn die Schulleiterin mir aber erklärt, dass sie das nicht möchte, dann gibt es bestimmte Sachen halt nicht. Dazu kann sie sich aber zivilisiert ausdrücken und nicht so, wie du dir das vorstellst.

    Was schlagt ihr denn nun konkret Naschkatze vor: an wen soll sie bis Schuljahresbeginn welchen Antrag einreichen, um an diese Karten zu kommen? An "den Schulträger" persönlich?

    Die Schulträgerin ist keine Person. Ich stellte den Antrag bei der Schulleitung. Wenn es keine Formulare gibt, entsprechen formlos. Die Schulleitung muss wissen, wie mit einem solchen Antrag zu verfahren ist, ob er gegebenenfalls weiterzuleiten ist oder ob sie daselbst darüber entscheidet.

    Im Zweifelsfall spielt die auf Zeit und moniert formale Unzulänglichkeiten, um nicht inhaltlich entscheiden zu müssen. Man kennt derlei, die auf die Vorschriften scheißen, sie aber furchtbar genau nehmen, wenn das aber ihrer Destruktivität zu Pass kommt.

    Ist aber wurscht. Material, dass es nicht gibt, kann man nicht verwenden.

    Es ist schon ein bisschen lächerlich, Kolleginnen vorzuschlagen, sie sollten doch gleich Kloputzen, weil sie sich für ein Gerät in ihrem Fach stark machen.

    Übertreibungen als Stilmittel sollen ja etwas Lächerliches haben. Gut beobachtet. Und wenn „stark machen“ darin besteht, dass man Tische schleppt, um Geld zu sparen, hat das auch etwas Albernes. Insofern unentschieden.

    Es geht halt um die grundsätzliche Haltung, jedes strukturelle Defizit ausgleichen zu wollen. Ständig machen Leute Fehler bei ihren Entscheidungen und die Lehrer-Labradore stehen routenwedelnd bereit um die Brocken einzusammeln.

    Sonst hätte es keine Spülmaschine gegeben und dann hätte ich jede Woche mehrere Stunden Unterrichtsvorbereitung sparen müssen, weil ich Gläser gewaschen hätte. Tische schleppen bedeutet eben bessere Unterrichtsmöglichkeiten, sei es neue Spanischbücher oder eben eine Spülmaschine.

    Mag sein. Wenn das der politische Wille der Schulträgerin ist, dann widerspräche ich da nicht. Weder die Existenz von Spanischbüchern noch der Transport von Möbeln ist meine Verantwortung. Die lasse ich mir auch nicht zuschustern. Das ist doch die eigentliche Sauerei.


    Nö, ich möchte keine Möbel schleppen, das gehört nicht zu meinem Job, also mache ich es nicht. Aber insbesondere lasse ich mich nicht von der Schulträgerin ins Knie ficken.

    Gespart wurde an Unterrichtsvorbereitung […]

    Ja, das scheint immer noch die Stelle zu sein, an der man am einfachsten Zeit „sparen“ kann. Passiert eben entsprechend intensiv, weil wir so viel anderen Kram zu erledigen haben.

    Aber irgendeine Grenze muss es doch geben. Tische schleppen gehört jedenfalls nicht zu meinen dienstlichen Aufgaben. Und dafür die Unterrichtsvorbereitung liegen zu lassen, fiele mir nicht ein.

    Wobei dieses Vorgehen aber auch kontraproduktiv ist. Wenn ich die Sachen kaufe und damit meine Arbeit schneller fertig bekomme, bringt mir das nichts, weil ich dann am Ende nur noch mehr Arbeit auf den Tisch geknallt bekomme. Wir haben ja eine 41 Stunden/Woche.

    Ich bin mir sicher, dass private Investitionen und unbezahlte Überstunden einander nicht ausschließen. Insofern wirst du mit dieser ansonsten zutreffenden Argumentation niemandem vom Kaufen mit privatem Geld abhalten.

    Vor einiger Zeit erhielt ich hier ziemlich viel Gegenrede, weil ich schrieb, dass wir Schülertische und -bänke selbst in den Hof geschleppt haben und die neuen hoch in die Räume. Die "Umzugsleute" hätten wir auch bezahlen müssen, so haben wir das Geld gespart

    Aber in der Zeit, in der ihr Tische schleppt (vermutlich ohne S3-Schuhe), macht ihr etwas anderen nicht, das zu eurem Job gehört. Das ist Zeit, diebm dann eben woanders fehlt. Seid ihr sicher, dass ihr so etwas gespart habt?


    Ich weiß aber gar nicht, wozu es gut ist so viele Beispiele, was wem alles so fehlt, dienen. Das hat doch mit der Frage, ob man sich nötigen lassen sollte, etwas von privatem Geld anzuschaffen, nichts zu tun.

    Nie musstest du irgendwas kaufen, um überhaupt Unterricht machen zu können.

    Niemand muss etwas kaufen, um Unterricht „zu machen“. Es geht auch immer ohne. Ohne Tafel z. B. mag echt strange sein, aber geht.

    Usw. Bestimmte Dinge mögen wichtiger sein als andere. Manchen erhöhen den Wirkungsgrad erheblich, klaro. Das mag auch auf diese Anlautsachen zutreffen. Aber. Die Wichtigkeit ist immer ein Argument dafür, dass die Schule die Dinge anschafft. Mit der Lehrperson hat das doch nichts zu tun.

    Es wurde schon hundertelfmal gesagt, wenn sich jemand für selbst kaufen entscheidet, hat sie sich dafür entschieden. Da gibt es kein Muss. Und auch keinen Grund sich zu beschweren. Druck seitens der Schulleitung(?) oder des Kollegiums(?) auszuüben, wie es womöglich im vorliegenden Fall geschehen ist, ist nicht in Ordnung. Da sollte man an der eigenen Sturheit arbeiten. In allen anderen Fällen ist es, wie gesagt, das eigene Vergnügen.

    Genau, das Problem ist ja, dass sich diese kleinen Beträge häufen.

    Das ist kein Problem, das ist Alltag. Es gibt Anforderungen und einen Etat. Dann muss die Schulleiterin sich einfallen lassen, wie das Geld verteilt wird, und gegebenenfalls bei der Schulträgerin vorstellig werden.

    Ein Anlautposter passend zum Lehrwerk würde ich ohne großes Diskutieren kaufen, kostet was? ca. 8€?

    Ja, ein derart kleiner Betrag sollte sich durch das Schulbudget decken lassen, da muss man nicht diskutieren oder gar einzelne Lehrerinnen nötigen.

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